#1  
Alt 20.04.2018, 08:10
Wanderer40 Wanderer40 ist offline
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Standard allgemeine Frage zu Nimtsch und Reichenbach vor 1580

Die Suche betrifft das Jahr oder den Zeitraum: <1580
Genaue Orts-/Gebietseingrenzung: Nimptsch
Profession der gesuchten Person(en): Hufschmied und Hausfrau



Hallo,

ich habe eine allgemeine Frage zu Dokumenten aus Schlesien, nämlich ob es aus den Orten Nimtpsch/Niemcza und dem benachbarten Reichenbach/Dzierzoniow grundsätzlich Dokumente aus dem 16. Jhdt. gibt und wenn ja wo.

Vielen Dank!

LG
Wanderer40
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  #2  
Alt 20.04.2018, 20:52
henry henry ist offline männlich
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Hallo,

Ort Nimtpsch/Niemcza ab 1559
https://szukajwarchiwach.pl/82/130/7...ge=1#tabZespol

zuständig ist

Archiwum Państwowe we Wrocławiu
ul.Pomorska 2
50 – 215 Wrocław
Polen
Telefon +4871 3288101

sekretariat@ap.wroc.pl
wwwhttp://www.ap.wroc.pl
__________________




Gruss henry
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  #3  
Alt 21.04.2018, 14:20
Wanderer40 Wanderer40 ist offline
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Hallo Henry,

Vielen Dank, polnische Archive sind für mich noch ein spanisches Dorf.

LG
Wanderer40
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  #4  
Alt 21.04.2018, 18:12
henry henry ist offline männlich
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Hallo Wanderer40,

bitte schreib die Anfrage in deutsch die Antwort bekommst du in der polnischen Sprache.
__________________




Gruss henry
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  #5  
Alt 22.04.2018, 09:50
Kleinschmid Kleinschmid ist offline
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Langsam, langsam ... Bei der genannten Archivsignatur handelt es sich um die ev. KB aus Nimptsch. Nimptsch lag im Fü. Brieg, das den Piasten gehörte, weswegen sich die Bücher bzw. die Kirchen nur kurze Zeit (bspw. hier kath. Tf von Okt. 1701-Feb. 1706) in der Hand der Katholiken befanden. Deshalb liegen also heute noch praktisch durchgehende KB vor. ABER ... Wallenstein ließ Nimptsch am 4.7.1633 niederbrennen - dabei auch das Pfarrhaus mit den KB. Es gibt also keine Nimptscher KB mehr vor 1633. Heute beginnt der Tf-Bd. am 4.1.1635 - der Teil bis 1633 ging verm. verloren, denn das Bg-Register fängt mit dem 31.7.1633 an. Im neuen Tf-Bd. gibt es jedoch einige Nachträge, und zwar für die Jahre 1559, 1589, 1599, 1604, 1617, 1622 u. 1624. Meist bestehen diese jedoch nur aus jeweils einem Eintrag!

Bei der Suche nach 'Dokumente aus dem 16. Jhdt.' für die Stadt Nimptsch sind die ev. KB somit denkbar ungeeignet.
Zusatz: Zur deren Einsicht braucht man auch keine poln. Archivare - die Mormonen haben die KB schon seit den 1970er Jahren verfilmt.
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  #6  
Alt 23.04.2018, 19:21
Wanderer40 Wanderer40 ist offline
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Hallo Kleinschmied,

Vielen Dank für Deine ausführliche Erklärung. Ich hab gar nicht gewusst, dass die Österreicher eine eigene Stadt abgefackelt hatten. Aber gut, die Habsburger hatten es nie so mit den Protestanten.
Mit einem Wort, eine weitere Suche nach dem Matz Escher kann ich mir sparen.


LG
Wanderer40

Geändert von Wanderer40 (23.04.2018 um 19:24 Uhr)
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  #7  
Alt 24.04.2018, 08:16
Kleinschmid Kleinschmid ist offline
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Die verschiedenen Nimptscher Chronisten hatten stets über die schlechte Quellenlage ihrer Stadt geklagt. Deshalb wird es schon lange vor dem Zweiten Weltkrieg nicht einfach gewesen sein, detaillierte Informationen über einzelne Bürger aus der Zeit des 16. Jhd. aufzuspüren. Was sich heute nach dem poln. online-System finden läßt:
Die Nimptscher Stadtakten seit 1582, wovon nur der Bestand Finanzen (1582-1850) entspr. weit zurückreicht. Dabei wird es sich um die städtischen Rechungsbücher handeln.
Dann gibt es noch den Bestand zum Fürstentum Brieg, von dem einige Archivalien (Ritterschaftsdienste, Feldzüge oder Schatzungsregister oder Kultur, Kunst, Schulen) ins 16. Jhd. reichen.
Da wären aber im besten Fall namentliche Erwähnungen zu finden. Genealogische Daten zum 16. Jhd. gibt es für Schlesien dagegen fast nur von Adligen, Patriziern (Breslau!) oder Pfarrern u. Schullehren. Wenn ich es richtig sehe, dann soll der Vorfahre Hufschmied gewesen sein. Somit hätte man normalerweise nach Innungsakten sehen müssen - also bspw. ein Geburtsbrief o.ä. Aber etwas in der Art wird man vermutlich für das 16. Jhd. - wenn überhaupt - vielleicht nur noch für Breslau finden können.

Nein, der einfache Hufschmied in Nimptsch aus dem 16. Jhd. wird das Ende der Fahnenstange sein. Aber bis in diese Zeit zu kommen, schaffen sowieso nur die wenigsten schlesischen Familienforscher - von daher: Gratulation!
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