#1  
Alt 16.05.2021, 14:47
Benutzerbild von KWalter
KWalter KWalter ist offline weiblich
Benutzer
 
Registriert seit: 17.10.2020
Ort: bei Berlin
Beiträge: 7
Standard Flucht aus russischer Gefangenschaft

Hallo Zusammen,

ich hoffe einer von euch kann mir weiterhelfen.

Mein Opa wurde damals von den Russen in Gefangenschaft genommen und in / bei Leningrad (Sankt Petersburg) gefangen gehalten.
Er konnte von dort mit einem Insassen (Fallschirmspringer) nach Wittenberg / Lutherstadt fliehen.

Mein Opa ist 1928 in Landsberg / Warthe geboren und 1948 wurde das erste Kind geboren, daher gehe ich davon aus, dass er etwa zwischen 1943 und 1947 in Gefangenschaft gewesen sein muss.

Leider ist mein Opa 2013 verstorben und meine Oma hat sich nie für die Flucht interessiert, daher wissen wir leider nicht mehr darüber.

Ich hoffe einer kann mir sagen wo oder wie ich eventuell an weitere Informationen kommen kann.

Vielen Dank im Voraus.
__________________
LG
Kim

+++ Busch, Danneberg, Daum, Goldelius, Hagendorf, Heiduk, Kaeding, Niendorf, Seichter, Walter +++
Fraustadt (Kreis Glogau), Krappitz, Stolzenberg (Landsberg/Warthe), Klöpperfier (Kreis Neustettin; jetzt Chłopowo), Jüterbog und Umgebung
Mit Zitat antworten
  #2  
Alt 16.05.2021, 14:56
Benutzerbild von consanguineus
consanguineus consanguineus ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 15.05.2018
Ort: Harz
Beiträge: 2.914
Standard

Hallo Kim,

mein Großvater ist ebenfalls aus sowjetischer Gefangenschaft geflohen, daher interessiert mich das Thema. Aber wie kann es sein, daß Deine Großmutter darüber nichts sagen kann? Sie wird doch mit Deinem Großvater irgendwann einmal darüber gesprochen haben. Ich verstehe das nicht.

Viele Grüße
consanguineus
__________________
Suche:

Joh. Christian KROHNFUSS, Jäger, * um 1790
Anton BLANKE, Halbspänner in Kl. Rhüden, * um 1750

Joh. Andr. MAASBERG, Bürger und Windmüller in Peine, * um 1730
Daniel KRÜGER, Amtmann in Bredenfelde, * err. 1729
Georg Melchior SUDHOFF, Pächter in Calvörde, * um 1680
Dorothea v. NETTELHORST a. d. H. Kapsehden, * um 1600
Mit Zitat antworten
  #3  
Alt 16.05.2021, 17:22
schulkindel schulkindel ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 28.02.2018
Beiträge: 387
Standard

Hallo,

Zitat:
Mein Opa wurde damals von den Russen in Gefangenschaft genommen und in / bei Leningrad (Sankt Petersburg) gefangen gehalten.
Er konnte von dort mit einem Insassen (Fallschirmspringer) nach Wittenberg / Lutherstadt fliehen.
Ich hatte 2014 die WAST (Deutsche Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht) angeschrieben.
Von dort habe ich eine präzise Auskunft bekommen, in welchen Truppenteilen und wo mein Vater gewesen ist.
Die Auskunft endete dann mit einem Datum im Jahr 1944 dass er als vermisst galt.
Er war einfach in sowjetische Gefangenschaft geraten.
Man riet mir, mich an das DRK in München zu wenden.

Die WAST hat ihre Akten jetzt weitergegeben. Sieh mal hier
https://www.bundesarchiv.de/DE/Conte...kartei-pa.html

Schau mal auf diese Seite
https://www.drk-suchdienst.de/kontakt/

Von da habe ich dann Angaben zu den Lagern bekommen, in denen mein Vater bis zu seiner Entlassung war.

1943 war die deutsche Wehrmacht, die vor Leningrad gelegen hatte, schon auf dem Rückzug.
Wenn Dein Opa aus der Gefangenschaft geflohen ist, gibt es natürlich keine Abschlusspapiere.

Lutherstadt Wittenberg war in der sowjetisch besetzten Zone.
Wie er da seine Ankunft aus der Gefangenschaft bzw. Flucht erklären konnte, gibt Rätsel auf.

Trotzdem, probiere den hier aufgezeigten Weg!

Gruß
Renate
Mit Zitat antworten
  #4  
Alt 17.05.2021, 18:29
Benutzerbild von KWalter
KWalter KWalter ist offline weiblich
Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 17.10.2020
Ort: bei Berlin
Beiträge: 7
Standard

Zitat:
Zitat von consanguineus Beitrag anzeigen
Hallo Kim,

mein Großvater ist ebenfalls aus sowjetischer Gefangenschaft geflohen, daher interessiert mich das Thema. Aber wie kann es sein, daß Deine Großmutter darüber nichts sagen kann? Sie wird doch mit Deinem Großvater irgendwann einmal darüber gesprochen haben. Ich verstehe das nicht.

