Zurück   Ahnenforschung.Net Forum > Ehemalige deutsche (Siedlungs-)Gebiete > Schlesien Genealogie
Hier klicken, falls Sie Ihr Kennwort vergessen haben.

Antwort
 
Themen-Optionen Thema durchsuchen Ansicht
  #11  
Alt 23.03.2018, 09:02
Jens Jens ist offline
Erfahrener Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 29.03.2008
Beiträge: 467
Standard

Schade eigentlich Danke Dir
Mit Zitat antworten
  #12  
Alt 24.03.2018, 14:56
Kleinschmid Kleinschmid ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 20.01.2013
Beiträge: 1.239
Standard

Viel kann ich hier zur Lösung nicht beitragen. Ich habe nur eine Vermutung, wie sich die Dinge abgespielt haben könnten.

Der Name Kasupke (auch Kasubke, Karsupke, Karsubke) war doch eher selten in Schlesien anzutreffen. Sicher stammte er aus Ostniederschlesien. Ich nenne hier die Kreise Wohlau, Militsch und Trebnitz und dann weiter bis in die Provinz Posen.

1908 u. 1909 konnte ich Wilhelm K. nicht in Breslau u. der näheren Umgebung nachweisen. 1911-1912 finden wir ihn in Oswitz, einem kleinen Vorort von Breslau u. direkt an der Oder gelegen. Dort kommt am 23.11.1911 (STA Rosenthal/157) seine Tochter Frieda (Martha) auf die Welt. Getauft wurde sie am 12. Dezember in der für den Ort zuständigen ev. Pfarrei der Erlöserkirche in Breslau (Tr Erlöserkirche 1899-1918 ohne Eintrag für Kasupke!). Wir erfahren dabei, daß Wilhelm evangelisch und seine Frau Emma Brauer katholisch waren. Einziger Taufzeuge war eine Frau Pauline Baltner (katholisch), Arbeiterin aus Heinzendorf im Kreis Wohlau. 1914 fehlt er in Oswitz wie in Breslau-Stadt. 1918 wohnte er dann bereits in Breslau, Lange Gasse 70. Dies blieb so bis 1940. 1941-1943 finden wir ihn in der Einundfünzigerstr. 70. Beide Adressen gehörten zum STA I und ev. zur Pfarrei St. Barbara. Leider blieben von St. Barbara kaum KB erhalten. In den Bg von 1938 bis 1945 fehlt Wilhelm und seine Frau. Beide könnten daher das Ende überstanden haben und wurden dann vertrieben. Während der ganzen Zeit war Wilhelm als Schiffsbauer tätig. In Breslau gab es da nur die Breslauer Schiffbaugesellschaft und mehrere kleine Bootsbauer. Interessant sind nun einige Adreßbucheinträge, die bspw. 1941-1943 neben Wilhelm noch einen Richard und einen Walter (Paul) (oo 27.6.1936 Margarethe Meier) als Schiffsbauer nachweisen. Der seltene Name und der Beruf weisen hier natürlich eindeutig auf Verwandschaft hin - vermutlich waren es also zwei Söhne Wilhelms. Früher kam es oft vor, daß die Kinder die Namen der Vater- bzw. Mutter-Geschwister erhielten. Der Richard bspw. könnte also den Namen von Wilhelms Bruder bekommen haben. Tatsächlich findet sich ein Richard Kasupke in Breslau:
Richard (Paul Carl) Kasupke, Kriegsgefangener im Ersten Weltkrieg, Tischler, * 6.6.1877 Breslau, + 21.4.1935 Breslau, So.d. Chrstine Kasupke (1909 verwit. Tischler Reichelt aus Dyhernfurt, Krs. Wohlau), oo 26.6.1909 oo Maria Werner, Näherin.

Meine Vermutung:
Wilhelm war ebenfalls ein unehelicher Sohn der Christine, die später einen Tischler Reichelt in Dyhernfurt heiratete. Wilhelm wuchs dort auf, lernte die Emma Brauer aus Heinzendorf, Krs. Wohau kennen, heiratet sie in der dortigen kath. Kirche (STA Thiemendorf) um 1909/10 und verzog die Oder aufwärts nach Oswitz, wo er als Schiffsbauer tätig war. Während des Ersten Weltkriegs lebte Emma als Untermieterin in Breslau, 1918 kehrte Wilhelm aus dem Krieg zurück und bezog die Wohnung in der Langen Gasse 70.

