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Alt 20.04.2021, 14:26
MarthaLU MarthaLU ist offline
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Zu den Identitäten:
Hier mal die 3 Lebensläufe, die ich vergleiche:

A = Mein Ur-Ur-Ur-Urgroßvater George Heinrich v. Gerstenberg, Leutnant von Anhalt-Bernburg, also preußischer Offizier( 1747 Erfurt -?). Im Jahr 1772 ist er von einem Urlaub nicht zurückgekehrt zu seiner Einheit und seitdem verschollen. Und im Februar 1772 wurde sein unehelicher Sohn, ohne dass der Kindsvater anwesend war, auf den Namen v. Gerstenberg getauft. Dieser uneheliche Sohn wurde 1814 der Vater des Schillerfälschers.

B= Johann Laurentius Julius Gerstenberger(1748 Buttstädt-1813?), Vater war der Weimarische Jurist Christoph Julius Gerstenberg(er), Mutter die Tohter des Buttstädter Superintendenten Lorenz Reinhard. Sicher ist, er war Artillerist in Weimar bis etwa 1780.

C= Johann Lorenz Julius v. Gerstenbergk, (1749 Buttstädt? - 1813 Jena),Prof. für Mathematik und Kriegskunst in Jena.

Allgemein wird angenommen, B und C seien eine Person. Und ich glaube, durch viele Indizien gestützt, A und C seien eine Person. Dafür sprechen z. B. größte Ungereimtheiten, was die militärischen Fähigkeiten angeht. Und der B wurde um 1780 pötzlich ein verhaltensauffälliger Mann, ständige Schulden, fehlte bei den Vorlesungen, Gewalttätigkeiten, uneheliche Kinder, Vergewaltigung, wie ein Bettler gekleidet, oft mit einem Strumpf als Schal um den Hals gewickelt. Er muss mehr als kurios gewesen sein. Aber auch Tätigkeit als Kupferstecher und begabter Maler, technisch bedeutsame Erfindungen, viele Bücher geschrieben, ließ die Studenten im Unterricht exercieren. Wirklich nichts will zu einem Juristensohn und Pfarrrers-Enkel passen, und bis 1780 war er nicht so, wie die Einträge im Geheimen Consilium Weimar beweisen

Soweit für jetzt, und danke für die Hilfe!
LG Martha

Geändert von MarthaLU (21.04.2021 um 15:44 Uhr)
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