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-   -   Klaus KINSKI/NAKSZYNSKI *18.10.1926 Zoppot (https://forum.ahnenforschung.net/showthread.php?t=95672)

Dietristian 09.12.2013 17:53

Klaus KINSKI/NAKSZYNSKI *18.10.1926 Zoppot
 

Liebe Forscherfreunde,

Klaus Günter Karl NAKSZYNSKI alias Klaus KINSKI *1926 Zoppot/Freie Stadt Danzig (NICHT Polen !) zog mit seinen Eltern Bruno NAKSZYNSKI, Apotheker u. Susanne geb. LUTZE, Krankenschwester u. Pfarrerstochter,*in Leipzig u. drei älteren Geschwistern 1930 nach Berlin. (Wikipedia)

Hat jemand weitere Daten oder Hinweise auf die väterliche bzw. mütterliche Herkunft ?

Viele Grüße
Dietrich Klein

Juergen 14.12.2013 18:46

Hallo Dietrich,

steht in der KINSKI Biographie, nix weiter über die Herkunft des Vaters dem Apotheker Bruno NAKSZYNSKI?

Der FN NAKSZYNSKI scheint so geschrieben sehr selten zu sein, vermutlich wurde die
Schreibweise aus einer slawischen Schreibweise an die deutsche Schreibe angepasst.

Bereits 1903 lebte in Berlin ein Apotheker mit Namen Bruno NAKSZYNSKI, er ist
im Berliner Adressbuch der einzige mit diesem Familiennamen.
Siehe hier:
--> http://digital.zlb.de/viewer/image/1...A71475DAC9EE4F

Dieser Apotheker Bruno NAKSZYNSKI wird aber nicht der Vater des Klaus KINSKI sein, er wäre wohl zu alt, da der Sohn 1926 geboren wurde. Aber wer weiß, es gibt auch alte Väter. Wann starb der Vater?

Update: Laut der Biographie soll der Vater Bruno N. in einem Lager in Karlsbad verstorben sein, dann war dieser um 1940 im
wehrfähigen Alter und passt nicht zu dem um 1903 in Berlin tätigen Apotheker Bruno NAKSZYNSKI.


Noch ein Apotheker . Max in Berlin 1913, der obige oder ein anderer, keine Ahnung.
--> http://digital.zlb.de/viewer/image/10089470_1913/2163/
Vielleicht ist der Vater Bruno NAKSZYNSKI, erst später nach Zoppot gezogen?

Und 1936 wird nur ein Apotheker Alfred NAKSZYNSKI im Berliner Adressbuch geführt, jedoch kein Bruno N.
--> http://digital.zlb.de/viewer/image/1...3126439B57BE47
Diese Apotheke befand sich in Berlin N 54, Linien-Straße 30 in Mitte.
Dieser Apotheker Alfred NAKSZYNSKI in Berlin, stammte aus Bromberg. 1904 besteht er die Pharmazeutische Hauptprüfung.

1937 derselbe wohl in Berlin O112 Wühlischstr. 44. (Friedrichshain)
Jetzt habe ich auch den Apotheker Bruno NAKSZYNSKI in Berlin 1939 gefunden, er wohnte demnach in dem Jahr in Berlin Schöneberg.
--> http://digital.zlb.de/viewer/image/1...66531C2B928034

In der Apotheker-Zeitung aus dem Jahr 1903? wird ein A. NAKSZINSKI, als Empfänger des Wilhelm Stipendiums von 1903-1904 genannt.

Zitat: "Der Familienname Nakszynski ist polnisch, doch nur der Herkunft, nicht der Identität seiner Träger nach. Der Vater war der Apotheker und angebliche frühere Opernsänger Bruno Nakszynski, die Mutter, eine Pfarrerstochter aus Danzig-Langfuhr..."
Quelle: Kinski: Die Biographie, Autor Christian David - 2006 - Seite 10.

Der FN Nakszynski dürfte "origínal" in polnischer Schreibweise anders geschrieben worden sein, es gibt keine Treffer in der genealogischen Datenbank aus Polen. > http://www.geneszukacz.genealodzy.pl/

Telefonanschlüsse auf diesen FN nur in DT 3 mal, in PL garnicht.
http://www.verwandt.de/karten/absolut/nakszynski.html

Wie wurde der FN wohl in polnisch tatsächlich geschrieben, so denn er wirklich ursprünglich polnisch war?

Du Dietrich, hast jetze meine Neugier "befeuert", Du selbst forschst ja wohl hauptsächlich in Danzig und Umgebung.

Gruß Juergen

Juergen 15.12.2013 02:19

NAKSZYNSKI in Zoppot ua.
 
Hallo Dietrich,

noch mal icke, den Julius Ferdinand Nakszynski geb. 5. Februar 1829 in Tilsit der als einziger, neben Klaus KINSKI,
mit diesen sehr "speziellen" Namen bei Wikipedia erwähnt wird kennst Du sicher schon.
-> http://de.wikipedia.org/wiki/Nakszynski

Er, der in Angermünde und Spremberg Bürgermeister war, hatte mindestens 2 Söhne die um 1870 in Spremberg geboren wurden, vielleicht auch mehr an anderen Orten.
1. Carl Julius Bruno Nakszynski, geb. 26. August 1872.
2. Johann Julius Max Nakszynski, geb. 6. September 1873.
1870 heiratete er die erst 16 jährige Anna Clara SCHNEIDER in der ev. Kirche in Spremberg.
Quelle: https://familysearch.org/pal:/MM9.1.1/JQVR-V4W

Danach ging er angeblich nach Wilhelmshaven und wurde auch dort zum BM gewählt schließlich ging er laut Wiki nach Bromberg, wo er vermutlich vor 1893 starb.
Der Herr war scheinbar sehr angesehen, so dass er kurz nach seiner Ankunft in Wilhelmshaven zum Bürgermeister als kürzlich Zugezogener gewählt wurde.
Bei den um 1900 in Berlin tätigen Apothekern Max und Bruno (auch Alfred?) NAKSZYNSKI frage ich mich, ob dies vielleicht seine Söhne waren.

Er selbst scheint vor 1893 in Bromberg als Anwalt verstorben zu sein.
Seine Witwe Clara NAKSZYNSKI, geborene SCHNEIDER lebt noch 1893 in Bromberg, erwachsene Kinder leben scheinbar nicht in Bromberg. Ich habe keine gefunden.
Ein Apotheker Alfred NAKSZYNSKI aus Bromberg besteht 1904 die Pharmazeutische Hauptprüfung in Berlin. Quelle: Deutsche Apotheker-Zeitung 1904.

noch Zitat aus wikipedia zu Julius Ferdinand Nakszynski:
"Sein schwieriger Charakter und Unregelmäßigkeiten in der Amtsführung führten zu gerichtlichen Auseinandersetzungen zwischen ihm und den Bürgervorstehern."

