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Alt 01.02.2012, 21:17
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Standard FN Dütte, Diete, Sümpfer, Pabst, Schmirler, Ströber, Frey, Swoboda, Moysel, Müller, Fietz

Auszug aus Vogtland meine Heimat …
Vogtländischer Anzeiger und Tageblatt
10. April 1937

In einem Artikel von Dipl.-Ing. E. Günther aus Adorf im Vogtland über die Papiermühle zu Hohendorf bei Brambach sind die folgenden genealogische Daten enthalten:

"
So erwarb in Brambach 1672 der Papiermacher Elias Dütte (auch Diete) ein Stück herrschaftlichen Grundes zum Bau einer Papiermühle, der kurze Zeit später eine „Obere“ Papiermühle folgte.
Die Trauung dieses Elias D. fand ich zufällig in Landwüst: „1669. Elias Dütte, Peter Düttens, d. Zeit papiermachers zu Graitz Sohn ist am 16. Nov. mit Anna Maria, Christoph Sümpfers zu Watzen Reuth Tochter uff Befehl des Hn. Superint. zu Oelsnitz in Landwüst copuliert worden.“

Währen 1708 noch Papiere aus Grün mit dem Zedtwitzischen Wappen benützt wurden, zeigen die Papiere von 1710 neben dem Wappen der Herren von Reitzenstein auf Schönberg das Zeichen F. P. Dieser erste reitzensteinische Papiermacher war Friedrich Pabst. … Pabst ist später Papiermacher in Siebenbrunn.
Nach Pabst werden als Besitzer genannt: Wolf Adam Schmirler, Papiermacher zu Hohendorf 1728 . 1733, ein Glaserssohn aus Schöneck, später Papiermacher in Schöneck. Nach ihm Johann Christoph Ströber, der 1741 im Alter von 72 Jahren in Schönberg starb.
Am 4.5.1732 wird in Schönberg getraut der Papiermacher Paul Frey. Sein Traueintrag lautet: „Paul Frey, ein Junggesell und Papiermacher von Konischin in Markgrafthumb Mähren bei Trebitzsch, weyl. Nicol Freyens, gewesen Richters das. hinterl. 2. Sohn mit Maria Magdalena, Mstr. Caspar Moysel, itziger Zeit Bestand Müllers allhier auf der Scheubenmühle ältesten ehel. Tochter.“ In Erlbach, wohin er später als Papiermacher zog, findet sich sein Sterbeeintrag: „den 13. März 1758 wurde Paul Swoboda, der sich hiesiger Orten beständig Paul Frey genennet, ein Papiermacher Geselle aus Mähren, mit einer Leichen Predigt beerdiget, aet. 65 J. we. 6 Wo. 1 Tag.“ Seine Nachkommen lebten in Kegel bei Erlbach.
1741-1743 wird genannt der Papiermacher Johann Lorenz Müller.
1743 erwarb die Papiermühle Herr Johann Michael Fietz, kunsterfahrener Papiermacher, Sohn des verstorbenen unteren Papiermachers in Erlbach (vorher in Brambach) Paul Fietz.
Die Familie stammt aus dem Erzgebirge, aus der Gegend um Schneeberg Neustädtel. Wir finden die Fietz nach 1700 auf den Papiermühlen in Brambach, Erlbach, Hohendorf, Neuberg, Adorf und Klingenthal. Während die Hohendorfer Familie verarmte, brachten es die Adorfer, nach denen noch heute die Melthermühle auch Fietzenmühle heißt, zu großem Wohlstand.
Mstr. Johann Michael Fietz starb 1766 erst 51 Jahre alt. Seine Witwe führte den Betrieb bis 1777 weiter."

Wird fortgesetzt.
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