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  #11  
Alt 30.11.2009, 14:32
Christiaan H. Christiaan H. ist offline
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Vielen Dank für diese Information,

Die Geschichte von diesem Hof war mir schon zum Teil bekannt, diese wird auch in beschrieben in:
BRUCH, R. vom, 1930 (Nachdruck 1965). Die Rittersitze des Fürstentums Osnabrück. H. Th. Wenner, Osnabrück.
Siehe auch:
http://wiki-de.genealogy.net/Voss_%2...%29#G.C3.BCter
Gut Hamm(×), (auch Voßhamm, Vosshagen oder Hammerhof genannt) zu Nortrup (Seit 1977 steht das Erbwohnhaus im Cloppenburger Museumsdorf, nicht wieder aufgebaut). In Besitz von 1584-1666 (Vom Bruch; 1930, S. 351, zu Hoene, 1999; S.50 - Lkr. Osnabrück, Nds.).

Neu war für mich allerdings das die Familie Voss-Diek erst 1617 offiziell zum Adel gerechnet wurde. Witzigerweise wurde ungefähr zur selben Zeit auch die Familie Voss zur Münte anerkannt (bzw. ca. 1647 wurde die Stiftsfähigkeit bestätigt; In: Neubert-Preine, 2006, S.23 ). Bisher dachte ich das gerade die Familie Voss-Münte damit relativ spät war, da diese ursprünglich nur eine Beamtenfamilie gewesen sein soll. Allerdings so vermute ich wird diese Periode wohl eher typisch für die meisten Offizialisierungen/Festlegungen des niederen Adels in Nordwestdeutschland und den Niederlanden gewesen sein.

Übrigens das ist mehr eine allgemeine Frage auch an andere potenzielle Leser/Interessierte:

Stammen von der Familie Voss-Quakenbrück (sowohl Mundelburg, Diek, Böckel usw) auch bürgerliche Linien? Hab bis jetzt noch keine Zeit gefunden um im Osnabrücker Archiv die umfangreiche Sammlung von dem Hermann Holthusen einzusehen der auch diesen Stammbaum eingehend erforscht haben soll. Kann ja sein das jemand diese Sammlung schon mal eingesehen hat.

Von der Familie Voss-Mundelnburg/Bakum bin ich mir ziemlich sicher, dass es einen solchen Zweig gab. Zum Beispiel lebte in Bakum einen Jurist namens, Johannes Hilmar Voss der verheiratet war mit einer Anne Marie Arkenstette. Zu beachten sind auch die Vornamen der Kinder die, wie ich vermute, von den Großeltern stammen könnten.
http://gw5.geneanet.org/index.php3?b...+hilmar;n=voss

Vergleiche dazu die Namen der anerkannten biologischen Tochter von Johann Friedrich v. Voss ( dieser nannte sich auch hochdeutsch Fuchs): Gustava Anna Voß und I. Bernhard Arkenstette.
http://gw5.geneanet.org/index.php3?b...nna;n=von+voss


Da parallele Verehelichungen von mehreren Geschwistern binnen zwei Familien früher nicht ungewöhnlich gewesen sind, lässt es sich nicht aus ausschließen das Johann Friedrich v. Voß mehrere uneheliche Kinder gehabt haben könnte. Das merkwürdige an der ganzen Sache ist, dass anscheinend nur Gustanna von ihrem Vater legitimiert worden ist und ihr (mutmaßlicher) Bruder wohl nicht.