Einen "schwierigen" Charakter hatte der Schauspieler Klaus KINSKI vermutlich auch.
Na ja, das ist natürlich kein Indiz zur Verwandtschaft dieser Personen.

Ob diese Personen Nakszynski mit dem Vater, des Klaus KINSKI verwandt waren, kann ich Dir leider nicht sagen.
Am besten Du fragst Nastassja KINSKI, wenn Dir an diesem Stammbaum sehr gelegen ist. ,-)

P.S. Ich sah als Kind die Edgar Wallace Filme mit KINSKI, damals war für mich
der Film "Die blaue Hand"? (vergessen) ein Horrofilm und ich habe nachts Alpträume bekommen, wenn ich an diese grimmige Visage von KINSKI dachte.

Viele Grüße
Juergen

animei 15.12.2013 08:18

Zitat:

Zitat von Juergen (Beitrag 701216)
Am besten Du fragst Nastassja KINSKI

Einfach mal anrufen, falls die Nummer noch stimmt: https://familysearch.org/pal:/MM9.1.1/KTWR-D5F

Dietrich Klein 17.12.2013 19:36

Ahnen von Klaus Kinski alias Nakszynski
 
Hallo Jürgen,

den Julius Ferdinand Nakszynski *1829 Tilsit , Bürgermeister v. Wilhelmshaven,
hatte ich auch schon gefunden und gedacht, bei so einem seltenen Namen könnte das Verwandschaft sein....
Die beiden Söhne, vor allem Carl Julius Bruno N. *1872 könnte schon der Apotheker sein der um 1903 in Berlin lebt.
Ein weiterer Bruno Nakszynski und ein weiterer Apotheker in der Familie in der
nächsten Generation würde gut in`s Bild passen.
Da die Mutter von Klaus Kinski, Susanne LUTZE eine Pfarrerstochter (!!) aus Langfuhr gewesen ist. könnte ich mir eine Eheschließung der Eltern in Danzig -
Langfuhr gut vorstellen. Werde mal im Adressbuch Danzig nach LUTZE schauen.
Danke für die Hinweise !

Gruß
Dietrich

Juergen 17.12.2013 19:49

Hallo Dietrich,

So eine Zufall ich hatte gerade nach dem Pfarrer LUTZE in Danzig bzw. Danzig-Langfuhr gesucht.

Keine Ahnung was an den biographischen Angaben zu Klaus KINSKI bzw. zu dessen Eltern, überhaupt stimmt.
Hat Klaus KINSKI zu Lebzeiten bestätigt, dass der Vater Apotheker war?
Er soll laut KINSKI (auch?) Opernsänger gewesen sein.

In anderen Foren wird schon länger spekuliert, warum der Vater Bruno NAKSZYNSKI in keinem Adressbuch der Stadt Danzig (mit Zoppot) genannt wird. Man muss dazu sagen, dass in den Adressbüchern nur die Hauptmieter, nicht aber die Untermieter verzeichnet wurden.
z.B. hier http://webcache.googleusercontent.co...e&client=opera

Auch wurde dort spekuliert, ob der erste Pfarrer der Luther-Kirche in Langfuhr, Karl LUTZE, der Vater der Susanna NAKSZYNSKI geb. LUTZE war.
Die Mutter von Klaus KINSKI Susanna NAKSZYNSKI geb. LUTZE soll laut Bio wie Du sagst allerdings aus Leipzig stammen.

Dann scheint der luth. Pfarrer Karl LUTZE in Danzig-Langfuhr, wohl nicht deren Vater zu sein.

Die folgende Danziger Encyklopdie nennt folgende Lebensdaten zu diesem Pfarrer LUTZE:
"Johannes Eduard Karl Lutze, geb 25.3.1867 in Berlin – gestorben am 15.8.1940 in Langenbrücke? Deutschland."
"Studium der Theologie in Berlin, wurde am 30. August 1895 zum Priester geweiht..."

Quelle: http://translate.google.de/translate...76%26bih%3D870

Ich habe die polnische Quelle gefunden, die Angaben stammen aus dessen Personalakte.
(APGd. sygn. 977 / 2593 i 2593a, akta personalne w zespole Konsystorza Ewangelickiego Prus Zachodnich.

Demnach war der Vater des Johannes Eduard Karl Lutze, geb 25.3.1867 in Berlin, der Maurer Johann Jacob LUTZE in Berlin.
Johannes Eduard Karl LUTZE heiratete demnach am 9. April 1896, die Gerogia Bertha Gertrud KOEHLER, Tochter des Offiziers Robert KOEHLER in Danzig.
(frei mit Google-Translate aus dem polnischen interpretiert)

Siehe hier in polnisch: http://www.gre.luteranie.pl/roczniki...cznik_2008.pdf

Zitat aus dem polnischen:
"LUTZE Johannes Eduard Karl
Pastor. Urodzony 25 marca 1867 r. w Berlinie, zmarł 15 sierpnia 1940 r.
w Langebrücke w Niemczech. Syn murarza Johannesa Jacoba L.
Maturę uzyskał 12 marca 1886 r. w gimnazjum w Berlinie. Tam też rozpoczał studia teologiczne, które ukończył w roku 1889.
Licencje duszpasterska otrzymał w marcu 1893 r.
Ordynowany został 30 sierpnia 1895 r. Od 31 maja 1896 r. był proboszczem nowej
parafii przy kosciele im. Lutra w Gdansku-Wrzeszczu. Wczesniej mieszkancy
tej dzielnicy należeli do parafii Bożego Ciała w Gdansku. Zorganizował parafie
obejmujaca swym zasiegiem teren całego Gdanska-Wrzeszcza i wybudował
duży neogotycki kosciół im. Lutra przy ul. J. Matejki, poswiecony 7 6 pazdziernika
1899 r. (obecnie kosciół garnizonowy). Załozył cmentarz parafialny przy ul. Towarowej.
1 listopada 1929 r. przeszedł na emeryture i wyjechał z Gdanska.
9 kwietnia 1896 r. zawarł zwiazek małzenski z Georgia Bertha Gertruda
Koehler, c. Roberta K. urzędnika panstwowego w Gdansku."

Gdanska-Wrzeszcza = Danzig Langfuhr.
Langebrücke in Deutschland, wo liegt das?