Läßt sich denn nicht Wilhelms Sterbeurkunde beschaffen?

Geändert von Kleinschmid (25.03.2018 um 17:53 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #13  
Alt 24.03.2018, 15:12
Benutzerbild von scheuck
scheuck scheuck ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 23.10.2011
Beiträge: 3.999
Standard Kasupke

Zitat:
Zitat von Kleinschmid Beitrag anzeigen
... 1918 wohnte er dann bereits in Breslau, Lange Gasse 70. Dies blieb so bis 1940. 1941-1943 finden wir ihn in der Einundfünzigerstr. 70. Beide Adressen gehörten zum STA I und ev. zur Pfarrei St. Barbara. .... Beide könnten daher das Ende überstanden haben und wurden dann vertrieben.
Hallo,

spinnen wir doch diesen plausiblen Faden mal weiter ...

Auch meine Breslauer tauchen in den Adressbüchern 1941 und 1943 noch auf; nach 1945 findet man zwei der drei Breslauer in der Namensliste vertriebener Breslauer wieder.
Vielleicht sollte man "Liisa" bitten, mal einen Blick zu werfen?
__________________
Herzliche Grüße und bleibt gesund!!!!!
Scheuck
Mit Zitat antworten
  #14  
Alt 24.03.2018, 15:19
Benutzerbild von Weltenwanderer
Weltenwanderer Weltenwanderer ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 10.05.2016
Beiträge: 3.469
Standard

Hallo,

ich werfe mal einen Zufallsfund zu KASUPKE aus Kanth (Kąty Wrocławskie). Diese Antonie KASUPKE wurde in Kanth geboren. Vielleicht eine Spur?

LG,
Weltenwanderer
__________________
Kreis Militsch: Latzel, Gaertner, Meißner, Drupke, Mager, Stiller
Kreis Tarnowitz / Beuthen: Gebauer, Parusel, Michalski, Wilk, Olesch, Blondzik, Kretschmer, Wistal, Skrzypczyk, von Ziemietzky, von Manowsky
Brieg: Parusel, Latzel, Wuttke, Königer, Franke
Trebnitz: Stahr, Willenberg, Oelberg, Meißner, Latzel
Kreis Grünberg / Freystadt: Meißner, Hummel

Mein Stammbaum bei GEDBAS
Mit Zitat antworten
  #15  
Alt 24.03.2018, 22:29
Maschenka Maschenka ist offline
Benutzer
 
Registriert seit: 01.06.2008
Ort: Hamburg
Beiträge: 99
Standard

Zitat:
Zitat von Jens Beitrag anzeigen
Steht bei dem Flensburger Sterberegister auch ein Geburtsort?
Im Register selber wird vermutlich der Geburtsort stehen, zumindest in der Sterbeurkunde meines Vaters von 2016 ist der Geburtsort erfaßt. Als ich neulich im Stadtarchiv war, sagte man mir, daß Fotokopien möglich seien, aber bei den Personenstandsurkunden nur beglaubigt zum Preis von 12 € pro Stück.

Ich weiß nicht, ob die Angestellten so nett wären, dir den Geburtsort telefonisch durchzugeben, aber du könntest es versuchen.

