Zurück   Ahnenforschung.Net Forum > Allgemeine Diskussionsforen > Aktuelle Umfragen
Hier klicken, falls Sie Ihr Kennwort vergessen haben.

Hinweise

Umfrageergebnis anzeigen: Was ist Ihr Schwerpunkt in der eigenen Forschung?
Vater- bzw. Stammlinie: Abstammungslinie, die nur über Männer bzw. Väter führt 44 24,04%
Mutterlinie: Vorfahrenschaft eines Probanden in der mütterlichen Linie 24 13,11%
Namenslinie: Alles zu einem (oder einigen wenigen) Familiennamen 29 15,85%
Vorfahren eines Probanden 64 34,97%
Nachfahren eines Probanden 10 5,46%
Sippenverband: alle Verwandten eines Probanden 69 37,70%
"Alles": Bevölkerungsgruppen, OFBs, etc. 28 15,30%
Multiple-Choice-Umfrage. Teilnehmer: 183. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen

Thema geschlossen
 
Themen-Optionen Thema durchsuchen Ansicht
  #11  
Alt 25.05.2008, 02:04
Benutzerbild von Hintiberi
Hintiberi Hintiberi ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 26.09.2006
Ort: Paderborn, Westf.
Beiträge: 1.053
Standard

Hallo Florian,

ich kann mich Uschi nur anschließen!
Wie wichtig letzten Endes auch die Erforschung der Nebenlinien sein kann, erweist sich nur manchmal erst später.

Geschichten, die sich um Personen ranken, werden zu Familien-Geschichten und damit zur Familiengeschichte, warum diese verschweigen, nur weil nicht die direkten Vorfahren sie erlebten, sondern ein Cousin oder Onkel.

Weniger ist in der Familienforschung niemals mehr, ganz sicher nicht:
Je mehr Daten, je mehr Informationen man zu einzelnen Personen sammeln kann, umso besser lassen sich Lücken schließen.

Ein Beispiel:
Eine meiner Urururgroßmütter, Catharina Hillebrand, heiratete 1843 mit 40 Jahren meinen Urururgroßvater.

Aus dem Heiratseintrag ging nur hervor, daß sie verwitwet war.
Die erste Ehe konnte ich im Kirchenbuch nicht finden, wohl aber den Sterbeeintrag des ersten Mannes: Franz Steinweg.

Ich fand zudem einen Taufeintrag eines Sohnes, der im Kindesalter starb; hier wurde erwähnt, daß Catharina Hillebrand aus Leiberg stammte. Daraufhin schaute ich mich in den dortigen Kirchenbüchern um, und tatsächlich: 1827 fand ich dort die erste Heirat eingetragen.
Interessant war für mich bei diesem Eintrag auch, daß der Ehemann zwar Steinweg hieß, aber Hagen genannt wurde - und Hagen habe ich auch unter meinen direkten Voirfahren. Somit konnte ich dann tatsächlich auch eine verwandtschaftliche Verbindung zu Franz Steinweg über meine Hagenlinie finden.

Je weiter Du (besd. in kleineren Orten) mit den Forschungen voranschreitest, desto deutlicher wirst Du erkennen, daß im Grunde jeder mit jedem über etliche Linien verwandt ist...

Sowas findest Du niemals heraus, wenn Du die Nebenlinien beiseite läßt - viele Ereignise und Vorgänge lassen sich nur klären, wenn man auch auf die weitere Verwandtschaft ein Auge hält.

Viele Grüße
-Jens
  #12  
Alt 25.05.2008, 09:07
emma2412 emma2412 ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 12.10.2007
Ort: Österreich
Beiträge: 457
Standard

Genau so wie Uschi und Jens das umschreiben, habe ihc das erlebt. Erst du die ganzen Nebenlinien kommt man oft einen SChritt weiter. Das ist spannend und sehr interessant.

Ich komme in einer Linie aus einem kleinen steirischen Markt. Meine direkte Linie hat leider im Krieg dort hat leider im WEltkrieg den ganzen Besitz verloren und musste in die Großstadt ziehen. Aber heute bin ich dort mindestens mit dem halben Dorf verwandt, also Menschen, die den gleichen Urahn wie ich haben. Wir waren schon mehrmals dort, durften viel ansehen an Gebäuden, was noch stand, wir haben tolle Gespräche geführt und sooo viel erfahren, von Nebenlinienangehörigen. Einfach toll.

Auch wenn es oft sehr viel Arbeit ist.