Bleibt die Frage, ob dieser Pfarrer Johannes Eduard Karl LUTZE der Großvater mütterlicherseits von Klaus KINSKI war.
Ich glaube dies eher nicht aber dieser Pfarrer LUTZE dürfte, der einzige gewesen sein der in Langfuhr und Danzig zu finden ist. (siehe Adressbücher Danzig, Langfuhr, Zoppot)

Bei Familysearch ist ein Johannes Eduard Karl Lutze, geb 25.3.1867 in Berlin online nicht zu finden. ,-(
Aus den ev. Kirchenbüchern aus Berlin haben die Mormonen viele Daten bereits erfasst.
In Berlin kommen verschiedene Väter mit Namen Johannes Jacob LUTZE in Betracht:
--> https://familysearch.org/search/coll...%3A5&igi=(1 2)

Vielleicht die Eltern: Adressbuch Berlin (ab ca. 1871 Witwe - 1883):
LUTZE I. geb. v. HILL, Baumeister-Witwe.
http://digital.zlb.de/viewer/image/1...3320A8D002E59C
--------------------------------------------------------------
Heirat am 25. Januar 1865 in Kirche Jerusalem, Berlin Stadt.
Bräutigam: Johannes Jacob Herrmann LUTZE.
Braut: Emma Auguste Ida von HILL

In Berlin lebten um 1867 noch zwei weitere Maurer mit Namen LUTZE.
Es fragt sich auch, ob die Witwe Emma Auguste Ida von HILL, verheiratete LUTZE in der Lage war, das Gymnasium und Studium
Ihres "gedachten" Sohnes Johannes Eduard Karl LUTZE zu fianzieren.
--------------------------------------------------------------

Die Eltern des Klaus KINSKI sollen 1926 bekanntlich in der Schulstraße 10 (heute Kosciuszkistraße 10) in Zoppot gewohnt haben oder er wurde sogar dort geboren (Hausgeburt?).

Scheinbar war Zoppot 1926 nicht mehr unter deutscher Verwaltung, die Geburtsurkunde die Internet (schlecht lesbar) veröffentlicht wurde, ist in polnischer Sprache verfasst.

Gruß Juergen

Dietristian 18.12.2013 18:07

Hallo Jürgen,

ich habe auch wie du in den Adreßbüchern von Danzig zwischen 1897 und 1927 nur einen einzigen Pfarrer Karl LUTZE in Danzig - Langfuhr gefunden. Da Susanne Nakszynski geb. LUTZE ja in vielen Texten über Klaus Kinski als Pfarrerstochter aus Danzig bzw. Dz.-Langfuhr bezeichnet wird, müsste dies eigentlich ein Fixpunkt sein.
Ob die alle von einer (falschen) Quelle abgeschrieben haben, weiß ich natürlich nicht.
Der Geburtsort Leipzig der Susanne LUTZE könnte sich durch einen Aufenthalt der Eltern LUTZE dort, evtl. vorübergehende Anstellung des Vaters usw. erklären lassen. Es könnte auch eine Verwechslung vorliegen, wenn z.B. Susanne L. ihre Krankenschwesterausbildung in Leipzig absolviert hat bzw. dort bis zu ihrer Heirat dort gearbeitet hat, trotzdem aber in Langfuhr geboren ist.

Wenn z.B. die Kirchenbücher der Ev. Lutherkirche von Langfuhr online wären, wüßten wir es genau. Vielleicht ist dort auch die Trauung Bruno NAKSZYNSKI
und Susanne LUTZE zu finden.

Gruß
Dietrich

Daniel86 18.12.2013 23:12

Falls zufällig jemand mehr über die LUTZE-Linie herausfinden sollte und es eine Spur in den Raum Göttingen gibt, würde ich mich über Nachricht freuen! Dort ist der Name seit dem 16. Jahrhundert nachweisbar.

Bei Geni.com hat übrigens schon mal jemand einen Kinski-Stammbaum gestartet. Aber wohl auch nur mit den gängigen Informationen. Wenn ich richtig geschaut habe, fehlt aber die Verbindung zu seiner Nichte Lara Lamberti (siehe Wikipedia: Liste bekannter Schauspielerfamilien).

Juergen 19.12.2013 16:44

Hallo allerseits,

gestern habe ich noch geschaut, ob ich noch etwas über den späteren Pfarrer der Luther-Kirche
in Danzig-Langfuhr heraus bekomme.

Er hat laut der Personalakte, 1886 seine Prüfung? in Berlin abgelegt.

Ich habe den Gymnasiasten Karl LUTZE im Jahres-Bericht des Königlichen Friedrich-Wilhelms-Gymnasium in Berlin 1886 gefunden.
Karl LUTZE; geb. 25.03.1867 in Berlin; evangelisch; Beruf des Vaters: Baumeister (tot); Künftiger Beruf: Medizin.
--> http://books.google.de/books?ei=Dg-z...&q=%22lutze%22
-------------------------------------------------------
Die Angaben stimmen überein, mit den Angaben aus der Personalakte des Pfarrers LUTZE in Danzig-Langfuhr:
Johannes Eduard Karl Lutze, geb 25.3.1867 in Berlin, Sohn des Maurers Johann Jacob LUTZE in Berlin.
-------------------------------------------------------
Studium der Medizin, stimmt wahrscheinlich nicht, an anderer Stelle fand ich, dass er tatsächlich Theologie studierte.

Er wohnte nach anderer Quelle im Jahr 1886 in der Potsdamer Straße 97 in Berlin.
Amtliches Verzeichnis des Personals und der Studierenden der Königlichen Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin (siehe Anhang)
Eventuell liegt im ersteren Jahres-Bericht eine Verwechslung der studierenden beiden Karl LUTZE vor, von denen einer aus Anhalt stammt und tatsächlich Medizin in Berlin studierte.

Jedenfalls wohnte der spätere Pfarrer Karl LUTZE im Jahr 1886 in Berlin W Potsdamer Straße 97 vermutlich bei seiner Mutter der Witwe des Baumeisters LUTZE, der Ida LUTZE geborene von HILL, wie gesagt war diese seit ca. 1871 verwitwet.
--> http://digital.zlb.de/viewer/image/1.../667/LOG_0051/

Ihr Ehemann hieß Johannes Jacob Herrmann LUTZE. In den Adressbüchern der Stadt Berlin, wird er wohl unter H. LUTZE geführt.

Ob der Pfarrer Karl LUTZE sich um 1900 in Leipzig aufhielt, weiß ich nicht.
Falls der Pfarrer in Langfuhr Karl LUTZE Kinder hatte, so dürften einige auch später noch in Danzig und Umgebung gelebt haben.

Ob dies die mütterliche Ahnen-Linie, des Schauspielers Klaus KINSKI ist, bleibt weiter ungeklärt, ich habe "leise Zweifel".

Viele Grüße
Juergen

Juergen 26.10.2014 00:16

Hallo,

der Pfarrer Johannes Eduard Karl LUTZE geb. 25.3.1867 in Berlin, in Langfuhr bei Danzig tätig, war tatsächlich der Sohn des Maurermeisters LUTZE und der IDA von HILL, in Berlin.

