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-   -   Freyherr Johan Melchior von und zu Mannsfeld und Cazenelnbogen im 30-Jährigen Krieg 1618-1648? (https://forum.ahnenforschung.net/showthread.php?t=185542)

loyane 08.02.2020 18:22

Freyherr Johan Melchior von und zu Mannsfeld und Cazenelnbogen im 30-Jährigen Krieg 1618-1648?
 
Grüß Gott!

Aus folgendem Buch: https://books.google.de/books?id=YV9...page&q&f=false

kommt folgendes hervor, eine Bericht die Stephan Alberti, Schulmeister zu Weihenzell im Anspachischen über seinen Großvater geschrieben hat:

«Der Vater des {Pfarrers} J. G. Alberti {zu Laubendorf 1608-1655} war der Hochgebohrne Herr Johann Melchior, Freyherr von und zu Mannsfeld und Cazenelnbogen, welche beide Orte ihm gehörig gewesen, woselbst auch die Familie ihre meisten Güter gehabt, wurden aber nachher an das Haus Sachsen um 28000 Goldgülden versezt, welche er zur Anwerbung eines Regiments angewandt. Nachdem aber solches bald darauf geschlagen und gänzlich ruinirt worden, wo und wann?) wurden diese seine Eltern durch den damahligen Krieg total verderbet. Sind also diese Güter dem Hausse Sachsen heimgefallen. Hierzu kam, daß sein Bruder mit 2200 fl. fort und in den Dänischen Krieg gezogen, von welchem gar nichts mehr vernommen worden. Als nun der Vater starb, hinterließ er zwar 9 Kinder, aber wenig Vermögen»

Der genannte Freyherr hat offenbar auf dem Gut Cazenelnbogen (bei Darmstadt) gelebt, wo sein Sohn, der Pfarrer Johann Georg, um 1608 geboren sein soll(?).

Dann kam der 30-Jährige Krieg, und wie berichtet hat die Familie alles verloren.

Gibt es weitere Quellen die von diesem Regiment und ihrer Geschichte berichten können? Hoffentlich kann mir jemand weitere Auskünfte darüber geben?

Ich danke recht herzlich im Voraus für jeden Hinweis!

Hochachtungsvoll,

Lars E. Oyane

gki 09.02.2020 12:06

Hallo Lars,

nachdem schon der Autor des Buches schreibt, daß er sich für den Wahrheitsgehalt der Notiz nicht verbürgen wollte, sag ich mal: Da stimmt wohl was nicht.

Die Mannsfelder waren Grafen, keine Freiherren, und warum der Sohn eines solchen den FN Alberti annehmen sollte, weiß wohl auch niemand.

Katzenelnbogen war damals schon eine Stadt und gehörte zu Hessen.

loyane 09.02.2020 14:31

Grüß Gott!

Recht herzlichen Dank an gki für einen spannenden Beitrag!

Ich habe auch diese Kommentare vom Autor gelesen und habe gedacht: Damals (als das Buch geschrieben wurde,) war es wahrscheinlich schwierig die Behauptungen vom jungen Stephan Alberti zu überprüfen. Ein «Kern» von Wahrheit dürfte doch drin sein, wenn der Stephan diese Bericht schon damals abgegeben hat. Es handelt sich ja trotz allem um sein eigener Großvater!

Aber ist Katzenelnbogen das gleiche wie Cazenelnbogen? Es wird ja behauptet Johann Georg Alberti, genannt «Steyrer», soll in Darmstadt um 1608 geboren sein. Wenn man ein alte Landkarte von Cazenelnbogen hervorholt:

https://mapy.mzk.cz/mzk03/001/056/847/2619318288/

entdeckt man, daß Cazenelnbogen um Darmstadt liegt. Deshalb ist wohl zu vermuten, das ist wo der spätere Pfarrer Johann Georg Alberti geboren ist und wo seine Eltern gewohnt haben!

