#1  
Alt 21.05.2021, 16:09
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Tausendaugen Tausendaugen ist offline männlich
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Standard Wasserburger in/um St. Pölten

Die Suche betrifft das Jahr oder den Zeitraum: 1750-1790
Genaue Orts-/Gebietseingrenzung: Postupitz/Postupice
Konfession der gesuchten Person(en): katholisch
Bisher selbst durchgeführte Internet-Recherche (Datenbanken):
Zur Antwortfindung bereits genutzte Anlaufstellen (Ämter, Archive): diverse (Ancestry, Familysearch, Original-Kirchenbücher/Matricula, Genteam, Myheritage, etc.)


Liebe Forengemeinde,

ich bitte um eure Mithilfe bei einer harten 'Nuss'. In einem Stammbaum, welchen ich bearbeite, tauchen zwei Familien aus dem deutschsprachigen Raum plötzlich (ohne Erklärung über Grund des Zuzugs o.ä.) in der mittelböhmischen Region, genauer gesagt im Ort Postupitz (Postupice, Středočeský kraj) auf. Die Familien tauchen vor 1799 überhaupt nicht in den Kirchenbüchern des Ortes und der Region auf und der Zuzug geht es diversen Taufeinträgen der Enkelgeneration hervor.

Eine dieser Familien hat den Namen Wasserburger. Der Ehemann Michael (der als tiskar, Drucker bezeichnet) und Ehefrau Eva (Geburtsname nicht bekannt) sterben 1812 und 1818 in Postupice. Beide sind scheinbar mit nur einer einzigen Tochter zugezogen, welche 1812 den Tischler Faust aus dem Kurmainzschen in Postupice heiratet. In zwei Taufeinträgen der Enkelkinder 1821 und 1824 wird als Herkunftsort des Michael Wasserburger Sankt Pölten angegeben. Die beiden Ehepartner sollen (errechnet) 1748 und 1747 geboren sein.

Die dortigen Kirchenbücher habe ich erfolglos durchsucht, auch Genteam hat hier leider keine sinnvollen Hinweise gegeben. Zudem scheint es am neuen Wohnort Postupitz keine Unterlagen außerhalb der Kirchenbücher zu geben, welche näheres klären.

Wer kann hier eventuell mit einem Tipp bitte weiterhelfen oder hat diese Personen vielleicht sogar im Stammbaum?

LG und besten Dank

Tausendaugen
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  #2  
Alt 21.05.2021, 16:12
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Faust aus Kurmainz interessiert mich.
Gibts da zum Traueintrag einen Link?
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Falls im Eifer des Gefechts die Anrede mal wieder vergessen gegangen sein sollte, wird sie hiermit mit dem Ausdruck allergrößten Bedauerns in folgender Art und Weise nachgeholt:
Guten Morgen/Mittag/Tag/Abend. Grüß Gott! Servus.
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Und zum Schluss:
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  #3  
Alt 21.05.2021, 16:27
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Lieber Horst,

danke, dass du nachfragst. Dabei ist mir direkt eine Verwechselung aufgefallen. Das habe ich mit einer Linie Becker verwechselt, die wohl ihren Ursprung in Klein-Winternheim bei Mainz nimmt und ins Rheinland führt.

Tatsächlich stammen die Fausts dieser Linie aus Fulda. Johann Georg Faust, welcher die Anna Wasserburger in Postupice 1812 heiratet, soll zwischen 1767 (lt. Altersangabe beim Tod) und 1776 (lt. Altersangabe bei der Eheschließung) in Fulda geboren sein. Gestorben ist er 1867 in Postupice.

LG
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  #4  
Alt 21.05.2021, 16:44
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Vielen Dank,
falls Du ihn in Fulda nicht findest, dann schau mal in Burghaun.
Links am 6.10. eine Taufe in der Pfarrei Burghaun:
https://data.matricula-online.eu/de/...rt/1-02/?pg=34
Natürlich nicht der Abwanderer.


24.12.1780 ein Johann Georg Faust:
https://data.matricula-online.eu/de/...rt/1-02/?pg=39
Wäre natürlich ein Riesenzufall.
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  #5  
Alt 21.05.2021, 16:58
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Lieber Horst,

vielen Dank für die schnelle Suche! Das gibt mir zumindest mal eine weitere Spur, denn tatsächlich konnte ich über die bisherigen Suchmethoden und auch die hessische Auswandererdatenbank die Familie Faust ebenfalls nicht aufspüren. Ich werde die Spur mal weiterverfolgen...

