Thema: Buch drucken
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Alt 18.10.2018, 15:09
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Garfield Garfield ist offline weiblich
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Hallo

Ich habe auch schon mehrere Fotobücher bei CEWE drucken lassen. Mit der Qualität war ich sehr zufrieden. Ich denke, das ist eine gute Lösung, wenn man nur eine sehr kleine Auflage drucken lassen will und vorwiegend Bilder und wenig Text drin sein soll.
Ich hatte nur ein Exemplar für mich und eines für meine Eltern drucken lassen (hätte aber noch die Druckdatei, um weitere Exemplare zu bestellen). Wirklich ein "Buch" war es nicht, eher ein sehr kurzer Zwischenstand meiner Forschungen, mit vielen beschrifteten alten Fotos, ein paar Postkarten aber ohne weiteren Text.

Gute Frage von Mismid.
Reine Listen kann man schon als Buch drucken lassen, das eignet sich dann allerdings eher für Archive oder Bibliotheken, wo jemand, der zufällig nach dem selben Namen sucht, nachschauen kann. Auf dem freien Markt wird sich eine reine Liste kaum verkaufen.
Ich habe aber schon sehr schön gestaltete Bücher zu adligen Familien gesehen, in denen aber zu einzelnen Personen Lebensläufe drin waren und viele Farbfotos.
Was die Seitenanzahl angeht, da würde ich den Verlag bzw die Druckerei fragen, wie dick denn möglich ist. Das hängt ja stark von der Papierdicke und der Bindeart ab. Aufteilen auf zwei Bände fände ich aber sinnvoll. Einfach bei jedem Band vorne eine Titelseite machen (siehe unten) und "Band 1" bzw. "Band 2" schreiben, dann kannst du direkt in Band 2 weiter schreiben.

Eine ISBN macht eigentlich nur Sinn, wenn man das Buch über den Buchhandel verkaufen lassen will. Sonst ist es reiner Luxus, das muss dann jeder selbst wissen.
Eine ISBN garantiert aber nicht die Aufnahme in eine Bibliothek, es kann gut sein, dass die sich dann trotzdem denken, das interessiere keinen. Gerade wegen dem Budget muss da teilweise gut abgewogen werden, welche Bücher angeschafft werden. Da hat Ahnenforschung halt keine so hohe Priorität. Eine Schenkung an passende Bibliotheken und Archive bewirkt da viel mehr.

Bitte überlegt euch beim schreiben/drucken/verlegen von Büchern, ob ihr möchtet, dass ein Exemplar davon in der örtlichen oder zuständigen Bibliothek oder im Archiv stehen soll. Bibliotheken und Archive freuen sich bestimmt über ein Freiexemplar, vor allem wenn das Buch nicht über den Buchhandel erwerbbar ist. Am besten vorher nachfragen.
Für Bibliotheken und Archive ist wichtig, dass das Buch eine sinnvolle Titelseite hat, und da mindestens folgende Informationen drauf sind: Titel, ggf. Untertitel, Name des Autors, freiwillig: Geburtsjahr und ggf.Todesjahr des Autors (die Jahre werden seit ein paar Jahren erfasst, um Autoren mit gleichem Namen auseinander zu halten), Ort und Jahr, ggf. ISBN. Überlegt euch, dass auch andere Personen diese Informationen verstehen sollten, daher sollten z.B. solche Dinge wie Exemplar-Nummer bei einem limitierten Druck auch als solche erkennbar sein.

Wie AlAlvo schon schrieb, ist die Quellenangabe unerlässlich, auch bei Quellen aus Archiven und sowieso bei fremdem Bildmaterial, Informationen aus anderen Büchern und aus dem Internet (zitiert wird da mit dem Link und dem Hinweis "abgerufen am *Datum*").

Was allenfalls auch eine Möglichkeit wäre, ist das Publizieren als E-Book. Dafür gibt es sogar eigene Verlage. Weil dafür nur wenig Kosten anfallen, müsste das viel günstiger kommen als physisches Publizieren. Ich habe selbst noch keine Erfahrung damit, aber der Ahnenforscher Peter Teuthorn hat ein E-Book über Genealogisches Publizieren geschrieben.
In PDF kann man bestens Grafiken und Bilder einfügen. Beim E-Book-Format epub kann man s/w-Bilder und einfache Grafiken einfügen. Dieses Format kann man am PC oder auf E-Book-Readern lesen.
Falls man selbst sowieso bereits eine Webseite hat, kann man das E-Book auch dort als PDF hochladen, ein gratis E-Book fördert sicher die Verbreitung . Auch auf frei verfügbare Inhalte gibt es ein Copyright. Mit den "Creative Commons Lizenzen" kann man genau festlegen, was andere damit machen dürfen (zB Inhalte verwenden, aber der Autor muss genannt werden oder Inhalte dürfen sogar weiterentwickelt werden oder es darf kein Geld mit den Inhalten gemacht werden).
So könnte man auch gut eine kleine Auflage in einem Copyshop drucken lassen (für sich selbst, Verwandte und Bibliotheken/Archive) und weitere interessierte Forscher können das E-Book lesen.
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Viele Grüsse von Garfield

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