Was dem Gut Mannsfeld betrifft, scheint es dies liegt an der Enns in der Steiermark in Österreich, und ich kann mich vorstellen, das könnte der Grund sein, daß der Pfarrer «Steyrer» genannt wurde? Oder liege ich vielleicht völlig falsch?

Ich habe im Hessen-Forum eine Nachfrage gestellt, ob man in Darmstadt Geburtsurkunden von dieser Famili finden kann, aber so weit eine Antwort. Weil, ich glaube Teil der Aufklärung dieser Frage wegen Freyherr Johann Melchior liegt in den Geburtsurkunden seiner Kinder...!?

Nochmals herzlichen Dank für jeden Hinweis!

Hochachtungsvoll,

Lars E. Oyane

gki 09.02.2020 16:20

Hallo Lars,

der erste Schritt wäre doch, die Existenz dieses angeblichen Freiherrn Johann Melchior nachzuweisen.

Wenn die Geschichte irgendwie stimmen soll, müßten dessen Güter ja in Sachsen gewesen sein.

Katzenelnbogen war früher eine Grafschaft, die aber dann an Hessen fiel.

SusanneVonG 11.02.2020 09:32

Hallo Lars,

kennst Du Leichenpredigten (Ligprædiken)? Darin finden sich gerade im 17. Jhd. oftmals die tollsten Geschichten über die Abstammung des Verstorbenen. Vermutlich geht die Geschichte zum Vater des Johann Georg Alberti genannt Steyer in dieselbe Richtung. In einer eher seriösen Quelle, die Du selbst hier https://forum.ahnenforschung.net/sho....php?p=1243492 angibst, wird der Vater als Joh. Melch. [Alberti], als sächsischer Offizier verarmter Adeliger angegeben. Somit hat der Verfasser des Ansbacher Pfarrerbuches den Vater auch nicht ermitteln können. Sich mit den Pfarrern (praktisch nur evangelische!) zu beschäftigen, nennt man Presbyterologie. Diese Pfarrerbücher wurden u. werden, jeweils bezogen auf ihre Zeit, durchweg sehr gewissenhaft geschrieben. Die Verfasser kannten sich sehr gut mit den Quellen aus. Von daher habe ich nicht viel Hoffnung, daß Du mehr über den tatsächlichen Vater in Erfahrung bringen wirst.

Der Johann Georg stammt aus Darmstadt oder dem Weichbild der Stadt. Siehe:
https://aaa.gf-franken.de/de/recherc...ermaLink=00116
https://vd17.gbv.de/vd/vd17/23:667822S

Für Kirchenbücher schaut man am besten bei den Mormonen vorbei:
https://www.familysearch.org/search/...Open=427635-50
Da gibt es zwei mit KB ab 157x, von denen Du auch den Index abfragen kannst mit Alberti, Steyer usw.

Die Stadt Katzenelnbogen im Taunus/Rheinland-Pfalz liegt etwa 80 km von Darmstadt/Hessen entfernt. Das hat also gar nichts miteinander zu tun. Schau mal auf googlemaps oder ähnlich nach.

Es fällt aber auf, daß Johann Georg aus der Gegend von Darmstadt die Lateinschule in Nürnberg besuchte und dann in Altdorf studierte. Es scheint, als ob die Familie Anfang des 17. Jhd. von Hessen nach Franken verzog. Wenn überhaupt, würde ich dort ansetzen. Zuzug von Bürgern nach Nürnberg, Sterbeeintrag eines gewesenen sächs. Offz., Steuerlisten usw. Das Nürnberger Stadtarchiv ist über online-Findbücher ganz gut erschlossen. Da findet sich:

Johann Georg Alberti, genannt Steyr (ausführlicher Lebenslauf mit Wappenskizze)
Signatur: Stadtarchiv Nürnberg E 56/VI Nr. 3
http://online-service2.nuernberg.de/...ien&ref=323250

Wobei hier womöglich nur die bekannte 'Geschichte' wiederholt wird. Aber ein Versuch wäre es wert. Zumal man vielleicht über das Wappen dann weiterkommt. Es könnte sich um dieses Wappen handeln:
https://reader.digitale-sammlungen.d...00000000000004


Grüße
Susanne.