Ich glaube nicht so richtig, dass er der Vater der Susanne LUTZE, Mutter des Klaus KINSKI (eigentlich Nakszynski) war. Kann nicht sein, er war meiner Meinung nach etwas zu alt. Der Pfarrer LUTZE heiratete 1896 in Berlin die schon genannte geborene KÖHLER.

Die Apotheker Nakszynski um 1900 in Berlin, stammen alle von den Spremberger Nakszynski ab.

Alte Baustelle, hatte mich jetzt interessiert, was man nun findet.

Gruß Juergen

Andi1912 08.11.2014 20:37

Klaus Kinski
 
Hallo Interessierte,

ich habe :arrow: hier eine interessanten Zufallsfund zu Klaus Kinski gemacht.

Keine neuen Daten, aber ein paar Familienfotos...

Viele Grüße, Andreas

Juergen 29.07.2015 06:06

Hallo,
wen es interessiert, gestern gefunden:

Juergen:
Zitat:

Die folgende Danziger Encyklopdie nennt folgende Lebensdaten zu diesem Pfarrer LUTZE:
"Johannes Eduard Karl Lutze, geb 25.3.1867 in Berlin – gestorben am 15.8.1940 in Langenbrücke? Deutschland."
"Studium der Theologie in Berlin, wurde am 30. August 1895 zum Priester geweiht..."
Der Pfarrer Johannes Eduard Karl Lutze in Danzig Langfuhr und mutmaßliche Großvater von Klaus KINSKI starb in Langebrück bei Dresden. Eltern: Der Regierungsbaumeister Johannes Jacob Hermann LUTZE und Emma Auguste Ida von HILL, in Berlin gelebt.

Verheiratet war dieser mit Gertraut Margarethe geborene LAU, geb. 16. Januar 1883 wo in Danzig Langfuhr? (nicht online).
Das war vermutlich seine zweite Frau und nicht die mutmaßliche Oma von Klaus KINSKI mütterlicherseits.
Erste Frau KÖHLER Heirat noch in Berlin.

Aha. gefunden: Doch eine Westpreußin, und keine Sächsin ;)
Gertraut Margarethe Lau geb. 16. Jan 1883 Taufe 28. Feb 1883 in Putzig, Westpreußen, Preußen, Germany
Eltern Otto LAU und Hedwig Kistner.

Wird sie sein: GenBaza / AP_Gdansk / __Urzedy Stanu Cywilnego / 1985_Celbowo USC / m0028 / _10_1985_0_28_0003.jpg
Eltern: Gutsbesitzer Otto LAU und Henriette KISTNER? wohnhaft in Polzin Kreis Putzig Westpreussen.
Warum die Pfarrereheleute LUTZE nach Langebrück Dresden zogen, weiß der liebe Gott.
-------------------------------------
Julius Ferdinand Nakszynski * 5. Februar 1829 in Tilsit.
Dieser starb am 3.10.1891 in Bromberg Stadt.
Der Apotheker Max Nakszynski, wohnhaft in Berlin Schöneberg wird als Anzeigender vermerkt.
Die Eltern des Julius Ferdinand Nakszynski, waren nicht bekannt.

Juergen

WaRu 28.12.2017 23:23

Hallo,

aus welcher Quelle stammt die Angabe "gestorben am 3.10.1891 in Bromberg"? Kirchenbuch oder Personenstandregister? Vielleicht gibt es noch eine weitere zusätzliche Randbemerkung!

Gruss,
WaRu

Juergen 29.12.2017 00:09

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1)
Hallo,

stammt aus dem Personenstandregister Bromberg StA. Stadt Verstorbene 1891.

Kopie hier:
--> https://www.genealogiawarchiwach.pl/...ig&query.query

Keine Randvermerke vorhanden.
Mit dem Klaus Kinski kann ich keine Verbindung sehen, zumal es heißt sein Vater wäre katholisch gewesen.
Die Pfarrerstochter Susanne LUTZE aus Danzig Langfuhr, kann meiner Meinung nach nicht dessen Mutter sein.
Der ev. Pfarrer Lutze hatte aber eine Tocher Susanne LUTZE, wenn ich mich recht entsinne.
ua. bei ancestry zu finden.
--------------------------------
P.S. Gerade noch gelernt, dass es Leipzig bei Danzig gab.
Es wurde ja gesagt Klaus Kinskis Mutter Susanna geb. LUTZE sei aus Leipzig gebürtig und Tochter des Pfarres Lutze in Danzig. Langfuhr.

Juergen

Wolfg. G. Fischer 29.12.2017 07:54

Kinskis Geburtshaus in Zoppot
 
Zitat:

Zitat von Andi1912 (Beitrag 785607)
Hallo Interessierte,

ich habe :arrow: hier eine interessanten Zufallsfund zu Klaus Kinski gemacht.

Keine neuen Daten, aber ein paar Familienfotos...

Viele Grüße, Andreas

Hallo in die Runde,

in dem Link heißt es u.a.: "Auch heute noch steht Kinskis Geburtshaus und ist zu einer kleinen Touristenattraktion geworden."

Das Haus ist recht verwahrlost, wurde aber von dem Künstler Piotr Zamoijski in ein Kunstwerk verwandelt:

https://www.google.de/search?rlz=1C5...3n3t9WaDGlMPM:

Mit besten Grüßen
Wolfgang

Juergen 29.12.2017 15:43

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 2)
Hallo,

icke hab noch mal nachgesehen, zur ev. Pfarrerstochter Gertrud Susanna Maria Elisabeth LUTZE, geb. 18. Juni 1898 in Danzig-Langfuhr in seiner Wohnung.

Diese Tochter hat laut StA.-Register mit Randvermerk 1931 Nr.49 in Marienwerder geheiratet.
Somit fällt sie als Mutter von Klaus Kinski wohl aus.
Wen sie heiratete steht dort nicht.

Die Kinder des einzigen Pfarrers in Danzig bzw. Langfuhr, sind ja alle auffindbar.

Kopie vom Taufeintrag hatte ich auch noch.


Juergen

Juergen 19.07.2020 16:13

Hallo Leute,

ich hol mal dieses alte Thema wieder hoch, ohne das ich was neues zu
den Eltern des Nicolaus Nakszynski (alias Klaus KINSKI) fand.
Dessen Eltern haben jedenfalls nicht in Berlin geheiratet, und in Danzig und Zoppot
scheinbar auch nicht.

So ist unklar ob jener Apotheker Bruno Nakszynski ab 1936 wohnhaft in Berlin Schöneberg
Wartburgstr 3, zu dem Stamm des Nakszynski aus Tilsit zuletzt wohnhaft in Bromberg gehörte.
Dessen Söhne teilweise auch Apotheker wurden.

