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  #1  
Alt 04.06.2017, 19:35
Ulli2017 Ulli2017 ist offline weiblich
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Registriert seit: 24.03.2017
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Beiträge: 14
Frage Mehrseitige Lebensgeschichte soll entziffert werden, Ende 19. Jh

Quelle bzw. Art des Textes: Handgeschriebenes Dokument aus Familienbesitz
Jahr, aus dem der Text stammt: ?
Ort und Gegend der Text-Herkunft: ?
Namen um die es sich handeln sollte: vielleicht kommt Neumann oder Steiner oder Franke vor (alles Familiennamen)?


Liebe Schriftenentzifferungs-Künstler,

meine fast 80jährige Tante gab mir neulich einige handgeschriebene Blätter aus dem Nachlass meiner Großmutter, die sie selbst nicht entziffern kann und ich auch nicht. Ich konnte lediglich die Überschrift und wenige Worte lesen.
Leider kann ich nicht einmal die Blätter in die richtige Reihenfolge bringen, da sie für mich völlig unleserlich sind.
Sehr gern würde ich aber das Geheimnis hinter den Zeilen ergründen - vielleicht hat ja jemand Lust, mich bei dieser spannenden Aufgabe zu unterstützen? Ich wäre dafür sehr dankbar!
Aufgrund der Vielzahl von Blättern ist die Dateigröße zu groß für dieses Forum, trotz Komprimierens. Ich könnte sie per Email senden, wenn jemand helfen möchte.Als Leseprobe habe ich S. 1 beigefügt.
Herzliche Grüße, Ulrike

Vielen Dank für jegliche Hilfe! Ich bin sprachlos!
Ich habe jetzt weitere Seiten hochgeladen, ab Seite 3 ist die Reihenfolge nicht mehr klar. Ich habe auch noch mehr Seiten in einem anderen Papierformat, die ich noch nicht hochladen konnte.
Ich hoffe sehr, mich irgendwie erkenntlich zeigen zu können!
Liebe Grüße, Ulrike




Meine Lebensgeschichte
Geschrieben am 2 ten Pfingstfeiertag des Jahres 1889 (1887?)...
Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Lebensgeschichte S. 1.pdf (864,1 KB, 50x aufgerufen)
Dateityp: pdf Lebensgeschichte Rest S. 1.pdf (533,0 KB, 17x aufgerufen)
Dateityp: pdf LG S.2.pdf (796,9 KB, 5x aufgerufen)
Dateityp: pdf LG Rest S. 2.pdf (543,3 KB, 4x aufgerufen)
Dateityp: pdf LG S. 3 Fragezeichen.pdf (884,1 KB, 3x aufgerufen)
Dateityp: pdf LG S. 3 Fragezeichen Rest.pdf (671,9 KB, 4x aufgerufen)
Dateityp: pdf LG S. 4 Fragezeichen.pdf (954,3 KB, 2x aufgerufen)
Dateityp: pdf LG S. 4 Fragezeichen Rest.pdf (818,8 KB, 2x aufgerufen)
Dateityp: pdf LG S. 5 Fragezeichen.pdf (848,5 KB, 3x aufgerufen)
Dateityp: pdf LG Rest S.5 Fragezeichen.pdf (720,9 KB, 4x aufgerufen)

Geändert von Ulli2017 (05.06.2017 um 19:54 Uhr) Grund: weitere Seiten hochgeladen
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  #2  
Alt 04.06.2017, 20:29
Benutzerbild von Gaby
Gaby Gaby ist offline weiblich
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Beiträge: 3.907
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Hallo,

wow, super Erbe das du da hast. Sowas wünscht man sich auch.
So als Pdf geht´s doch prima.