Ich muss aber auch sagen, dass ich, je weiter die Linie weg ist und je schwieriger es im Archiv ist (400 km fahren, damit ich drei Bücher einsehen darf ..), desto mehr versuche ich mich, auf die direkte Linie zu konzentrieren, stecke dann aber dabei oft fest.
  #13  
Alt 25.05.2008, 10:04
Benutzerbild von Friedrich
Friedrich Friedrich ist offline männlich
Moderator
 
Registriert seit: 02.12.2007
Beiträge: 10.583
Standard Forschungsschwerpunkt

Ich kann mich denen nur anschließen, die Wert auf die Nebenlinien legen. Auch wenn es manchem vor allem auf die Vorfahren ankommen sollte, oder bestimmte Sippen: Das, was man über diejenigen Nebenlinien erfährt, die nicht unbedingt im Mittelpunkt der Forschungen stehen, ist dann immerhin schonmal da. Sollten die Nachkommen wirklich kein Interesse haben, so sind es vielleicht andere (z.B. hier im Forum ). Und sollten die Ergebnisse wirklich verloren gehen und keinen mehr zur Verfügung stehen: Ohne Forschungen täten sie das sowieso nicht!

Man muß eben in der Genealogie damit rechnen, daß von der eigenen Leistung nach einem nichts mehr bleibt: Aber das zunehmende Interesse sollte uns doch hoffnungsvoll stimmen.

Sonntäglichen Gruß Friedrich
__________________

"Bärgaf gait lichte, bärgop gait richte."

(Friedrich Wilhelm Grimme, Sauerländer Mundartdichter)
  #14  
Alt 25.05.2008, 10:52
gudrun gudrun ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 30.01.2006
Beiträge: 3.275
Standard RE: Forschungsschwerpunkt

Hallo,

man kommt oft nur über den Umweg über die Geschwister und angeheirateten Leuten an Informationen über die direkte Linie. Oder man kann plötzlich ein Familienrätsel dadurch lösen.
Ich wußte, daß ein Nachbar meines Schwagers ein angeheirateter Verwandter sein mußte. Bisher hat es immer geheißen, wir wissen nichts. Jetzt kam durch eine Frage raus, daß er doch einiges über die Familiengeschichte wußte. Er erzählte mir, daß die Großmutter seines Schwiegervaters in Gantenham aufgewachsen ist und diese Frau war die Schwester meiner Urgroßmutter.
Es waren 4 Schwestern und 2 Brüder, die nach dem Tod der Mutter in der Verwandtschaft verteilt wurden. Franziska (meine Urgroßmutter) kam auf den Hof der Urgroßeltern, Therese wurde von der Großmutter aufgezogen. Bei der Just geben die Nachkommen keine Auskunft aus der Familiengeschichte und jetzt habe ich den Aufenthalt von Anna Maria erfahren. Sie war bei einer Tante ihres Vaters.
Das beste ist, ich kenne den Nachfahren seit 30 Jahren, da die Cousine meines Mannes dort eingeheiratet hat.
Also, alles erforschen und aufschreiben, was man erfahren kann. Die Lösung kann auch nach 30 Jahren noch zu erfahren sein.

Viele Grüße
Gudrun
  #15  
Alt 25.05.2008, 12:37
roi roi ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 15.11.2006
Ort: Münsterland
Beiträge: 377
Standard

Mir sind auch die Lebensumstände meiner Vorfahren wichtig. Durch die Nebenlinien erfahre ich eine Menge über die gesellschaftliche Struktur, in der sie gelebt haben, seien es bäuerliche Dorfgemeinschaften oder Kaufmannsfamilien in großen Städten.
Durch die Nebenlinien bin ich fast jedes Mal auf ein Netz aus Heiratsverbindungen verschiedener Familiengruppen gestoßen, die mir sonst sicher entgangen wären, aber für das Zustandekommen der Ehen meiner direkten Vorfahren sicher eine große Rolle gespielt haben.
Ich verfolge die Nebenlinien nicht bis zum Geht-nicht-mehr, aber sie sind mir doch wichtig.
Im Übrigen komme ich mit einigen Familien eben sehr weit und bei anderen ist wegen fehlender Tauf- oder Traueinträge schon um 1800 Schluss.
  #16  
Alt 25.05.2008, 15:37
Benutzerbild von AlAvo
AlAvo AlAvo ist offline
Moderator
 
Registriert seit: 14.03.2008
Beiträge: 5.828
Standard RE: Welches ist euer Forschungsschwerpunkt?