Hatte dieser von dem hochverschuldeten Erbe seines "Verwandten" abgesehen oder wurde er vielleicht wie Gustanna vom einflußreichen Erbkämmerer v. Galen massiv unter Druck gesetzt? Für weitere Informationen lese man:
http://books.google.de/books?id=Ti8C...age&q=&f=false

Nur so 'ne Idee, wer mehr weiss... kann mir ja mailen. Hilft mir wahrscheinlich nicht unbedingt weiter mit meiner Familie, ist aber ein sehr lesenswertes Beispiel in wie weit sich diese soziale Schicht versuchte abzugrenzen von unerwünschten Neuzugängen; wobei (Un-)ebenbürtigkeit der Eltern eine noch sehr große Rolle spielte auch der Mutter. Es galt in solchen Fällen meist, dass das Kind den jeweils niederigen Status eines Elternteils erbte. Konkret heißt das wenn zB die Mutter oder der Vater Bauer gewesen ist, wurden die Kinder halt "nur" Bauern, auch wenn diese das adelige Erbe übernahmen. Aussnahmen galten in der Hinsicht wohl nur für die reicheren bürgerlichen Familien die ihre Töchter mit Adeligen verheirateten aber dafür auch Geld mit in die verarmte, adelige Familie brachten. Auch eingeheirateten Schwiegersöhnen bürgerlicher Herkunft gönnte man einen Rittersitz eher als einen einfachen Bauern oder einfachen Arbeiter. Dieses wird wohl von Region zu Region und Periode zu Periode verschieden ausgeprägt gewesen sein.

mit freundlichen Grüßen
Christiaan

Geändert von Christiaan H. (30.11.2009 um 19:05 Uhr) Grund: link verbessert
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  #12  
Alt 03.12.2009, 21:07
Kris Kris ist offline weiblich
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Hallo Christiaan!

Ja, leider ist der Ursprung der Informationen nicht mehr zu ermitteln. Schade.
Aber vielen Dank für den Link zum walisischen Namen. Das würde wunderbar passen!

In der Hiller Kirche werde ich mal nachschauen, vielleicht habe ich schon zwischen Weihnachten und Neujahr dazu Gelegenheit. Die Kirche wurde zwar auch mal renoviert, aber nicht vollkommen auf den Kopf gestellt. ;-)
Ich dürfte also eine gute Chance haben, das Wappen zu finden - sollte es dort angebracht worden sein.
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Vielen Dank und viele Grüße,
Kris
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  #13  
Alt 04.12.2009, 19:01
Christiaan H. Christiaan H. ist offline
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Das wäre nett

Hab übrigens noch Literaturverweise finden können in dem Walter Gronow genannt wird.:Wolter Gronow oo Elisabeth Scherz (geb Voß) im Jahr 1559.

Historisch-geografisch-statistische Beschreibung der Grafschaften Hoya und Diepholz mit den Ansichten der sämtlichen Kirchen und Kapellen beider Grafschaften. Nach den Quellen bearbeitet von H. Gade.
(Bd. 2), Hoffmann, Nienburg 1901; Faksimile-Nachdruck: Günzel, Diepholz 1974; Verlag Walter Leseberg, Nienburg 1981;Seite:563 ISBN 3-920244-09-5

Und in diesem Buch S. 200:
Titel: Vaterländische Geschichten und Denkwürdigkeiten der Vorzeit, mit vielen Abbildungen ...: der Lande Braunschweig und Hannover, grösstentheils, wie dieselben vor 200 Jahren sich darstellten ...
Band 2 von Vaterländische Geschichten und Denkwürdigkeiten der Vorzeit, mit vielen Abbildungen...: Der Lande Braunschweig und Hannover, Grösstentheils, wie dieselben vor 200 Jahren sich darstellten, Wilhelm Görges. Autoren: Wilhelm Görges, Verein braunschweigischer und hannoverscher Geschichtskundiger. Herausgeber: Wilhelm Görges Verlag: F.M. Meinecke, 1844

http://books.google.de/books?id=6DwD...age&q=&f=false

mit freundlichen Grüßen
Christiaan
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  #14  
Alt 22.12.2009, 14:27
Kris Kris ist offline weiblich
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Und ich bin durch ein Telefonat wieder auf etwas gestoßen worden, was mir entfallen war.