Meine Lebensgeschichte
Geschrieben am 2ten Pfingstfeuertag des Jahres 1887
Mein Ewig unvergeßlicher Gatte, und Fater meiner Kinder
war der erstgeborene Sohn des Judenfamilianten Jakob Berrl
und seiner Ehefrau Agnes geb. Kremer; er wurde 1825
den 8t. Juli in Bransdorf Ost. Schl(esien?) geb. Den 20 Februar 1848
wurde er nach anfä(n)glichen Schweren Kämpfen, in der Kirche
zu Seifersdorf von hochwürdigen Herr Dechant Florian Hanel
in die Gemeinschaft der kat(holischen) Kirche durch die h(ei)l(ige) Taufe aufgenommen:
mein Fater war Wirtschftsbesitzer, und heiß Johann Ludwig,
meine liebe Mutter Karoina geb. Scheithauer Schullehrer aldort
in Jahre 1850 den 21 Januar schwüren wir uns Ewige Lieb und
Threue am Alter, und derselbe Herr Dechant legte unsere
Hände Segnend in einander, mein Mann hatte nichts in Vermögen
8 Gulden Schuld, nach der Trauung; ich war Waise, durch Vormundschaft
bis auf 80 Gulden eine Kuh, und die nöthigste Ausstattung um
alles andre betrogen; so zogen wir in ein kl(eines) Wirtshaus, in
Kleinbrestel, und kaufte noch in ersten Jahr ein Haus auf den
meine Tochter Anna 1851 dem 17 Aprill zur Welt,diese Geburt kostete
die Kuh und wir hatten noch Schüld; doch der Fater war in seinen
Geschaft uner...det, ich vertat nicht einen kreizer die ganze Woche,
Ich schann? bis 2 N?..... Täglich in einen Jahr verkauften wir das Haus
und zogen nach Kronsdorf in Gerichtskrätscham (das ist eine Schänke/Wirtshaus); dort haben
wir uns redlich gequelt; wir hatten viel Pachtaker, 4 Küh 2 Kälber,
Schweine und Gänse, der Fater bestelte die Äker, das Dienstmadel
half ihm, und ich blib den ganzen Somer mit den Kindern, (da uns
am 14 Juni 1853 ein Sohn Rochus getrauft wurde) ganz alein in Haus.
Ich Pflegte die Kinder, hilt Stube und Kiche Sauber, bediente Gäste,
besorgte Stall und Milchkelber, kochte Essen, und was sonst nöthig
Ich habe gar oft keinen langsamen Schritt machen dirfen, und wenn
wir von der Arbeit ernider waren, musten wir oft ganze
Nächte laufen, und Wachen. Der liebe Gott segnete uns; nach 4 Jahren
kauften wir in Komeise eine kl. Stelle, es war uns aber zuvor am
16 Juli 1855 ein Sohn Alois getauft worden, und so hzogen wir mit
3 Kindern das kleinste 1 Monat nach Komeise, das erste Frühjahr zu
Ostern bekamich eine böse Hand, welche 17 Wochen sehr Böse war,
ohne Dienstmädel diese Hand! 3 kl. Kinder 2 Kühe 1 Ziege im Stall
das hieß was! - Dann kam am 4 Juli ein furchtbares
Eiswetter, schlug in Feld und Garten alles in Grund und Boden ./.

https://books.google.de/books?id=vsi...lesien&f=false
__________________
Liebe Grüße
von Gaby


Meine Vorfahren: http://gw.geneanet.org/lobenstein14?lang=de
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  #3  
Alt 04.06.2017, 21:31
Verano Verano ist offline
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Registriert seit: 22.06.2016
Beiträge: 7.789
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Da war die Gaby aber schon fleißig!

...
wurde er nach unsäglichen schweren Kämpfen, in der Kirche
zu Seifersdorf von hochwürdigen Herr Dechant Florian Hanel
in die Gemeinschaft der kat(holischen) Kirche durch die h(ei)l(ige) Taufe aufgenommen:
mein Fater war Wirtschaftsbesitzer, und hieß Johann Ludwig,
meine liebe Mutter Karolina geb. Scheithauer Schullehrer aldort
in Jahre 1850 den 21 Januar schwüren wir uns Ewige Lieb und
Threue am Altar, und derselbe Herr Dechant legte unsere
Hände Segnend in einander, mein Mann hatte nichts in Vermögen
8 Gulden Schuld, nach der Trauung; ich war Waise, durch Vormundschaft
bis auf 80 Gulden eine Kuh, und die nöthigste Ausstattung um
alles andre betrogen; so zogen wir in ein kl(eines) Wirtshaus, in
Kleinbrestel, es war aber doch zu wenig, so trieb mein Mann
Bretthandel, und kaufte noch in erstem Jahr ein Haus auf den
Sub __? tagweis weg, musten aber ___ viel bauen; dort kam
meine Tochter Anna 1851 dem 17 Aprill zur Welt,diese Geburt kostete
die Kuh und wir hatten noch Schüld; doch der Fater war in seinen
Geschaft unerdet, ich vertat nicht einen kreizer die ganze Woche,
Ich schann? schaue? bis 2 N? St?..... Täglich, in einen Jahr verkauften wir das Haus
und zogen nach Kronsdorf in Gerichtskrätscham (das ist eine Schänke/Wirtshaus); dort haben
wir uns redlich gequelt; wir hatten viel Pachtaker, 4 Küh 2 Kälber,
Schweine und Gänse, der Fater bestelte die Äker, das Dienstmadel
half ihm, und ich blib den ganzen Somer mit den Kindern, (da uns
am 14 Juni 1853 ein Sohn Rochus getauft wurde) ganz alein in Haus.
Ich Pflegte die Kinder, hilt Stube und Kiche Sauber, bediente Gäste,
besorgte Stall und Milchkelber, kochte Essen, und was sonst nöthig
Ich habe gar oft keinen langsamen Schritt machen dirfen, und wenn
wir von der Arbeit ermidet waren, musten wir oft ganze
...
__________________
Viele Grüße August

