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  #11  
Alt 03.02.2010, 23:46
Dreamer Dreamer ist offline
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Hallo,mein Problem ist meine Mutter wohnt 300km weit von mir weg.Sie hat aber heute Abend auf dem AB gesagt sie hätte was gefunden und ich werde mich totlachen.Also morgen früh weiss ich mehr bis dann eine gute Nacht.LG Dreamer
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  #12  
Alt 04.02.2010, 21:26
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Liebe Hina,also meine Mutter hat mich heute angerufen und hat in den Unterlagen gefunden,dassdie Vorfahren aus Liefland kommen und noch ein Wappen in einem Henschel Band 3 vorhanden sein soll.Nun meine Frage wo bekommt meine Mutter dieses Buch her?Ich danke euch die mir so geholfen haben.Der Name war nicht Rose sondern ursprünglich Rosen.LG Dreamer
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  #13  
Alt 05.02.2010, 00:10
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Hallo Dreamer,

die Vermutung, dass das Wappen ein Produkt eines Wappenschwindlers ist, verdichtet sich immer mehr. Die von Dir benannte Familie v. Rosen ist durchaus sehr bekannt. Es ist die von Manfred bereits erwähnte Familie. Sie sind weit verbreitet und bis auf die russische Linie existieren sie auch noch. Das ist eine freiherrliche Familie und ihre Genealogien sind in mehreren Bänden des Genealogischen Handbuches des Adels abgedruckt. Wenn gewünscht, suche ich Dir die Bandnummern raus.

Was die Verwandtschaft aber sehr unwahrscheinlich macht, ist nicht nur die Tatsache, dass Deine Familie keine Freiherren sind und nicht "von" heißen und auch nicht Rosen, sondern dass auch ein ganz anderes Wappen in Deiner Familie existiert, was weder dieser noch einer anderen adeligen Familie zuzuordnen ist.

Ansonsten wurde in dieser Familie tatsächlich jemand in den schwedischen Grafenstand erhoben, allerdings nicht unter Gustav, sondern unter Eric XIV. Diese gräfliche Linie starb aber gleich wieder aus. Auch ist ein Henschel Band 3 nicht bekannt aber auch so ein nichtssagender Quellenhinweis, der ja im Grunde keiner ist, auf einem Wappenblatt wäre ganz typisch für einen Wappenschwindel ganz einfach aus dem Grunde, damit man die Quelle nicht nachvollziehen kann. Interessant wäre der genaue Wortlaut des Schreibens, da man manchmal daraus schon die Quelle identifizieren kann, wer der Urheber des Wappenblattes ist. Du erwähntest da einen Hans Grün. War das Wappenblatt auch von ihm? Dann erahne ich etwas.

Hier, hier und hier die Wappen der Familie.

Ich stelle mal den ganzen Text aus dem Kneschke, Adelslexikon hier ein.

Viele Grüße
Hina

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  #14  
Alt 05.02.2010, 11:46
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Liebe Hina,Ich habe gerade noch mal mit meiner Mutter telf.Also sie sagt Ein Ritter des Deutschen Ordens Namens Christian Rose kamm Anno 1230 nach Liefland.Ein Nachkomme Gustav von Rose wurde 1561 in den Schwedischen Grafenstand erhoben.Um 1579-1607 waren Zweige der Rose auch in Pommern seßhaft.Nach Hefners Stammbuch Band 3-259.Traditionnellen Nachrichten zu Folge sind die Vorfahren der nun seit langen in Ostpreussen blühende Familie Rose den in Schweden einstmals hochangesehenden Geschlecht Rose-auch Rosen .Durch die Kriegswiren veranlasst worden den festen Sitz zu verlassen.Nun hat sie auch noch gesagt wäre im Wappenbuch Siebmacher Band 4 bag 158 wohl aufgeführt.Ich bin ja so gespannt und Danke dir für deine Bemühungen.LG Dreamer
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  #15  
Alt 05.02.2010, 13:12
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Hallo Dreamer,

nun kommen wir der Sache schon näher.
Das Werk von Otto Titan von Hefner ist ist natürlich bekannt aber eine Verbindung der Ostpreußischen Familie Rose zu der ursprünglich liefländischen Familie der Freiherren von Rosen ist dort und anderswo nicht verzeichnet. Das hat dann wohl jemand dazu gedichtet.

Ich stelle Dir gerne die Passage zu der Familie aus dem Buch hier ein.




Für den Zweig in Pommern ist dann im Preußischen Adelslexikon folgendes nachzulesen.



Aus dieser Linie blieb nur noch ein Nachfahre übrig, der die Linie in Schlesien fortsetzte. Alle führten nach wie vor den Namen der Freiherren von Rosen.

Das passt alles nicht zu Deiner Familie. Einen Adelsverlust und ein Niederlassen unter dem bürgerlichen Namen Rose in Ostpreußen gab es in der Familie nicht.

Im Siebmacher sind die bereits von Manfred beschriebenen und von mir eingestellten Wappen der Familie verzeichnet.

Die Genealogien sämtlicher Mitglieder der Familie sind gut erforscht und alle veröffentlicht im Genealogischen Handbuch des Adels:
Genealogisches Handbuch des Adels, Band 13 der Gesamtausgabe, Freiherliche Häuser A, Band II, Ausgabe 1956
Genealogisches Handbuch des Adels, Band 59 der Gesamtausgabe, Freiherliche Häuser A, Band IX, Ausgabe 1975
Genealogisches Handbuch des Adels, Band 69 der Gesamtausgabe, Freiherliche Häuser, Band XV, Ausgabe 1989
Genealogisches Handbuch des Adels, Band 39 der Gesamtausgabe, Freiherliche Häuser B, Band IV, Ausgabe 1967

Einzusehen sind diese Bände in den Universitäts- und Landesbibliotheken oder über Fernleihe.

