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  #161  
Alt 01.08.2020, 20:48
Benutzerbild von consanguineus
consanguineus consanguineus ist gerade online männlich
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Diese totale Unwissenheit, wenn es um die Produktionsweise von Lebensmitteln geht, findet man aber auch bei Erwachsenen...

https://www.youtube.com/watch?v=MsguPk3V1y4
__________________
Suche:

Johann Heinrich CLEVE, Hofmeister auf der Domäne Bornhausen, * um 1775
Daniel KRÜGER, Amtmann und Gutspächter in Bredenfelde,* vor 1773
Andreas HEINRICH: Bürger und Zimmermeister in Querfurt, * um 1770
Anton BLANKE, Halbspänner in Klein Rhüden, * um 1750
Johann Andreas MAASBERG, Bürger und Windmüllermeister in Peine, * um 1730
Dorothea v. NETTELHORST a. d. H. Kapsehden, * um 1600
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  #162  
Alt 01.08.2020, 21:55
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ForscherBernd ForscherBernd ist offline männlich
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OIoi...Oi...ganz schön vom Hauptthema abgedriftet....:-) Na ja, ich sage da immer eins, das Leben war niemals irgendwann besser, weil es für jeden anders war. Das Leben war also früher anders. Und gut is.

Da plapper ich mal ein lachhaftes Erlebnis aus, ich glaube es war 1963.
Zu meiner Überraschung konnte ich mal für ne kleine Mark, ich weiss nicht mehr woher, einem Klüngelskerl einen Fahrradrahmen in rot mit so platten Reifen und schon ganz schön auf dem Wege des "Lebensendes", abschwatzen. Da war also viel Rost dran.
Bei unserer Großfamilie musste unser Vater auch ein Fachmann für alles Mögliche sein und hatte im Keller so eine Gerümpelbude mit sehr viel Werkzeugen.
Also, ich alles an Schleifpapier und sonne olle komische Farbe mit nach draußen zum Rad, es war Mennige Rostschutz, und ich legte los.......Super wurde es, wenn da nicht das Donnerwetter von Mama gewesen wäre. Ich sah aus wie ein Eisenlackierer und die Klamotten waren total versaut. Aber es gab ja noch etwas an Buchsen und so.
Nun, Fahrrad fertig und ich stolz. Da aber auch irgendwelche Teile für das ruhige Fahren gewechselt werden sollten, ich aber das Geld nicht hatte, weil ich ja auch Schläuche kaufen musste, meinte das Fahrrad, immer irgendwie ein Eigenleben beim Fahren haben zu müssen. :-)
Und nun kam es. Mama sagt zu mir: "Bernd fahr mal schnell zum Metzger, mir fehlt Wurst für Abendbrot." Ich stolz wie Oskar aufs Rad und los...............
War schon eine längere Strecke. Einkaufen, ins Netz die Wurst und ab aufs Rad..........
Ich kam mir vor wie ein Radprofi und nahm die Kurven wie ein Rennfahrer....aber davon hielt das Netz und die Wurst darin überhaupt nichts.....
Das Netz machte den Weg ins Vorderrad.....das bremst abrupt ab.....ich über den Lenker und das Fahrrad einige Meter weiter ins Gebüsch..........

"Puh", dachte ich, ausser eine kleine Schramme nichts passiert.....aber dann sah ich das Wurstpaket.....die Fleischwurst ist in den Speichen gelandet und wurde fachmännisch zersäbelt....der Aufschnitt in mehere Teile zerschmettert......und ich am heulen.....
Wer meinen strengen Vater kennen würde, wüßte was mich evtl. erwartete.....
Nein, es ging gut aus und Mutter war froh das mir nicht mehr passiert ist.
Mein Vater sagte: "Nun sag nur du bist wieder freihändig gefahren? Man sollte Dich Ohrfeigen."
Und dann kam die Strafe. Eltern und 6 Kinder lachten mich betröppelten aus.
:-) :-) :-)
__________________
Ehe die Wege zuwachsen, sollten wir sie denen zeigen,
die sie ohne uns nicht mehr finden können.

Geändert von ForscherBernd (01.08.2020 um 21:57 Uhr)
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  #163  
Alt 02.08.2020, 05:48
fajo fajo ist gerade online weiblich
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Guten Morgen!

Hab da auch noch so ein Stückchen, passen zu der Geschichte vom Schuhkauf. Man könnte sagen "im Wandel der Zeit?". Die Schuhgröße messen, war noch lange nicht in Sicht. Damals passte man die Schuhgröße auch mal einfach nach Optik und Gefühl an. Es war zu meiner Zeit auch nicht immer so einfach auch die wichtigen Dinge des Lebens sofort zu kaufen. So entwickelten die Mütter oftmals Ideen um, bis das Geld dafür da war, eine Zeit überbrücken zu können. Wenn sich die Füßchen langsam durch die Hausschuhe bohrten, wurde einfach mit der Schere die Schuhspitze abgeschnitten und schon war die Zeit bis zu nächsten Einkommen gerettet. Bloß nicht jedes Kind war damit einverstanden. Unser kleiner Nachbarsjunge (er konnte noch nicht aus seinem Laufstall klettern) schrie und bockte und wollte das nicht. Kurzer Hand nahm meine Mutter einen Schuh von mir, schnitt die Spitze ab und zeigte ihm, dass es doch gar nicht so schlimm ist. Total traurig dachte ich, dieser Giftzwerg, nicht nur das ich immer mit in seinen blöden Laufstall muss, ich war doch schon groß (geschätze 2 1/2 Jahre alt) da ich (zwar mit Mühe ) schon darüber klettern konnte, nein nun muss ich auch noch mit kaputten Schuhen laufen.

