#11  
Alt 23.10.2019, 19:46
Philipp Philipp ist offline
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Hallo!

Fehlende Motivation...ich hatte mich auch schon verzettelt und brauchte eine schöpferische Pause.

Mittlerweile versuche ich, Papier gleich bzw. sofort einzuscannen und wegzusortieren.

Die Vorteile sind: Es liegt nichts herum. Man hat eine digitale Kopie zum Ansehen und Nachdenken, kann bei Bedarf einen Ausdruck machen oder sie jemandem senden. Man kann sein Hobby auch mal spontan beiseite legen. Oder wieder anfangen, ohne erst sortieren oder überlegen zu müssen, ob man dieses nicht schon hatte oder wollte.
Es ist auch mühseliger, sich aufzuraffen, eine neue Anfrage zu starten, wenn man dazu erst einen Stapel Papier bewegen muss. Letztendlich wirkt es auch über die Zeit, die es braucht bzw. woanders fehlt.

Manchmal frage ich mich auch, weshalb die ganzen Umstände. Aber dann rufe ich mir einen Satz bei Wikipedia in Erinnerung:
"Von allen im 20. Jahrhundert von Genealogen erarbeiteten Materialien (Ahnenlisten, Kirchenbuchverkartungen) dürfte die Hälfte inzwischen wieder vernichtet und verloren sein."
Und deswegen versuche ich auch, die letzten Zeitzeugen zu erreichen. Obwohl ich merken durfte, dass ich oft zu spät bin. Bei mir wäre vermutlich aber auch 1995 für viele Sachen zu spät gewesen. Ich hätte 1976 anfangen müssen. Aber das sind müßige Gedanken.

Es dürfte nicht nur mir so gehen, dass einige Punkte in der Familiengeschichte der intensiven Betreuung bedürfen, aber auch, dass es Zeiten gibt, wo man einfach nicht mehr vorankommt.

Und das ist nicht schlimm. Obwohl ich mich dann auch frage, ob ich nicht einfach etwas falsch mache oder übersehe.
Für den Fall nehme ich einen Flipchart, mache eine Aufstellung zu der Person: Was habe ich? Was fehlt? Wo könnte ich das herbekommen? Beziehungen zu anderen Personen?
Dann das Ganze in Ruhe bei Tee oder Kaffee oder so auf sich wirken lassen.
Hat schon geholfen. Hilft nicht immer.

Doch manchmal muss man einige Sachen erst ruhen lassen, um sie nach einiger Zeit mit neuen Ideen, Methoden oder Möglichkeiten anzugehen.

Und in der Zwischenzeit macht man mal etwas anderes, um den Kopf freizukriegen.

Was ich nicht wirklich ablegen kann, ist meine Ungeduld. Und neugierig bin ich auch. Und manche Rätsel betrachte ich als Herausforderung. Daher bedarf es dann nur eines kleinen Hinweises - und ich mache weiter.
In der Zwischenzeit habe ich eine Aufstellung, was ich noch tun soll oder muss, um es dann zu tun, wenn ich Zeit und Lust habe, es zu tun.

Meine eigene Geschichte soll nicht nur das Erforschen der Geschichte(n) anderer sein.

VG
Philipp
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  #12  
Alt 28.10.2019, 17:37
Asphaltblume Asphaltblume ist offline
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Ich habe jetzt nach mehreren Jahren Pause wieder angefangen, weil in einem "unehelichen" Familienzweig, von dem ich eventuell lebende Personen gar nicht kenne, wichtige Datenschutzfristen abgelaufen sind, sodass ich jetzt auch ohne Vollmacht eine Kopie eines Heiratseintrags (mit hoffentlich auch Verweisen, z. B. auf einen Sterbeeintrag) bekommen kann.
Inzwischen gibt es auch für andere Linien viel mehr Informationen online, das ist schon beflügelnd!
__________________
Gruß Asphaltblume
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  #13  
Alt 29.10.2019, 14:06
putschi putschi ist offline
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Mir geht es momentan genauso. Ich bin an so vielen toten Punkten angelangt, dass ich mich wohl damit abfinden muss, dass Schluß ist. Die Enden enden in Pommern zu Kirchenbuchseiten in Orten, wo die Kirchenbücher durch Kriegswirren verlustig sind. Wenn da nicht noch Wunder geschehen, war es das erstmal.
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  #14  
Alt 29.10.2019, 17:13
maria1883 maria1883 ist offline weiblich
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Zitat von Philipp Beitrag anzeigen
Hallo!


Doch manchmal muss man einige Sachen erst ruhen lassen, um sie nach einiger Zeit mit neuen Ideen, Methoden oder Möglichkeiten anzugehen.

Und in der Zwischenzeit macht man mal etwas anderes, um den Kopf freizukriegen.



VG
Philipp
oder, wie bei mir. Ich erhielt eine Mail von einem Pommernmitforscher,
ob meine Hensels aus Westgönne mit seinen Hensels aus Schmalzenthin zu tun hätten. Ich habe schon geglaubt, ich finde nichts mehr und habe mir dann die erhaltenen "Neustettiner Kreisblätter" angeschaut und nebenbei erfahren, daß 2 meiner UrUrgroßtanten in ihren Ortschaften als Hebammen arbeiteten(ich wurde Krankenschwester)Zu den Hensels zurück:
ich erfuhr beim intensie-
ven Suchen, dass mein UrUrgroßvater in Schmalzenthin gelebt hat. Da war eigentlich Schluß mit der Linie(dachte ich). Dann durch Zufall fand ich seine Todesanzeige und erfuhr, wer seine Eltern waren und woher sie kamen und kam dann noch eine Generation weiter zurück und wurde zudem noch mit einen schönen weiblichen
Vornamen belohnt: Margana- etwa geboren um 1740. Somit meine älteste Urahnin.
Da hatte es mich wieder gepackt.
Viele Grüße und mein Rat:weiter machen
Waltraud
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