#1  
Alt 27.02.2008, 17:33
Wolfgang Schnelle Wolfgang Schnelle ist offline männlich
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Registriert seit: 19.03.2006
Ort: Paderborn
Beiträge: 6
Standard Was tun wir für unsere Nachkommen?

Hallo Ihr Lieben,

vor über einem Jahr fragte mich ein Vetter 5. Grades (durch die Ahnenforschung im Internet kennengelernt):
Was tust du, damit auch die Nachkommen und späteren Generationen von deiner Ahnenforschung etwas haben?
Sicher, ich hatte und habe konkrete Ideen: Ich möchte gern die Ahnen in einer Art Dokumentarfilm "verewigen". Mein Vetter schreibt ein Buch. Aber was macht ihr?

Herzliche Grüße aus Paderborn
Wolfgang
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  #2  
Alt 27.02.2008, 19:40
Benutzerbild von Sokke
Sokke Sokke ist offline männlich
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Registriert seit: 14.01.2008
Ort: Paderborn
Beiträge: 30
Standard RE: Was tun wir für unsere Nachkommen?

Hallo zusammen,

also ich arbeite an einer Familienchronik, in der ich auch die geschichtlichen Zusammenhänge miteinbringe. Das fertige Werk werde ich dann binden lassen und in meiner Familie verteilen. Vielleicht werde ich auch einem Archiv ein Exemplar übergeben. Der erste Teil ist auch schon weit fortgeschritten.
Eine andere Sache ist mein Familienfilm: Ich habe alte Fotos eingescannt und mit Hilfe einer Software zu einem Film zusammengeschnitten. Das war ein tolles Geschenk und ist auch schon in der Familie rumgegangen. An anderen Zeitabschnitten arbeite ich gerade.
Es gibt mittlerweile so gute und einfache Software, dass man wirklich tolle Sachen, inkl. Hintergrundmusik, Effekte und Texteinblendungen, machen kann.
Von meiner väterlichen Linie gibt es auch einen schönen selbstgemalten Stammbaum, der an die Familienmitglieder verteilt worden ist.

Dann bin ich jetzt mal gespannt, was die anderen so machen :-)

viele Grüße aus dem schönen Paderborn
Sokke

PS: Ich hoffe, wir sehen dich, Wolfgang, bald auf einem unserer Stammtisch-Treffen :-)
__________________
Meine wichtigsten Suchgebiete:
Stifter (in Schönau, Westpreußen und dem Ruhrgebiet)
Hahn (um Heiligenbeil, Ostpreußen)
Lewen (um Bernkastell-Wittlich, Rheinland-Pfalz)
Wessollek (im Ruhrgebiet)

private Website: http://stifter.gsp-paderborn.de
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  #3  
Alt 28.02.2008, 20:55
Benutzerbild von Tino
Tino Tino ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 11.05.2007
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Das mit dem Film finde ich eine interessante Idee. Die Neuzeit und alte Aufnahmen (sofern noch digitalisierbar) für die Nachwelt zu erhalten ist ein guter Schritt. Ich wünschte mir ja selbst von meiner Kindheit Videoaufzeichnungen-leider keine vorhanden. Zum Glück gibt es ja wenigstens Fotos.

Ich selbst habe auch das Band I unserer Familienchronik geschrieben (mal sehen wieviele es im Laufe des Lebens werden. Aber es war mir wichtig zwischenzeitlich einen Abschluss zu finden für den Fall das mir etwas passiert.) In der Chronik ist eine Gesamtübersicht aller erfassten Personen als Ahnenliste und dann folgen von meinen Kindern als Probanten die Datenblätter der Vorfahren.Mit Anekdoten, ausführlichen Lebensgeschichten, Fotos der Kindheit bis zum Tode. Dann Ortschroniken und im Ahnhang alle digitalisierten Urkunden, Zeugnisse, Quellen etc.