Viele Grüße
Hina
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  #16  
Alt 05.02.2010, 14:48
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Hallo Dreamer,

für die Familienforschung sucht man sich eigentlich als Ausgangspunkt nicht einen möglichen Vorfahren, sondern fängt möglichst bei der eigenen Familie mit bekannten Personen an und geht rückwärts.

So hangelt man sich von Generation zu Generation. Irgendwann stösst Du dann vielleicht mal auf eine Verbindung zur Familie von Rosen. Dann helfen mit viel Glück die von Hina genannten Nachschlagewerke oder auch die Familienchronik der Familie von Rosen:
Zitat:
Rosen, Woldemar von: Familiengeschichte der Freiherren und Grafen von Rosen. Nach urkundlichen Quellen zusammengest. von Woldemar, Fabian und Ingeborg [von Rosen]. (Abgeschlossen Sommer 1971)
Vielleicht bleibt die Verbindung aber auch nur ein Traum

Viele Grüße

Dirk
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  #17  
Alt 06.02.2010, 09:56
Lars Severin Lars Severin ist offline männlich
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Standard zum Thema v. Rosen ....

Moin Kollegen!

Zur Familie v. Rosen sind bei mir zwei Fragen aufgelaufen, die hier, wo wir grade damit befasst sind vll. gut reinpassen.

1) Ich fand folgende AL die zeitlich zu hinterlegen wäre:

L6.320 Otto von ROSEN, auf GROSS ROOP

L6.321 X Elisabeth von UNGERN (première épouse), soeur de la femme de Wilhelm FAHRENSBACH (Übersetzung: Elisabeth von Ungern (erste Ehefrau), die Schwester der Frau von Wilhelm FAHRENSBACH) [Q: AL Henri LE BORGNE de LAVILLANDRé (1869 – 1951) - http://www.celtic-coin-agora.com/lbdl.htm]

--

L3.160 Dietrich von ROSEN, auf LUBAR, PALZMAR und GRESTEN

L3.161 X Christine von UNGERN (3ème épouse)

--

L6.320 Otto von ROSEN, auf GROSS ROOP

L6.321 X Elisabeth von UNGERN (première épouse), soeur de la femme de Wilhelm FAHRENSBACH

--

L12.640 Hans von ROSEN, auf WAIDAU

Ich kenne, mehrere Wilhelm v, Fahrensbach, jedoch keinen oo mit einer v. Ungern. Gelinge es das ganze zeitlich zu fassen, wäre es ggf. möglich entweder eine Ehefrau zu addieren, oder einen "neuen" Wilhelm vF - das ganze natürlich unter der Prämisse, wir wollen der französischen Ausführung glauben schenken.

2) Die Großmutter des Johann und Dietrich v. Rosen, Eintrag im Elgenstierna. Ich hatte damals als Mutter der Magdalena v. Asserien (+ n. 12.2.1648) und Großmutter der eingangs genannten Brüder eine Dorotea Didriksdotter Fahrensbach notiert. Der Auszug aus dem Elgenstierna zu Rosen liegt mir leider nicht mehr vor. Könnte das bitte jemand mit Zugriff nachschlagen?

Beste Grüße
Lars
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  #18  
Alt 06.02.2010, 15:02
Dreamer Dreamer ist offline
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Hab jetzt mal das Wappen fotografiert und hochgeladen!

Vielleicht könnt ihr ja damit etwas anfangen. LG Dreamer

Nachtrag: Angeblich sei dieses Wappen im Siebmacher, Band IV, pag. 158 abgebildet.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg DSC00188.jpg (108,6 KB, 66x aufgerufen)
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  #19  
Alt 06.02.2010, 18:21
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Hallo Dreamer,

ich habe es fast geahnt. Dieses Wappen hat eine ganze Reihe Merkmale, die ein Wappenschwindel erkennen lassen.

Als erstes springt einem schon fast ins Gesicht, dass im Schild gravierend gegen heraldische Farbregeln verstoßen wurde. Farbe an Farbe kombiniert mit Farbe auf Farbe ist einfach ein Unding. Das nächste, die bei Wappenschwindlern bekannte Art und Weise, ein Wappenschild zu formen - viel Schnörkelei. Weiterhin finden wir in typischer Art und Weise handschriftlich sehr ungekonnt und mit kalligrafischem Plunder versehen, kreisrund etwas unsinniges zur Familie geschrieben. Eine für Wappenschwindler typische Überschrift findet sich auch. Auf Personenangaben, wessen Wappen das nun eigentlich ist, wurde geflissentlich verzichtet. Es gibt über 9000 Familien, die diesen Namen tragen, da kann man sich dann aussuchen, um welche Familie es sich handeln könnte - die betrogene oder eine andere gleichen Namens. Das ist eine sehr typische "Fließbandarbeit".

Literatur zum Thema gibt es auch: Jürgen Arndt, Der Wappenschwindel - seine Werkstätten und ihre Inhaber, Ein Blick in die heraldische Subkultur, 1997.

Viele Grüße
Hina
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  #20  
Alt 06.02.2010, 18:44
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Hallo Dreamer,

die Bände des Siebmacher haben keine durchgängige Bandnummerierung. Es würde sich vielleicht um Siebmacher Preußen Band IV handeln. Wobei das dem Fälscher wahrscheinlich sowieso egal war, was jeder dort hineininterpretiert.

Viele Grüße
Hina
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