Was ich mal wissen möchte ist, wo und wann die Mutter, angeblich mit Namen
Susanne Nakszynski bei einem Luftangriff auf Berlin, wohl 1945 als verstorben
in einem StA.-Register eingetragen wurde.

In StA. Schöneberg nach meinen Recherchen nicht.
Ihre 3 erwachsenen Kinder haben alle überlebt, waren scheinbar nicht bei der Mutter.
Und Sohn Arne und auch Klaus wohnten nach dem Krieg ebenfalls in Berlin Schöneberg
Wartburgstr 3. So könnte dieses Haus den WK ohne Bombentreffer überstanden haben.

Der genannte Vater soll 1944 in Marienbad verstorben sein.
Eventuell war er dort auf Heikur, wenn es denn überhaupt stimmt.
Hier wird geschrieben dieser starb an einer Lungenentzündung in einer Klinik.
--> https://www.google.com/url?sa=t&rct=...xVhUSFzCl5Pb8X

Viele Grüße
Juergen

Lewh 20.07.2020 13:44

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1)
Hallo zusammen,

auf Ancestry gibt es einen Stammbaum in dem steht:
Eva Susanne Lutze geb 18.06.1898 in Danzig, gest. 1945 berlin
Ehemann Carl Julius Bruno Naszynski geb 1872 Bromberg, gest 1944 Marienbad
Tochter: Ingeborg Eva S. Nakszynski geb. 15.06.1923 Berlin gest 12.07. oder 07.12.2017 Toronto

Als Vater des Carl Julius Bruno wird ein Ferdinand Julius Nakszynski geb. 1829 Tilius gest 1891 Bromberg angegeben. Die Mutter soll eine Anna Clara Schneider gewesen sein.

Für die Susanne Lutze ist ein Bild dabei. Und ich muss sagen das die Dame Klaus Kinski sehr ähnlich sieht...meiner Ansicht nach.
Ich versuche das Bild gleich noch anzuhängen.

Lewh 20.07.2020 14:06

Auf Ancestry:

Geburt Carl Julius Bruno Nakszynski 05.11.1872 in Spremberg
Eltern: Ferdinand Julius, Anna Clara Schneider

Heirat der Eltern: 20.11.1870 Spremberg
Bürgermeister Ferdinand Julius geb. 1835
Vater Handesmann Ferdinand Nakszynski in Tilsit



Es gibt einen Sohn Geburt 06.09.1873 Berlin Johann Julius Max Nakszynski.

Es gibt die Hochzeit: Carl Bruno Nakszynski *26.08.1872 Berlin VIII mit Ida Clara Rossmann

Manni1970 20.07.2020 14:11

Hallo Jürgen,

da hast du ja jede Menge Vorarbeit geleistet. Ich fasse mal zusammen:

0 Ferdinand Nakszynski, *~1800/01 [nicht in Tilsit], kath., Schneidermstr. i. Tilsit, oo 18.2.1828 Tilsit, Anna Grzybowski, * 6.7.1800 Tilsit, To.d. Andreas G. u.d. Dorothea Dirda
1) Ferdinand Julius, * 5.2.1829 Tilsit [Tf 17.2.], + 2.10.1891 Bromberg, kath., dann ev., Gym. i. Braunsberg 1851, Uni Königsberg 1852, Gericht Königsberg, Bürgermstr. Angermünde 1865, Bürgermstr. Spremberg ~1870, Bürgermstr. Wilhelmshaven 1873-1879, Anwalt in Bromberg 1879 ff., oo 20.11.1870 Spremberg, Anna Clara Alice Schneider, * 16.2.1854 Spremberg, +, To.d. Postmeisters Johann Schneider u.d. Maria Jurischka (in ooII. 15.8.1900 Berlin, Dr. jur. Ferdinand Drewes)

(1) Carl Julius Bruno, * 26.8.1872 Spremberg, + 11.3.1945 Marienbad, ev., Apotheker in Berlin bis Herbst 1906, 1926 kurzzeitig Zoppot, 1930er [1937er Adressbuch] wieder in Berlin, als Patient in einerm Berliner Krankenhaus 1944/45 nach Tschechien evakuiert, dort verstorben, ooI. 9.9.1898 Berlin, Katharina Ida Clara Rossmann, * 9.9.1879 Berlin, + verm. vor 1918, To.d. Kanzleibeamten Wilhelm R. u.d. Ida Charlotte Mohr, ooII. [angebl.]~1923 Susanne Lutze, +~1944/45 Berlin
A unehelich Werner Erich Alfred, * 24.8.1898 Berlin, Musiker, 1918 im I. WK leicht verwundet, 1940: Berlin-Weißensee, Lichtenbergerstr. 181, oo 27.3.1929 Berlin, Emma Eugenie Witte, * 29.7.1908 St. Johann an der Saar, + 25.10.1982 Bad Gandersheim
B Thekla Hildegard Alice, * 10.2.1899 Berlin, oo 26.5.1928 Berlin, Erich Karl Tiller, techn. Zeichner
C Erich Bruno Max, *22.5.1901 Berlin, + 10.12.1901 Berlin
D Inge, * [angebl.]~1923, + [angebl.]~2017, oo [angebl.]? Schieffer
E Arne, *~1924, 1957: Berlin, Wartburgstr. 3
F Hans Joachim, * [angebl.] 29.10.1925, + [angebl.] 14.2.2013, 1957: Berlin, Berechtsgardener Str. 20
G Klaus Günther Karl [alias Kinsky], * 18.10.1926 Zoppot
(2) Johann Julius Max, * 6.9.1873 Spremberg, + 7.11.1915 Berlin (Landsbergerplatz 5), oo 28.5.1906 Berlin, Anna Doris Charlotte Pauline Prange, * 28.5.1868 Plau (Meckl-Schwerin), Schneiderin, To.d. Maurers Karl P. u.d. Elfriede Dreier (in ooI. Kfm. Schiller), 1925, 1930: Berlin, Kniprodestr. 117.

(3) Margarethe Johanna, * 9.9.1878 Wilhelmshaven, Telegraphengehilfin, oo 27.11.1926 Berlin, Oskar Fedor Max Kutzner, Justizinsp., *17.8.1869 Breslau, +~1928 Berlin

(4) Ferdinand Julius Alfred, * 29.9.1880 Bromberg, Apotheker i. Berlin, 1940: Berlin Knorrpromenade 4, noch 1951 als Apotheker in Berlin erw., oo 11.3.1925 Berlin, Elisabeth Jenny Cotta, * 25.4.1899 Berlin
Mfg
Manni

Juergen 20.07.2020 14:42

Dank Euch Manni und Lewh,

gesehen habe ich den Stambaum bei ua. ancesrty auch, nur weiß ich nicht
ob dieser sozusagen belegbar ist, was die Eltern des Klaus N. alias Kinski betrifft,
also z.b. durch Nachfahren erstellt wurde, die es wissen sollten, wo und
wann die Heirat der Eltern erfolgte.
Das der 1926 schon recht alte Carl Julius Bruno Nakszynski, * 26.8.1872 Spremberg,
der richtige Vater war, konnte ich nicht so recht glauben, unmöglich ist aber auch nicht.