Hallo Emma,
hallo zusammen,

ich versuche über meine Familienhistorie alles und soviel, als nur möglich, zu erhalten. Inklusive aller Nebenlinien, Lebensumstände, der ein- und angeheirateten Familien (bis dato 160) sowie dazu gehörige Dokumente aller Art.

Aufgrund der Fruchtbarkeit vieler dieser Altvorderen, kann ich allerdings nicht mehr von einem Ahnenbaum reden, sondern das Gebilde gleicht eher einer dichten Hecke!

Die entsprechenden Informationen (oftmals sind die Quellen und Resultate auch reine Zufälle) versuche ich über Archive, bekannte und befreundete Heimat- und Ahnenforscher sowie dieses großartige Foum, zu erhalten.

Ich hatte, durch das Zusammenspiel der o. g. Möglichkeiten, das große Glück binnen sechs Monaten, die vermutlich größte existierende Datensammlung (bin nicht der Einzige) der (Zirkus-Familie Renz) zu erstellen.

Der Aufwand ist sicher erheblich, jedoch gemessen am Ergebnis gering und lohnenswert!

Gruß
AlAvo
__________________
Mitglied der Lettischen Kriegsgräberfürsorge (Bralu Kapi Komiteja)

Zirkus- und Schaustellerfamilie Renz sowie Lettland

Meine Alben (werden ständig erweitert)



Reisenden zu folgen ist nicht einfach, um so mehr, wenn deren Wege mehr als zweihundert Jahre zurück liegen!


  #17  
Alt 25.05.2008, 17:47
Benutzerbild von Michael
Michael Michael ist offline
Moderator
 
Registriert seit: 02.06.2007
Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 4.916
Standard

Zitat:
Original von roi
Mir sind auch die Lebensumstände meiner Vorfahren wichtig. Durch die Nebenlinien erfahre ich eine Menge über die gesellschaftliche Struktur, in der sie gelebt haben, seien es bäuerliche Dorfgemeinschaften oder Kaufmannsfamilien in großen Städten.
Durch die Nebenlinien bin ich fast jedes Mal auf ein Netz aus Heiratsverbindungen verschiedener Familiengruppen gestoßen, die mir sonst sicher entgangen wären, aber für das Zustandekommen der Ehen meiner direkten Vorfahren sicher eine große Rolle gespielt haben.
Ich verfolge die Nebenlinien nicht bis zum Geht-nicht-mehr, aber sie sind mir doch wichtig.
Im Übrigen komme ich mit einigen Familien eben sehr weit und bei anderen ist wegen fehlender Tauf- oder Traueinträge schon um 1800 Schluss.
Hallo,
ich schließe mich der Antwort von roi an.
Der Forschungsschwerpunkt wird davon bestimmt, was noch erhalten ist.
Wenn ich nur die väterliche oder nur die mütterliche Seite erforschen würde, hätte es wohl nicht mehr viel mit Genealogie zu tun. Zumindest ist mir niemand bekannt, der sich nur für einen Elternteil interessiert.

Ich vermute, daß die Frage darauf zielt, ob sich jemand nicht nur mit der persönlichen Ahnenforschung, sondern auch mit der Erstellung von Ortsfamilienbüchern, Kirchenbuchverkartungen, Chroniken zu bestimmten Nachnamen usw. beschäftigt.
__________________
Viele Grüße
Michael
  #18  
Alt 25.05.2008, 18:40
emma2412 emma2412 ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 12.10.2007
Ort: Österreich
Beiträge: 457
Standard

Zitat:
Ich vermute, daß die Frage darauf zielt, ob sich jemand nicht nur mit der persönlichen Ahnenforschung, sondern auch mit der Erstellung von Ortsfamilienbüchern, Kirchenbuchverkartungen, Chroniken zu bestimmten Nachnamen usw. beschäftigt.
@ Michael
Nein, die Frage zielt nicht unbedingt danach. Mir geht es um die persönlichen Zielsetzungen (weil ich mich grad mal wieder frage, ob ich ob der ganzen Archivierungsarbeit ein bisserl verrückt bin oder ob es noch andere gibt .. *lach)

Beim besuch diverser Gen-Webseiten (ich stöbere gerne auf solchen rum), fiel mir im Gegensatz zur hier bisher überwiegend vertretenen Meinung auf, dass nicht wenige zB nur nach ihrem Familiennamen (Vaterlinie) forschen. Dabei - so finde zumindest ich - ist doch gerade diese recht 'störanfällig'. Ich glaube, nur zwei Seiten habe ich bisher gefunden, die sich auch mit der so interessanten Mutterlinie befassen.