Alter Mansfelder 11.02.2020 13:42

Hallo Lars,

ich denke auch, dass es sich um eine Legende handeln wird. Ein "Johann Melchior" ist unter den Mansfelder Grafen nicht bekannt, und schon gar nicht als Freiherr oder mit Bezug zur Grafschaft Katzenelnbogen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Stamml...auses_Mansfeld

Es grüßt der Alte Mansfelder

loyane 14.02.2020 01:57

Grüß Gott!

Recht herzlichen Dank an gki, Susanne und Alter Mansfelder für sehr intereßante Beiträge! Susanne hat ja besonders mehrere gute Idéen die absolut spannend sind aufzufolgen...

Ja, den Ausdruck «Ligprædigen» kenne ich aus Skandinavien, und ich weiß sehr wohl; man darf sie nicht immer glauben... Doch sind ja die meisten «Ligprædigen» eher «glorifizierend», was hier nicht der Fall war... Ich glaube etwas «Wahres» dürfte es drin sein...

Leider kenne ich mich als gebürtiger Norweger in dieser Art Quellen eher schlecht aus, aber probieren kann ich, und vielleicht gibt es auch ein bißchen Hilfe zu bekommen, wenn es zu schwierig wird...

Was Geburtsurkunden betrifft, habe ich probiert bei FamilySearch ohne besonderen Erfolg. Es gibt halt verschiedene Vorkommen des Vatername Johann Melchior (oder so ähnliches), aber niemand «jump out at me»..., vielleicht außer:

https://www.familysearch.org/ark:/61903/1:1:N5QL-3X2

Es gibt mehrere Johann Melchior als Vater, aber eher Rictung Rheinland-Pfalz...

Bei ancestry.com finde ich diesen:

Name:Johan Georg Backe.
Gender:Male
Baptism Date:25 Nov 1612
Baptism Place:Stadtpfarrei Evangelisch, Darmstadt, Starkenburg, Hesse-Darmstadt
Residence Place Darmstadt, Starkenburg, Hessen-Darmstadt
Father:Johan Backe.
FHL Film Number:1190502

Aber ob das hilft, weiß ich nicht - wahrscheinlich eher nicht.....

Sonst hört es sich aus, als ob dieses Dokument besonders intereßant sein könnte.

«Johann Georg Alberti, genannt Steyr (ausführlicher Lebenslauf mit Wappenskizze)
Signatur: Stadtarchiv Nürnberg E 56/VI Nr. 3
http://online-service2.nuernberg.de/...ien&ref=323250»

Wie Sie sagen, vielleicht bringt es nichts Neues, aber ein Versuch ist es allerdings wert!

Nochmals recht herzlichen Dank für wunderbare Hilfe!

Hochachtungsvoll,

Lars E. Oyane

loyane 18.02.2020 19:22

Grüß Gott!

Ich habe das Stadtarchiv in Nürnberg kontaktiert und warte auf Unterlagen wegen Johann Georg ALBERTI. Ich bin gespannt auf das Resultat.

Mittlerweile habe ich Johann Georg ALBERTI's Heiratsurkunde von 1634 zu Sicht bekommen, und diese gibt uns sehr spannende Auskünfte:

https://forum.ahnenforschung.net/showthread.php?t=185947

Hier geht's hervor daß Johann Georg ALBERTI ein Sohn von «Herr» Johann «Hans» ALBERTI war, der seinerseits Kapitän «zu Fuß» unter dem Landgraf zu Darmstadt tätig war. Und es kann aussehen als ob dieser Kapitän immer noch in 1634 am Leben war.

So jetzt entsteht die Frage:

* Gibt es Mannschaftslisten vom Landgraf zu Darmstadt die uns weitere Auskünfte über diesen Kapitän erteilen können?

