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Alt 11.06.2011, 19:46
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Hinrichtungen

1498 wurde hier einer von den oberen Rathsherren, Namens Morche, welcher sich an Rathsgeldern vergriffen hatte, hingerichtet, und sein Leichnam auf dem hiesigen Kirchhofe begraben.

1545 am Freitage nach Fab. Sebastian ward zu Werdau ein Kandelgiesser, names Georg Schindler, aus Muehlhausen gebuertig, wegen Falschmuenzerei lebendig verbrannt.

1552 am Freitage nach Christi Himmilfahrt wurde Hans Schneider aus Langenbernsdorf, ein Raubmoerder, in Werdau geraedert.

1560 den 4. Januar ward wegen angeblicher Zauberei an Menschen und Vieh eine Wehfrau zu Werdau, Names Margaretha Stellmacherin, als Hexe allhier verbrannt, nachdem nur erst Tags zuvor eine andere gleichzeitig eingezogene angebliche Hexe, die alte Runzin aus Langenbernsdorf, die in Zwickau auf dem Schlosse die Tortur ausgestanden hatte, ohne etwas zu gestehen, im Gefaengnisse gestorben war.

1637 am Freitage nach Pfingsten ward der Juwelier Martin Schubert wegen schwerer Verbrechen zu Werdau auf dem Markte gehenkt

1659 den 4. Maerz ist Susanna Hoffmann aus Werday, welche ihr eigene Soehnchen ermordet hatte, auf dem Windberge mit dem Schwerte vom Leben zum Tode gebracht worden.

Auch in Werdau wurde 1689 den. 3. Mai Einer, Names Michael Meinert zur Staupe geschlagen

1712 fand man im zweiten Bergkeller unweit des Pfortenwehres ein todtes Kind, welches bereits drei Tage daselbst gelegen hatte, und an welchem man nach der im Siechhause vorgenimmenen Section Spuren der Ermordung entdeckte. Die dieses Mordes verdaechtigte Anna Sabina, Tochter der Christiane Artz allhier wurde hierauf gefaenglich eingezogen, und gestand, dass sie dieses ausser der Ehe von ihr geborne Kind ohne Mitwissen ihrer beiden im Hause befindlichen Geschwister sowie ihrer Mutter ermordet und hierauf in einem Korbe nach jenem Bergkeller getragen habe. In Folge dieses Gestaendnisses wurde die Kindsmoerderin noch in diesem Jahre auf dem Windberge enthauptet und dann auf dem Gottesacker der St. Moritzkirche zu Zwickau begraben.

1740 den 15. October erschoss der vagabondirende Jaegerbursche Todt einen Bauer und Fuhrmann in Langenhessen, Names Simon Seyffart, in dem Gehoelze unweit Koenigswalde, als Letzterer von Zwickau, wo er Getreide verkauft hatte, wieder nach Hause fuhr. Nach 4 tagen wurde er gefaenglich eingebracht und den 23. December auf dem Windberge von oben geraedert, sein Leichnam aber auf das Rad gelegt.

So wurde den 10. Mai 1737 Christoph Hoffmann, welcher den 3. Maerz 2 Weiber in Voigtsgruen ermordet hatte, zu Planitz mit gluehender Zange gezwickt und geraedert.

1750 den 28. Aug. wurde zu Frankenhausen der dortige Wirth, Hans Schulze hingerichtet, weil er einem boehmischen Tabulerkraemer, J. D. Pietschmann, beide Beine abgeschnitten und ihn dann in einem Sacke in den Teich geworfen hatte.

1752 den 21. April wurde zu Frankenhausen der Dienstknecht Laugner hingereichtet, weil er seinen Dienstherrn erschlagen hatte.

1755 den 26. Febr. war Sabina Finkin in Lauterbach in ihrem bette von ihrem Ehemann ermordet worden. Dieser wurde in Lauterbach in einem Teiche gesaeckt.

Die letzte Hinrichtung auf dem Windberge wurde an dem Soldaten Friedrich aus Neustaedtel bei Schneeberg, welcher daselbst seine beiden Pflegeaeltern mit einer Keule erschlagen hatte, den 15. December 1823 vollzogen. Sein kopf und Leichnam wurde auf das Rad gelegt.

1479 am Sonnabend nach Jacobi hat Georg Bartel von Brunnym eine rechte Urphede geschworen, des Herzogs zu Sachsen Land und Leute, die Stadt Zwickau und besonders des Amtmann Martin Roemers Leute zu Werdau mit Worten noch Werken zu beschaedigen oder zu beleidigen, weil ihn der Werdauer Stadtrath gefaenglich eingezogen hatte, und zwar deshalb, weil er mit Ambrosius Steinach Marcus Toepfern, einen Zwickauer Buerger, bei Mergenthal Abends {ueberlassen hat und verkogelt gewesen ist“

1523 werden zwei Stiefgeschwister (von einem Vater und 2 Muettern zu Werdau) Names Anna Zelkornin und Thomas Seidel, auch Zelkorn genannt, die in der Meinung, Stiefgeschwister koennten sich heiraten, was sie auch willens gewesen, sich mit einander fleischlich vermischt hatten, dieser Blutschande wegen in Ansehung ihres Unverstandes nur mit ewiger Landesverweisung (zu Zwickau) bestraft, nachdem sie zuvor Urphede geschworen.
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