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  #1  
Alt 06.05.2021, 17:33
Sebastian901 Sebastian901 ist offline männlich
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Registriert seit: 09.08.2020
Beiträge: 359
Standard Wie sicher ist sicher genug in der Ahnenforschung?

Hallo,

was meine väterliche Linie betrifft, so bin ich inzwischen etwas weiter gekommen. In der Geburtsurkunde meiner Urgroßmutter, geboren in Alsdorf, steht bei Vater Johann Hubert Joseph Kuyffen. Auf Ancestry ist ein Johann Hubert Joseph Kuyffen vermerkt, geboren 1874 in Magerau, Herzogenrath. Die Entfernung zwischen Alsdorf und Magerau entspricht ungefähr 5 km. Zudem ist Kuyffen nicht gerade ein häufiger Nachname und beschränkt sich eigentlich nur auf diese Region. Allerdings entspricht der Altersunterschied zwischen meiner Urgroßmutter und ihrem potenziellen Vater ganze 37 Jahre.

Ein anderer Fall ist die Geburtsurkunde meines Urgroßvaters, ebenfalls in Alsdorf geboren. Seine Mutter, Helena Hubertina Kehr, wurde laut Ancestry auch nur 6 km entfernt in Siersdorf, Aldenhoven im Jahr 1870 geboren. Allerdings entspricht hier der Altersunterschied auch ganze 39 Jahre.

Meine Frage ist jetzt: Wie sicher ist es, dass es sich bei den beiden wirklich um meine Ururgroßeltern handelt? Und wie sicher ist bei euch sicher genug, dass ihr mit solchen Personen weiterforscht? Genügt euch eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit in eurer Forschung oder lasst ihr jeden Schritt durchs Standesamt nachkontrollieren?

liebe Grüße
Sebastian

Geändert von Sebastian901 (06.05.2021 um 17:34 Uhr)
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  #2  
Alt 06.05.2021, 17:43
Benutzerbild von consanguineus
consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Registriert seit: 15.05.2018
Ort: Harz
Beiträge: 3.051
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Hallo Sebastian,

grundsätzlich ist es angeraten, alle Angaben anhannd von Urkunden nachzuprüfen. Ancestry ist als Quelle unzureichend.

Um den Altersunterschied würde ich mir keine Gedanken machen. Nimm es erstmal als gegeben hin. Unmöglich ist es nicht, daß ein Vater 37 oder 50 Jahre älter als sein Kind war. Aber ob es wirklich Vater und Tochter waren, werden Dir nur die standesamtlichen Dokumente weisen.

Und ja, es gibt Situationen, da würde ich Wahrscheinlichkeiten tatsächlich auch ohne eine Absicherung durch eine Urkunde als zulässig erachten. Aber nicht 1874 im Rheinland.

Viele Grüße
consanguineus
__________________
Suche:

Joh. Christian KROHNFUSS, Jäger, * um 1790
Anton BLANKE, Halbspänner in Kl. Rhüden, * um 1750

Joh. Andr. MAASBERG, Bürger und Windmüller in Peine, * um 1730
Daniel KRÜGER, Amtmann in Bredenfelde, * err. 1729
Georg Melchior SUDHOFF, Pächter in Calvörde, * um 1680
Dorothea v. NETTELHORST a. d. H. Kapsehden, * um 1600

Geändert von consanguineus (06.05.2021 um 17:55 Uhr)
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  #3  
Alt 06.05.2021, 17:48
Benutzerbild von Rheingauner
Rheingauner Rheingauner ist offline
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Ich habe leider die Erfahrung machen müssen, dass auch eine "hohe Wahrscheinlichkeit" nicht immer den Tatsachen entspricht. Daher mein Tipp: Auch wenn es verlockend ist und es eigentlich garnicht anders sein kann, IMMER Belege zu den Daten holen, denn nur dann hat man die Tatsachen vor Augen. Du würdest Dich später nur ärgern, wenn Du wegen einer "hohen Wahrscheinlichkeit" Zeit und Geld in eine falsche Linie investiert hast.
__________________
Grüße
Björn
-----------

IG Rheingau
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  #4  
Alt 06.05.2021, 17:59
Benutzerbild von Xtine
Xtine Xtine ist offline weiblich
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Hallo Sebastian,

warum springst Du von der Geburtsurkunde der Großeltern zu denen der Urgroßeltern?
Suche doch erstmal den Heiratseintrag der Urgroßeltern!
__________________
Viele Grüße .................................. .
Christine
.. .............
Wer sich das Alte noch einmal vor Augen führt, um das Neue zu erkennen, der kann anderen ein Lehrer sein.
(Konfuzius)

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  #5  
Alt 06.05.2021, 18:16
Benutzerbild von Andre_J
Andre_J Andre_J ist offline
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Hallo sebastian,

such doch mal nach weiteren Taufen in Alsdorf, die als Geschwister deiner Urgroßeltern in Frage kämen. Und natürlich nach Hochzeit und Beerdigung der potentiellen Eltern. Dann kannst du abschätzen, ob sie noch für dich in Frage kommen.

Manche Familien hatten ein Dutzend Kinder, da ist eine Vaterschaft mit 37 oder 39 ziemlich "normal".

