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  #1  
Alt 13.02.2022, 20:10
toshie toshie ist offline
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Registriert seit: 13.02.2022
Beiträge: 80
Standard Suche nach Vorfahren Fam. Bär/Beer evtl. jüdisch

Hallo,


ich bin neu hier. Meine Oma hat immer mal erzählt, ihre Großeltern wären jüdisch oder "Zigeuner" gewesen. Spreche ich sie selbst darauf an, kommt keine Antwort.



Ich habe in ihrem Foto-Fundus nun zwei Fotos gefunden. Einmal ein Hochzeitsfoto von den Großeltern meiner Oma und noch ein Foto, wo ich mich frage, ob das evtl. eine dörfliche Synagoge (gewesen) sein könnte.



Das erstgenannte Foto müsste um 1900 entstanden sein und ich frage mich, ob das ein Schleier ist, den meine UrUrgroßmutter da trägt, der bei jüdischen Hochzeiten damals üblich war oder ob das ein damals "ganz normal" üblicher Schleier war.



Aus welchem Jahr das andere Foto stammt - keine Ahnung. Hinten ist ein Aufdruck mit Leipzig, aber da wurde es ja evtl nur entwickelt.



Kann mir jemand weiterhelfen?


Vielen Dank schon mal!



LG
toshie
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Dateityp: jpg Hochzeitsfoto.jpg (237,7 KB, 84x aufgerufen)
Dateityp: jpg Synagoge_Fragezeichen.jpg (242,8 KB, 110x aufgerufen)
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  #2  
Alt 13.02.2022, 20:50
Benutzerbild von Bienenkönigin
Bienenkönigin Bienenkönigin ist offline weiblich
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Registriert seit: 09.04.2019
Ort: Oberbayern
Beiträge: 1.357
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Hallo Toshie,
das zweite Foto würde ich auf Ende 1950er Jahre tippen.
VG
Bienenkönigin
__________________
Meine Forschungsregionen: München, Pfaffenwinkel (Oberbayern), Franken
Böhmen, Südmähren und Österreich sowie Allgäu
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  #3  
Alt 13.02.2022, 22:36
Kasstor Kasstor ist offline männlich
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Registriert seit: 09.11.2009
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Hallo toshie,

wie hießen denn die Eltern Deiner Oma, ggfs mit Jahreszahlen ?
Das kleine Häuschen auf dem zweiten Foto rechts trägt ja eine Inschrift, aber schärfer bekommt man es wohl nicht hin? Ich rate " Der Vater vom ......." aber eben nur geraten und das entscheidende Wort fehlt.

Freundliche Grüße

Thomas
__________________
FN Pein (Quickborn vor 1830), FN Hinsch (Poppenbüttel, Schenefeld), FN Holle (Hamburg, Lüchow?), FN Ludwig/Niesel (Frankenstein/Habelschwerdt) FN Tönnies (Meelva bei Karuse-Estland, später Hamburg), FN Lindloff (Altona, Lüneburg, Suderburg)

Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam
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  #4  
Alt 14.02.2022, 00:10
toshie toshie ist offline
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Registriert seit: 13.02.2022
Beiträge: 80
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Hallo Bienenkönigin und Thomas,


Danke schon mal für eure Antworten.


@Thomas: das sind nicht die Eltern meiner Oma, sondern ihre Großeltern. Ich weiß nur, dass zumindest die Großeltern meiner Oma damals aus Polen nach Deutschland kamen und hatte schon selber recherchiert, dass damals polnische Juden zwecks Hilfsarbeiten (Feldarbeit etc.) in Thüringen und Sachsen ansässig wurden. Meine Oma stammt aus Thüringen und wurde 1939 geboren. Auch habe ich bereits heraus gefunden, dass der Geburtsname der Mutter meiner Oma Bär/Baer ist, was ja durchaus ein typischer - aber nicht zwingend, ich weiß - jüdischer Nachname in Deutschland ist. Die Vornamen meiner Oma sind Rosemarie Ruth und sie hat erzählt, dass sie deswegen in der Schule gemobbt wurde, weil das ja jüdische Vornamen seien....



