#1  
Alt 20.07.2013, 17:32
Bortz60 Bortz60 ist offline männlich
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Standard Beruf: Fronicant Was ist das?

Hallo zusammen!

Tzzz, also in dieser Ahnenliste die ich mir gerad anseh kommen ja Berufsbezeichnungen vor - Puh!

Schon wieder ein nicht findbarer Beruf: Fronicant

die Person ist:
"Bauer in Brombach (Mittelfranken) ... oo Gunzenhausen 1688 als Fronicant"

Finde in genwiki nur Beruf
Frohn für: Gerichtsdiener, Hausbote, Gerichtsvollzieher, Scharfrichter

bzw.
Fron: auch: Fronbote * Amts- oder Gerichtdiener, “auch „geschworener Frone“ mit Ladungs- und Pfändungsbefugnis, Kontrollfunktionen und Anzeigepflicht. Fronen trugen ähnlich dem Richter den roten Mantel und führten in der Hand einen weißen Stab.

Danke

Mal schaun, ob noch mehr ominöses auftaucht. Die Liste hat noch 16 Seiten.

Stephan
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  #2  
Alt 20.07.2013, 18:12
Mechthild
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Hallo Stephan,

gaaanz vorsichtig gefragt: hast Du richtig gelesen? Stell uns doch bitte den Eintrag zur Verfügung

das Wörterbuch von Riepl kennt Fornikant


Schöne Grüße
Mechthild
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  #3  
Alt 20.07.2013, 18:18
lizzy
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Ui....Mechthild,

da hoffe ich doch, er hat richtig gelesen.

http://wiki-de.genealogy.net/Fornikant

LG
Lizzy
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  #4  
Alt 20.07.2013, 18:56
Bortz60 Bortz60 ist offline männlich
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Hallo Mechthild,

Fronicant ./. Fornicant

Da hat sich dann wahrscheinlich der Listenschreiber (Schreibmaschine) vertippt.

Solche Drehwürmer passeiren mri auhc immre weider.

Fornikant is jetz nich so wirklich ein Beruf! - ODER??!!

Was man nicht alles als erwähnenswert fand. Stamm sich aus dem KB.
Das den dann noch eine geheiratet hat.

Du liebes bisschen, wenn man das mal auf die Definition außerehelichen (= auch vorehelichen) Geschlechtsverkehrs reduziert, müsste das heute ja bei uns allen (beim Heiratseintrag) stehen.

Kein Wunder, dass das Wort ausgestorben ist.

Dank euch

Stephan
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  #5  
Alt 20.07.2013, 19:03
Mechthild
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Hallo Stephan,

das Wörterbuch Riepl formulierts nicht gar so schlimm

Fornikant: straffällig Gewordene, meist wurden so diejenigen bezeichnet, die sich des Vergehens der Leichtfertigkeit schuldig gemacht haben

Hört sich doch gleich viel besser an als die Definition aus Lizzy's Link


Schöne Grüße
Mechthild
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  #6  
Alt 20.07.2013, 19:07
lizzy
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Jo....da war ein Poet am Werk!

LG
Lizzy
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  #7  
Alt 20.07.2013, 19:22
Dominik Dominik ist offline
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also das wort fornication wird heute noch im englischen sehr häufig genutzt, besonders wenn es um fornication als scheidungsgrund geht

auch bei den zeugen jehovas ist fornication gerne im wortschatz vorhanden
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  #8  
Alt 20.07.2013, 19:39
Bortz60 Bortz60 ist offline männlich
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Ach gar!?

Na, seit der "sexuellen Revolution" in den 60ern und gänzlich geändertem Scheidungsrecht, das keine "Schuld" mehr kennt, ist's denn dann wohl ausgestorben, wenn's (als lateinischer Begriff) im Nachkriegsdeutschland in der Jurisprudenz überhaupt Verwendung fand.

Außerdem hab ich mein großes Latinum bei irgendeinem Umzug der letzten 40 Jahre verlegt. Gins.

Und den Stohwasser mussten wir danach in der Schule Ende der 10ten wieder abgeben. Im echten Leben braucht man eben auch kein Latein, sondern lebende Sprachen.