Ich hatte mich eigentlich gewundert, dass diese Familie Voss aus Diepholz in der Hiller Kirche verewigt sein sollte - aber, voila, sie war in Hille ansässig:

Der heutige Reimlers Hof (http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Hille2.jpg), früher von Oeynhausener Hof, war davor der Vossenhof (irgendwann 1600nochwas).
Ganz in der Nähe bin ich aufgewachsen. Vom Reimlers Hof haben wir als Kinder Milch geholt und meine Mutter hat damals die heutige Besitzerin babygesittet.

Die Welt ist klein...

Ich hoffe, mein Besuch in der Kirche klappt, da diese wohl normalerweise verschlossen ist. Aber vielleicht ist ja der Pastor so nett und macht auf...
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Vielen Dank und viele Grüße,
Kris
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  #15  
Alt 22.12.2009, 16:02
Christiaan H. Christiaan H. ist offline
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Der Oyenhausische Hof (noch ein anderer Name für diesen Hof) ist mir zwar bekannt, aber wie oder überhaupt welche Familie Voss Eigentümer war wird z.B. in v. der Horst nicht überliefert. Siehe von der Horst. S. 151
Im zweiten Teil von der Horst 1898 wird dieser auch nicht wieder genannt oder beschrieben.

Bei diesem Hof könnte es sogar um die Familie Voss adH Böckel handeln oder einer anderen Familie Voss. Aber wie gesagt wie der Hof zu diesem Namen kam ist mir bis jetzt schleierhaft geblieben. Der Name könnte sogar von der Gräfte herstammen die den Hof umgibt, siehe dazu http://wiki-de.genealogy.net/Vossbec...amilienname%29.

Die Familie Voss zur Münte aus dem Kirchspiel Hille hat auf jedenfall den Mellinschen Hof und den Oheimbschen Hof in Südhemmern besessen. Sie dazu auch:
Adolf Heinrich Voß oo Engel Marie Schröder

Von Mellinsche Hof in Südhemmern bei Hille, um 1690 -1741 (von der Horst, 1894 & 1898. S.148-149 & S.113-114 - Krs. Minden-Lübbecke, NRW)

Von Oheimbsche Hof in Südhemmern bei Hille 1687 - 1734 (von der Horst, 1894&1898. S.149 & S.114 - Krs. Minden-Lübbecke, NRW)

"Zitat Haus Eickhorst in v.d. Horst S.147" Am 16 Mai wurde die 58jährige Erbsassin des freien Burgmannhofes Eickhorst Susanna Auguste Oexemann gen v. Voß von Haus Himmelreich in ihr Erbbegräbnis in Hille gebracht."
ich vermute das sie eine Tochter des Adolf Heinrich von Voss ist. Susanna Augusta Voß oo N. Oexemann

wünsche schöne Feiertage sowie guten Rutsch,
Christiaan

ps
Dann Drücke ich mal die Daumen mit der Kanzel.

Geändert von Christiaan H. (22.12.2009 um 18:57 Uhr) Grund: Kleinigkeiten
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  #16  
Alt 22.12.2009, 21:33
Kris Kris ist offline weiblich
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Also Südhemmern gehörte damals auf jeden Fall noch zur Kirchengemeinde Hille, genau wie Eickhorst. Die letzten Hiller von Voss müssten also auch noch im ältesten Hiller Kirchenbuch ihre Spuren hinterlassen haben. Ich werde noch mal telefonieren...

Irgendeine Hiller Chronik nennt als älteren Namen auf jeden Fall "Vossenhof". Vielleicht eine Verwechslung? Oder doch der Zusammenhang mit "fossa"? Wobei ich dann eigentlich einen Hinweis darauf im Hiller Platt erwarten würde.

