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  #1  
Alt 27.02.2020, 21:52
Scobel3003 Scobel3003 ist offline
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Registriert seit: 27.02.2020
Beiträge: 6
Standard ß oder hs

Quelle bzw. Art des Textes:
Jahr, aus dem der Text stammt:
Ort/Gegend der Text-Herkunft:


Hallo!

Ich bitte um Hilfe bei der Entschlüsselung des korrekten Nachnamens.
Auf der Geburtsturkunde meines Großvaters von 1925 steht folgender handschriftlicher Nachname: Höhs --> das h sieht aus wie ein Kurrent h (2 Schleifen).
In späteren Dokumenten, die mit Schreibmaschine verfasst wurden, ist handschriftlich das Kurrent h eingefügt worden. Später wurde aus dem h ein ß, also Höß. Die Sterbeurkunde ist wieder mit ss, Höss ausgestellt. Auf einem Dokument hat mein Großvater sich mit Höhs unterschrieben.
Ein Staatsbürgerschaftsnachweis meiner Großmutter von 1949 steht Höhs.

Ist es nun Höhs oder Höß oder Höss?

Vielen Dank für Informationen!
Beste Grüße
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  #2  
Alt 27.02.2020, 22:00
Astrodoc Astrodoc ist offline
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Registriert seit: 19.09.2010
Beiträge: 1.225
Standard

Hallo!

Scans von den diversen Schreibweisen wären schon hilfreich. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte!

Vielleicht hilft dir auch diese Seite weiter.
__________________
Schöne Grüße!

Astrodoc


Man sollte nicht nur an Feiertagen "Bitte" und "Danke" sagen ...



Geändert von Astrodoc (27.02.2020 um 22:03 Uhr) Grund: Link ergänzt
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  #3  
Alt 27.02.2020, 22:23
Scobel3003 Scobel3003 ist offline
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Registriert seit: 27.02.2020
Beiträge: 6
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So jetzt mit Bsp. :-)
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg IMG_20200227_220415.jpg (264,3 KB, 26x aufgerufen)
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  #4  
Alt 27.02.2020, 22:28
Benutzerbild von fps
fps fps ist offline männlich
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Registriert seit: 07.01.2010
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Beiträge: 1.396
Standard

Richtig, ein Dokument ist immer hilfreich.
In den meisten Fällen dürfte es aber so sein, dass die Kurrent-Schreibweise des Doppel-s, nämlich mit Land-s plus Rund-s, fälschlich für eine hs-Kombination gehalten wurde.
So wurde z.B. in vielen Fällen aus "Esser" ein "Ehser" - und das blieb dann erhalten.
Ähnliches vermute ich hier.

P.S. Aha, das Geburtsdokument liegt nun vor. Da sieht zwar der Buchstabe vor dem s wie ein h aus, aber Achtung: der Schreiber verwendet für das h den lateinischen Buchstaben, vgl. den Vornamen!
Damit dürfte es sich auch in diesem Fall um das lange Kurrent-s handeln, rundlich geschrieben.
__________________
Gruß, fps
Fahndung nach: Riphan, Rheinland (vor 1700); Scheer / Schier, Rheinland (vor 1750); Bartolain / Bertulin, Nickoleit (und Schreibvarianten), Kammerowski / Kamerowski, Atrott /Atroth, Kawlitzki, Obrikat - alle Ostpreußen, Region Gumbinnen

Geändert von fps (27.02.2020 um 22:33 Uhr) Grund: P.S.
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  #5  
Alt 27.02.2020, 22:33
Scobel3003 Scobel3003 ist offline
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Registriert seit: 27.02.2020
Beiträge: 6
Standard

noch eines, wo die Schleifen auch wieder deutlich zu sehen sind...also doch eher Kurrent h als langes s?

Danke!
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg IMG_20200227_220458.jpg (257,1 KB, 17x aufgerufen)
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  #6  
Alt 27.02.2020, 22:34
Astrodoc Astrodoc ist offline
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Registriert seit: 19.09.2010
Beiträge: 1.225
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Zitat:
Zitat von Scobel3003 Beitrag anzeigen
So jetzt mit Bsp. :-)
Hier lese ich (eindeutig) Höß
Ebenso im zweiten Beispiel.
__________________
Schöne Grüße!

Astrodoc


Man sollte nicht nur an Feiertagen "Bitte" und "Danke" sagen ...


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  #7  
Alt 27.02.2020, 22:36
Scobel3003 Scobel3003 ist offline
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Registriert seit: 27.02.2020
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Zitat:
Zitat von fps Beitrag anzeigen
Richtig, ein Dokument ist immer hilfreich.
In den meisten Fällen dürfte es aber so sein, dass die Kurrent-Schreibweise des Doppel-s, nämlich mit Land-s plus Rund-s, fälschlich für eine hs-Kombination gehalten wurde.
So wurde z.B. in vielen Fällen aus "Esser" ein "Ehser" - und das blieb dann erhalten.
Ähnliches vermute ich hier.

P.S. Aha, das Geburtsdokument liegt nun vor. Da sieht zwar der Buchstabe vor dem s wie ein h aus, aber Achtung: der Schreiber verwendet für das h den lateinischen Buchstaben, vgl. den Vornamen!
Damit dürfte es sich auch in diesem Fall um das lange Kurrent-s handeln, rundlich geschrieben.

Danke für die Info! Und wie wird langes Kurrent-s mit s übersetzt? Höss oder Höß?
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  #8  
Alt 27.02.2020, 22:45
Scobel3003 Scobel3003 ist offline
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Beiträge: 6
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Zitat:
Zitat von Astrodoc Beitrag anzeigen
Hier lese ich (eindeutig) Höß
Ebenso im zweiten Beispiel.


Das verstehe ich jetzt nicht. Habe mir gerade den Link durchgelesen http://feha.steppkes.eu/dussel.htm
und hier steht:
Wenn in Deutscher Schreibschrift innerhalb eines Wortes die Buchstabenkombination "...ss..." zu schreiben war, so schrieb man das erste "s" als sogenanntes "langes s", das zweite als "rundes s"!

...Dann ist richtig Höss ...?
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  #9  
Alt 27.02.2020, 22:46
Anna Sara Weingart Anna Sara Weingart ist offline
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Hallo,
das wird mit Höß übersetzt!

http://www.wgff.de/aachen/download/S...scharfen_s.pdf
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg ß.jpg (27,6 KB, 16x aufgerufen)
__________________
Viele Grüße

Geändert von Anna Sara Weingart (27.02.2020 um 22:48 Uhr)
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  #10  
Alt 27.02.2020, 22:55
Anna Sara Weingart Anna Sara Weingart ist offline
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Ort: Berlin
Beiträge: 8.387
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Es ist ganz einfach: die Kombination (langes s + rundes s) wurde deshalb benutzt, weil das lateinische Alfabet kein ß kannte!

Die von Dir gezeigten Dokumente sind in lateinischer Schrift ausgefüllt. Daher wurde kein ß benutzt.

Mittlerweile wurde aber in Deutschland das ß ein regulärer Bestandteil unseres heutigen lateinischen Alfabets. Daher ist die Notwendigkeit weggefallen, diese sonderbare Kombination zu benutzen.
__________________
Viele Grüße

Geändert von Anna Sara Weingart (27.02.2020 um 22:59 Uhr)
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