#1  
Alt 20.12.2020, 10:09
Hatto Hatto ist offline
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Standard Einwohnerverzeichnisse Schreibersdorf Oberschlesien

Hallo,

ich habe in meiner AT einen Martin Karguth, der um 1640 nach Mitteldeutschland ausgewandert ist. Als Geburtsort ist Schreibersdorf bei Klein-Glogau angegeben und offenbar war er evangelisch. Kirchenbücher aus dieser Zeit sind nicht mehr erhalten - gibt es aber publizierte Einwohnerverzeichnisse der Gegend? Mich würde interessieren, wo der Name seinen Ursprung hat. Bislang habe ich gelesen, dass Karguth ein baltischer Name sei, wenn ich aber in die Nachbarschaft von Schreibersdorf schaue, gab es dort den tschechischen Ortsnahmen Ellguth. Herzlichen Dank schon mal...
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  #2  
Alt 20.12.2020, 11:35
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Weltenwanderer Weltenwanderer ist offline männlich
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Hallo,

In dem Zeitraum kommen denke ich nur Urbarien und um 1725 dann das Karolinische Kataster infrage. Letzteres wurde für die Altkreise Neustadt OS, Zülz und Oberglogau transkribiert und veröffentlicht:
https://hkknos.eu/die-historische-ko...en-kommission/
Schreibersdorf wird annahmsweise im Altkreis Oberglogau gelegen haben.
Auch ein altes Urbarium von 1534 des Kreises Neustadt OS wurde von der Kommission veröffentlicht. Alle drei Bücher sollten die Namensverteilung gut nachvollziehbar machen.

LG,
Weltenwanderer
__________________
Kreis Militsch: Latzel, Gaertner, Meißner, Drupke, Mager, Stiller
Kreis Tarnowitz / Beuthen: Gebauer, Parusel, Michalski, Wilk, Olesch, Blondzik, Kretschmer, Wistal, Skrzypczyk, von Ziemietzky, von Manowsky
Brieg: Parusel, Latzel, Wuttke, Königer, Franke
Trebnitz: Stahr, Willenberg, Oelberg, Meißner, Latzel
Kreis Grünberg / Freystadt: Meißner, Hummel

Mein Stammbaum bei GEDBAS

Geändert von Weltenwanderer (20.12.2020 um 11:39 Uhr)
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  #3  
Alt 21.12.2020, 16:13
Manni1970 Manni1970 ist offline
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Hallo,

zunächst muss man sagen: "Glück gehabt!" - dass der Pfarrer das damals so genau aufgeschrieben hat. Mit nur "Schreibersdorf" wäre es ungleich schwerer zu suchen.

Karguth ist eine seltener Name. Ich habe verschiedene schlesische Verzeichnisse - auch oberschlesische Urbarien - durchgesehen und nichts gefunden. Im Moment möchte ich daher annehmen, dass sich die Schreibweise hier erheblich geändert hat. Karkut, Kargul oder mit "G" vorne usw.

Es gibt keinen Anhaltspunkt dafür, dass die Kirche in Schreibersdorf jemals ev. gewesen ist. Ich glaube nicht, dass Schreibersdorf in diesem Urbarien-Verzeichnis der HKKNOS erscheint. Der Ort befand sich in den 1540er Jahren im Besitz der Familie Janikowski, kam 1555 an die Schweinichen, 1561 an die Steblau usw. War also adliger Einzelbesitz. Erst 1646 erwarben es die Grafen von Oppersdorf. Wobei ich nicht sicher bin, ob es anschl. auch unter der Herrschaft Oppersdorf geführt wurde, weil das Majorat wohl älter ist. Wäre aber für den vorliegenden Fall sowieso zu spät. 1916 verbrannten die meisten (älteren?) Akten der Gemeinde Schreibersdorf.

Aber das mit der HKKNOS war schon ein guter Rat. Da solltest du dein Problem mal vortragen. Würde mich interessieren, was die da zur Schreibweise Karguth vorliegen haben. Ich vermute ja gar nichts.

MfG
Manni
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