Interessant für mich ist die Geschichte mit der Parzellierung eines der Südhemmmer Höfe. Wahrscheinlich gehört einer meiner Südhemmer Vorfahren zu den Käufern (wahrscheinlich Kleine oder Bornemann). Hier habe ich aber nur einen schlecht erinnerten mündlichen Hinweis auf eine Aufteilung eines größeren Hofes. Ob sich das Gut dahinter verbirgt, müsste ich noch einmal genauer erforschen.
Noch etwas für meine Rentenzeit.
;-)
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Vielen Dank und viele Grüße,
Kris
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  #17  
Alt 03.01.2010, 23:12
Kris Kris ist offline weiblich
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Hallo Christiaan!

So, ich bin zurück. Und bis etwa drei Stunden vor meiner Abfahrt hatte ich nur das enttäuschende Ergebnis "kein Wappen, kein Bild" - jetzt aber hoffe ich, dass es mit dem Bild bei meinem nächsten Besuch klappen kann.

Bis dahin tröste ich mit der Geschichte meiner "Jagd" nach dem Wappen. Und die geht so:
Neujahr mit dem Hiller Küster telefoniert. Festgestellt, dass ich seine Schwester aus Kindertagen kenne. Gehört, dass da bestimmt was in der Kirche sei. Für Samstag abgemacht, vorbeizukommen.
Samstag in Hille gewesen. Küster beim Schneeräumen angetroffen. Auf die Empore geschickt worden - da hinge doch das Bild, was ich suchte. War aber das Bild der späteren Besitzer und Stifter des Altars. An der Kanzel kein Wappen entdeckt. Ein altes Bild von der Kanzel gezeigt bekommen - da hat die Kanzel noch ein Dach, an dem sich ein Wapppenschild erkennen läßt. Darüber gejammert, dass das Kanzeldach nach der Kirchenrenovierung 1954/55 verschwunden ist. Den Tipp bekommen, mich an jemanden zu wenden, der aktuell an einem Kirchenführer arbeite.
Noch am Samstag mit der jetzigen Besitzerin des Reimlerschen Hofes telefoniert und dabei die Gelegenheit genutzt, ordentlich Hiller Platt zu sprechen. Doch die Besitzerin weiß nichts aus der Zeit vor derer von Oeynhausen. Versprochen, ihr Bescheid zu geben, sollte ich mehr erfahren.
Auch am Samstag mit dem Autoren des Kirchenführers telefoniert. Festgestellt, dass ich mal gegenüber der Tante seiner Frau wohnte. Dem sagt das Wappen sogar irgendetwas. Sei es nicht auf dem Grabstein des Domherren von Aswede? Und den Tipp bekommen, mich an jemanden in Südhemmern zu wenden, der viel über die von Voss wüßte. Noch am Samstag das Bild des Domherren genau betrachtet, aber kein passendes Wappen entdecken können.
Am Sonntag mit dem Menschen in Südhemmern telefoniert. Mein Sprüchlein aufgesagt. Es schade gefunden, dass das Kanzeldach samt Wappen verloren sei. Als Antwort gehört: "Das ist bei mir."

Es existiert also ein Holzwappen, es soll aber nur einen Fuchs zeigen. Der aktuelle "Besitzer" überlegt, die Farben erneuern zu lassen. Von einem Vossenhof weiß aber auch er nichts, dafür aber, dass die von Voss in dieser Ecke heimisch waren und viele Besitzungen hatten, die sie nicht alle selber bewohnten, sondern verwalten ließen.
Zum Besuch eingeladen worden - was auch geschehen soll, wenn ich wieder einmal bei meinen Eltern bin. Sicher spätestens im Februar.
Immerhin hat er auch die Verkaufsurkunde des Mellinschen Gutes - und jede Menge Unterlagen über die Südhemmer Höre, wo ja auch Vorfahren von mir ansässsig waren.