Dessen Frau Katharina Ida Clara geborene Rossmann, ist auch nicht als vestorben online zu finden.
Und die Nakszynski sowie die enzig bekannte Pfarrerstochter Susanne Lutze waren evangelisch. Kinski erzählte einst, eigentlich sei er katholisch aber nicht gläubig, wenn ich mich recht entsinne.

In den Jahren in denen die Kinder in Zoppot geboren worden seien, findet
sich kein Apotheker Nakszynski bzw. kein FN Nakszynski in den Adressbüchern von Danzig und Vororten.
Die evanglische Pfarrerstochter Susanne LUTZE geb. 18. Juni 1898 in Langfuhr, hat laut Randvermerk in Marienwerder 1931?
geheiratet, wen steht nicht geschrieben.

Kann man vorerst nix weiter belegbares finden, so fand ich auch nicht
den standesamtlichen Todeseintrag der Mutter ca. 1944 in Berlin.
So sie denn damals in Berlin war.

Na jut, viele Grüße
Juergen

Kasstor 20.07.2020 15:01

Dazu noch:

1920 - 25 nur einmal ( 1922 ) ein Eintrag im Adressbuch Berlin für Nakszynski: M. Fernsprechgehilfin.

Die Inge(borg) soll nach anderen "Quellen" ja 1923 in Berlin geboren sein, der Hams-Joachim 1925?


Grüße


Thomas

Kasstor 20.07.2020 15:11

Also,

irgendwie will mir der Text von der angeblichen Armut http://www.klaus-kinski.de/bio/geburt.htm nicht so recht zu den Fotos gefallen. Wurden die zum Urlaub eingeladen? Die Familienwohlfahrt wird das ja nicht bezahlt haben. Und die Fotos machen eigentlich auch einen Eindruck von gutbürgerlich. Alles nur Fake? Warschau ist ja ganz neu.

Thomas

Juergen 20.07.2020 15:33

Hallo Thomas

die M. Nakszynski, Fernsprechgehilfin, ist die Margarete Johanne Nakszynski geb. 09.September 1878 in Wilhelmshaven
Heirat ihre scheinbar erste in Berlin StA. Lichterfelde 1926, sie wohnte damals in Berlin Schöneberg Havelstr. 14.
Apotheker Alfred N. Trauzeuge 46 Jahre alt wohnhaft in wohl Mehnerstr. 22.

Das die Familie arm war, dem haben die Geschwister des Klaus auch wiedersprochen.

In den Adressbüchern Berlin wird der FN ab und an auch vermutlich falsch Naksczynski geschrieben.

VG Juergen

Manni1970 20.07.2020 15:58

Zitat:

Zitat von Juergen (Beitrag 1284977)
... gesehen habe ich den Stambaum bei ua. ancesrty auch, nur weiß ich nicht, ob dieser sozusagen belegbar ist,

Anmerkung:
Ich kenne den Stammbaum bei Ancestry NICHT. Der von mir ist selbst erstellt. Knackpunkt ist doch: Kinskis Vater sei in Marienbad verstorben, und dort findet man auch seinen Grabstein. Der dort Verstorbene wurde am 26.8.1872 geboren - also ist es der richtige.
https://de.findagrave.com/memorial/194848339#source

Hier auch die Geschichte des Berliner Friedhofs in Marienbad:
https://de.findagrave.com/cemetery/2...erlin-cemetery

Der Anwalt Julius N. war kath. getauft, aber dann evangelisch geworden - siehe die von dir rausgesuchte Sterbeurkunde. Danach waren sie alle - soweit angegeben - evangelisch.

Juergen 20.07.2020 17:15

Stimmt Manni, demnach muss der Carl Julius Bruno Nakszynski 26. Aug 1872 zweimal verheiratet gewesen sein, denn 1. Heirat in Berlin 1898 mit Ida Clara Rossmann.
Ohne Randvermerke zu Scheidung, Tod oder Kinder.

Bleibt auch noch zu erforschen, wer genau die 2. Frau angeblich Susanne LUTZE war.
Daher meine Suche nach deren Tod in den StA. Registern Berlin.
Vielleicht starb sie auch nicht in Berlin angeblich bei einem Luftangriff der Allierten.

Viele Grüße
Juergen

Kasstor 20.07.2020 17:32

Das Geburtsjahr der Schwester sollte dann ja nunmehr sicher im Jahre 1923 liegen https://www.aftercare.org/obituaries...ki/#!/Obituary und wegen des Geburtsdatums von Klaus und der Fotos muss dann ja wohl jedes Jahr ein Kind das Licht der Welt erblickt haben. es sei denn, die Schwester hatte einen frühen Wachstumsschub. Aber im obit steht es ja auch.
Hans-Joachim soll ja am 29.10.25 in Bialla Krs Rastenburg geboren sein???




Thomas

Juergen 20.07.2020 18:24

Hans-Joachim soll ja am 29.10.25 in Bialla Krs Rastenburg und Inge 1923 in Berlin?

Da ist der Herr ja ganz schön rumgereist.

Vermutlich wohnte B. (Bruno?) Nakszynski 1911 als Apotheker in Berlin Friedrichshain
Am Petersburger Platz 7. Dort in der 3. wohnten später meine Großeltern, dort
war und ist auch eine Apotheke.

1914 dann in der Fruchstr. auch im Friedrichshain.
--> https://digital.zlb.de/viewer/image/...2218/LOG_0138/

Um 1923 war ja die große Inflation.

Gruß Juergen

Manni1970 20.07.2020 19:13

Zitat:

Zitat von Juergen (Beitrag 1285024)
Bleibt auch noch zu erforschen, wer genau die 2. Frau angeblich Susanne LUTZE war.

Jürgen, hast du Archion? Ich z.Zt. nicht. Dort ist der Tf-Index von Langfuhr:
Namensverzeichnisse Taufen 1896-1913
Ostgebiete: Evang. Zentralarchiv Berlin Kreis Danzig-Stadt (Provinz Westpreußen) Danzig-Langfuhr

Damit müsste man die Pfarrerskinder besser erfassen können als bei Ancestry oder http://metryki.genbaza.pl
Da sollte doch noch eine passende Susanne zu finden sein.