Ich hatte "hintenrum" mich vor ein paar Jahren schon mal gekümmert und nach und nach die Geburtsurkunden angefordert, was ja auch schon ein aufwändiger Prozess ist. War damals schon in Foren wie diesem hier unterwegs, auch in einem speziell zur jüdischen Ahnenforschung, nur scheint es diese Foren leider nicht mehr zu geben und ich bin damals dann auch nicht mehr dran geblieben.



Das Foto mit dem Davidstern auf dem Haus ist tatsächlich recht klein und die Schrift auf dem Haus daneben schon auf dem Originalfoto sehr verschwommen. Ich habe es jetzt noch einmal herausgesucht und nochmals fotografiert und mit der Lupe angeschaut. Null Chance, man erkennt es nicht. Bräuchte man wohl einen Profi für das Foto (Nachbearbeitung oder so etwas). Ich habe es erneut fotografiert mit verstärkter Neigung zu dem Haus daneben. Weiß nicht, ob es Sinn macht es hochzuladen, weil ich erkenne da auch in Vergrößerung nicht, was da an dem Nachbarhaus für ein Schriftzug steht.



Aber eine Synagoge dürfte das Haus mit dem Davidstern doch wohl sein, oder? Ich weiß ja selber, dass es Synagogen nicht nur in Städten gab. Und diese auch sehr klein und simpel sein konnten. Auch nach 1945.



Mir geht's auch darum Hilfe zu finden, wo ich mich hinwenden kann. Wie gesagt, es gab als ich mich schon mal damit beschäftigte, Foren, die es offenbar nicht mehr gibt und in denen mir schon sehr geholfen wurde. Nur hatte ich noch nie Zugriff auf den Foto-Fundus in ihrer Wohnung. Ich bin nur gerade hier in der Wohnung, während meine Oma in ihrem Ferienhaus ist und konnte nun in Ruhe mal schauen. Geburtsurkunden etc. habe ich hier noch nicht gefunden und soweit ich weiß, liegen solche Unterlagen wohl beim Notar.



VG
toshie
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  #5  
Alt 30.03.2022, 21:17
hessischesteirerin hessischesteirerin ist offline
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Zitat:
Zitat von toshie Beitrag anzeigen
Hallo Bienenkönigin und Thomas,


Danke schon mal für eure Antworten.


@Thomas: das sind nicht die Eltern meiner Oma, sondern ihre Großeltern. Ich weiß nur, dass zumindest die Großeltern meiner Oma damals aus Polen nach Deutschland kamen und hatte schon selber recherchiert, dass damals polnische Juden zwecks Hilfsarbeiten (Feldarbeit etc.) in Thüringen und Sachsen ansässig wurden. Meine Oma stammt aus Thüringen und wurde 1939 geboren. Auch habe ich bereits heraus gefunden, dass der Geburtsname der Mutter meiner Oma Bär/Baer ist, was ja durchaus ein typischer - aber nicht zwingend, ich weiß - jüdischer Nachname in Deutschland ist. Die Vornamen meiner Oma sind Rosemarie Ruth und sie hat erzählt, dass sie deswegen in der Schule gemobbt wurde, weil das ja jüdische Vornamen seien....




VG
toshie
Bär ist in meiner Heimat ein ganz gängiger, weit verbreiteter, nicht jüdischer Name und sowohl Ruth,als auch Rosemarie, sind Namen aus dem ersten Testament, also hebräisch (nicht gleich jüdisch). meine Mutter heisst Ruth Rosemarie, ich selbst habe Ruth als Zweitnamen, aber noch nie wurde deswegen jemand gehänselt.
Mobben gab es damals nämlich noch nicht.

