#1  
Alt 30.03.2008, 12:56
Benutzerbild von Preussin
Preussin Preussin ist offline
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Hallo Forum,

in meiner Familiengeschichte gibt es eine Wilhelmine Schulenburg, welche 1872 in Witten einen Joseph Lanwehr geheiratet hat. Ihr erster Ehemann war angeblich an einer Lungenentzündung gestorben, aus der ersten Ehe sollen angeblich sechs Kinder hervorgegangen sein, über die jetzt aber überhaupt keine Informationen mehr aufzufinden sind. Zudem wundert es mich, daß Wilhelmine mit ihrem Mädchennamen Schulenburg die zweite Ehe eingegangen ist. War es (oder ist es nicht meist immer noch so) daß die Frau auch nach dem Tod des Ehemannes dessen Namen erstmal weiterführt?
Langsam zweifele ich ein wenig an der Existenz dieser ersten Ehe.
Hat jemand Erfahrungen mit einem ähnlichen Fall?

Gruß, die Preussin.
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  #2  
Alt 30.03.2008, 13:28
Benutzerbild von Hintiberi
Hintiberi Hintiberi ist offline männlich
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Hallo Preußin,

zumindest in den Kirchenbuchunterlagen habe ich schon verschiedenst verfaßte Eheeinträge gesehen. Der Geburtsname der Frau wird dabei normalerweise immer erwähnt.
Meist wird bei einer zweiten Ehe auch vermerkt, daß die Frau Witwe gewesen ist, aber selbst daß muß nicht zwingendermaßen eingetragen sein.
Es kann durchaus vorkommen, daß der Name des ersten Mannes nicht eingetragen wurde, das lag dann sicher im Ermessen des Pastors.

Nur daß der Name des ersten Mannes nicht erwähnt ist, heißt also noch lange nicht, daß sie nicht vorher schon verheiratet gewesen war.

Viele Grüße
-Jens
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  #3  
Alt 30.03.2008, 14:44
roi roi ist offline
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Ich habe so einen Fall:
Meine Vorfahrin Margret Elisabeth Lamprecht, * Stadthagen? um 1665, + Großenwieden 23.03.1741 war in erster Ehe mit Hermann Henrich Wingendorf + Großenwieden 27.05.1703 verheiratet, das Paar hatte 6 Kinder. Am 13.10.1705 heiratete sie dann Christian Berckhausen, aber überraschenderweise steht sie im Heiratseintrag nur unter ihrem Geburtsnamen und nicht als Witwe Wingendorf. Ich habe sie deshalb erst mal gar nicht wahrgenommen, zumal bei der Geburt der Kinder immer nur der Vater aufgeführt war.
Warum der Eintrag so erfolgte, weiß ich nicht. Der neue Mann war als Vogt der Nachfolger des Verstorbenen und es ist anzunehmen, dass der Pastor in diesem winzigen Dorf die Familienverhältnisse genau kannte.
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  #4  
Alt 30.03.2008, 14:50
Benutzerbild von Uli
Uli Uli ist offline
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1872 in dieser Zeit gab es Standesämter. Folglich müsste doch die Heirat dort urkundlich hinterlegt sein. Die Pfarrer können vielleicht machen was sie wollen aber Beamte nicht.

gruss

uli
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  #5  
Alt 30.03.2008, 15:13
gudrun gudrun ist offline
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Hallo,

nicht überall gab es 1872 schon die Standesämter. Da ist dann noch der Pfarrer zuständig.
Übrigens, ich habe auch verschiedentlich Witwen in meiner Ahnenliste, wo das mit den Namen unterschiedlich gehandhabt wurde, das kam anscheinend auf den Pfarrer an.

Viel Glück beim Puzzle-Spiel Familienforschung
wünscht
Gudrun
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  #6  
Alt 30.03.2008, 15:39
Benutzerbild von Ursula
Ursula Ursula ist offline
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Zitat:
Original von Uli
Die Pfarrer können vielleicht machen was sie wollen aber Beamte nicht.
Hallo Uli,

das stimmt leider nicht. Auf der Heiratsurkunde meiner Großeltern ist der Wohnort der Eltern meiner Großmutter einfach falsch eingetragen. Die haben dort niemals auch nur 1 Tag gewohnt und sind auch dort nicht geboren.

Da hat der Beamte schlichtweg "geschlafen". Es ist nämlich der Herkunftsort der Eltern meines Großvaters.


Viele Grüße
Uschi
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  #7  
Alt 30.03.2008, 16:00
Benutzerbild von Uli
Uli Uli ist offline
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Hallo Gudrun,
du hast recht ich habe nochmal nachgeschaut in Preussen wurden sie erst am 01. 10. 1874 eingeführt.
habe hier von GenWiki den entsprechenden Artikel hierher verlinkt.

http://wiki-de.genealogy.net/Personenstandsregister

gruss

uli
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