Thema: Vertreibung
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Alt 15.03.2019, 22:02
henry henry ist offline männlich
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Standard Vertreibung

Fortsetzung.

Garnizon Krankenhaus
Ursulinenkloster – aus Berlin
Lyzeums des Ursulinenklosters
Städtische Einrichtungen: Turnhallen, Kinos, Hotels, Schulen
Provisorische angefertigte militärische Krankenhäuser
Hauptbahnhof Schweidnitz

Straßenzuordnung Stadt Schweidnitz
Ich muss die aktuellen Straßennamen (ab 1945) umbenennen in die Straßennamen, die die Straßen bis 1945 trugen.
(Die Straßennamen wurden durch die polnischen Behörde ab 1945 umbenannt.)


In der Zeit vom 22.Januar bis zum 23.Februar des Jahres 1945 verstarben in der Stadt Schweidnitz
insgesamt 136 Flüchtlinge, davon 19 Säuglinge und 99 alte Menschen über 60 Jahre.
(…)
In der Zeit vom 23.Januar bis zum 12.Februar des Jahres 1945 wurden 63 Geburten bei
Flüchtlingsfrauen registriert.
Viele Flüchtlinge verstarben in den zwei provisorischen Krankenhäuser (Lyzeum – Franz Becker Straße und Lyzeum Grabenstraße) und in Privat wohnungen sowie Durchgangslagern.

Das Register zu diesen Zahlen befindet sich im Standesamt I in Berlin.
(…)
Im Januar und Anfang Februar gab es viele provisorische Feldlazarets (oft in Schulen).
In diesen Feldlazareten wurden verletzte Soldaten behandelt, die an der Front waren.
Im damaligen Krankenhaus St.Elisabeth, welches die Funktion eines – Rote Kreuz - Feldlazarets hatte,
welches am Kriegsende nach Tschechien evakuiert wurde.
Das Krankenhauspersonal kehrte Anfang Mai und Anfang Juni des Jahres 1945 in die Stadt zurück.


Flüchtlingszüge Stadt Schweidnitz
Evakuierungsroute


Sammelstelle/Durchgangslager
Kraszowice/Kroischwitz


Vertriebene aus der Gegend von Schweidnitz
Zug am 25.Juli 1946
Zug am 26.Juli 1946
Zug am 27.Juli 1946
Zug am 1.August 1946
Zug am 2.August 1946


Insgesamt – 3.500 Vertriebene


Zug am 1.August 1946 – Einwohner von Stadt Schweidnitz
Route über Forst dann Durchgangslager in Bischofswerda
Zug am 20.August 1946 – aus der Stadt Schweidnitz und Gegend


Zug am 6.Oktober 1946
Insgesamt – 1.746 Personen davon 452 Männer, 838 Frauen, 455 Kinder


Zug am 7.Oktober 1946 -
Insgesamt – 1.757 Personen davon 466 Männer, 887 Frauen, 456 Kinder


Zug am 8.Oktober 1946
Insgesamt 1744 Personen davon 480 Männer, 861 Frauen, 403 Kinder


Nächste Züge folgen
Dezember 1946
März – April 1947


Zug am 23.Juli.1946 – Kroischwitz Ziel Dransfeld
Zug am 6.12.1946 – Kroischwitz – Reichenbach – Schweidnitz bis Bautzen.
Verteilung auf private wohnungen.


Zug am 25.Juli 1946 – Kohlfurt
Zug 26.Juli 1946 – Wehrkirch – Hoyeswerda – Falkenberg – Wittenberg – Dessau
Magdeburg – Helmstedt
Durchgangslager Marienthal
/1 Tag Pause am ehemaligen Militärflughafen – weiter Fahrt nach Dransfeld Kreis Hann – Getynga- Stadt Hann
Ziel Stadt Hann – Übernahme der Vertriebene aus Schweidnitz.


Bürgermeister von Hann hat eine Namen Liste der Vertriebenen erhalten.
Verteilung – 800 Vertriebene nach Stadt Hann und 1.000 Vertriebenen in die Orte im Kreis Hann.
/Ich habe Kontakt mit dem Archiv Hann angenommen/

16.August 1946 – Puschkau/Kunzendorf bei Freiburg – Fußmarsch Ziel Kroischwitz dann mit Zug nach Sprottau.
15.August 1946 - /55 Wagons/ - Königszelt – Striegau – Ziel Forst
Durchgangslager Kreis Floeha
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Gruss henry

Geändert von henry (21.03.2019 um 20:11 Uhr) Grund: Korrektur
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