Weiterhin sicher ich auch alles aus der Gegenwart in der Hoffnung das meine Kinder die Leidenschaft übernehmen oder zumindestens an Ihre Kinder weitergeben können. Ich habe die Zeitungen vom Tag der Geburt meiner Kinder aufbewahrt. Ich führe Tagebücher von Beginn der Schwangerschaft über den Tag der Geburt durch das weitere Leben meiner Kinder. In unregelmäßigen Abständen schreibe ich Ihnen in Briefform wie Sie sich entwickeln, was zur Zeit in der Politik passiert etc.
Meine Erlebnisse von meinem Einsatz in Afghanistan habe ich auch täglich festgehalten, bebildert und digitalisiert gebunden. So kann ich zumindestens so viel wie möglich bewahren.
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  #4  
Alt 28.02.2008, 21:05
Fehrle Fehrle ist offline weiblich
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Also ich hab ja selbst erst vor kurzem angefangen, hatte das Glück, dass mein Großvater schon begonnen hatte.

Ich sammle alles an Fotos etc. was ich auftreiben konnte, momentan hab ich mal alles bei ancestry eingestellt und bin dabei, auch die Fotos einzuscannen
aber bei meinem Relikt von PC dauert das.

Dann habe ich mal die direkten Linien für meine Familie ausgedruckt und verteilt.
Da ich auch die Nebenlinien mit bearbeite, habe ich mir im Büro eine riesige Wandzeitung im Stammbaumstil gemalt, mit allen Daten etc., so finde ich alles schneller.

Aber ich habe vor, die drei für meine Familie wichtigsten Linien in Buchform zu bringen, mit kleinen Berichten, Anekdoten, Fotos etc.
Aber damit lass ich mir noch Zeit, weil gerade heute wieder Bücher und alte Zeitschriften eingetroffen sind.
__________________
Suche alles zu den FN Moisel /Reichenberg, Kutscheidt/ Essen, Reiner/ Tuttlingen und Fehrle / Steisslingen
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  #5  
Alt 01.03.2008, 15:26
Benutzerbild von Friedrich
Friedrich Friedrich ist offline männlich
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Registriert seit: 02.12.2007
Beiträge: 10.672
Standard Sichern der Nachforschungen

Das mit der Familienchronik ist auf jeden Fall ein guter Versuch, da man damit vielleicht auch den einen oder anderen ködert, der mit- oder weitermacht und damit die Ergebnisse weitergibt.

Auch wenn's ein nicht ganz einfaches Thema ist und manchem hier vielleicht komisch vorkommt: Wenn man Mitforscher oder "Sympatisanten" haben sollte, würde ich empfehlen, diese auf jeden Fall testamentarisch mit den Dingen zu bedenken, die zum jeweiligen gemeinsamen Forschungsbereich gehören! Dann weiß man wenigstens (oder darf hoffen), daß nicht alles weggeworfen wird!

Friedrich
__________________

"Bärgaf gait lichte, bärgop gait richte."

(Friedrich Wilhelm Grimme, Sauerländer Mundartdichter)
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  #6  
Alt 03.03.2008, 10:02
lika lika ist offline
Benutzer
 
Registriert seit: 03.02.2006
Beiträge: 34
Standard Ich habe einmal mit Biografien angefangen...

Liebe Leute!

Genau diese Frage habe ich mir auch gestellt, nach mittlerweile 13 Jahren Familienforschung, 1000 Personen im Stammbaum (ich weiß, das ist nicht viel, aber immerhin) und kartonweise Dokumente und Fotos...

Ich schreibe derzeit die Biografien meiner Urgroßeltern, bei meiner Urgroßmutter sind es rund 5 Seiten geworden, dazu genaue Quellenangaben etc. Zunächst war mir gar nicht klar, wieviel ich eigentlich weiß, aber beim Schreiben kommt dann doch einiges zusammen.

Über meine Großeltern traue ich mich noch nicht drüber, da weiß ich einfach zu viel - außerdem hoffe ich, dass ich meine Eltern dazu einspannen kann, sobald sie in Pension sind... :-))

Wenn jemand Interesse an der Rohfassung der Biografie meiner Urgroßmutter Maria Duller, geb. Sumper (1867 - 1929) hat, bitte melden, ich möchte es nur nicht als Anhang ins Netz stellen.

Ansonsten habe ich aus dem Programm eben die Datenblätter ausgedruckt, um bei einem Absturz die Daten wieder zu finden und Sicherheitskopien erstellt.