Meine Ma und ich haben den Namen Ruth wegen der Roten Haare bekommen (meine sind aber recht schnell blond geworden)

aufgrund dieser Namen auf jüdische Herkunft herzuleiten, ist gewagt

Deine Oma hat jedoch gesagt, entweder jüdisch oder zigeuner

Nur Zigeuner waren nicht nur Sinti und Roma gemeint, sondern auch das reisende Volk, wie z. B Kramer, die im Land herumzigeunerten. Auch Musiker wurden so genannte, wenn sie von Jahrmarkt zu Jahrmarkt zogen.
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  #6  
Alt 14.02.2022, 00:24
toshie toshie ist offline
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Ergänzend: ich meine mit Geburtsurkunden weitere Geburtsurkunden als die, die ich schon selbst "hintenrum" erhalten habe und ggfs. weitere Unterlagen, die auf jüdische Vorfahren hinweisen, sind hier nicht vorhanden. Solche Unterlagen liegen beim Notar, was ja auch vernünftig ist.
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  #7  
Alt 14.02.2022, 12:22
Griefenow Griefenow ist offline
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Registriert seit: 03.06.2016
Beiträge: 108
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Hallo,


also das Hochzeitsfoto würde ich so auf 1910 - 20 datieren. Aber eher Richtung 1910. Sie trägt einen damals typischen Schleier. Allerdings ist ihr Rock schon recht kurz, vielleicht doch nach dem 1. WK?


Lieber Gruß
Anke
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  #8  
Alt 14.02.2022, 13:32
Manni1970 Manni1970 ist offline
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Beiträge: 2.004
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Hallo toshie,

ich verstehe Deine Angaben so:

0 Herr Bär aus Polen, oo ca. 1910-1920 [im Deutschen Reich oder noch in Polen?], Frau ? aus Polen [Personen auf dem Hochzeitsfoto]
1) Tochter Bär, * nach 1910-1920, oo Herr ?
(1) Rosemarie Ruth ?, * 1939 Thüringen
Und welche Angaben fehlen Dir jetzt? Weil einige Geburtsurkunden hast Du doch, an welcher Stelle kommst Du denn nicht weiter?

MfG
Manni
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  #9  
Alt 16.02.2022, 18:11
Benutzerbild von Svenja
Svenja Svenja ist offline weiblich
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Registriert seit: 07.01.2007
Ort: Kanton Luzern, Schweiz
Beiträge: 3.658
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Hallo Toshie

Hast du dir Urkunden von den jeweils zuständigen Standesämtern besorgt? Haben die dir Urkunden/Abschriften oder Kopien von den Original-Einträgen zugestellt? Was du benötigst sind Kopien von den Original-Einträgen mit allen Randvermerken. Wenn es an den Wohnorten auch eine Synagoge bzw. jüdische Gemeinde gab, müsste man mal herausfinden, ob die jüdischen Matrikeln noch existieren und wo sie sich befinden, manche sind ja inzwischen sogar online einsehbar. Hast du bezüglich des Fotos schon mal nach alten Fotos oder Postkarten aus derselben Zeit von Leipzig und Umgebung gesucht? Falls auf dem Aufdruck auf der Rückseite des Fotos der Name eines Fotoateliers erwähnt ist, könnte man herausfinden von wann bis wann dieses bestand. Es sind übrigens auch Adressbücher aus diversen Orten Sachsens online einsehbar.

https://adressbuecher.sachsendigital.de/startseite/

Wenn du mit anderen jüdischen Genealogen in Kontakt kommen möchtest, kann ich dir JewishGen empfehlen, die haben viele interessante Datenbanken und auch die Mailinglisten sind sehr hilfreich (allerdings in Englisch).

Gruss
Svenja
__________________
Meine Website über meine Vorfahren inkl. Linkliste:
https://iten-genealogie.jimdofree.com/

Interessengemeinschaft Oberbayern http://forum.ahnenforschung.net/group.php?groupid=38

Interessengemeinschat Unterfranken http://forum.ahnenforschung.net/group.php?groupid=37

Interessengemeinschaft Sudetendeutsche http://forum.ahnenforschung.net/group.php?groupid=73
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  #10  
Alt 18.02.2022, 06:52
toshie toshie ist offline
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Registriert seit: 13.02.2022
Beiträge: 80
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Hallo Svenja,



Danke für deine Antwort!



Ich habe mich mit dem Foto von dem Gebäude jetzt direkt an die thüringische jüdische Gemeinde gewendet und hoffe da auf Hilfe. Ich weiß ja selbst, dass das alles eigentlich sehr gut erforscht ist. D.h., sie müssten mir ja sagen können, wo sich das Gebäude befunden hat bzw. das Foto intern weiterleiten etc. pp.



LG
toshie
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