Die Vergangenheit ist ein fremdes Land, dort gelten andere Regeln.

Geändert von Verano (04.06.2017 um 21:50 Uhr)
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  #4  
Alt 04.06.2017, 23:30
Benutzerbild von Gaby
Gaby Gaby ist offline weiblich
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upps da hab ich wohl einige Tippfehler gemacht und eine ganze Zeile übersehen.

Bretthandel, und kaufte noch in ersten Jahr ein Haus auf den
Subhastazionsweg(Subhastationsweg), musten aber .... viel bauen; dort kam
__________________
Liebe Grüße
von Gaby


Meine Vorfahren: http://gw.geneanet.org/lobenstein14?lang=de
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  #5  
Alt 05.06.2017, 08:21
Verano Verano ist offline
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Guten Morgen,
von mir auch ein Upps!

Der liebe Gatte war also nicht „tagweis“ weg, sondern hat auf dem Subhastationsweg (Zwangsversteigerung) ein Haus gekauft.

Schönen Pfingsttag
__________________
Viele Grüße August

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  #6  
Alt 05.06.2017, 09:26
mawoi mawoi ist offline
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Hallo,
hier fehlt die Zeile:
in die Gemeinschaft der kat(holischen) Kirche durch die h(ei)l(ige) Taufe aufgenommen:
Ich war im Jahre 1828, den 1. November in Seifersdorf geboren,
mein Fater war Wirtschaftsbesitzer, und hieß Johann Ludwig,

VG mawoi
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  #7  
Alt 05.06.2017, 10:05
Verano Verano ist offline
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Hallo mawoi,

selbstverständlich! War wohl ein bisschen viel Text für einen Feiertag .

Diese Stelle könnte so heißen:

Ich spann bis 2 Stunn Täglich, ....
__________________
Viele Grüße August

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  #8  
Alt 05.06.2017, 19:34
Ulli2017 Ulli2017 ist offline weiblich
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Ihr Fleißigen!
Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll! Ihr habt Euch soviel Mühe gemacht, tausend Dank dafür! Es ist total spannend für mich, da ich auch noch nicht sagen kann, welche Verwandte von mir es geschrieben haben könnte (klärt sich hoffentlich noch). Ich tippe ja auf meine Ur-Ur-Großmutter. Ich werde mal häppchenweise die anderen Seiten hochladen. Leider sind nicht alle geordnet, aber ich hoffe, das ergibt sich dann aus dem Zusammenhang. Vielen Dank und eine gute Woche wünscht Ulrike
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  #9  
Alt 05.06.2017, 19:55
Ulli2017 Ulli2017 ist offline weiblich
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Natürlich ist das Thema noch nicht gelöst, habe es versehentlich angeklickt und weiß es jetzt nicht zu ändern...
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  #10  
Alt 05.06.2017, 20:05
Verano Verano ist offline
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Hallo Ulrike,

ich denke, es wäre besser, für jeden Text nach und nach ein neues Thema aufzumachen.
Dann lesen es auch mehr Lesehelfer, die hier noch nicht aktiv waren.

Schönen Abend
__________________
Viele Grüße August

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19. jahrhundert , handschrift , lebensgeschichte , unleserlich

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