MfG
Manni

Juergen 20.07.2020 21:30

Hallo Manni,

die evangelische Pfarres-Tochter Susanne Lutze habe ich doch schon gefunden,
Gertrud Susanna Maria Elisabeth LUTZE, geb. 18. Juni 1898 in Danzig.
Diese Tochter hat laut StA.-Register mit Randvermerk 1931 Nr.49 in Marienwerder geheiratet.
19 hundert 21 lese ich jedenfalls nicht, sondern 31.
Hier noch mal der Scan:
--> https://forum.ahnenforschung.net/att...3&d=1514558900

Vater Eduard Carl LUTZE war ev. Pfarrer in Danzig-Langfuhr.
Laut Adressbuch Danzig 1899, wohnte der Pfarrer Karl LUTZE, in Langfuhr Jäschenth. Weg 2d. nicht im Dorf Leipzig bei Danzig.

Vielleicht waren die Kinder geb. 1923, usw. auch vorehelich, und die Heirat war erst 1931
in Marienwerder.

Allerdings wurde auch mal geschrieben die gesuchte Susanne LUTZE wäre eine
Pfarres-Tochter aus Leipzig gewesen, oder sei dort geboren worden.

Leipzig gab es auch unweit von Danzig wohl.
laut Kartenmeister Stand 1905:
--> http://www.kartenmeister.com/preview...sp?CitNum=6602
Ist ja demnach auch StA. Danzig gewesen.

StA. Register aus Marienwerder, sind vermutlich nicht erhalten.

Na ja, wer weiß ..

Juergen

Manni1970 20.07.2020 23:07

Hallo Jürgen,

das "große" Standesamt in Danzig reicht mit seinen Geburten bei Ancestry bis einschl. 1905. Gefunden nach dem Index habe ich:

Robert Eduard Karl, * 19.2.1897
Gertrud Susanna Marie Elisabeth, * 18.6.1898
Laura Edith Ursula Johanna, * 10.2.1899
Hans Dietrich Ernst Hermann, * 8.4.1905


Geheiratet hatten der Pfarrer 1896. Die Susanne soll den Apotheker Bruno N. etwa 1923 geheiratet haben. Dann sollte sie wohl vor 1905 (=18 Jahren) geboren worden sein. Oben ist ja eine Lücke von 1900 bis 1904. Ja, Leipzig war ein Vorwerk oder Hof u. gehörte zur ev. Langfuhr. Ich traue dem Ancestry-Index nicht, deshalb mein Vorschlag mit dem Tf-Index bei Archion. Bei Archion ist auch ein Tr-Band 1859-1944 für Marienwerder, allerdings mit der Bezeichnung "Marienwerder, 2. Pfarrstelle".

Zitat:

Zitat von Juergen (Beitrag 1285098)
... die evangelische Pfarres-Tochter Susanne Lutze habe ich doch schon gefunden,

Ich glaube nicht, dass du die Susanne (=Rufname) gefunden hast. Weder im Neben- noch im Hauptregister wurde Susanne unterstrichen. Das hier war m.E. die Gertrud oder die Elisabeth, aber nicht die gesuchte Susanne.

Oder sie wurde doch im sächs. Leipzig geboren, aber dann vielleicht in der "Heimatkirche" Langfuhr getauft. Im Leipziger Adressbuch Jgg. 1900-1905 ist kein Pfarrer Lutze verzeichnet.

MfG
Manni

Manni1970 21.07.2020 11:39

Hallo!

Möchte nur kurz Bescheid geben, dass jemand bei Archion nachgesehen hat:
Keine neuen Erkenntnisse! Nur die bereits bekannten Kinder. Auch die vorhandenen Trauungen von Marienwerder dort haben weder für 1921 noch 1931 ein Frl. Lutze verzeichnet. :cry:
Manni

Juergen 21.07.2020 15:58

Danke Manni,

Welchen tatsächlichen Rufnammen die genannte Pfarrers-Tochter Gertrud Susanna Marie Elisabeth, * 18.6.1898 hatte, weiß ich natürlich nicht, da nicht gekennzeichnet, auch
nicht bei deren Taufe.

Könnte sein das diese Geburt in einer der dortigen Zeitung veröffentlicht wurde,
ob dann auch mit allen 3 Vornamen, wäre dann ersichtlich.

Jedenfalls sind einige Stammbäume scheinbar nicht von Nachfahren erstellt worden.
Sonst würden dort auch weitere Angaben vorhanden sein, wie Ort der Heirat usw.

Z.B. wird heir behauptet jene Gertrud Susanna Marie Elisabeth, * 18.6.1898 sei
die richtige Susanne LUTZE.
z.B. hier bei myhertage --> https://www.myheritage.de/names/hans-joachim_nakszynski

Übrigens der Pfarrer Carl (Johannes Eduard) Lutze in Langfuhr, war ja nochmals verheiratet und lebte
ab c.a. 1936 in Langebrück bei Dresden.
Dessen 2. Frau Gertraud LUTZE geborene LAU, war dort auch mal Geschäftsführerin
irgendeiner Firma. Laut einer Meldung in einem Bericht der chemischen Industrie.

Eine andere LUTZE Tochter Laura Edith Ursula Johanna geb. 10.12.1899, heiratete 1925 in Berlin.
Sie hatte laut Unterschrift den Rufnamen Ursula, ist bei deren Heirat unterstrichen.
Demnach der dritte der Rufnamen-Reihenfolge.
Keine Ahnung ob es dafür eine amtliche Regelung gab

O.K. ich gebe auf. ;)

Viele Grüße
Juergen

Manni1970 21.07.2020 22:05

Hallo Jürgen,
ich hatte mir erhofft, im Tf-Index noch eine "richtige" Susanne zu finden. Jetzt gibt es eigentlich nur drei Möglichkeiten:

1. Alles Unsinn! Der Kinski hat sich das mit der Pfarrerstochter als Mutter ausgedacht u. irgend jemand hat dann wegen des zufällig gleichen Namens eine Verbindung zum Langfuhrer Pfarrer konstruiert.
2. Die Geburt einer Susanne + ihrer Tf fand aus irgendeinem Grund im sächs. Leipzig statt.
3. Die Gertrud Susanne ist die richtige, der Randvermerk ist aber falsch (falsche Person, falsche Jahresangabe).

