#41  
Alt 20.03.2011, 00:48
Narbonne Narbonne ist offline
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Liebe Cornelia,
ich habe gerade versucht alles nochmal klar aufzuschreiben, ich hoffe, daß es jetzt verständlicher ist. Ich hatte ja schon geschrieben, daß es mir leid tut, daß es so durcheinander kam. Ich wollte Euch nicht verärgern.
1911 ist kein Rayley in der Turmstr., aber Auguste Rayley ist dort zu finden, Stralauer Allee, Witwe. 1885 steht Reilly, Jeremias drin, Thurmstr.3 1886 und 87 auch Thurmstr.3, 1889 und 90 sind sie in die Pritzwalker Str. 3 umgezogen. Von 1892 bis 95 wohnten sie in der Pankstr. 53, 1897 zogen sie dann in die Thurmstr. 40,
ab 1914 ist dann auch Richard im Buch zu finden in Tempelhof. Friedrich-Karl-Str. 107 usw. So steht es jedenfalls bei mir im Internet.
Ich habe von Briefen aus Amerika erst voriges Jahr erfahren und dann daran geglaubt, als Wolfgang mir den Fund von Schiffspapieren vorlegte, wo Arthur als Messman auf der Besatzungsliste eines Schiffes stand. Es sind noch mehr Fragen offen, aber ich will mich hauptsächlich erstmal um Arthur kümmern.
Gruß narbonne
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  #42  
Alt 20.03.2011, 02:06
gustl gustl ist offline
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Liebe Narbonne,

das ist auf jeden Fall ein Anfang!

Die Archive-Kenner können Dir nun ganz genau sagen, bei welchem Standesamt Arthurs Geburt eingetragen sein sollte. (Wobei, der Hinweis kam ja auch schon, man berücksichtigen muss, dass bei einer Klinikgeburt das dortige Standesamt zuständig ist und nicht das des Wohnorts der Eltern). Klinikgeburt war zu dieser Zeit nur in Notfällen üblich, normalerweise bekam man die Kinder immer noch zu Hause.

Allermeistens steht übrigens auch ein Beruf neben dem Namen des Haushaltungsvorstandes im Adressbuch. Das gibt ja auch Hinweise, wo eine Mutter entbunden haben könnte, wenn es zu Hause nicht möglich war.

Die Gegenden in Berlin, die Du angibst, sind "Kleine-Leute"-Gegenden. Das ist nicht abwertend gemeint. Es war halt das beginnende Industriezeitalter und vor allem vormals selbständige Handwerker, auch Meister, fanden sich nun in Abhängigkeiten, die ihre soziale Stellung und vor allem auch ihr Einkommen erheblich schmälerten. Man kann das sehr gut bei Erich Kästner "Als ich ein kleiner Junge war" nachlesen.

Wenn Du Arthur in den Adressbüchern nicht findest, dann kann das auch daran liegen, dass er vielleicht möbliert gewohnt hat. Er war dann zwar gemeldet, aber unter dem Namen seiner Wirtin.

Wie man diese Menschen in Berlin finden kann, das wüsste ich auch gerne. Es muss aber gehen, denn die Polizei konnte sie im Melderegister ohne weiteres finden. Da muss also ein Fachmensch her.

Das kann man alles in Berlin herausfinden. Die Konfession und die Kirchenbücher spielen hier keine Rolle mehr, denn in dieser Zeit gab es schon Standesämter, bei denen man Geburten und Todesfälle melden musste, Trauungen musste man sowieso vor dem Standesbeamten schließen.

Arthurs zweites Leben, ich nenne das einfach mal so, beginnt dann auf dem von Dir genannten Schiff. Messman, das ist der, der die Schiffsoffiziere in der Messe(d.i. der Eßraum auf Schiffen) bedient hat. Ich schreibe das nur hin, weil das alles nicht jeder wissen muss.

Interessant ist nun der Hinweis, der Arthur dann als "US-Citizen" beschreibt. Hier ist er nun US-Amerikaner. Da das Anfang der 30er passiert sein muss, kommt ganz klar die Frage, ob er vielleicht jüdisch war. Das konntest Du ja erstmal ausschließen, da Du die Konfession der Eltern kanntest. Sicher sein kann man sich da auch nicht, aber Du willst ja erstmal Arthurs Weg verfolgen.

Die Briefe an Ellen können einen entscheidenden Hinweis geben. Arthur hatte es vielleicht nicht nötig, seinen Namen zu ändern, der war ja schon "englisch". Deswegen sollte es mögich sein, seine Einbürgerung (ein Geburtsdatum hilft da natürlich sehr) und seine Anschriften zu finden. Das wäre dann der nächste Schritt, dafür gibt es dann auch wieder Spezialisten im Forum.

