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Alt 05.01.2012, 10:55
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Standard FN Hopf, Hase, Geigenmüller, Gerbet, Neumärker, Pohland, Dölling

Auszug aus Vogtland meine Heimat …
Vogtländischer Anzeiger und Tageblatt
11. September1937

Fortsetzung des Artikels von J. Willy Geigenmüller über die Alraunmühle bei Hundsgrün:

Auf der Alraunmühle erscheint nun als Pachtmüller Johann Gottlieb Hopf, vermählt mit Anna Maria Hase. Das Ehepaar ließ am 12. Jan. 1749 einen Sohn Johann Gottlob taufen. Als nächster Müller wird 1765 im Kirchenbuche Unterwürschnitz Johann Georg Geigenmüller genannt, der laut Lehnsbrief am 26. Nov. 1785 mit der Alraunmühle belehnt wird. Er war der älteste Sohn des Johann Christoph Geigenmüller auf der Lohmühle in Untereichigt, wo er am 18.12.1734 geboren wurde und heiratete am 31.12.1765 Anna Margaretha Gerbet aus Rebersreuth als Müller und Zimmermann auf Aalraunmühle. Er war anscheinend erst 1765 Pachtmüller und kaufte die Mühle 1785, da er in diesem Jahre mit der Mühle belehnt wurde. Aus seiner Ehe sind drei Söhne und zwei Töchter hervorgegangen. Im Hauptstaatsarchiv Dresden befindet sich eine Urkunde über ihn. (Gerichtsakten Oelsnitz Nr. 692)
Nach dem „Tabellarischen Extract der Marieneyer Rittergutsuntertanen vom 18.10.1800“ zinst Johann Georg Geigenmüller auf der Alraunmühle nur sechs jährliche Weihnachtssemmeln „im Gelde“.
Nach dem Tode seines Vaters am 28. Jan. 1799 folgt ihm sein jüngster Sohn Johann Christoph Geigenmüller, geboren auf der Alraunmühle am 13. Sept. 1782, der am 6. März 1802 mit der Alraunmühle belehnt wurde, deren Besitz er erweiterte, denn laut Kaufvertrag Hauptstaatsarchiv Dresden Nr. 336 kaufte er am 2. Oktober 1817 von Johann Küntzel gegen 400Mfl. Die Mühlwiese, die „als Mundlehn zu Pfarre zu Unterwürschnitz“ ging. …
Johann Christoph heiratete am 4. Nov. 1802 Anna Sophia Geigenmüller, die am 2.10.1780 in Marieney geborene älteste Tochter Johann Georg Geigenmüllers, Müllers und Zimmermanns auf der Hasenmühle, die nach kurzer Ehe am 14.10.1810, nur 30 Jahre alt, unter Hinterlassung zweier kleiner Töchter und eines Söhnchens, das 1812 verschied, starb. Im gleichen Jahr, also 1812, ging Johann Christoph Geigenmüller eine zweite Ehe mit der aus Tirschendorf (geb. 25. Sept. 1790) gebürtigen Anna Maria Neumärker ein, die kinderlos blieb. Noch jung, erst 40 1/3 Jahr alt, starb der rührige und tüchtige Mann. … Nach dem Tode Johann Christoph Geigenmüllers, der die kinderlose Witwe zweiter Ehe und zwei unmündige Töchter hinterließ, wurden die beiden Kinder die Erben der Mühle. Als Vormünder wurden ernannt: für die ältere Christiane Sophie der Besitzer der Dreihöfer Mühle Johann Georg Geigenmüller und für die jüngere Christiane Friederike Johann Georg Pohland von Oberwürschnitz. Im Einverständnis mit diesen bestimmte das Amt Voigtsberg …, daß die Mühle verkauft werden müsse. …
Gekauft wurde die Alraunmühle durch den „begüterten Einwohner zu Hundsgrün“ Johann George Dölling, laut dem auf der Mühle heute noch aufbewahrten Kaufbrief vom 28. Mai 1823 für 4325 Thaler. … Der Käufer der Alraunmühle Johann Georg Dölling saß von 1823 bis ungefähr 1827 auf ihr (+1837).
Ihm folgte sein Sohn Gottfried Dölling von ungefähr 1827 bis 1858. … Ihm folgte wieder sein Sohn Friedr. Dölling von ungefähr 1858 bis 1895. Der jetzige Besitzer Friedrich Max Dölling übernahm die Mühle von seinem Vater im Jahre 1895. Ihm steht tatkräftig sein Sohn Kurt Dölling zur Seite, welcher vor einiger Zeit die Meisterprüfung ablegte.
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