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  #1  
Alt 09.05.2018, 17:34
Benutzerbild von U Michel
U Michel U Michel ist offline weiblich
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Standard Alfred Lutoschka - in: Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Die Suche betrifft das Jahr oder den Zeitraum: 1939
Genaue Orts-/Gebietseingrenzung: Berlin-Kreuzberg
Konfession der gesuchten Person(en): ev.
Bisher selbst durchgeführte Internet-Recherche (Datenbanken):
Zur Antwortfindung bereits genutzte Anlaufstellen (Ämter, Archive): Standesamt 1


Hallo in die Runde,

zur großen Verwunderung meinerseits hat MyHeritage eine Angabe bzw. Datensatz über meinen Großonkel Alfred Lutoschka veröffentlicht, welcher aus den Listen der "Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939" entstammen soll. Ein Angehöriger der sogenannten damaligen "Minderheit" war er ja nicht.

Nun habe ich leider keine Ahnung, wieso und warum man ihn plötzlich 1939 in diese Liste eintrug. Auch, dass es doch noch weitere Unterlagen in Berlin über ihn gibt, die wir als Familie zwar vermuteten, aber von den Berliner Ämtern als Kriegsverluste stets verneint wurden.

Wer könnte mir bzw. uns als Familie helfen den Zugang zur Liste zu erhalten, bzw. um die Quelle "Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939" mit dem Eintrag über Alfred Lutoschka überprüfen zu können?
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg 1939 Alfred Lutoschka Volkszählung der Minderheiten Berlin.JPG (82,0 KB, 44x aufgerufen)
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Freundliche Grüße aus Böhmen von
Michel

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FN Lutoschka und FN Rose in Lettland-Riga, Litauen, Wehlisch/ Russland, Witebsk/ Weißrussland, Berlin - Cottbus Niederlausitz - Wahrenbrück - Hamburg/ Deutschland und Neustettin/ Polen;
FN Neddermeyer in S.Petersburg, Hann.Münden-Bonaforth,
FN Müller, FN Räbiger, FN Oertel aus Reinswalde und Waltersdorf/ Sorau, der ehemeligen Neumark;
FN Balzke aus der Niederlausitz

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  #2  
Alt 09.05.2018, 17:58
russenmaedchen russenmaedchen ist offline
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Hallo U_Michel
https://www.census.tracingthepast.or...ch&task=search
Es handelt sich um die sogen. Ergänzungskarte, die 1939 ausgefüllt werden musste, wenn man jüdischer Abstammung war.
Die Karte liegt im Bundesarchiv. Du kannst dort eine Kopie anfordern
__________________
Viele Grüße
russenmädchen




Geändert von russenmaedchen (09.05.2018 um 18:00 Uhr)
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  #3  
Alt 09.05.2018, 18:08
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U Michel U Michel ist offline weiblich
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Hallo russenmaedchen,
danke für Deine Information!
Mein Großonkel war aber nicht jüdischer Abstammung.
Er war mit Unterbrechungen immer seit 1910 in Riga (Lettland), Witebsk und Moskau, Petrograd und Leningrad (Russland) als deutscher Montage-Arbeiter/ Ingenieur im Ausland bei der Firma Neddermeyer, Siemens & Halske, u.a. Firmen des östlichen Eisenbahnbaus (Elektrotechnik und Mechanik) unterwegs bis nachweislich 1930 in Leningrad. Dann verliert sich seine Lebensspur plötzlich...bis der 1939 in Berlin registriert wurde. Eben in dieser Liste.

Wie kommt er aber nun in diese Liste?
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Michel

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Geändert von U Michel (09.05.2018 um 21:29 Uhr)
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  #4  
Alt 09.05.2018, 18:27
russenmaedchen russenmaedchen ist offline
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Hallo U_Michel,

er hat nun mal diese Karte ausgefüllt. Was drauf steht, weiß ich nicht.
Warum er sie ausgefüllt hat, kann ich Dir auch nicht sagen.

Du wirst vielleicht mehr wissen, wenn Du Dir diese Karte im Bundesarchiv besorgst.
Ich drücke die Daumen, das Du die Lösung findest.
Viel Glück.
Nachtrag:
Die Ergänzungskarte musste auch von Ausländern ausgefüllt werden.
__________________
Viele Grüße
russenmädchen




Geändert von russenmaedchen (09.05.2018 um 21:22 Uhr)
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  #5  
Alt 09.05.2018, 18:44
Ginster43 Ginster43 ist offline weiblich
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Hallo Michel,

vielleicht wurde die Herkunft bei MyHeritage auch einfach nur falsch zitiert?

Ich bin in der letzten Zeit bei Familysearch in verschiedenen Orten auf eine Volkszählung von 1939 gestoßen, wobei die Filme leider nur in der Forschungsstelle eingesehen werden können.

Die gab es auch für Berlin und hieß "Volkszählung, 1939. Berlin. : Ergänzungskarte für Angaben über Abstammung und Vorbildung"

Als Erklärung steht dort: "Extracts of the 1939 German census concerning non-Germanic minorities living in Berlin, Brandenburg, Germany. Emphasis is on Jews."

Ich denke, das könnte die Quelle sein.

https://www.familysearch.org/search/...tory%20Library

VG
Angelika
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  #6  
Alt 09.05.2018, 21:54
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U Michel U Michel ist offline weiblich
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Hallo Ginster43 und russenmaedchen,
danke Euch für Euer Mutmachen.
Alfred Lutoschka wohnte 1940 lt. Telefonbuch Berlin tatsächlich in der Wrangelstraße 9, bis zu seinem Tod in Berlin-Weißensee Ende 1942 infolge einer offenen schweren Lungen-TBC.

