#1  
Alt 20.01.2021, 17:00
Andrea963 Andrea963 ist offline
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Standard Paddel Marine 1. Weltkrieg

Hallo Liebe Ahnenforscherinnen und Ahnenforscher,


heute wende ich mich an euch mit einer zugegebenermaßen ungewöhnlichen Anfrage. Mein Urgroßvater Theodor Najel (Neyel) war im 1. Weltkrieg bei der Marine. Leider sind alle Unterlagen im 2. Weltkrieg vernichtet worden. Nun existiert aber noch ein Paddel mit folgender Aufschrift: Freiheit 1916, Parole Heimat, Th.Neyel, 14.-17.; B... in Sicht.
Ein Foto habe ich hochgeladen. Vielleicht weiß irgendjemand mehr darüber. Wer hat diese Paddel vergeben? Weshalb? Und wo?
Vielen herzlichen Dank für eure Unterstützung
Andrea
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  #2  
Alt 20.01.2021, 17:44
Moselaaner Moselaaner ist offline
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Hallo Andrea,
ich meine die Beschriftung Freiheit 1918 würde eher zutreffen. Dann ergibt es einen Sinn.
Parole Heimat bedeutet in der Soldatensprache das Ende der Dienstzeit. 1918 war der Krieg zu Ende. Marineangehörige konnten nun nach Hause kehren. Auf dem Paddel scheint eine der deutschen Nordseeinseln im Wattenmeer aufgemalt zu sein. Auch noch zu sehen, der heute noch erhaltene Leuchtturm Roter Sand in der Deutschen Bucht. Der Urgroßvater hat sich vermutlich dieses Paddel als Erinnerung an seine Heimkehr aus dem Krieg selbst gemalt.


Gruß
Moselaaner
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  #3  
Alt 20.01.2021, 21:02
Andrea963 Andrea963 ist offline
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Hallo Mooselaner,


vielen lieben Dank für die schnelle und auch interessante Antwort. Anscheinend hatte mein Urgroßvater dann ja einen gewissen Bezug zu dem Leuchtturm und zu einer der Inseln. Gab es denn da eine Schlacht in der Gegend? Helgoland?
Andrea
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  #4  
Alt 20.01.2021, 23:42
Moselaaner Moselaaner ist offline
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Hallo Andrea,
es muss doch sicherlich bei der mündlichen Überlieferung der Familiengeschichte irgend eine Information über den Militärdienst des Urgroßvaters geben. Jeder kleinste Hinweis kann weiterhelfen. Eine Seeschlacht bei Helgoland gab es. Es besteht aber kein Zusammenhang mit dem Paddel.


Gruß
Moselaaner
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  #5  
Alt 23.01.2021, 14:11
Andrea963 Andrea963 ist offline
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Hallo Moselaaner,


das ist ja leider die Crux an der Geschichte. ich habe meinen Uropa ja sogar als Kind noch gekannt, aber er hat nie etwas von seiner Vergangenheit erzählt weder über seine Herkunft noch etwas zum 1. Weltkrieg. Das einizige was ich eben weiß ist, dass er bei der Marine war und eben dieses Paddel. Auch die Anfrage bei der WASt hat leider nichts ergeben, weil die Unterlagen vernichtet wurden. So versuche ich nun auf andere Weise Licht ins Dunkle zu bekommen

Da du ja anscheindend einiges Wissen zm ersten Weltkrieg hast, würde ich dich gerne nochmals was fragen. Und zwar, weshalb wurde jemand bei der Mobilmachung für die Marine rekrutiert? Ich denke nicht, dass sich das jemand aussuchen konnte, weil er Lust hatte Matrose zu sein... Spielte da der Wohnort eine Rolle? Oder gewisse Fähigkeiten? Oder das Geburtsjahr? Mein Uropa ist 1895 geboren.

Danke nochmals für deine Unterstützung .
Andrea
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  #6  
Alt 23.01.2021, 14:59
Kasstor Kasstor ist offline männlich
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Hallo,

nach vermutlich ja deinem Stammbaum bei ancestry ist der Gute 1895 in Zürich geboren. Ist denn die Familie vor dem 1. Weltkrieg ins Reich verzogen?

Eine Insel ( wenn das denn eine sein soll ) mit diesem Umriss habe ich bisher weder in Nord- und Ostsee noch im Bereich der Kolonien entdeckt.
Für Batty, Betty, Botty habe ich auch nur Familiennamen gefunden; ok Betty könnte ja auch eine Liebste gewesen sein.

Frdle. Grüße

Thomas
__________________
FN Pein (Quickborn vor 1830), FN Hinsch (Poppenbüttel, Schenefeld), FN Holle (Hamburg, Lüchow?), FN Ludwig/Niesel (Frankenstein/Habelschwerdt) FN Tönnies (Meelva bei Karuse-Estland, später Hamburg), FN Lindloff (Altona, Lüneburg, Uelzen)
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  #7  
Alt 23.01.2021, 16:55
Moselaaner Moselaaner ist offline
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Registriert seit: 06.03.2013
Beiträge: 599
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Na ja, die Inseln im Wattenmeer unterliegen einer ständigen Veränderung durch Wellengang und Strömung. Vor 100 Jahren sahen die mit Sicherheit anders aus als heute. Die restliche Ungenauigkeit ist wohl der künstlerischen Freiheit geschuldet.
Zur Marine meldeten sich viele freiwillig aus dem gesamten Kaiserreich. Ein Wohnen an der Küste war dafür nicht erforderlich. Fanden sich nicht genügend Freiwillige wurden eben auch Wehrpflichtige eingezogen.


Gruß
Moselaaner
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