#11  
Alt 02.03.2020, 11:43
assi.d assi.d ist offline weiblich
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Ob er Italiener war, oder der Pfarrer es nur "ausländisch" schreiben wollte, weiß ich nicht, aber hier ist 1631 in Tepl ein Alexandro Zoja:

http://www.portafontium.eu/iipimage/...87&w=643&h=265

Rechte Seite, erster Eintrag im Juli. Beruf steht auch dabei.

Ihm wird schon vorher ein Kind geboren, ich glaube da steht auch ein Herkunftsort dabei. Ich meine Bieberach, bin mir aber nicht mehr sicher und finde gerade den Eintrag nicht.

PS: 1632 war er schon kein Cantor mehr und muß weggezogen sein.

Möge es helfen
Astrid

Geändert von assi.d (02.03.2020 um 11:46 Uhr)
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  #12  
Alt 02.03.2020, 11:55
assi.d assi.d ist offline weiblich
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Hier gibt es noch einen Joahnnes Valnero, ohne Berufsbezeichnung:

http://www.portafontium.eu/iipimage/...47&w=772&h=319

Rechte Seite, vorletzter Eintrag im November.

Aber Achtung: der Johannes Fisselio einen Eintrag darüber ist Johannes Füssl in "exotischer" Schreibweise....

Astrid

Geändert von assi.d (02.03.2020 um 11:56 Uhr)
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  #13  
Alt 02.03.2020, 13:43
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Bergkellner Bergkellner ist offline
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Hallo fajo,

der Stammvater der Mattoni-Mineralwasser-Werke in Karlsbad war ein gewisser Ottavio Mattoni, der 1693 aus Italien nach Karlsbad kam. - link -

Zu Zeiten des "Berggeschreys" - link - (1186/1491) kamen viele Bergleute aus den verschiedensten Regionen Europas in sächsischen und böhmische Erzgebirge. Ich habe z.B. einen französisch-stämmigen Schmied aus Buchau um 1580 in einer Ahnenreihe.

Schau dir die ältesten Joachimsthaler KBs an, da findest du Namen aus ganz Europa.
Später kamen dazu die Bortenhändler, die erzgebirgische Borten und Klöpperspitzen bis nach Spanien, England, Schottland, Italien und Frankreich weiterverkauften...

Darüber gibt es eine Menge Literatur.

Vor dem "Berggeschrey" sollen schon die Walen oder Venediger im böhmischen und sächsischen Erzgebirge gewesen sein. - link -
Das meiste gehört allerdings ins Reich der Sagen, es gibt aber einige Steinzeichen im böhmischen/sächsischen Erzgebirge, die auf sie zurückgehen sollen.

Lg, Claudia
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Loewe - Steinau an der Oder/Schlesien(vor 1850)
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  #14  
Alt 02.03.2020, 15:24
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Zitat:
Zitat von assi.d Beitrag anzeigen

Ich habe Hunderte von Lerchs in meiner AL. Schon im ersten KB von Tepl um 1590 gibt es diesen Namen. Und die verschiedenen Schreibweisen sind auch normal.

Nachdem ich mir nun ein paar Stunden Tepl / Töpl oder Töpell, ganz langsam durchgesehen habe, bin ich eines Besseren belehrt! Wow..Lerch / Lerich und für mich ganz neu "Leruch" und dieser bekam 1669 einen Sohn Lorentzy. Danke
für deinen indirekten Tipp! Es könnte sein das ihn doch noch finde....
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Geändert von fajo (02.03.2020 um 17:05 Uhr)
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  #15  
Alt 02.03.2020, 15:30
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Zitat:
Zitat von Bergkellner Beitrag anzeigen
Hallo fajo,

Schau dir die ältesten Joachimsthaler KBs an, da findest du Namen aus ganz Europa.
Später kamen dazu die Bortenhändler, die erzgebirgische Borten und Klöpperspitzen bis nach Spanien, England, Schottland, Italien und Frankreich weiterverkauften...

Darüber gibt es eine Menge Literatur.

Vor dem "Berggeschrey" sollen schon die Walen oder Venediger im böhmischen und sächsischen Erzgebirge gewesen sein. - link -
Das meiste gehört allerdings ins Reich der Sagen, es gibt aber einige Steinzeichen im böhmischen/sächsischen Erzgebirge, die auf sie zurückgehen sollen.

Lg, Claudia

Ich danke dir!
Deshalb kann ich auch die beide offenen Weg Walz und evtl. Italien nicht beiseite werfen, obwohl ich gerade in Tepl etwas gefunden habe, was ich noch näher beäugen muss. Habe schon per PN die Info bekommen das ein Österreicher bis zu auf der Walz 3000 km zurück gelegt hatte! Mein erster Blick auf den Link sagt, festhalten. Lese ihn mir gleich mal durch ... nach fast 8 Stunden muss ich nun mal eine kleine Pause einlegen... hab schon auf den Augen...
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Geändert von fajo (02.03.2020 um 15:35 Uhr)
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  #16  
Alt 02.03.2020, 16:53
Anna Sara Weingart Anna Sara Weingart ist offline
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Zitat:
Zitat von fajo Beitrag anzeigen
... die Suche nach meinem Lorenz /Lorenzÿ / Lorenzius Lerch, vielleicht auch noch auf Nord Italien ausweiten könnte.... oder ich liege total daneben...?
Ich verstehe nicht wie man beim FN Lerch an Norditalien denken kann?
Oder meintest Du damit Südtirol?
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Viele Grüße
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  #17  
Alt 02.03.2020, 17:20
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Naja, es ging nicht nur um den FN! Es gab einige Ungereimtheiten. Vor allem die, für unsere Familie, späte Ehe! -wenn der Lorezy als Schlosser auf die Walz gegangen sein sollte (war eigentlich zu der Zeit ein muss), könnten in der Zeit von 2-5 Jahren zwischen 1500 und 3000 km zusammen gekommen sein. Wenn ich mit dem Schlosser und seinen damaligen Aufgaben, die eigentlich anders als heute gelagert waren, auseinander setze (was mir bisher noch nicht ganz möglich war) ist es auch nicht so abwegig. Ich kann nichts finden ob der Lorenz damals der Zunft in Patten angehörte. Allerdings gab es zu diesem Zeitpunkt auch manches Mal eine Vorgabe wo ma hingesendt wurde um sich Neues Wissen anzueignen.
Wenn du einmal in das Video schaust, was ich hier im Forum mit eingebracht habe, erklärt es vielleicht noch etwas mehr.

