Einzelnen Beitrag anzeigen
  #24  
Alt 21.11.2011, 22:27
Siegfried Mühle Siegfried Mühle ist offline
Erfahrener Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 13.10.2006
Beiträge: 211
Standard Gefälle in der Finanzwelt

Im Finanzlexikon wird geschrieben:

Das Gefälle im Jargon der Finanzwelt ist eine mittlerweile etwas in die Jahre gekommene Bezeichnung, die eine Abgabe beschreibt. Manchmal wurde hierzu in der Vergangenheit auch der Begriff „Frongeld“ verwendet.
Zu Zeiten, in denen ein Grundherr von seinen Pächtern Geld für die Pacht forderte, nannte man die Abgabe jedoch Gefälle. Dabei spielte es keine Rolle, ob die Abgabe in Goldstücken, Münzen, oder unbar mit Waren zu bezahlen waren. Starb beispielsweise ein Bauer und der entsprechende Grund fiel an seine Erben, mussten die neuen Pächter eine zusätzliche Abgabe bezahlen, die so genannte Auffahrt.

In der englischen Sprache kennt man das Gefälle auch als „Levy“ oder „payment for real estate use“.

Im Mittelalter stand Gefälle auch eindeutig für die verschiedenen Arten von Abgaben, beispielsweise alle Formen von Gebühren an die Obrigkeit oder Erträge und Einkünfte, die an ein Gericht oder die Kirche bezahlt werden mussten. Später, etwa bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, wurde der Begriff in Verbindung mit den unterschiedlichsten Steuern im Steuerrecht verwendet, etwa den Verbrauchssteuern und den Monopolsteuern. Im Besonderen kennt man in diesem Kontext die Bezeichnungen „Tabakgefälle“, „Biergefälle“ und „Salzgefälle“.

Internet-Adresse: http://www.finanz-lexikon.de/gefaelle_2756.html

Siegfried (Mühle)

PS: "Gefälle" habe ich in die Hilfen für Ahnenforscher aufgenommen. Danke an Franzine 123 für den Hinweis.

Geändert von Siegfried Mühle (21.11.2011 um 22:53 Uhr)
Mit Zitat antworten