So stellen sich für mich zwei Fragen, die ich, wenn es mein Arthur wäre, als erstes lösen wollen würde

1. Sein Geburtsdatum

2. seine Einbürgerung in USA.

Ersteres ist das Dringendere, denn ohne das kann man das zweite nicht lösen. Also wissen wir nun das.

Na dann. Vielleicht finden wir was.

Liebe Grüße - Cornelia

P.S. Du hast mich nicht verärgert. Nicht jeder, der was wissen will, muss auch ein Forscher sein. Aber es ist halt nötig, Fakten zu sammeln. Und dabei sind wir ja nun.
Schönen Sonntag noch
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  #43  
Alt 20.03.2011, 04:44
animei animei ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von Narbonne Beitrag anzeigen
Arthur Rayley hat auf einem amerik. Schiff gearbeitet, der President Johnson seit 1932.
Diese Information hattest Du ja schon, bevor Wolfgang den Eintrag gefunden hat. Woher eigentlich? Ich frage das deshalb, weil mich interessieren würde, ob das denn sicher ist, dass der von Wolfgang gefundene Dein Arthur ist. Der Name ist ja nicht gerade selten. Wenn Du die Information, dass Arthur auf einem Schiff gearbeitet hat, natürlich aus der Familie hast, könnte er es schon sein, wundern würde mich allerdings, dass sich da jemand an den Namen des Schiffes erinnert.

Zitat:
Zitat von Narbonne Beitrag anzeigen
Mein Vater sagt, er sei 1886 geb., auf den Schiffspapieren steht 1888. Wolfgang, aus dem Forum, fand einen Eintrag von Arthur. Er arbeitete auf dem amerik. Schiff "President Johnson" seit 1932 als Messman, 1933 hatte das Schiff in New York angelegt. Arthurs Alter wurde damals mit 45 angegeben, deshalb meine Recherche in dieser Richtung.
Was die Angaben zum Alter bzw. Geburtsjahr auf Schiffslisten oder in Volkszählungen angeht, also danach darfst Du Dich nicht richten, die sind oft nur über den Daumen gepeilt.

Zitat:
Zitat von Narbonne Beitrag anzeigen
Wegen der Konfession hatte ich mir überhaupt keine Gedanken gemacht und sie in meinem Kopf völlig ausgeblendet
Na ja, so ganz ausgeblendet hattest Du sie wohl nicht, immerhin hast Du behauptet, die Kinder seien evangelisch getauft.

Zitat:
Zitat von Narbonne Beitrag anzeigen
Viell. wurde er während eines Besuchs in England dort geboren?
Möglich ist ja alles, aber ich will nicht so recht daran glauben, dass eine Familie sich kurz vor der Niederkunft der Frau noch auf eine solche Reise begibt.
__________________
Gruß
Anita
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  #44  
Alt 20.03.2011, 09:18
Narbonne Narbonne ist offline
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Hallo Animei,
da bin ich aber froh, daß meine Ausführungen nun verständlich waren.
Der Fund mit dem Schiff ist vorher schon mal vom Wolfgang gekommen, jetzt wieder.
Ein Herr Westling aus Bremerhaven, wo das Schiffsmuseum ist, hat mich an den Link verwiesen, den auch Wolfgang mir schickte.
Ja wegen der Religion hast Du recht. Die Mehrheit, auch ich, war damals ev., so war für mich klar, diese Kinder auch. Stimmt, muß nicht stimmen. (JETZT weiß ich es ja auch . lach)
Ich wende mich jetzt nochmal an das Standesamt Mitte, viell. rücken die mal mit einer Antwort raus.
Gruß Narbonne
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  #45  
Alt 20.03.2011, 10:11
Merle Merle ist offline
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Hallo Brigitte,

hast Du Hinweise zu der Heirat von Jeremiah und Minna Ernestine? Haben Sie in Berlin oder in Leutersbach geheiratet?

Hat Arthur geheiratet? Oder die anderen Kinder, ist dir da was bekannt?

