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Alt 19.06.2019, 13:09
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Duppauer Duppauer ist offline
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Hallo Alter Mansfelder,

wie wäre es mit dieser Hypothese.

Laut der Familienseite der Hünerbeins https://vonhuenerbein.jimdofree.com/
geht ja ein angeblich verbrannter Stammbaum bis auf die Kreuzzüge zurück.

Zitat:
Ursprünglich Teilnahme an den Kreuzzügen. Leider sind keine Details oder Belege mehr bekannt. Mein Opa Hans vH (1903-1990) hat von vorhandenen Dokumenten/ Stammbaum für die Zeit vor dem 30-jährigen Krieg zurück bis zu den Kreuzzügen berichtet. Diese sind jedoch bedauerlicherweise im 2. Weltkrieg verbrannt. Gibt es irgendwo eine Abschrift ? Haben Sie evtl. derartige Unterlagen ? Dann melden Sie sich bitte bei mir.
Wenn man diesem Zitat glauben schenkt, dann wäre die Familie evtl. dem "Uradel" zuzurechnen.
Für die meisten Uradeligen Familien liegen keine Nobilitierungsurkunden vor.
Sie sind einfach in den Landadel hineingewachsen. Dieser zeitliche Prozeß des hineinwachsens in den Adel konnte meist nicht nachgewiesen werden.
Wenn dem so sein sollte, kann man lange nach einem Nobilitierungsnachweis suchen! Es gibt ihn nicht!

Viele uradelige Familien schrieben sich bis etwa 1650 ohne das adelige Prädikat von (oder zu), und zwar diejenigen, die sich nicht nach einer Stammburg, sondern nach ihrem Wappensymbol oder einer sonstigen Eigenschaft benannt hatten. Ob das auch in späteren Jahren noch so von der Familie Hünerbein gehandhabt wurde, beibt dahingestellt. Es könnte aber aber erklären warum der Obristleutnant Jacob Hünerbein das "von" in seinem Namen nicht führte.
Sein Sohn Friedrich Gottfried v. Hünerbein * 1660, kann ja dann auf die Idee gekommen sein, das "von" im Namen zu führen, weil es zur damaligen Zeit eben auch für den Uradel "MODE" wurde, um sich gegenüber dem wohlhabenden Bürgerstand zu unterscheiden.

Nun nochmals zum Freiherrenstand, worüber es ja auch keine Belege gibt.
Ich hatte ja schon einmal geschrieben, das dieser Titel evtl. zu "unrecht" geführt wurde.
Wie oft kam es vor das ein Adeliger mit Herr Baron/Freiherr angeredet wurde ohne das er diesen Titel hatte! Dies setzte sich auch oft in Kirchenbüchern, Urkunden usw. fort.
Nun sah das Allg.Preußische Landrecht, 9 Teil §19, ( das zwar erst 1794 eingeführt wurde) vor, das sich derjenige der sich 44 Jahre durchgehend eines Adelstitel unbeanstandet bediente, diesen auch weiterführen konnte. Vielleicht ist hiermit der jetzige Freiherrenstand zu erklären. Wenn die Familie Hünerbein dem peußischem Landrecht in irgendeinem Zweig unterliegen sollte (Bürger des preuß. Staatsgiebtes), könnte sie also nach dem § 19 des APL den Freiherrentitel zu Recht führen, ohne das ein entspr. Diplom vorliegt.

Auf das Bild klicken zum vergrößern!

Quelle: Allg.Preuß.Landrecht, 9 Titel, "Von den Pflichten und Rechten des Adelsstandes"

Wie gesagt alles wilde Hypothesen von mir, über die man mal nachdenken sollte, falls sich nichts über die Nobilitierung/Freiherrenstand, finden lassen sollte !
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Das gute Gelingen ist zwar nichts Kleines, fängt aber mit Kleinigkeiten an. (Sokrates)

Herzliche Grüße
Dieter

Geändert von Duppauer (19.06.2019 um 13:56 Uhr)
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