Ich danke noch recht herzlich für jeden Hinweis!

Hochachtungsvoll,

Lars E. Oyane

loyane 18.02.2020 21:47

Grüß Gott!

Ich habe eben einen sehr intereßanten Hinweis bekommen, die ich gerne mit Euch teilen möchte, weil der Hinweis bringt einige gute «Elemente» in die Debatte um die Herkunft dieser Familie einbringt, und vielleicht gibt es auch andere die sich Gedanken darum machen könnten?

~~~~~~~~~~~~

Betreff: verwurstete geschichte

meiner meinung nach ist in der alberti geschichte das theater um die erbteilung der mansfeldschen güter verwurstet und umerzählt worden, vielleicht sind nachkommen nach georg albrecht gemeint, in diese linie mansfeld gab es tatsächlich mehrere priester:

in wiki ist der folgende abschnitt wichtig

https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_...._von_Mansfeld

"Der Älteste, Philipp, erhielt die Burg Bornstedt (https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Bornstedt), Johann Georg erhielt Eisleben (https://de.wikipedia.org/wiki/Eisleben), Peter Ernst das Schloss Friedeburg (https://de.wikipedia.org/wiki/Schlos...eburg_(Saale)), Johann Albrecht die Burg Arnstein (https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Arnstein), Johann Hoyer Artern (https://de.wikipedia.org/wiki/Artern/Unstrut), Johann Ernst die Burg Heldrungen (https://de.wikipedia.org/wiki/Festung_Heldrungen), einige Söhne waren Geistliche geworden, die vielen Töchter wurden ausgezahlt. Am 18. Februar verstarb der Reformator – in Anwesenheit von Graf Albrecht VII. von Mansfeld (https://de.wikipedia.org/wiki/Albrec...._von_Mansfeld)-Hinterort und seiner Frau Anna von Honstein-Klettenberg – vermutlich in deren Haus, dem Stadtschloss (Markt 56), in dem sich heute das Hotel „Graf von Mansfeld“ befindet.[1]" (https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_...ld#cite_note-1)


~~~~~~~~~~~~

Ich kann mich ganz gut vorstellen, daß der «Freyherr Johann Melchior» irgend eine Verbindung mit dieser Adelsfamilie haben könnte. ALBRECHT kann sehr wohl in ALBERTI umgewandelt sein, und hier waren ja große Reichtümer vorhanden, die leicht durch Streit und Krieg verloren gehen könnten!

Trotzdem glaube ich, man sollte sich zuerst an diesem Kapitän zu Fuß unter dem Landgraf zu Darmstadt konzentrieren. Vielleicht würden da weitere spannende Details auftauchen?

Ich danke noch einmal für jeden Hinweis! Es wäre so was von wunderbar dieses Rätsel zu lösen!

Hochachtungsvoll,

Lars E. Oyane

PS: Die Pfarrerbiographie von Johann Georg ALBERTI erzählt u.a. von einem Sohn Friedrich ALBERTI der Pfarrer zu Berkheim in Pfalz-Neuburg gewesen sein soll, bevor er Erulant in Nürnberg wurde. Dort soll er kurz nach 1656 gestorben sein. Logischerweise muß dieser Friedrich viel zu alt sein um ein Sohn von Johann Georg zu sein. Könnte der Friedrich eher ein Bruder von Johann Georg gewesen sein und auch ein Sohn vom «Herr» Johann «Hans» ALBERTI, der Kapitän?

SusanneVonG 18.02.2020 22:23

Hallo Lars,

Du bist jetzt einen großen Schritt weiter. Johann Georgs Vater war also ein Hans/Johann Alberti, Hauptmann in einem Fuß-Regiment des Landgrafen von Darmstadt. Die Geschichte mit dem Mansfeld ist - das nahmen wir ja hier alle schon an - damit erledigt.