Wenn man aber das Glück(?) hat, einen recht seltenen Nachnamen in der Ahnenliste zu haben, dann suche ich dazu bei sich bietender Gelegenheit auch CHroniken etc. ab und notiere mir das.
  #19  
Alt 25.05.2008, 19:25
Benutzerbild von Hintiberi
Hintiberi Hintiberi ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 26.09.2006
Ort: Paderborn, Westf.
Beiträge: 1.053
Standard

Hallo Emma,

Zitat:
Beim besuch diverser Gen-Webseiten (ich stöbere gerne auf solchen rum), fiel mir im Gegensatz zur hier bisher überwiegend vertretenen Meinung auf, dass nicht wenige zB nur nach ihrem Familiennamen (Vaterlinie) forschen. Dabei - so finde zumindest ich - ist doch gerade diese recht 'störanfällig'. Ich glaube, nur zwei Seiten habe ich bisher gefunden, die sich auch mit der so interessanten Mutterlinie befassen.

Wenn man aber das Glück(?) hat, einen recht seltenen Nachnamen in der Ahnenliste zu haben, dann suche ich dazu bei sich bietender Gelegenheit auch CHroniken etc. ab und notiere mir das.

mein Nachname ist schon recht selten und diese Linie konnte ich bis ca. 1786 in Ahaus zurückverfolgen. Dort sind leider viele wichtige Quellen im 2. Weltkrieg zerstört worden, sodaß ich momentan auch über diese Generation nicht weiterkomme.

"Vor Ort" lassen sich im Grunde nur die beiden Linien meiner Großmütter zurückverfolgen, sodaß das Hauptaugenmerk meiner "eigenen" Forschungen zunächst auf diesen Linien liegt.

Schon seit Beginn meiner Forschungen im Archiv hat mich die Linie meiner Oma mütterlicherseits am meisten fasziniert, an dieser Linie arbeite ich sehr intensiv.
Auch hier habe ich das Problem, daß ich über 1770 kaum hinauskomme, da die Kirchenbücher entweder verbrannt sind oder riesige Lücken aufweisen.


Was die Familiennamen angeht, kann ich den in vielen Linien glatt vergessen:
Hier in der Region waren und sind Hofnamen noch weit verbreitet, und oft finde ich nach einigen Generationen heraus, daß der angebliche Familienname doch wieder ein Hofname gewesen war...
Den Bruder meiner Oma, der viel auf "seinen" Familiennamen gab, und auch überzeugt war, diesem wäre früher ein "von" vorangegangen, mußte ich auch schon "enttäuschen"!

Liebe Grüße
-Jens
  #20  
Alt 25.05.2008, 20:21
roi roi ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 15.11.2006
Ort: Münsterland
Beiträge: 377
Standard

Da geht es mir genau wie Jens. Ich habe auch einen sehr seltenen Nachnamen und mein Vater und mein Opa sind genauso vorgegangen: sie haben nur diesen Namen - allerdings in voller Breite - verfolgt und die ganzen Mütterlinien mehr oder weniger außer acht gelassen.
Als Frau und Mutter kann mich sowas natürlich nicht befriedigen, mir sind die Mütter mindestens so wichtig wie die Väter. Wenn mein Vater - die Familie kam ursprünglich aus Brandenburg - hier im Münsterland geforscht hätte, wäre er mit der Idee nach Namen zu forschen, auch nicht weit gekommen. In meiner mütterlichen Familie, die zum überwiegenden Teil aus Bauern besteht, haben wegen der Hofnamen die Familiennamen der Männer fast genauso fäufig gewechselt wie die der Frauen. Da mir der Name nicht so wichtig ist wie der Rest, macht mir das nichts aus. Es macht die Forschung nicht direkt einfacher, aber man lernt sehr schnell, wie man suchen muss.
Ich glaube, die meisten Familienforscher suchen ja alle Vorfahren und damit natürlich auch viele verschiedene Namen, aber es gibt schon noch welche, die nur den eigenen Namen suchen...
Thema geschlossen

Lesezeichen

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Was sollte euer Ahnenforschungsprogramm können? honkytonk Erfahrungsaustausch - Plauderecke 11 11.03.2011 00:45
Euer frühestes Datum/Ereignis Stefan Wessel Aktuelle Umfragen 70 03.02.2009 16:47

Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 11:52 Uhr.