Wenn es nicht dringend ist, dann denke ich, daß ich im Laufe des nächsten halben Jahres mal wieder in Flensburg bin und vielleicht auch an einem Wichentag, an dem das Stadtarchiv geöffnet ist. Dann schaue ich gerne für dich nach.
__________________
Kirchliche Handlungen in Strehlen 1834-1846 durchsuchen: http://www.gunde.de/genealogie/texte...en-zeitung.php
Mit Zitat antworten
  #16  
Alt 25.03.2018, 08:36
Kleinschmid Kleinschmid ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 20.01.2013
Beiträge: 1.239
Standard

Zitat:
Zitat von monika huntemann Beitrag anzeigen
Flensburg Sterbekarteikasten 1874- 1982
Friedrich Wilhelm Kasupke * 9.2.1902
Nein, ein 1902er Friedrich Wilhelm paßt hier nicht. Unser war vor 1911 bereits verheiratet. Auch sein vermeintlicher Bruder Richard heiratete 1909.
Ein Nachtrag zu oben: Die Christiane Kasupke (1849-1917) war mit einem Karl Reichelt, Tischlermeister (*9.12.1848) verheiratet [myheritage].
Mit Zitat antworten
  #17  
Alt 25.03.2018, 10:42
Jens Jens ist offline
Erfahrener Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 29.03.2008
Beiträge: 467
Standard

Hallo zusammen, vielen Dank für eure zahlreichen Informationen.
Leider habe ich zu Karl Friedrich Wilhelm Kasupke keine Daten. Es ist nur gesichert, das er mit Anna Emma Brauer verheiratet war und das Sohn Willi 1924 in Breslau geboren wurde. Mit der Heiratsurkunde wollte ich an die Geburtsdaten kommen.
@Kleinschmid, wo hast Du diese vielen Fakten her? Das klingt ja nach einem ganzen Lebenslauf? War das ein Schreibfehler mit dem Namen der Frau (Bauer)? Meine gesuchte Frau hieß Anna Emma Brauer. Der Sohn Willi wurde nach dem Krieg in der Lausitz (Finsterwalde) sesshaft.

Gruß, Jens
Mit Zitat antworten
  #18  
Alt 25.03.2018, 17:53
Kleinschmid Kleinschmid ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 20.01.2013
Beiträge: 1.239
Standard

Die Angaben stammen von Ancestry bzw. dem SA Breslau, das die ev. KB der Erlöserkirche online gestellt. hat.

Ich würde in jedem Fall den Schwerpunkt zunächst auf die Sterbeurkunden von Wilhelm u. Emma legen. Wie bereits angemerkt, bietet hier im Forum jemand an, die neuen Adressen der vertriebenen Breslauer zu suchen - siehe hier.. Oder man fragt im Lastenausgleichsarchiv in Bayreuth nach: Hatte die Familie Kasupke einen Lastenausgleich gestellt oder findet sie sich in den Heimatsortskarteien?
Mit Zitat antworten
  #19  
Alt 25.03.2018, 18:50
Jens Jens ist offline
Erfahrener Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 29.03.2008
Beiträge: 467
Standard

Hallo Kleinschmid, leider kann ich nicht viel zu der Familie sagen. Bin dort erst am Anfang. Durch Adoption habe ich leider nie Kontakt zur Familie gehabt. Ich weiß auch nichts zum Verbleib von Emma und Wilhelm. Gesichert ist eben nur der Willi, welcher 1924 in Breslau geboren wurde und 1979 in Finsterwalde verstarb. Bin da auch ehrlich gesagt ohne Plan, wie ich an die sterbeurkunden der beiden kommen kann da ich nicht weiß wo sie geblieben sind. Deine Daten sind für mich aber Gold wert. Hast du einen Link für mich wo ich die Unterlagen aus Breslau einsehen kann?
Gruß Jens
Mit Zitat antworten
  #20  
Alt 26.03.2018, 09:05
Kleinschmid Kleinschmid ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 20.01.2013
Beiträge: 1.239
Standard

Anbei Friedas Taufeintrag. Die Abfrage der Breslauer Zeitung läuft ja bereits. Dann würde ich trotzdem noch in Bayreuth anfragen.

Der Wilhelm wurde vielleicht um 1886 geboren (25 Jahre alt bei Friedas Geburt in Oswitz). Falls er Breslau überlebt haben sollte, starb er vielleicht um 1950. Jedenfalls wird seine Sterbeurkunde frei zugänglich sein. Wir müssen eben abwarten, ob sich sein erster Wohnort nach der Vertreibung feststellen läßt.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg 1911Erlöser.JPG (20,0 KB, 13x aufgerufen)
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu

Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 12:21 Uhr.