Allerdings habe ich ein riesen Problem zusätzlich. Ich finde schneller meine Vorfahren, als ich die Schrift, Texte usw. einigermaßen lesen und verstehen kann....
Ohne euch hier im Forum und eure Hilfe hätte ich bestimmt schon einen Knoten im Kopf...
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Geändert von fajo (02.03.2020 um 17:59 Uhr)
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  #18  
Alt 02.03.2020, 19:45
assi.d assi.d ist offline weiblich
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Hall fajo,

Zitat:
Sohn Lorentzy.
Das -y am Ende ist kein echtes Y sondern die Kurzform für -us. Somit heißt dein Lornetzy tatsächlich Lorentz(i)us. Kurz und deutsch: Lorenz!

Gruß
Astrid
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  #19  
Alt 03.03.2020, 07:20
fajo fajo ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von assi.d Beitrag anzeigen
Hall fajo,



Das -y am Ende ist kein echtes Y sondern die Kurzform für -us. Somit heißt dein Lornetzy tatsächlich Lorentz(i)us. Kurz und deutsch: Lorenz!

Gruß
Astrid
Liebe Astrid, da Hast du vollkommen recht, das „y / ÿ“ ist ein „uis“. So ist er auch in seinem Sterbeeintrag verzeichnet. Mal abgesehen von der evtl. Italienisierung der Namen in der Zeit, gibt es mehr als einen Faktor der bei mir die Überlegung Italien (egal ob von dort stammend oder evtl. auch nur ein Beruf bedingter Aufenthalt) offenlässt.

1. Für unsere Familie bisher eine eher sehr späte Heirat (Momentan)
2. Bisher im Umkreis noch keine erste Ehe gefunden
3. Der Beruf Schlosser, der zu dieser Zeit, nach meinen bisherigen Infos, die Bedingung einer u. der Walz hatte
4. Das im Sterbeeintrag seiner 2. Frau (u. evtl. inzwischen gefundenen Kindern und der evtl. ersten Frau?) eine noch andere, bisher einmalige Schreibweise des Nachnamens „Lörig“ (was allem Anschein in Italien vertreten ist?) auftaucht
5. Das Wissen das es italienische Wanderarbeiter in der Gegend gab (nun auch, dass sie zu diesem Zeitpunkt schon vertreten waren)
6. Dass sich technisches, kreative sowie künstlerische Talente komplett durch die Generationen ziehen.
7. ... laut Info (sehr sichere Quell) ist abzusehen, dass dieser Teil Lerch irgendwann und irgendwo über eine Grenze geht/ gehen soll....
...über welche, da lass ich mich überraschen! Eigentlich nach Baden Württemberg, aber der Weg dahin kann noch sehr, sehr viele Umwege aufzeigen oder auch gar nicht dahin führen? .. und dafür bin ich offen ..

Vielleicht kannst du meine Gedankengänge besser nachvollziehen und weist nun, dass ich meine Gedanken nicht nur an einem „ÿ“ oder Haar fest mache.- Ganz, ganz zum Schluss erst beziehe ich das Gerücht im Dorf, das italienisches Blut vorhanden sein soll, in meine Überlegungen mit ein? –

Allerdings kann ich auch ganz auf dem Holzweg sein, da will ich dir nicht wiedersprechen! Nun werde ich erst einmal versuchen noch Tepl ganz auseinander zu nehmen ... Mein momentaner Star(t) ist hier:
http://www.portafontium.eu/iipimage/...0&w=2049&h=890
LG fajo
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Geändert von fajo (03.03.2020 um 07:33 Uhr)
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  #20  
Alt 03.03.2020, 10:32
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fps fps ist offline männlich
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Moin fajo,

ich habe mir Deine Aufstellung angesehen und muss leider sagen: für mich spricht nichts davon für Italien.

Schlosser gab es in Mitteleuropa wohl ebenso wie südlich der Alpen, ansonsten wäre die Häufigkeit des Familiennamens Schlösser, Schlossmacher etc. nicht zu erklären. Dein Schlosser kann von überall her gekommen sein (natürlich auch aus Italien ).

Ich bin den anderen Weg gegangen: ich habe keiner Familienlegende geglaubt. Erst als sich "im Zuge der Ermittlungen" eindeutige Hinweise ergaben, bin ich den Dingen nachgegangen.

Mein Rat: mache es so wie ein guter Kriminalbeamter: ermittle "in alle Richtungen". Wenn sich dann eindeutige Hinweise ergeben, dann verfolge die entsprechenden Spuren.

Viel Erfolg dabei!
__________________
Gruß, fps
Fahndung nach: Riphan, Rheinland (vor 1700); Scheer / Schier, Rheinland (vor 1750); Bartolain / Bertulin, Nickoleit (und Schreibvarianten), Kammerowski / Kamerowski, Atrott /Atroth, Kawlitzki, Obrikat - alle Ostpreußen, Region Gumbinnen
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