Ahnenforschung.Net Forum

Ahnenforschung.Net Forum (https://forum.ahnenforschung.net/index.php)
-   Erfahrungsaustausch - Plauderecke (https://forum.ahnenforschung.net/forumdisplay.php?f=38)
-   -   Namenlose Vorfahren in der Ahnenliste (https://forum.ahnenforschung.net/showthread.php?t=197384)

consanguineus 10.12.2020 21:10

Namenlose Vorfahren in der Ahnenliste
 
Hallo zusammen!

Häufig liest man in Kirchenbüchern Einträge wie "die alte Preußesche Dom. 2 p. Trin. zur Erden bestattet". Es ist klar, es handelt sich hier um die Frau oder Witwe eines Mannes namens Preuß. Nehmt Ihr, falls sie klar zugeordnet werden kann, weil es nur einen Preuß im Dorf gab, solche Personen in die Ahnenliste auf, auch wenn weder Vor- noch Mädchenname bekannt sind? Wir wissen nur, daß Frau Preuß an einem bestimmten Tag gestorben ist. Keine weiteren biographischen Daten.

Ähnlich wie beispielsweise Kopfsteuerlisten, die den Namen des Haushaltsvorstandes angeben, aber die Existenz der Ehefrau nur erwähnen. In solchen Fällen wissen wir noch nicht einmal das Datum eines konkreten Ereignisses, sondern nur, daß die Frau an einem Stichtag noch am Leben war.

Wie haltet Ihr es in solchen Fällen?

Viele Grüße
consanguineus

scheuck 10.12.2020 21:48

Hallo, consanguineus!

Ja, unter den von Dir genannten Voraussetzung mache ich das.

Ich arbeite mit dem "Ahnenblatt", nutze in einem solchen Fall "Neu", um jemanden einzutragen, von dem ich noch nicht genau weiß, welche familiären/verwandtschaftlichen Beziehungen bestehen. Zusätzlich würde ich die Infos zu dieser Person (in Deinen Beispielen den KB-Eintrag bzw. die Kopfsteuerliste) unter "Anmerkungen oder Quellen" notieren.

Ich mache das so in der Hoffnung, diese "neue Person" irgendwann mal sicher verknüpfen zu können, aber auch, damit das Wissen um derlei Funde nicht irgendwie untergeht.

Philipp 10.12.2020 21:48

Hallo!

Vielleicht verstehe ich das Problem nicht richtig...aber wenn ich einen Hinweis auf einen Vorfahren habe, dann nehme ich ihn auf.

Sei es ein Vorname, ein Datum oder ein Ereignis.

Es hat den Vorteil, dass ersichtlich ist, dass Daten vorhanden sind, aber auch dass und eventuell auch warum hier ein weiterer Ansatz für Recherchen benötigt wird.

Was ich bei ancestry nicht eintrage, sind Bezeichnungen wie "Familienname, Vater von" oder "Familiennamen, Mutter von", nur um die Lehre dort zu füllen. Eine Ausnahme lasse ich zu: Wenn ich zwei oder mehrere Personen habe, die eindeutig Abkömmlinge sind, verknüpfe ich sie über auch unbekannte Eltern.

VG
Philipp

consanguineus 10.12.2020 22:22

@scheuck: Ich habe mich etwas unglücklich ausgedrückt. Es geht um Personen, von denen ich sicher weiß, daß sie zu meinen Vorfahren gehören, aber nicht, wie sie heißen. Die Verknüpfung von zwei Eheleuten findet nicht über den (nicht überlieferten) Traueintrag statt, sondern über eine andere Angabe.

@Philipp: Selbstverständlich soll man jeden Hinweis aufnehmen! Es geht mir darum, ob eine Person, von der man so gut wie nichts weiß, zumindest nicht den Namen, bereits einen Platz in der AL bekommt.

scheuck 10.12.2020 22:28

Frau Preuß
 
Zitat:

Zitat von consanguineus (Beitrag 1318762)
@scheuck: Ich habe mich etwas unglücklich ausgedrückt. Es geht um Personen, von denen ich sicher weiß, daß sie zu meinen Vorfahren gehören, aber nicht, wie sie heißen. Die Verknüpfung von zwei Eheleuten findet nicht über den (nicht überlieferten) Traueintrag statt, sondern über eine andere Angabe.

Okay, Du hast Dich nicht etwas unglücklich ausgedrück, sondern ich hab's nicht auf Anhieb richtig kapiert :wink:
Ändert aber nichts an meiner persönlichen Verfahrensweise!

DiWiKaBiLiSch 11.12.2020 09:44

Hallo,


ich nehme solche Personen auch in meine Ahnenliste auf, denn da gehören sie ja hinein, auch wenn deren Namen die Zeit bis zu mir nicht überdauert haben.
Und manchmal findet man vielleicht doch noch einen Hinweis. Wenn es keinen Traueintrag gibt, steht der (Vor-)Name mit Glück bei der Taufe eines Kindes dabei. Oder die Eltern tauchen namentlich bei einem Traueintrag eines ihrer Kinder auf.


VG
Julius

Posamentierer 11.12.2020 14:02

Hallo consanguineus,

in beiden Fällen würde ich die jeweiligen Personen mit aufnehmen. Bei der "Preußeschen" handelt es sich in meinen Augen um einen Namensersatz UND um ein Datum. Dies kann weitere Recherchen erleichtern. Im zweiten Fall, der nur mit erwähnten Ehefrau, würde ich ebenfalls eintragen, DASS sie NACH diesem Datum verstarb oder der Ehemann zu diesem Datum verheiratet war. Dies kann die Suche nach einer Trauung oder Kindern eingrenzen helfen.

Friedrich 11.12.2020 14:12

Moin consanguineus,


auch bei mir kommen die Leute in die Ahnenliste, dann halt mit N.N. (Nachname bzw. Nachname der Frau nach der Heirat). Ggf. muss bei neuen Erkenntnissen der Name geändert werden. Ich habe so einen völlig anonymen Fall einmal gehabt, da starb (mit Todesdatum) "des alten Müllers Johann Georg Dickel auf dem Astenberg Ehefrau". Die kam dann als N.N. (Dickel) in die Liste, bis ich bei späteren Recherchen in einer Akte zumindest ihren Vornamen Anna Katharina fand. Jetzt ist sie zu Anna Katharina (Dickel) mutiert.


Friedrich

Posamentierer 11.12.2020 14:17

Genau,

bei mir ist es "Die alte Hewgreth", die einen Hofnamen trägt.

hessischesteirerin 11.12.2020 20:24

Zitat:

Zitat von scheuck (Beitrag 1318767)
Okay, Du hast Dich nicht etwas unglücklich ausgedrück, sondern ich hab's nicht auf Anhieb richtig kapiert :wink:
Ändert aber nichts an meiner persönlichen Verfahrensweise!

ich nehme in dann auf.
mit dem Nachnamen des Kindes
der Vorname fehlt dann - aber alle Informationen lassen sich dann einfach sammeln


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 21:48 Uhr.

Powered by vBulletin® Version 3.8.8 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2021, vBulletin Solutions, Inc.