Zum Darmstädter Militär blieb erstaunlich viel erhalten. Schau mal hier:
https://digitalisate-he.arcinsys.de/...8b_vorwort.pdf

Die Datenbank dazu ist hier:
https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/...n?detailid=b51

Du kannst auch darin suchen. Ich habe nach 'zu Fuß' geschaut oder 'Regiment', konnte aber keine so frühen (um 1634) Ranglisten, Offiziersverzeichnisse finden. Ich vermute, da mußt Du eine Anfrage an das Darmstädter Archiv richten. Man wird Dir mitteilen können, ob es eine Chance gibt, diesen Hauptmann Alberti aus der Zeit um 1634 zu finden.

Oder Du wartest erst mal ab, was die Nürnberger Dir antworten.

Grüße
Susanne.

loyane 19.02.2020 19:57

Grüß Gott!

Recht herzlichen Dank an Susanne für den letzten Beitrag von gestern!


Ich denke ich werde auch schon mal abwarten was die Nürnberger zu sagen haben und dann schauen was am Besten zu tun ist...

Zitat:

Zitat von loyane (Beitrag 1246783)
PS: Die Pfarrerbiographie von Johann Georg ALBERTI erzählt u.a. von einem Sohn Friedrich ALBERTI der Pfarrer zu Berkheim in Pfalz-Neuburg gewesen sein soll, bevor er Erulant in Nürnberg wurde. Dort soll er kurz nach 1656 gestorben sein. Logischerweise muß dieser Friedrich viel zu alt sein um ein Sohn von Johann Georg zu sein. Könnte der Friedrich eher ein Bruder von Johann Georg gewesen sein und auch ein Sohn vom «Herr» Johann «Hans» ALBERTI, der Kapitän?

Mittlerweile habe ich versucht einige Auskünfte über diesen Friederich ALBERTI zu finden, und hier ist was ich heute bekommen habe:


~~~~~

Sonntag, d. 31. Jan. [1658]
Der Ehrwürdig und Wohlgelehrte Fridericus Alberti, gewesener Pfarrer zu Pirckheim beÿ Lauingen un itzo, deß löblichen Gymnasii beÿ St. Egidien wohlbeordneter Collega, hinter dem Tetzel, im Stöpselgäßlein. 8
Bestattungen St. Sebald 1654-1667, Bl. 62v (Scan 90), Nr. 1

Neuburgisches Pfarrerbuch 1967, S. 3: Albert Friedrich … - 1617 Bergheim bei Lauingen, Pfarrer, entlassen
Quellen: Kolde in Beit. 12 [Beiträge zur bayerischen Kirchengeschichte]

~~~~~

Hier wird es klar angedeutet, daß der Pfarrer Friedrich ALBERTI um 1617 geboren ist, und das heißt wohl, er muß ein BRUDER von Johann Georg ALBERTI sein, oder irre ich mich total?

Könnte es sein der Friedrich ALBERTI auch als Student mit Geburtsort irgendwo auftauchen würde?

Wenn man nun endlich Geburtsurkunden für diese ALBERTIs finden könnte??

Noch einmal ein herzlichen Dank für jeden Hinweis!

Hochachtungsvoll,

Lars E. Oyane

SusanneVonG 20.02.2020 10:31

Hallo Lars,

ja, irgendwie paßt da was nicht zusammen. An anderer Stelle behauptet jemand, der Friedrich Alberti sei bereits 1630 ev. Pastor in "Berkheim bei Lauingen" gewesen. Dann muß er ja noch früher als 1617 geboren worden sein.

Ich hatte Dir den Hinweis auf Alberti im Nürnberger Stadtarchiv gegeben. Das war hier: http://online-service2.nuernberg.de/...ien&ref=323250 Ich vermute, Du hast Dir Kopien der 14 Blätter bestellt. Darin dreht es sich hauptsächlich um diesen Paul Martin Alberti - hier ist ein Bildnis: https://aaa.gf-franken.de/files/AAA/bilder/D8190g.jpg Dieser soll der Sohn des Friedrich Alberti gewesen sein. Also am besten wartest Du einfach ab, was da aus Nürnberg kommt. Dann siehst Du, ob der Johann Georg als Großvater oder als Onkel bezeichnet wird.