Geändert von Bortz60 (20.07.2013 um 19:51 Uhr)
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  #9  
Alt 20.07.2013, 19:50
Dominik Dominik ist offline
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warum denn gleich so patzig? es versuchen ja alle nur zu helfen. da man latein ja des öfteren in der ahnenforschung braucht sind das ja alles gute hinweise

evt dann doch mal lieber für mithilfe danken statt belehren seit wann man tote sprachen nicht mehr braucht

vielleicht hast du es ja auch gar nicht so patzig gemeint aber deine antwort kam sehr abweisend rüber

grüße

dominik


Zitat:
Zitat von Bortz60 Beitrag anzeigen
Ach gar!?

Na, seit der "sexuellen Revolution" in den 60ern und gänzlich geändertem Scheidungsrecht, das keine "Schuld" mehr kennt, ist's denn dann wohl ausgestorben, wenn's (als lateinischer Begriff) im Nachkriegsdeutschland in der Jurisprudenz überhaupt Verwendung fand.

Außerdem hab ich mein großes Latinum bei irgendeinem Umzug der letzten 40 Jahre verlegt. Und den Stohwasser mussten wir danach in der Schule Ende der 10ten wieder abgeben. Im echten Leben braucht man eben auch kein Latein, sondern lebende Sprachen.
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  #10  
Alt 20.07.2013, 20:38
Bortz60 Bortz60 ist offline männlich
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Hallo Dominik,

Danke.

Kam ich das patzig rüber? Das war nicht im geringsten meine Absicht. Tut mir leid.

Natürlich gibt's im Deutschen noch viele Lehnwörter aus dem Latein, wie aber auch aus zig anderen Sprachen, vom Französischen bis Jiddischen und von sonst wo her.

Wollte eigentlich nur zum Ausdruck bringen das mich ein 40 Jahre altes Latinum und ohne später notwendige Anwendung, nur noch rudimentär befähigt und Vokabeln schon gar nicht mehr drauf habe.

Einen lateinischen Text wäre ich nicht mehr in der Lage zu lesen/übersetzen. Wie wohl die meisten, die mal Latein hatten. Berufe, die das Verlangen, einen mit der Sprache durch Dokumente etc. in Übung bleiben lassen, kann man wohl an einer Hand abzählen. Je nach Fachgebiet wird's noch nicht mal jeder Historiker oder Archäologe brauchen/können.

Aber immerhin erkenn ich in Familysearch wenn da einer, des Lateinischen nicht mächtig, 1:1 abgeschrieben hat und der Vorname dann auf einmal "Johanniis" sein soll. Dann hat da wahrscheinlich gestanden "XY filius/a Johanniis" also "Sohn/Tochter des Johann(es)"
Oder das Josephus die lateinische Namensform von Josef/ph ist.

Und die Zeugen Jehovas, mit deren Gesellschaftsbild und Moralvorstellungen kenn ich mich nicht aus, will ich auch nicht.

Gibt's die noch? Hab seit Jahren keine mehr mit ihren Wachtturm rumstehen sehen, oder, das die, wie früher, klingeln und vor der Wohnungstür zu stehen (Gott sei dank, die wurde man ja kaum los ).
Oder liegt's an meinem Umzug nach Berlin vor Jahren und die sind hier nicht?
Hier im Osten sind ja selbst Katholiken in der Diaspora.

Aber ja, entschuldige, ich fand den Hinweis auf das Fortbestehen des Wortes Fornicat oder seiner Derivate, woanders schon interessant.

Wobei engl. fornication = dt. Unzucht, man sagen muss das auch das deutsche Wort nur noch selten bis gar nicht mehr vorkommt und sprachlich langsam ausstirbt. Was Unzucht ist/war bedarf einer Definition und ist vom jeweiligen gesellschaftlichen Wertemaßstab abhängig. Der Jurist würde sagen: ist ein unbestimmter Rechtsbegriff und das hat der gar nicht gern.

Im Rahmen der gesellschaftlichen Liberalisierung wurde der Begriff Unzucht als Rechtsbegriff in Deutschland aufgegeben. Weder das Wort noch entsprechende Tatbestände finden sich seit den 60ern mehr im StGB und auch das BGB ist gesäubert worden, z.B. "Kranzgeld", vom Wegfall der "schuldhaften" Scheidung ganz zu schweigen.

Aber jetzt sind wir wirklich off Topic.

Danke jedenfalls.

Gruß
Stephan
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