Gruß
merle
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  #46  
Alt 20.03.2011, 10:27
Melanie_Berlin Melanie_Berlin ist offline
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Zitat:
Zitat von Narbonne Beitrag anzeigen
Hallo Melanie,
die nette Doris hat für mich im EZAB UND Standesamt Mitte gesucht, leider keinen Eintrag gefunden. Für die viele Mühe und Zeitinvestition hätte ich ihr einen Erfolg (mir natürlich auch ) gern gegönnt.
Na ja, dank Euer aller Unterstützung gebe ich noch nicht auf und versuche doch noch mein Ziel zu erreichen. Dafür werde ich viell. Euch noch ein wenig um Hilfe bitten.
LG Narbonne
Er wurde auch nicht im Standesamt gefunden? Das ist ja merkwürdig. Hattest du nicht mal was von der Sage erzählt, dass er vielleicht in England geboren wurde?
__________________
Viele Grüße,
Melanie
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  #47  
Alt 20.03.2011, 12:47
Narbonne Narbonne ist offline
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Ja..... aber wie komme ich da weiter?
Macht man sich hochschwanger nach England auf?
Gruß Narbonne
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  #48  
Alt 20.03.2011, 13:29
Melanie_Berlin Melanie_Berlin ist offline
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Ob oder ob nicht sich damals jemand schwanger auf eine solche Reise begegeben hätte, kann dir wohl keiner sagen.

Ich denke, der Tipp mit dem Ordnen aller belegten Fakten, erzählten Fakten und angenommen Fakten ist Gold wert. Suche auch die Adressbücher noch einmal Jahr für Jahr durch (in allen denkbaren Schreibweisen) und notiere für jedes Jahr die Adresse bzw. einen Vermerk, wenn du wirklich (aber wirklich) gar nichts gefunden hast. Dann notiere dir auch, was bereits hier bzw. von dir unternommen wurde und erfolglos war (Suche in Kirchenbüchern etc.). Somit suchst du nicht irdendwann doppelt, weil du es einfach vergessen hattest.

Was mir gerade noch in den Kopf kam, war der Gedanke, dass es vielleicht Arthur in dem Sinne gar nicht gab. Vielleicht hatte einer seiner Geschwister u.a. den Vornamen Arthur und führte den zeitweise? Weißt du denn was aus Arthurs Brüdern geworden ist, um das auszuschließen? Oder Arthur hatte u.a. noch andere Vornamen und führte einen von denen zeitweise und ist deswegen so schwer zu finden. Arthur muss ja nicht sein Rufname gewesen sein. Ich hatte mal einen Fall unter meinen Ahnen, dass sich jemand August nannte, obwohl kein einziger seiner Vornamen August war. Auch nicht Gustav oder sonstige Herleitungen.

Und noch ein p.s.: Die Warschauer Str. ist nicht in Pankow. Das wüsste ich als Pankowerin. Die Warschauer Str. ist in Friedrichshain, es gibt auch einen S-Bahnhof Warschauer Str.
__________________
Viele Grüße,
Melanie
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  #49  
Alt 20.03.2011, 17:55
animei animei ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von Narbonne Beitrag anzeigen
Der Fund mit dem Schiff ist vorher schon mal vom Wolfgang gekommen, jetzt wieder.
Ein Herr Westling aus Bremerhaven, wo das Schiffsmuseum ist, hat mich an den Link verwiesen, den auch Wolfgang mir schickte.
Ist das der einzige Hinweis, auf den Deine Annahme beruht, Arthur sei zur See gefahren? Irgendwie musst Du doch auf die Idee gekommen sein, überhaupt in Bremerhaven nachzufragen. Ich hatte gedacht, Du hättest diesbezüglich irgendwelche Informationen aus der Familie.

An diesem Eintrag würde ich mich nicht festkrallen, zumal hier http://forum.ahnenforschung.net/show...t=50900&page=2 ja inzwischen der Hinweis kam, dass der gefundene "Seemann" gar nicht Rayley sondern Bayley hieß.

Das muss ja nicht heißen, dass Dein Arthur nicht irgendwann trotzdem ausgewandert ist. Aber Deine Forschung sollte sich zunächst auf dem aufbauen, was Du tatsächlich an belegten Fakten hast.
__________________
Gruß
Anita
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  #50  
Alt 20.03.2011, 22:17
Narbonne Narbonne ist offline
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Zitat von Merle Beitrag anzeigen
Hallo Brigitte,

hast Du Hinweise zu der Heirat von Jeremiah und Minna Ernestine? Haben Sie in Berlin oder in Leutersbach geheiratet?

Hat Arthur geheiratet? Oder die anderen Kinder, ist dir da was bekannt?

Gruß
merle
Wo und wann Jeremiah und Minna geheiratet haben, weiß ich leider nicht.
Ich versuche gerade Verwandschaft zu finden in Leutersbach.
Ob Arthur geheiratet hat, weiß ich leider auch nicht.
Sein ältester Bruder Richard R. hat eine Marie Krüger geheiratet, aber wann ? Die 2. Ehe war mit einer Frieda, geb. Rother 1947 in Tempelhof,
seine Schwester Ellen, geb. 1887, hat einen H. Gocksch geheiratet in Berlin, wann, das erfahre ich morgen. Der jüngste Bruder Kurt hat 1920 in Berlin geheiratet. Was hilft das weiter?
Gruß Narbonne
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