Grüße
Susanne.

loyane 22.02.2020 18:20

Grüß Gott!

Recht herzlichen Dank an Susanne für den letzten Beitrag!

Ich habe immer noch keine Nachricht von Nürnberg bekommen, so wenn Montag immer noch nichts da ist, werde ich noch anrufen und nachfragen...

Sonst ist dieser Pfarrer Friedrich ALBERTI wirklich ein Rätsel! Es scheint aber schwierig eine «gescheite» Biographie über ihn zu finden? Es könnte ja theoretisch sein, er wäre Teil der Lösung dieser Herausforderung?

Vielleicht werde ich Montag auch Darmstadt in Anspruch nehmen...

Noch ein ganz herzlichen Dank für jeden Hinweis. Ich habe noch nicht aufgegeben dieses Familienrätsel zu lösen!

Hochachtungsvoll,

Lars E. Oyane

loyane 29.02.2020 00:22

Grüß Gott!

Es scheint eher schwierig Leute diese Woche zu erreichen. Der Mitarbeider im Archiv in Nürnberg ist die ganze Woche in Urlaub gewesen, so ich muß nächste Woche abwarten...

Dann werde ich auch Darmstadt «angreifen»...!

Trotzdem wäre es vielleicht eine gute Idé diesen Pfarrer Friedrich ALBERTI weiter zu verfolgen? Gibt es für ihn wirklich keine eigene Pfarrerbiographie? Das wäre ungewöhnlich...

Naja, da sind immer wieder neue Aufgaben zu bearbeiten...

Ich danke nochmals ganz herzlich für jeden Hinweis!

Hochachtungsvoll,

Lars E. Oyane

loyane 02.03.2020 14:14

Grüß Gott!

Heute morgen war der Mitarbeiter im Archiv in Nürnberg aus den Schul(!)ferien zurück, und er hat mir mitgeteilt, daß meine Nachgfrage «in Bearbeitung» ist. Ich kann eine Antwort gegen Ende nächster Woche oder Anfang der volgenden Woche erwarten...

Naja, «Rom wurde ja auch nicht in einem Tag gebaut»!

Ich habe aber die Arviv in Darmstadt angeschrieben und hoffe, daß man mir dort trotzdem weiterhelfen kann...

Nochmals ganz herzlichen Dank für jeden Hinweis!

Hochachtungsvoll,

Lars E. Oyane

loyane 04.03.2020 19:37

Antwort aus Nürnberg
 
Grüß Gott!

Ich habe heute die Kopien vom Stadtsarchiv in Nürnberg bekommen, und da sind es welche die mir als SEHR spannend vorkommen.

Ich habe aber etwas Schwierigkeiten das ganze zu verstehen und möchte gerne diese Dokumente mit Euch teilen, damit Sie die Auskünfte beurteilen können?

Auf einer Seite wird von diesem Person geredet:

Simon ALBERTI Nurenbergensis, offenbar philosoph und medizin Doktor zu Wittenberg in 1575, noch am Leben 1624

Anderswo findet man etwas über:

M. Jacobo ALBERTI Coburgensis, Pfarrer zu Reichenschwand, der in 1583 eine Anna HERZOG aus Schwabach geheiratet hat.

Auch gibt es etwas über Friedrich ALBERTI.

Aber wie diese Personen zu einander verwandt sind, finde ich nichts...

Könnte es sein, der ALBERTI-Name durch die Mutter von Johann Georg und Friedrich kam??

Ich würde freilich diese Kopien zu den Personen weiterleiten, wenn ich Eure Mail-Adreßen hätten...?

Nochmals herzlichen Dank für Eure wunderbare Hilfe!

Lars E. Oyane - lars@oyane.fr

SusanneVonG 05.03.2020 19:01

Hallo Lars,

schönen Dank für die Zusendung der Alberti-Akte aus dem Nürnberger Stadtarchiv.