Viele Grüße
consanguineus
Hallo consanguineus,

mein Oma wollte es sich nie anhören und mein Opa durfte darüber auch nicht reden und so ist es leider tot geschwiegen worden.
__________________
LG
Kim

+++ Busch, Danneberg, Daum, Goldelius, Hagendorf, Heiduk, Kaeding, Niendorf, Seichter, Walter +++
Fraustadt (Kreis Glogau), Krappitz, Stolzenberg (Landsberg/Warthe), Klöpperfier (Kreis Neustettin; jetzt Chłopowo), Jüterbog und Umgebung
Mit Zitat antworten
  #5  
Alt 17.05.2021, 18:34
Benutzerbild von KWalter
KWalter KWalter ist offline weiblich
Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 17.10.2020
Ort: bei Berlin
Beiträge: 7
Standard

Zitat:
Zitat von schulkindel Beitrag anzeigen
Hallo,



Ich hatte 2014 die WAST (Deutsche Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht) angeschrieben.
Von dort habe ich eine präzise Auskunft bekommen, in welchen Truppenteilen und wo mein Vater gewesen ist.
Die Auskunft endete dann mit einem Datum im Jahr 1944 dass er als vermisst galt.
Er war einfach in sowjetische Gefangenschaft geraten.
Man riet mir, mich an das DRK in München zu wenden.

Die WAST hat ihre Akten jetzt weitergegeben. Sieh mal hier
https://www.bundesarchiv.de/DE/Conte...kartei-pa.html

Schau mal auf diese Seite
https://www.drk-suchdienst.de/kontakt/

Von da habe ich dann Angaben zu den Lagern bekommen, in denen mein Vater bis zu seiner Entlassung war.

1943 war die deutsche Wehrmacht, die vor Leningrad gelegen hatte, schon auf dem Rückzug.
Wenn Dein Opa aus der Gefangenschaft geflohen ist, gibt es natürlich keine Abschlusspapiere.

Lutherstadt Wittenberg war in der sowjetisch besetzten Zone.
Wie er da seine Ankunft aus der Gefangenschaft bzw. Flucht erklären konnte, gibt Rätsel auf.

Trotzdem, probiere den hier aufgezeigten Weg!

Gruß
Renate

Hallo Renate,

bei DRK habe ich auch schon angefragt, dort wurde ich leider nur an die russische Föderation verwiesen. Um bei der russischen Föderation anzufragen habe ich leider zu wenig Infos.

Ich bin mir nicht mal sicher ob er gedient hat.
__________________
LG
Kim

+++ Busch, Danneberg, Daum, Goldelius, Hagendorf, Heiduk, Kaeding, Niendorf, Seichter, Walter +++
Fraustadt (Kreis Glogau), Krappitz, Stolzenberg (Landsberg/Warthe), Klöpperfier (Kreis Neustettin; jetzt Chłopowo), Jüterbog und Umgebung
Mit Zitat antworten
  #6  
Alt 18.05.2021, 16:11
schulkindel schulkindel ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 28.02.2018
Beiträge: 387
Standard

Hallo Kim,

Zitat:
Ich bin mir nicht mal sicher ob er gedient hat.
Dann wird es schwierig, das Bundesarchiv kann da nicht helfen.
Wenn er von 1943 bis 1947 in sowjetischer Gefangenschft war, gehe ich davon aus, dass er Soldat war.
Die sowjetischen Besatzer in der Ostzone bzw. DDR haben zwar auch etliche Deutsche in Gewahrsam genommen und in die Sowjetunion zur Zwangsarbeit verbracht, aber das war nach dem 08.05.1945.

Renate
Mit Zitat antworten
  #7  
Alt 18.05.2021, 16:27
schulkindel schulkindel ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 28.02.2018
Beiträge: 387
Standard

Hallo consanguineus,

Zitat:
Aber wie kann es sein, daß Deine Großmutter darüber nichts sagen kann? Sie wird doch mit Deinem Großvater irgendwann einmal darüber gesprochen haben. Ich verstehe das nicht.
Doch, da gibt es mehrere Gründe.
Sie kann als Frau Unsägliches erlebt haben und wollte das verdrängen.
Der zweite (Spekulation, Kim möge mir verzeihen).
Unter welchen Umständen floh er, was passierte auf der Flucht?
Daran schließt sich an, dass es ratsam war, in der sowjetisch besetzten Zone/DDR zu schweigen und die Oma wollte Genaues und Belastbares nicht wissen.

Renate
Mit Zitat antworten
  #8  
Alt 18.05.2021, 19:31
Heinz_Bonn Heinz_Bonn ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 03.01.2012
Beiträge: 266
Standard flucht aus Gefangenschaft

Hallo Kim,


1944 war Dein Großvater 16 Jahre alt, normalerweise nicht das Alter um als Soldat eingezogen zu werden. Vielleicht stellt Du den Bericht vom Bundesarchiv hier ein (die Daten der Bearbeiterin oder des Bearbeiters unkenntlich machen). Es gibt hier einige Experten, die Dir bestimmt mehr dazu sagen können.


Gruß Heinz
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Stichworte
flucht , gefangenschaft , leningrad , sankt petersburg

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu

Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 15:31 Uhr.