Ich finde es übrigens besonders wichtig - wie bereits in einem anderen Beitrag erwähnt - auch die Ortsgeschichte und in gewissem Maße auch die Weltgeschichte einzubinden, weil viele Ereignisse nur so zu verstehen sind.

LG
Lika
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  #7  
Alt 03.03.2008, 14:03
flo flo ist offline
Benutzer
 
Registriert seit: 17.10.2007
Beiträge: 27
Standard RE: Ich habe einmal mit Biografien angefangen...

Hallo Lika!

Ich würde mich schon für die Biografie deiner Urgroßmutter interessieren. Vor allem weil meine Vorfahren auch aus dem Wörtherseegebiet stammen.
Außer den nackten Tatsachen wie Geburtsdatum und Sterbedatum und die dazugehörigen Orte weiß ich leider überhaupt nichts von meinen Vorfahren.

Wie findet man so viel heraus um sogar eine Biografie zu schreiben?

Wenn ich diese Biofragie lesen dürfte, würde mich das sehr freuen.

LG aus Tirol

Andrea
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  #8  
Alt 03.03.2008, 18:07
Florian Florian ist offline
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Registriert seit: 22.09.2006
Beiträge: 90
Standard

Hallo zusammen,

ich stelle mir auch ab und an, ganz ähnliche Fragen (Trotz meines noch vergleichbar jungen Alters).

Ich fände es gut, wenn Wir (Alldiejenigen die sich über die Weitergabe von Daten und vor allem der Begeisterung an unserem Hobby interessieren) eine Art Strategie ausbauen, in der Ideen festgehalten und ergänzt werden. So profitieren wir alle davon.

Hat jemand eigentlich eine spezielle Idee, wie man bei jemanden Begeisterung auslösen kann, ohne ihm das Gefühl zu geben, das man Ihn gleich mit einspannen möchte oder das sich das ganze nur um "langweilige" Geschichte dreht. Am besten wäre es, wenn die Person das Gefühl hätte, das die Begeisterung von ihm selber kommen würde. Kompliziertes Thema. Man kann nicht immer voraussetzen, das die gegenüber stehende Person auch Verständnis für dieses wunderbare Hobby mit bring (auch wenn es für uns schwer vorstellbar ist). Man wäre mit der Antwort auf diese Frage sicher immer auf der richtigen Seite.

Das ganze geht schon ins Thema der Psychologie, aber man muss sich schon ausgiebig mit dem Thema befassen.... denke ich

Ich hoffe Ihr habt verstanden was ich sagen wollte....

Gruß
Florian
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  #9  
Alt 03.03.2008, 18:31
Benutzerbild von Luise
Luise Luise ist offline weiblich
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Registriert seit: 05.02.2007
Beiträge: 2.112
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Zitat:
Original von Florian

Hat jemand eigentlich eine spezielle Idee, [...]
Vielleicht sollten wir es mal mit Hypnose probieren

Nein, Spass beiseite.

Meine Cousine hat einen Roman über unseren ältesten Ahnen geschrieben. Sie hat sein Leben, so weit es möglich war, recherchiert.

Aber die Idee mit dem Dokufilm gefällt mir auch sehr gut. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich dazu ein paar Tipps bekommen könnte. Wird da an Orten auch gefilmt, wo die Ahnen lebten oder nur in Form eines Buch schriftlich festgehalten?
__________________
Liebe Grüße von Luise
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  #10  
Alt 15.11.2010, 18:58
anmeiss anmeiss ist offline weiblich
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Registriert seit: 31.05.2010
Ort: Bayern+Berlin
Beiträge: 21
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Vielen Dank für auch Deine Infos zu Absicht,Ziel und Arbeitsetappen Deiner Familiensaga.
Ich sammle schon länger über Kibu.-und Adressbucheinträge, suche Daten,Ereignisse und Personenbeziehungen in Chroniken, Bibliotheken und Archiven zu gleichem Ziel. Mein Problem, das alles zu strukturieren; verzettele mich schnell.Eure Tendenz, neben Buch die Filmversion zu schaffen,reizt mich; bin PC-Amateur;gebt mir bitte Tipps. Gruß Angelika

Geändert von anmeiss (15.11.2010 um 19:06 Uhr)
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