Lieben Dank!
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  #6  
Alt 21.05.2021, 18:58
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Ich mach mal aus den tausend Augen tausendundzwei:

Über ANNO bin ich auf den Namen Wasserburger in Wien gestoßen. Dort gibt es einen 1748 geborenen Johannes Franziskus Michael Wasserburg, ein Sohn des Lederers/Rotgärbers Johannes Michael Wasserburger (auch Wasserburg) und dessen Ehefrau Theresia:
https://data.matricula-online.eu/de/...01-078/?pg=243

Das ist natürlich noch keine Beweis, dass es sich um den Richtigen handelt, aber immerhin eine Spur. Ob und wann er über St. Pölten nach Böhmen gekommen sein könnte, bleibt offen.


Gruß, Susanna
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  #7  
Alt 21.05.2021, 19:12
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Hier links unten noch ein Wasserburger in Wien:
https://data.matricula-online.eu/de/...02-052/?pg=264


Und der in #6 Genannte hier:
https://data.matricula-online.eu/de/...02-050/?pg=534
Eggenburg liegt zumindest in der Diözese St. Pölten.
Und Wasserburger findest Du in Eggenburg zuhauf:
https://data.matricula-online.eu/de/...rg/A+1/?pg=180
Auch einen Joseph, 1718 geboren:
https://data.matricula-online.eu/de/...%252F03/?pg=84
Wird sicherlich nicht der einzige Kandidat sein.
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Und zum Schluss:
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Geändert von Horst von Linie 1 (21.05.2021 um 19:19 Uhr)
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  #8  
Alt 22.05.2021, 09:20
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Tausendaugen Tausendaugen ist offline männlich
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Liebe Susanna und lieber Horst,

Zitat:
Ich mach mal aus den tausend Augen tausendundzwei


ich bin euch sehr dankbar für eure Hinweise! Ich gehe auch mittlerweile davon aus, nach aller Recherche, dass mit Sankt Pölten nicht der Ort selbst, sondern die Diözese gemeint ist. Und damit kämen die von euch gefundenen Kandidaten zumindest einmal in die engere Auswahl. Jetzt kann ich weitersuchen.

Lieben Dank!
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  #9  
Alt 22.05.2021, 15:52
Zita Zita ist offline
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Zitat:
Zitat von Tausendaugen Beitrag anzeigen
Ich gehe auch mittlerweile davon aus, nach aller Recherche, dass mit Sankt Pölten nicht der Ort selbst, sondern die Diözese gemeint ist.
Hallo Tausendaugen,

ich hatte noch nie, dass als Herkunftsort nur die Diözese genannt wurde und bin deshalb sehr skeptisch. Wenn bei den Taufen der Enkel nach der Herkunft gefragt wurde, dann hätte die Tochter doch bestenfalls den Herkunftsort (hier scheinbar nicht/ganz korrekt) gewusst, aber nicht die kirchorganisatorische Einheit.

Wenn man diese Logik weiter verfolgt, wäre ja auch Fulda nicht der Herkunftsort, sondern der Name des Bistums.

Wie schaut es denn diesbezüglich bei anderen Einträgen mit "Fremden" aus?

LG Zita

Geändert von Zita (22.05.2021 um 15:54 Uhr)
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  #10  
Alt 22.05.2021, 17:31
Su1963 Su1963 ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von Zita Beitrag anzeigen
Wenn bei den Taufen der Enkel nach der Herkunft gefragt wurde, dann hätte die Tochter doch bestenfalls den Herkunftsort (hier scheinbar nicht/ganz korrekt) gewusst, aber nicht die kirchorganisatorische Einheit.

Falls das Ganze aber nicht mündlich sondern schriftlich läuft, sieht die Sache wieder anders aus.
Damals durfte man ja nicht einfach in der Wltgeschichte herumreisen, sondern musste immer irgendeine Art von Erlaubnis besorgen. Und die könnte durhcaus vn der Diözese ausgestellt worden sein.


Klar ist mit dieser Spur noch nichts gewonnen, die Arbeit fängt im Gegenteil erst an. Aber das hat Tausendaugen offenbar ohnehin vor.



LG Susanna
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