Meine schönen heißgeliebten Schuhe waren doch noch gar nicht so weit....
Die Spätfolgen davon waren das ich als junge Frau erst gar keinen Schuhtick, wie man immer so schön sagt, entwickelt habe...

Naja der Papa hat es dann wieder beim nächsten Schuhkauf gerichtet und hat (schon wie ein Ritual) wieder einen Ehekrach auf sich genommen. Bevor es zum Schuhkaufen (der war immer etwas ganz Besonderes) ging hieß es bei uns immer: Karl, denk daran, das Kind soll feste Schuhe haben! Aus dem Schuhgeschäft kamen immer zwei Überglücklichen und eine wütende Mama. Denn das Kind hatte schon wieder Lackschuhe und keine Festen.

Ich weiß gar nicht wie meine Eltern das auf die Reihe bekommen haben, das ich als Kind auch ein paar Winterstiefelchen besaß? -
__________________
Vorsicht : >Ich habe keine Ausbildung. Ich habe Inspiration. ... < von Bob Marley -**



Geändert von fajo (02.08.2020 um 05:57 Uhr)
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  #164  
Alt 02.08.2020, 09:16
Benutzerbild von scheuck
scheuck scheuck ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von fajo Beitrag anzeigen
Naja der Papa hat es dann wieder beim nächsten Schuhkauf gerichtet und hat (schon wie ein Ritual) wieder einen Ehekrach auf sich genommen. Bevor es zum Schuhkaufen (der war immer etwas ganz Besonderes) ging hieß es bei uns immer: Karl, denk daran, das Kind soll feste Schuhe haben! Aus dem Schuhgeschäft kamen immer zwei Überglücklichen und eine wütende Mama. Denn das Kind hatte schon wieder Lackschuhe und keine Festen.
Guten Morgen,

WIE tröstlich, dass dieses Schuhkauf-Gemache bei Euch ähnlich ablief Da war meine Mutter also nicht alleine mit ihrem jeweiligen Entsetzen und dem vorprogrammierten Krach!
Nun denn, Väter und Töchter .....

P.S.: Ich gebe zu (muss zugeben), dass ich einen Schuh-Tick habe! - Ja, ich habe seit Jahrzehnten auch "feste" Schuhe, die sind aber absolut in der Minderheit, wenn nicht sogar "singulär".
__________________
Herzliche Grüße und bleibt gesund!!!!!
Scheuck

Geändert von scheuck (02.08.2020 um 09:19 Uhr)
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  #165  
Alt 02.08.2020, 09:57
fajo fajo ist gerade online weiblich
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... dann hat dir deine Mama wohl deine Puschen nie abgeschnitten..
__________________
Vorsicht : >Ich habe keine Ausbildung. Ich habe Inspiration. ... < von Bob Marley -**



Geändert von fajo (02.08.2020 um 10:09 Uhr)
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  #166  
Alt 02.08.2020, 16:38
Juergen Juergen ist offline
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Hallo,

wir Kinder spielten in Berlin auf der Straße alles mögliche, als hauptsächlich
Jungs zusammen, so mit 10 Jahren oder so, z.B. sogar noch Murmeln, später
Klimpern mit Pfennigen, also um Geld, an eine Hauswand.
Später auch viel Kartenspiele, teilweise auch schon um etwas Geld oder Kaugummi-Bildchen aus dem "Westen".

Die Straßen zumindest die Seitenstraßen waren fast unbefahren von Autos,
und so auch nicht vollgestellt mit diesen "Blechkisten" bzw. "Pappkisten".

Da spielten wir ua. über die Straße hinweg, "Kante" mit einem Tennisball oder
gar Hartgummiball. Selbst mal einen Drachen steigen lassen ging, wenn man
keine Lust hatte extra z.B. zum Friedrichshain zu gehen, in der Straße, wenn es denn windig genug dafür war.
Wenn man Pech hatte verfing der sich dann irgendwo in den Häusern.
Meine selbstgebauten Drachen waren fast immer mißlungen.
Die älteren "Profis" hatten am Friedrichshain ganz tolle selbstgemachte Drachen, mit endlosen Schnüren.

Übrigens, beim MDR gibt es eine Sendung, da berichten Leute aus ihrer Kindheit.

Viele Grüße
Juergen

Geändert von Juergen (02.08.2020 um 16:46 Uhr)
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  #167  
Alt 02.08.2020, 17:05
Benutzerbild von scheuck
scheuck scheuck ist offline weiblich
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Standard Schuhe

Zitat:
Zitat von fajo Beitrag anzeigen
... dann hat dir deine Mama wohl deine Puschen nie abgeschnitten..
Nein, hat sie nicht - Das eigene Entsetzen nach einem Vater-Tochter-Schuhkauf war jeweils so sicher wie das Amen in der Kirche, wobei meinen Vater "Zurechtweisungen" und Vorhaltungen ziemlich kalt gelassen haben.
Hätte sie meinen Puschen Gewalt angetan, wäre es sicherlich zu einem "beiderseitigen" Krach gekommen, vielleicht auch zu einer "Explosion" .
__________________
Herzliche Grüße und bleibt gesund!!!!!
Scheuck
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