Wir kennen das ja alle: Man wartet ungeduldig auf die bestellten Kopien, und wenn sie da sind, schaut man schleunigst rein – und ist enttäuscht. So wird es Dir sicher auch gegangen sein.

Der gesuchte Lebenslauf des Johann Georg (Datei 18.jpg) besteht leider nur aus dem Text, den wir bereits kennen, und zwar wortwörtlich. Interessant ist eigentlich nur das gezeigte Wappen, das ja völlig verschieden von dem ist, was man bei dem Bildnis des Paul Martin (Datei 15c.jpg) sieht. Vielleicht fragst Du mal in einem Heraldik-Forum, ob Dir zu Georgs Wappen jemand etwas sagen kann. Die beiden Zirkel deuten womöglich auf eine Handwerkerfamilie hin.

Für mich zeigt das erste Bild (Datei 15a.jpg) eine Stammreihe/Stammbaum. Danach soll der Pfarrer Paul Martin, Sohn des Pfarrers Friedrich, und der dann Sohn des Rektors Johann Georg gewesen sein. Also alles wie gehabt. Was aber nicht sein kann, denn Friedrich sollte ja nach unserer letzten Überlegung eher Johann Georgs Bruder gewesen sein.

Ganz ausführlich werden Paul Martin und dessen Söhne August und Paul Martin d. Jüngere beschrieben.

Letztlich wird ein "Simon Alberti, ein Doctor Medic. von Nürnberg, und Chursächsischer LeibMedicus, der gelebet hatt, ums Jahr 1624" (Datei 21.jpg) erwähnt, der aber anscheinend nichts mit Deinen Albertis zu tun hatte. Der stammte zwar au Nürnberg, war dann jedoch in Wittenberg bzw. Kursachsen tätig.

Grüße
Susanne.

loyane 06.03.2020 01:05

Grüß Gott!

Recht herzlichen Dank an Susanne für einen ganz intereßanten Beitrag.

Außer das Erwähnen von Simon ALBERTI und Jacob ALBERTI habe ich auch nichts besonderes von weitere Intereße gesehen, und ja, ich bin enttäuscht... Ich hatte aber eine Hoffnung, daß Du, Susanne, etwas gefunden hattest, was ich übersehen hatte...

Auf einen Detail möchte ich doch gerne zurückkommen: Auf der Seite (Datei 15a.jpg) wo Johann Georg ALBERTI mit Friedrich ALBERTI und weitere Familie erwähnt sind, steht es wohl eigentlich NICHT, daß Friedrich der Sohn von Johann Georg sei. Die Beiden stehen eigentlich «nur» nebeneinander, oder irre ich mich total?

Ich meine auf jedem Fall, es müßte möglich sein, weitere Auskünfte über den Friedrich ALBERTI zu finden!? Ist er irgendwo als Student mit Herkunft erwähnt, so wie Johann Georg ALBERTI «Darmstadtiensis»?

Es wird offenbar dauern bis ich eine Antwort von Darmstadt bekomme, aber die Frage ist gestellt, und mittlerweile kann man vielleicht etwas über dieses ALBERTI-Wappen ausfinden? Ich kenne mich aber sehr schlecht aus was Wappenstudien betrifft, so wenn ich da etwas Hilfe bekommen könnte, wäre ich dafür äußerst dankbar!

Nochmals herzlichen Dank für jeden Hinweis!

Hochachtungsvoll,

Lars E. Oyane


PS: Redigiert: Könntest Du, Susanne, bitte behilflich sein diese Familienwappen zu kopieren und in einem Thema under Wappen-Fragen einstellen?


SusanneVonG 06.03.2020 22:39

Hallo Lars,

ich möchte vorschlagen, wir besprechen die Geschichte Deines Pfälzer-Neuburger Pfarrers im Bayern-Forum.
https://forum.ahnenforschung.net/sho...63#post1251363

Grüße
Susanne.


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