#1  
Alt 25.01.2021, 21:33
pauline pauline ist offline
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Dieses Wappen wurde beim Bau des neuen (abgebrannten) Rathauses von Kaltennordheim (Sachsen-Weimar-Eisenach) 1888 eingebaut.



Landgrafsch. Thüringen - Hzt Sachsen - Markgr. Meißen
Pfalzgrafsch. Thüringen - Kurschwerter - Pfalzgrafschaft Sachsen
Grafschaft Orlamünde - Burggr. Altenburg - Grafschaft Brehna
Gefürstete Grafschaft Henneberg



So ist Reihenfolge der Einzelwappen.




Es gibt keine irgendwelche Unterlage zu dem Einbau und Herkunft. Nach meinen Untersuchungen hat es aber nichts mit SWE zu tun.
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  #2  
Alt 26.01.2021, 13:31
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Hracholusky Hracholusky ist offline männlich
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Hallo Pauline,


das Wappen dürfte zu Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar gehören. Er war von 1591 bis 1601 Vormund von Christian II. von Kursachsen und sollte laut Testament von Christian I. bis zu dessen Volljährigkeit als Regent für Kursachsen fungieren; daher auch die Kurschwerter im Wappen.
__________________
Mit besten Grüssen
Gerd
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  #3  
Alt 26.01.2021, 21:13
pauline pauline ist offline
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Schönen Dank für die Antwort. Ich möchte da noch weitere Fragen zu dem Wappen stellen. Mit der Auflösung der "Gemeinsamen sächsischen Regierung der Grafschaft Henneberg" 1660 ist Kaltennordheim damals zu Sachsen Weimar gekommen. Was bedeuten nun die Jahreszahlen auf dem Wappen. Über dem Wappen steht R.N.V. 1837. Bildhauername und Herstellung ? Das past aber nicht zu den zwei Jahreszahlen im Wappen. Oben 1601 und unten 1876. Erstere Zahl könnte dem Zugang zu Sachsen- Weimar etwa 1600 - 1601 entsprechen. Dem zweiten Jahr 1876 kann man kein Ereignis zu Sachsen-Weimar-Eisenach zuschreiben. SWE ist etwa um 1741 endgültig entstanden. Auf jedem Fall ist auch 1876 und 1837 keine Ereignise im Kaltennordheim zuzuordnen. Wie ich schon schrieb, gibt es keine schriftlichen Unterlagen zu dem Wappen bei uns. Der Vorgänger des Rathauses dürfte nach der Zerstörung Kaltennordheims im Dreißigjährigen Krieg 1634 errichtet worden sein. Also kein Bezug zu dem Wappen. Man könnte halt noch denken, daß das Wappen irgendwo im Großherzt. SWE aussortiert worden ist und sich ein Kaltennordheimer einkassiert hat. Es stellt sich eben die Frage, wo, wann und aus welchen Anlass es entstanden ist.
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Geändert von pauline (26.01.2021 um 21:18 Uhr)
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  #4  
Alt 27.01.2021, 16:04
Anna Sara Weingart Anna Sara Weingart ist offline
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Hallo, logisch wäre z.B.

- Steinwappen entstand 1601
- 1837 wurde ein Haus neugebaut, die Jahreszahl 1837 eingefügt
- 1876 war das 275-jährige Jubiläum des Ereignisses 1601


Die Schreibweise der Zahl 1601 und Wappengestaltung passen zu der Zeit um 1601

Das mögliche Ereignis:

Die neuen Landesherren hoben 1601 die bestehenden Centbezirke auf und veranlassten die Einrichtung eines Amtsgerichts im benachbarten Kaltennordheim.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kaltensundheim

Weißt Du etwas über das 1601 eingerichtete Amtsgerichtsgebäude?
__________________
Viele Grüße

Geändert von Anna Sara Weingart (27.01.2021 um 16:13 Uhr)
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  #5  
Alt 27.01.2021, 23:17
pauline pauline ist offline
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Die Centgerichtsgemeinschaft mit Kaltensundheim ist schon früher aufghoben worden. Als Zentrum des Amtes Kaltennordheim existierte die Burg "Meerlins" etwa sei dem 13. Jhdrt. Die Burg war auch zeitweilig die Residenz eines Hennebergers, nämlich Heinrich XI, der Unruhige.
Auf jeden Fall war die Burg bis zu ihrer Zerstörung 1634 Sitz des Amtmannes. Außer der Aufteilung der Hennebergischen Lande und damit neue zugehörigigkeit zu Sachsen Weimar, die sich bis 1601 hingezogen haben könnte, gibt es kein passendes Ereignis. Aus dem Anlass der Besitzergreifung könnte das Wappen aber in der damaligen Burg angebracht worden sein. Wo es dann nach der Zerstörung hingeraten und die weiteren Jahreszahlen angebracht worden sind, wird halt leider im dunkeln bleiben.

Geändert von pauline (30.01.2021 um 10:31 Uhr)
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