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  #11  
Alt 02.03.2021, 19:24
Benutzerbild von AlAvo
AlAvo AlAvo ist offline
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Hallo zusammen,

die Frage nach dem betreffenden Gymnasium dürfte sich erledigt haben. Eine sehr gute lettische Freundin, die ab und zu hier im Forum mitliest, schrieb mir nachfolgendes: Zitat:
"Ich habe das Gymnasium gefunden! Ich hatte schon so eine Vermutung, dass es nur das Draudsin-Gymnasium sein kann (Natālijas Draudziņas ģimnāzija). Mit 3 Rechtschreibefehlern kommt man von Draudsin zu Brandsil!!!
Das sagt die Lia Mara selbst in einem Gespräch mit dem Korrespondenten der Zeitung "Pedeja Bridi", 12.04.1927, Nr.36, Seite 10, 1. Spalte, Teilüberschrift, unten "biju tatschu Draudsin skolas".
Die Schule war damals wirklich berühmt, aber ein Gymnasium nur seit 1910."

Sie hofft, mit dieser Info ein wenig helfen zu können?

Da ja Lya Mara/Alexandra Gudowitsch/Lissy Gerdowitsch Halbwaise war, müsste sie eigentlich unter der Aufsicht des Rigaschen Stadt-Waisengerichts gestanden haben. Hierzu liegen umfangreiche Bestände im Lettischen Historischen Staatsarchiv in Riga. Es wundert mich, dass dies bei der erteilten Archivauskunft keine Rolle spielte.


Viele Grüße und viel Erfolg bei der weiteren Suche, auch aus Riga
AlAvo


Edit: Im Anhang befindet sich der Adresseintrag des Draudsin-Gymnasiums aus dem Rigaschen Adressbuch 1914, Seite/Spalte 259.
Weshalb keine Informationen über den Vater bei der Archivantwort vorgelegt wurden, hängt ggf. auch davon ab, wie diese Archivanfrage angelegt war und ob er darin genannt wurde? Allerdings gibt es leider auch Fälle, dass keine Unterlagen vorhanden sind, z. B bei Personen, die nicht in Riga geboren wurden und nur kurzzeitig in Riga lebten, deren Lebenszeit vor 1918 endete.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Draudsin Gymnasium Rigasches Adressbuch, Seite_Spalte 259 .jpg (38,6 KB, 8x aufgerufen)
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  #12  
Alt 03.03.2021, 14:10
Ginster Ginster ist offline
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Registriert seit: 07.10.2018
Beiträge: 4
Standard Lya Mara

Hallo,
nochmals herzlichen Dank in die Runde für die Infos. Dank der Auskunft von AlAvo bzw. der Freundin in Riga (ein besonderer Dank geht an beide und ein Gruß nach Riga) ließ sich ermitteln, welche Schule mit dem Brandsil-Gymnasium gemeint ist. Den Zeitungsartikel aus „Pedeja Bridi“ mit dem entsprechenden Beitrag wollte ich mir übersetzen lassen (der Fließtext des Artikels lässt sich kopieren). Doch leider versagen die von mir verwendeten Übersetzungstools. Das Ergebnis ist ein an Deutsch angelehntes Kauderwelsch. Wie und wo ließe sich dieser Artikel wohl einigermaßen verständlich übersetzen? Nun, wo die von Lya Mara besuchte Schule bekannt ist, stellt sich mir die Frage, ob sich entsprechende Akten (Personalakten, Zeugnisse etc.) zum relevanten Zeitraum (ca. 1905 bis 1910) erhalten haben. Käme hierfür auch das Lettische Staatsarchiv infrage? Wobei ich ergänzen möchte, dass Lya Mara selbst stets ein falsches Geburtsdatum angegeben hat, um – in der Filmbranche nicht unüblich - möglichst lange ‚jung‘ zu bleiben und entsprechende Rollen zu verkörpern. Sie wurde am 1.8.1893 und nicht – wie überall vermerkt bzw. im Internet zu lesen ist - am 1.8.1897 geboren.
Über die Mutter Mathilde Abulait habe ich kaum etwas ermitteln können. Ihr Mann Anton Gudowicz verstarb 1910 in Riga, Lya Mara ging um 1917 nach Warschau, erhielt ein Engagement als Balletttänzerin am Warschauer Staatstheater. Was die Mutter und die Geschwister betrifft, so heißt es im Lya Mara-Buch: „Inzwischen war der Krieg ausgebrochen. Mutter und Geschwister Lya Maras befanden sich in St. Petersburg und einer ihrer Brüder stand als russischer Offizier im Felde.“ (S.16). Ich überlege, ob sich eine Anfrage beim Archiv in St. Petersburg wohl lohnen würde. Habt Ihr Erfahrungen mit diesem Archiv gemacht?
Schöne Grüße, Ginster
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  #13  
Alt 03.03.2021, 15:19
Benutzerbild von AlAvo
AlAvo AlAvo ist offline
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Beiträge: 6.041
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Hallo Ginster,

vielen Dank für Deine sehr nette Rückmeldung und weiteren Informationen.

Bitte schön, es ist immer Freude helfen zu dürfen.

Ich verwende grundsätzlich zum Übersetzen den Yandex Translator, der egal in welcher Sprache, ganz ordentliche Ergebnisse liefert. Allerdings scheitert Yandex auch bei Alt-Lettisch, in dem auch dieser Zeitungsartikel und viele andere verfasst ist/sind. Selbst Letten haben oftmals Probleme beim Übersetzen.

Hinsichtlich entsprechender Akten (Personalakten, Zeugnisse etc.) ist das bereits von mir genannte Historische Lettische Staatsarchiv in Riga das Mittel der ersten Wahl, ergänzend hierzu die von mir bereits erwähnten anderen Archive.
Das richtige Geburtsdatum müsste Dir eigentlich vorliegen > Kirchenbücher der „Kirche Unserer Lieben Frau von den Schmerzen“ („Our Lady of Sorrows Church“)

So weit mir bekannt ist, sind generell die Hürden für Anfragen aus dem Ausland bei russischen Archiven ziemlich hoch. Anfragen nur in Russisch, ohne detaillierte Angaben zu gesuchten Personen, die entsprechenden Abteilungs- und Archivsignaturen, etc. besteht praktisch keine Aussicht auf eine Auskunft. Zur Sicherheit empfehle ich eine Anfrage in unserem Unterforum Russland, Galizien, Bukowina, Wolgaregion, Bessarabien Genealogie.


Viele Grüße
AlAvo
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  #14  
Alt 03.03.2021, 20:07
Marina Marina ist offline
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Beiträge: 735
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Zitat:
Zitat von Ginster Beitrag anzeigen
einer ihrer Brüder stand als russischer Offizier im Felde.“ (S.16). Ich überlege, ob sich eine Anfrage beim Archiv in St. Petersburg wohl lohnen würde.
Die Unterlagen aller Offizieren befinden sich in Moskau im Russischen Kriegs-Historischen Staatsarchiv. Sie brauchen nur den Familien-, Vor- und Vatersnamen zu nennen.

HG
Marina
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  #15  
Alt 06.03.2021, 14:45
Ginster Ginster ist offline
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Registriert seit: 07.10.2018
Beiträge: 4
Standard Lya Mara, Brandsil-Gymnasium

Hallo Marina,

vielen Dank für den Hinweis auf das Moskauer Militär-Archiv. Ich werde demnächst dort eine Anfrage stellen. Mal schauen, was dabei herauskommt.

Schöne Grüße, Ginster
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Stichworte
alexandra gudowicz , brandsil-gymnasium , riga

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