Ich habe die Familie des Pfarrers nach deinen bisherigen Recherchen u. kl. Ergänzungen nachfolgend zusammengestellt:

0 Johann Christian Eduard Lutze, Bürger u. Kupferschmiedemeister in Berlin, oo 12.7.1829 Berlin, Auguste Albertine Adelheid Zwarg
1) Johannes Jakob Hermann L., * 28.2.1837 Berlin, + 12.7.1870 Berlin, Regierungsbaumeister in Berlin, oo 25.1.1865 Berlin, Emma Auguste Ida v. Hill, *~1838 Stolpe, 8.9.1908 Danzig, To.d. Karl v. H., Gutsbesitzer, u.d. Amalie Landt
(1) Johannes Eduard Karl L., * 25.3.1867 Berlin, + 15.8.1940 Langebrück bei Dresden, 1886 Kgl. Fried.-Wilh. Gymn. i. Berlin, Studium Theol. i. Berlin, 30.8.1895 zum Pfarrer ordiniert, erster Pf. Lutherkirche i. Danzig-Langfuhr, ooI. 9.4.1896 Berlin, Georgine Bertha Gertrud Köhler, * 6.1.1870 Berlin, + 24.1.1921 Danzig, To.d. Robert K., pr. Ltn., u.d. Laura Schütz, ooII. 7.1.1922 Danzig, Gertrud Margarethe Lau, * 16.1.1883 Putzig/Westpr., To.d. Otto L., Gutsbesitzer, u.d. Hedwig Kistner
A Heinz Robert Eduard Karl L., * 19.2.1897 Danzig, Fähnrich zur See im I. WK, NSDAP-Mitglied
B Gertrud Susanna Marie Elisabeth L.,* 18.6.1898 Danzig, oo 1931 Marienwerder, ? ?
C Laura Edith Ursula Johanna L., * 10.12.1899, kam 14.12.1944 aus dem KZ Ravensbrück ins KZ Flossenbürg [zu ihr liegt eine Akte aus dem Reichssicherheitshauptamt im BA Berlin vor], oo 6.4.1925 Berlin-Wilmersdorf, Alfred Martin Israel, Dr. phil. u. kfm. Direktor, nahm 18.12.1928 den Name Lutze an, * 16.6.1895 Schinkenberg/Westpr., war während des WK II in Frankreich und wurde von dort aus dem Lager Drancy am 4.9.1942 deportiert
D Hans Dietrich Ernst Hermann Franz L., * 8.4.1905 Danzig, stellte 1950er Jahre aus Detmold einen Antrag auf Lastenausgleich betref. Landwirtschaftsvermögen in Danzig
E Erna Mika Karla Edith, * 20.10.1922 Danzig
MfG
Manni

Juergen 22.07.2020 16:58

Hallo Manni,

sehr gute Zusammenstellung des LUTZE Stammabaumes von DIr.
Sag mal, wie hast diese folgende Angaben zum Ehemann der Ursula LUTZE herausgefunden?
Alfred Martin Israel, Dr. phil. u. kfm. Direktor, nahm 18.12.1928 den Name Lutze an, * 16.6.1895 Schinkenberg/Westpr., war während des WK II in Frankreich und wurde von dort aus dem Lager Drancy am 4.9.1942 deportiert.

Das er den FN LUTZE annahm, ist klar aber das Weitere?
In der Bundesarchiv invenio Datenbank finde ich nur dessen Ehefrau Ursula LUTZE geb. 1899 in Danzig-Langfuhr,
die scheinbar nur ihres Mannes wegen, verfolgt und in ua. nach Flossenbürg ins Lager kam.

Den Dr. Alfred Martin LUTZE fand ich noch im jüdischen Adressbuch Berlin 1931/32, wohnhaft in Wilmersdorf Hindenburgstr. 86.

P.S. Die Ehefrau Ursula LUTZE, könnte aus dem Lager Theresienstadt vielleicht noch befreit worden sein:
Laut jewishgen.org, Lageraufenthalte und Transporte:
LUTZE, Ursula 10-Dec-1899 German 60,462 Dresden Goehle / Zeiss-Ikon Ravensbrück 14-Dec-1944 Theresienstadt ( CZ) 14-Apr-1945

Dort wohl falsches Geburtsdatum: 10.12.1899, statt 10.2.1899.
Nactrag II. Geburtsdatum 10.12.1899 stimmt doch. :)

Ulkiger Zufall, laut einem Buch, hieß die Schwester des S.A. Chefs Viktor LUTZE, ebenfalls Ursula LUTZE, die mit einem Juden verheiratet war, die kann es aber nicht sein. Jener SA Chef Viktor LUTZE hatte andere Eltern.
Ausserdem ging die obige inhaftierte Ursula LUTZE wohl nicht nach Brüssel, wie im Buch geschrieben steht.
--> https://books.google.de/books?id=kyf...tze%22&f=false


Schöne Grüße
Juergen

Manni1970 22.07.2020 18:44

Zitat:

Zitat von Juergen (Beitrag 1285411)
Sag mal, wie hast du diese folgende Angaben zum Ehemann der Ursula LUTZE herausgefunden?

Hallo Jürgen,

das hatte ich aus der Datenbank der Gedenkstätte Yad Vashem. Ich hoffe, der Direktlink funktioniert:
https://yvng.yadvashem.org/index.htm...=&cluster=true

MfG
Manni

Juergen 22.07.2020 19:01

Danke Manni,

er wird schon vor 1939 nicht mehr im DR bzw. in Berlin gelebt haben, da er
in der VZ der Minderheiten 1939 nicht erfasst ist.

Seine Frau war noch gemeldet in Wilmersdorf Hindenburgstr. 89a laut Adressbuch, vermutlich aber schon
verhaftet, warum auch immer.
Es gab auch keinen nachträglichen Randvermerk auf der "Heiratsurkunde" von 1928, das
er den Rufnamen Israel zu tragen habe.
Somit war er zunächst noch ausserhalb des Zugriffs der Nazis, also im Ausland vermutlich in Frankreich.

Gruß Juergen

Kasstor 22.07.2020 20:18

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1)
Das belgische Ministerium für Wiederaufbau hat 1948 eine Liste von vermutlich verstorbenen Personen veröffentlicht, enthaltend u.a. Lutze, Alfred Martin lt Anhang. Gewohnt hat er danach vor der Deportation in Elsene ( Ixelles ) bei Brüssel.
Eventuell hat sich der Schreiber des verlinkten Buches über Globke ja auch geirrt


Thomas

Kasstor 22.07.2020 20:54

Hallo,

Die evanglische Pfarrerstochter Susanne LUTZE geb. 18. Juni 1898 in Langfuhr, hat laut Randvermerk in Marienwerder 1931?
geheiratet, wen steht nicht geschrieben.

Welcher Randvermerk denn, bitte? Weder in Taufeintrag noch in Geburtsurkunde bei ancestry sehe ich dergleichen. Geburtsregister ist da allerdings das Nebenregister.


Thomas

Manni1970 22.07.2020 21:11

Zitat:

Zitat von Kasstor (Beitrag 1285457)
Welcher Randvermerk denn, bitte?

Hatte der Jürgen vorne schon gepostet - stammt aus dem Hauptregister

https://forum.ahnenforschung.net/att...3&d=1514558900


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