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Alt 16.04.2021, 23:34
FelixBr FelixBr ist offline
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Hast du vielleicht auch seinen Rentenantrag? Denn bei meiner Urgroßmutter ist darin ihre gesamte Erwerbsbiografie, auch den Krieg hindurch, aufgeführt.



Sollte die Gaskammer-Theorie stimmen, verschaff dir bei Wikipedia mal einen Überblick. Frühe "Probevergasungen" fanden wohl schon 1940 in Brandenburg statt. Wenn er, wie du schreibst, wohl schon "vor dem Krieg" mit seinem Spezialwissen "gutes Geld" verdienen konnte, dürfte er in der Region einer der ersten Ansprechpartner gewesen sein. (Und offenbar widersetzte er sich ja anfangs auch vehement.) Falls er da irgendwo beteiligt war, könnten in Archivbeständen der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten noch interne Papiere lagern, die ihn erwähnen. Falls sowas überhaupt protokolliert wurde...


Ich glaube aber, da wird nicht viel zu holen sein. Er könnte ja auch genauso gut zu den Vernichtungslagern im heutigen Polen oder sonstwohin chauffiert worden sein.



An deiner Stelle würde ich versuchen, Max Podolskys Geschwister und deren Kinder ausfindig zu machen. Denn wenn Podolsky ein halbes Jahr lang verschwunden war und danach unversehrt zurückkehrte, dann wird irgendwer in der Familie etwas gewusst haben - zumindest gerüchteweise. Sowas trägt sich manchmal über Generationen weiter.



Mit Glück lebt da noch jemand. Ich konnte vor kurzem eine Tochter meiner Ur-Ur-Großtante, Jg. 1928, aufstöbern und am Telefon ausfragen. Sie hat sogar noch meine Ur-Ur-Ur-Großmutter persönlich kennen gelernt und wusste sogar über ein kleines Geheimnis meiner Uroma vage Bescheid.
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