Noch mal in den von dir verlinkten Quellen zu den Hiller Rittergütern gelesen - und entdeckt, dass dort steht, dass die alten Hiller beim von Oeynhausenschen Hof als vom Vossenhof gesprochen hätten.
Und da Latein kaum bei den Hiller Bauern bekannt war, dafür aber jede alte Bauernfamilie einen Beinamen trägt, der oft auf frühere Besitzer verweist, kann der heutige Reimlers Hof nur früher einmal im Besitz der Familie von Voss gewesen sein.

Soweit also die spannende Jagd nach dem Wappen derer von Voss und ihren Besitzungen in Hille.
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Vielen Dank und viele Grüße,
Kris
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  #18  
Alt 05.01.2010, 02:08
Christiaan H. Christiaan H. ist offline
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Hallo Kris,

Wow, ich bin beeindruckt, da war meine Befürchtung das 100 Jahre ne lange Zeit ist für Veränderungen am Kircheninterieur gerechtfertigt. Da sollte man glatt ne Notiz in der Kirche hinterlegen, bei wem sich der Kanzeldeckel heute befindet oder zumindestens den Deckel gut dokumentieren und eine Mappe anlegen und die im Pfarrhaus unterbringen wenn wieder mal wieder danach gefragt wird.

Also eine Verwechslung halte ich selber auch eher für unwahrscheinlich, bleibt die Frage offen welche Familie Voss es war..und dann wirds problematisch
weil es zu verschiedenen Zeiten verschiedene Familien/Zweige Voss in und um Minden gab.

Da die Familie Voss-Münte aus Diepholz nur zwei Generationen in Hille gewohnt hat kann ich mir nicht vorstellen das die Familie Voss zur Münte diesen Hof besessen hat, aber sicher weiß ich das natürlich auch nicht. Ich hab irgendwo im Internet gelesen das dieser Hof im Mittelalter eine Art Mindener Curtis gewesen ist oder Meyerhof und erst später anscheinend in ein adeliges Gut umgesetzt worden ist. Und da es keine Kötterstelle war sondern wirklich ein richtig großer Hof kann ich mir eine Verwaltung durch Kleinbauern/Rentmeister/Meier nicht gut vorstellen sicherlich wenn dieser größer und wichtiger war als der Mellinsche und der Oheimbsche Hof.

Die Nachkommen des Heinrich von Voss zu Diek dahingegen war schon seit dem 16. Jht in der Gemeinde Muckum zu "Hause" oder Lehnsrührig auf dem Gut Böckel.

Der ältere Bruder Otto(also von diesem Heinrich), der den Burgmannshof zu Quakenbrück geerbt hatte war übrigens verheiratet mit Anna von Aschwege. Es stimmt also das diese Familie verwandt war mit der Familie von Aswege (Aschwede oder Aschwege, Wappen mit den drei Eichhörnchen). Vielleicht hatte auch dieser Besitzungen im Mindener Raum gerebt.

Zitat:
XXXVI. Kirchspiel Volmerdingsen 97. Das v. Aswede postea v. d. Busschesche Hofgut. [Quellen: Weddingen, westf. Magazin; Ledebur, Minden-Ravensberg" (Manuskript); Schlichthaber.] Dieses Hofgut gehörte in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts den v. Aswede. Der Altar in der Kirche zu Volmerdingsen ist mit den Namen und Wappen der Anna v. Aswede, Tochter von Jasper v. Aswede und Elseke v. Hadewig, welche um 1560 mit Otto v. Voß zu Quakenbrück vermählt war, versehen. Jasper von Aswede, der von 1491 bis 1539 auftritt, hat diesen Hof jedenfalls besessen. ...
von der Horst S.191 Vielleicht hat hier ja schon zu dieser Zeit eine Beziehung zum Reimlers hof bestanden.

Aber auch schon im 13. und 14. Jahrhundert gab es eine Familie Voss die unter anderen in Päpinghausen ansässig gewesen ist. Der Name Richard Vulpes dicti Vos, taucht in dieser Zeit sehr viel auf in Mindener Urkunden. Der Vorname taucht auch bei einem Drosten aus Vechta auf, daher die Vermutung das die Familie aus Minden mit der aus Quakenbrück/Vechta verwandt war. Der Mindener Zweig ist aber wahrscheinlich im schon in der ersten Hälfte des 14. Jahrhundert verschwunden oder erloschen.

