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BirgitR 17.04.2018 14:35

Geburtseintrag Altbrünn 1827
 
Die Suche betrifft das Jahr oder den Zeitraum: 22.09.1827
Genaue Orts-/Gebietseingrenzung: Brünn - Altbrünn
Konfession der gesuchten Person(en): röm.-kath.
Bisher selbst durchgeführte Internet-Recherche (Datenbanken): Actapublica
Zur Antwortfindung bereits genutzte Anlaufstellen (Ämter, Archive): -


Liebe Forscher,

vielleicht könnt ihr mit helfen, ich finde einen Geburtseintrag nicht, den ich im Index von Altbrünn – Nanebevzeti Panny Marie gefunden habe.


Links unten Weprawny Theresie ---??? --- 805?. Der Name, der so links über die Seite hinausgeschrieben wurde. Sie müsste am 22.9.1827 geboren sein (Vermerk im Trauungsregister), aber in welchem Buch ist die Geburt eingetragen/zu finden? Oder ist das Buch gar nicht digitalisiert? Vielleicht habe ich schon einen Tunnelblick. Ich wäre für eure Hilfe sehr dankbar.
http://actapublica.eu/matriky/brno/p...26/?strana=343


Viele Grüße Birgit

Gaby 18.04.2018 21:28

Hallo Birgit,

ich lese:
Weprawny Theresia --------- V(ersorgun)gshaus ----------- 805

Das war das Armenhaus in Brünn.
Einen Eintrag habe ich leider auch nicht gefunden.

PeterS 19.04.2018 08:55

Hallo,
das "Versorgungshaus" von Brünn war dann des k.k. Allgemeine Krankenhaus St. Annagrund 1,2 und 3 von Brünn und ist heute das St. Anna Spital. Es war auch eine Gebäranstalt. Die Pfarre - zuständig für sv. Anny - sollte schon Altbrünn sein.
Allerdings fehlen mir die Einträge einer Gebäranstalt generell in Buch Sig. 17154. Es müssten viele sein, vorallem uneheliche.

Da würde ich beim Archiv in Brünn nachfragen.

Viele Grüße, Peter

BirgitR 19.04.2018 14:24

Hallo Gaby, hallo Peter,

herzlichen Dank für eure Antworten. Jetzt lichtet sich schon ein bisserl der Nebel um die Geburt und die danach widersprüchlichen Eintragungen bei ihrem Hochzeitseintrag bzw. bei den Kindern. Auch finde ich den Namen Weprawny in allen erdenklichen Schreibweisen nirgends. Danke mit dem Hinweis für das Archiv.

In einem Buch habe ich folgenden Passus entdeckt, aus der Taschenchronik von Johann Julian Hempel von 1796 im Teil zum Versorgungshaus

"...Das gefallene Mädchen kann auf gehörige Vorkehre ungekannt in das Gebährhaus aufgenommen, ebenso daselbst Mutter werden und ungekannt wieder austreten. Eine Klasse der Brünnerinnen scheinen sich dieses Haus wohl zu Nutze zu machen: denn jedes Jahr wird eine beträchtliche Zahl Kinder darinnen geboren. Ein bedeutender Beobachter sagt: „Die Monate März und Oktober bringen dieser Art Brünnerinnen die meisten, ohne gewöhnliche Formalitäten und Zeremonien gezeugten Kinder: denn diese zween Monate beziehen sich auf die lustigen des ganzen Jahres". Dies ein Stockwerk hohe allgemeine Versorgungshaus, ein schönes großes, geräumiges Gebäude, hat für den Kranken und Rekonvaleszenten alle Bequemlichkeiten, wahrscheinlich für die Freudenmädchen die zuträglichste, da sie sich gerne beim zweiten oder dritten Rückfall in diese Freystätte begeben, um unerkannt und ungeahndet sich von der Sünde im heiligen Geist gegen stipulierenden Erlag daselbst absolvieren zu lassen. Das Tollhaus ist bisher noch nicht mit vielen in diese Klasse gehörigen Subjekten besetzt, aber mit der Zeit und politischen Witterung dürfte es stärker bewohnt werden. Ober dem Hauptthore dieses so nützlichen Hauses ist nachstehende, in rothem Marmor eingehauene und vergoldete Aufschrift: Levamini Miserorum Josephus II. MDCCLXXXVI. ..."


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