Und eine Anfrage im NRW-Forum könnte dir eventuell neue Quellen vermitteln. Ich bin da im tiefsten Westen nur begrenzt ortskundig.

Gruß,
Andre_J

Geändert von Andre_J (06.05.2021 um 18:24 Uhr)
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  #6  
Alt 06.05.2021, 19:01
Sebastian901 Sebastian901 ist offline männlich
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Registriert seit: 09.08.2020
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Hallo, danke für eure Tipps.


Also laut einem Nutzer gab es in Alsdorf 1925 drei Familien Namens Kuyffen:


Alsdorf 1925
Franz Joseph , Grubenklempner, Eckstr.
Johann Hubert Joseph, Bergmann, Herzogenratherstr. 28
Johann Joseph , Bergmann, Herzogenratherstr. 18


Wie man sieht war ein Johann Hubert Joseph dabei und der war auch noch Bergmann- genauso wie in der Geburtsurkund meiner Urgroßmutter angegeben.
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  #7  
Alt 06.05.2021, 19:38
Benutzerbild von AKocur
AKocur AKocur ist gerade online weiblich
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Hallo Sebastian,

gerade bei Namensnestern sollte man so viele Informationen wie möglich sammeln. Namensvettern sind nicht unüblich.

Ich würde erstmal die Heiratsurkunden (enthalten Angaben zu Geburtsort und -datum sowie Eltern) und Sterbeurkunden (enthalten idR Angaben zu Geburtsort und -datum, meist auch Eltern und Ehepartner und mit Glück ist ein Angehöriger der Anzeigende) suchen. Dann erst die dazu passenden Geburtseinträge suchen. Von Geburt zu Geburt ist der Sprung einfach zu weit.

Generell gilt für Indexierungen, wie oft auf Ancestry/familysearch, dass es Lesefehler geben kann. Manchmal sind auch nicht alle Vornamen aufgeführt; wenn dann der Rufname einer der weggelassenen Vornamen ist, kann man die Person gar nicht korrekt zuordnen. Die zugrunde liegende Urkunde oder KB-Eintrag sollte man also immer einsehen.

Das Alter der von dir gefundenen Personen spricht allerdings überhaupt nicht gegen eine Elternschaft. Solange es biologisch möglich war, haben die Menschen damals auch Kinder bekommen; mit Ende 30 ist das weder für Männer noch für Frauen ein Problem.

LG,
Antje
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  #8  
Alt 06.05.2021, 19:56
Balduin1297 Balduin1297 ist offline männlich
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Hallo,
mein Vorfahre Maciej Dziwak war sogar bei der Geburt seiner Tochter Łucja Dziwak im Jahr 1845 64 Jahre alt und seine Ehefrau Zofia Nowakowska war 43 Jahre alt. Das ist bisher mein Rekord bei meinen Vorfahren. Auch damals bekam man teilweise erst sehr spät Kinder.
__________________
Dauersuche:

Oberverwalter August Gustav Julius Müller, * 26.9.1819 Bergen auf Rügen, + nach 1897 Charkow
Ottilie Charlotte v. Twardowsky genannt Hartmann, * 17.5.1825 Riga, + 19.3.1870 Bely Kolodez Gouvernement Charkow
Edelmann, Steuerbeamter Ludwig Stanislaus v. Twardowsky genannt Hartmann, * 1790 Polen-Litauen, + 27.5.1848 Riga
Julianne Charlotte Zahn, * 30.1.1805 Preekuln Gouvernement Kurland, + 9.6.1835 Riga
Edelmann, kgl. poln. Offizier Fedor Twardowsky
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  #9  
Alt 07.05.2021, 00:31
Sebastian901 Sebastian901 ist offline männlich
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Registriert seit: 09.08.2020
Beiträge: 359
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Zitat:
Zitat von Andre_J Beitrag anzeigen
Hallo sebastian,

such doch mal nach weiteren Taufen in Alsdorf, die als Geschwister deiner Urgroßeltern in Frage kämen. Und natürlich nach Hochzeit und Beerdigung der potentiellen Eltern. Dann kannst du abschätzen, ob sie noch für dich in Frage kommen.

Manche Familien hatten ein Dutzend Kinder, da ist eine Vaterschaft mit 37 oder 39 ziemlich "normal".

Und eine Anfrage im NRW-Forum könnte dir eventuell neue Quellen vermitteln. Ich bin da im tiefsten Westen nur begrenzt ortskundig.

Gruß,
Andre_J

Hallo Andre,


mein Großvater hat mal erzählt, dass sein Onkel Friseur gewesen war. Ich habe jetzt einen Josef Kuyffen gefunden, der Friseur in Aachen war. Möglicherweise ein Bruder seiner Mutter, also meiner Urgroßmutter.



liebe Grüße
Sebastian
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  #10  
Alt 07.05.2021, 10:17
Muecke Muecke ist offline
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Registriert seit: 08.06.2020
Beiträge: 32
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Huhu,


ganz wichtig ist meiner Meinung nach, dass du alles an Hinweisen und Möglichkeiten durch Standesamtsurkunden oder vorher durch Kirchenbücher beweisen kannst. Damit bist du zu 99,9% auf der sicheren Seite


Gruß, Jan
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