Wie gesagt im Augenblick ist es sehr schwierig zu sagen wie der Reimler Hof zu seinem Namen gekommen ist.

Vielleicht gab es ja noch eine Beziehung zu den von Oeynhausischen aber die habe ich bis jetzt noch nicht entdecken können.

Vielen Dank jetzt schon mal für die Mühe und Anstrengungen.

"jau, dan segg ik noch moal, hööl erg bedankt för dat Hiller Geklöön un Gekürn, dat het noch'n böhl oplöwert"

...mehr Platt verkneife ich mir weil es sonnst auffällt das ich im Grunde genommen nur Fantasieplatt mit vorallem holländischen Wortschatz spreche.

Bleibe mit Spannung auf die Bilder warten.

mit freundlichen Grüßen
Christiaan

P.s.
beim restaurieren sollte er aber vorsichtig sein, auf keinen Fall selbst handanlegen wenn er selbst kein Restaurator ist , also am besten restaurieren lassen und auf keinen Fall neue Farben anbringen. Wenn was schief geht.. isses futsch.. Orginalzustand wünschenswert man weiß ja nie wie Pigmente sich verändert haben. Am besten Foto's mit Zollstock machen, sollte der Deckel irgendwann mal auffindbar werden.
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  #19  
Alt 05.01.2010, 14:20
Kris Kris ist offline weiblich
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Na, datt froiet mi oaba, datt mine Geschichte sau giut ankuam es. ;-)
(Das Hiller Platt hat es mit ui, iu, oi und io und so. Bei "oa"und "ua" könnte man dagegen auch ein "r" schreiben, das aber kaum als "r" erkennbar ist.)

Allerdings hat er nur vom Wappen gesprochen, nicht von dem ganzen Kanzeldach. Vielleicht existieren auch die anderen Aufsätze noch. Und ich denke schon, dass da beim Renovieren vorsichtig vorgegangen wird, deshalb hat er wohl Infos eingeholt und erst mal nichts unternommen.

Die von Aswede sind ein altes Hiller Geschlecht - aber ob identisch mit von Aschwege? Es gab die Brüder Conrad und Dietrich, die wohl die Reformation in Hille vorangetrieben haben. Dietrich war dann der erste Hiller Pastor.

Wegen der von Oeynhausen habe ich mir mal den Stammbaum angeschaut - die Mutter des Besitzers war eine von Quernheim, was ja zumindest in die Ecke passt.

Je nach Witterung habe ich übrigens vor, schon in knapp zwei Wochen noch mal in Hille aufzuschlagen. Ich bin eben ziemlich neugierig. :-)))
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Vielen Dank und viele Grüße,
Kris
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  #20  
Alt 05.01.2010, 16:34
Christiaan H. Christiaan H. ist offline
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Der Name Aswede wurde nicht immer einheitlich geschrieben.

Die Familie Aswede hat auch Besitzungen in Bad Zwischenahn (Oldenburg) gehabt. In Ekern den Rittersitz Aswede (auch Ascwede). Die Familie wird hier auch von Aschwege genannt; wird wohl eine Aussprachvariante sein. Hatten soviel ich weiß dasselbe Wappen mit den drei Eichhörnchen. Vielleicht hat die Familie ja hier ihre Eichhörnchen her ... eekhoorn (niederl.) vergleiche mit Ekern?
Andererseits kann die Familie natürlich auch aus Alswede kommen wobei hier das eine das andere nicht ausschließt.

Man kann aber immer nur wieder feststellen das diese Familien sehr mobil gewesen sind. Wird wohl am Beruf gelegen haben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Bad_Zwischenahn#Ekern
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