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Alt 21.09.2019, 23:39
0rev4 0rev4 ist offline
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Guten Abend tuedelluet,


vielen Dank für die ausführliche Kommentare. Sie geben mir schon Hoffnung. :-)

Zitat:
Zitat von tuedelluet Beitrag anzeigen
Moin Orev4,

Nicht nervös werden, die Vorfahren laufen ja auch nicht mehr weg. Und Schleswig-Holstein ist hier ja richtig.
Dann versuche ich es mal.

Warum nicht? Abhängig davon, wann Georg Castens Kammerdiener war. Wie alt war Friedrich CASTENS denn bei seiner Heirat 1693?
Ich würde aus dem Bauch heraus sagen, dass sein Vater Georg um 1620 geboren wurde und um 1650 eine Position als Kammerdiener erreicht haben könnte.
Ich frage wieder meine Kusine, aber zu dem Paar scheint sie nur eine Schrift zu einer Vogtei-Schenkung zu haben, die zur Zeit der Heirat gemacht wurde. Ein Alter steht darin nicht. Aber ich hatte in etwa diese Idee für das Geburtsdatum des Vaters.

Zitat:
Zitat von tuedelluet Beitrag anzeigen
Im ganz Groben kann man sagen, dass der König von Dänemark in Personalunion die deutschen Herzogtümer Holstein und Schleswig regierte.
Diese sind geografisch aber nicht völlig identisch mit dem heutigen Bundesland S-H!
Hier der Abschnitt des Zeitraumes bei Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Holste...0%E2%80%931864
Aus Wikipedia stammt mein ganzes Wissen zum Thema. :-)
Zitat:
Zitat von tuedelluet Beitrag anzeigen
Wie jetzt genau die übersetzten Adelstitel Marquis, Comte oder Duc mit den Funktionen als Graf oder Herzog einer Region gleichzusetzen sind, kann ich Dir leider nicht sagen. Das können sicher die Adelsexperten hier im Forum.

Diesen Teil hat sich eben erübrigt : Georges war bei dem Duc de Holstein beschäftigt, Friedrich bei einem französischen Marquis... Duc dürfte eindeutig Herzog sein.

Zitat:
Zitat von tuedelluet Beitrag anzeigen
Archiv für die Landesherrschaften sind in erster Linie das Landesarchiv in Schleswig und vielleicht noch das Rigsarkivet in Kopenhagen.
Zum LAS ist hier die Webseite
https://www.schleswig-holstein.de/DE...illkommen.html.

Viele Sachen sind leider noch nicht über eine Online-Datenbank suchbar, sondern über Findbücher erschlossen.
Danke! Das Rigsarkivet ist sogar teilweise in Englisch...
Mir ist bewusst, dass ich wenig voran kommen werde, wenn ich nur am Computer bleibe.

Zitat:
Zitat von tuedelluet Beitrag anzeigen
Eine schöne Beschreibung für die Forschungsmöglichkeiten findest Du hier: https://www.g-gruppen.net/landsars-h.htm
Zitat:
Zitat von tuedelluet Beitrag anzeigen
Da würde ich eher sagen, es war üblich, dem Kind Vornamen seiner Paten zu geben, als des Arbeitgebers. Oder anders ausgedrückt, wenn der Arbeitgeber Pate bei dem Bediensteten war, war es a) eine Ehre und b) normal dass der Name Verwendung fand.


Davon abgesehen geht mir gerade durch den Kopf, dass der Vater als Kammerdiener ja ebenfalls adelig gewesen sein dürfte und nicht erst in Frankreich post mortem. Dem stehen mir aber die Namen der Eltern Ca(r)stens/Jürgensen entgegen. Das klingt bei mir nach dem Landesteil Schleswig und nicht adelig.

Viel Erfolg Dir
In der oben erwähnten Schrift steht sowohl bei Georges als auch bei Frédéric das Wort "noble" vor dem Vornamen.
Das Castens/Jurgensen Paar wird als "aus dem Ort Schleswig-Holstein in Deutschland" eingeführt. Nicht gerade präzise. (Ich kenne aber einen ähnlichen Fall, auch kurz nach 1690, wo ein Franzose in der Pfalz geheiratet hat, und er wird als aus dem "Languedoc" stammend angegeben...)
Kann Georges nicht aufgestiegen sein, und spätestens als Kammerdiener geadelt worden sein?

Nochmals vielen Dank für die vielen Hinweise!
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