Da er am 15.4.1909 die Magdalena Antonia Rose aus Riga heiratete, seit 1907 in Russland arbeitete als Auslandsarbeiter in verschiedenen Fabriken in Petrograd bis zur Verbannung 1914 nach → Wologda, - danach arbeitete er in Berlin an dem Ausbau der U-Bahn, ab 1927 arbeitet er wieder in Russland in Leningrad, und wohnte in Witebsk mit seiner Familie und Schwiegerfamilie - kann es vielleicht sein, dass man ihn als "verdächtig" oder "russenfreundlich" einschätzte?

Oder seine Frau Magdalena als Jüdin aus Riga bezeichnete und er dadurch ebenfalls "verdächtig" war?
Oder die nicht genau geklärte Herkunft seiner als Säugling angenommenen Pflegetochter Vera aus Schneidemühl als "verdächtig" angenommen wurde (Vera musste sich 1935 in Schneidemühl einer vom Reichssippenamt/ Schulamt Schneidemühl angeordneten "Untersuchung" unterziehen, nach der man die arische oder jüdische Herkunft "vermessen" konnte. Sie wurde als arisch eingestuft, sie war nach ihrer Geburt 1923 als Findelkind in Schneidemühl an die Eheleute Alfred und Magda Lutoschka in Pflege gegeben worden.)?

Jedenfalls wird das jetzt mal spannend, denn selbst das Bundesarchiv schrieb mir 2016, dass es keine Unterlagen über einen Alfred Lutoschka im Bundesarchiv gibt. Auch das Reichssippenamt hat keine Unterlagen .....!

Warte ich also mal ab....
Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Archiv Witebsk Ausweisung Alfred Lutoschka 08-1914 ru.pdf (993,9 KB, 9x aufgerufen)
Dateityp: pdf Lutoschka Übersetzungen der Schreiben aus Minsk.pdf (85,2 KB, 11x aufgerufen)
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Freundliche Grüße aus Böhmen von
Michel

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Geändert von U Michel (09.05.2018 um 21:57 Uhr)
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  #7  
Alt 10.05.2018, 08:27
Ginster43 Ginster43 ist offline weiblich
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Hallo Michel,

wow, da hast Du ja spannende Unterlagen und Lebensgeschichten bei Deiner Forschung.

Hier sind einige Links, die evtll nützliche Informationen über die Volkszählung / Ergänzungskarten enthalten.

Bei destatis auf Seite 3 wird eine "Ausländerkartei" erklärt und bei Familysearch steht in den Hinweisen zur Verfilmung, dass die Karten "Nicht-Deutsche Minderheiten" betrifft, wobei die Betonung auf den jüdischen Einwohnern lag.
Es ist also durchaus möglich, dass Alfred die Karte ausfüllen musste, weil seine Frau Ausländerin war.
https://www.destatis.de/DE/Publikati...ublicationFile

Ich denke auch nicht, dass Alfred oder seine Familie sich aus irgendeinem Grund "verdächtig" gemacht hat.
Es waren einfach die kranken Bestimmungen von damals, dass die Herkunft nachgewiesen werden musste.

Ich habe z.B. zum Ahnennachweis bei meinen Vorfahren ein Schreiben vom Rasse- und Siedlungshauptamt, in dem mehr Informationen zu bestimmten Personen gefordert werden, weil "diese Namen auch von Juden getragen werden".
Oder bei einer anderen Person war der Nachweis eines Arztes nötig, dass sie an einer organischen Hirnkrankheit starb und es sich nicht um eine Erbkrankheit gehandelt hat...
Sehr Interessant, aber auch ganz schön "Gruselig".

Auf Seite 3 beim Bundesarchiv-Link steht, dass Haushalte mit mindestens einem jüdischen Angehörigen die Karten ausfüllen mussten. Vielleicht lebte ein Jude bei ihnen im Haushalt? https://www.bundesarchiv.de/DE/Conte...ublicationFile
http://www.agfjg.de/datenbanken/vz_erl%E4uterung.pdf

Ich würde mir den Film bei den Mormonen ansehen, falls eine Forschungsstelle bei Dir in der Nähe ist.
Dass das Bundesarchiv 2016 nichts gefunden hat, ist seltsam. Ich dachte bisher, dass bei einer Anfrage alle Datenbanken durchsucht werden.

Viel Erfolg!
Angelika
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  #8  
Alt 11.05.2018, 13:00
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U Michel U Michel ist offline weiblich
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Hallo Ginster43,

ja, diese Biografie der Familie meines Großonkels Alfred Lutoschka ist sehr spannend und vor allem so lehrreich, dass uns jedesmal wieder - wenn wir ihnen gedenken - die Fragen in den Sinn kommt:

Wieso konnte das alles damals so passieren?
Warum ist die noch spürbare Intoleranz gegenüber ausländischen Arbeitskräften von vor 100 Jahren in Deutschland sowie Russland in den wenigen noch vorhandenen Akten und Dokumenten gegenüber den jeweils anderen Land so deutlich lesbar?

Wir wissen zwar heute nur ein wenig mehr über unsere, diese spezielle Familie dank von Freunden und den Hilfen von netten Menschen hier im Forum und in den Ländern, die in den Archiven in Russland, Weißrussland, Polen und Deutschland für uns direkt suchen.
Aber diese Familie hatte damals genauso viel Bürokratie, Misstrauen und Hürden zu bestehen, wie vielleicht heutige ausländische Fachleute bei uns.

Ob Alfred Lutoschka zusammen mit jüdischen Menschen in Berlin im gemeinsamen Haushalt lebte in der Wrangelstraße 9 wissen wir nicht. Aber im Nachbarhaus war 1939 ein jüdisches (Alten?)Heim untergebracht, was zwar nicht zwangsläufig dazu führen muss, dass Alfred die zusätzlichen Fragebögen ausfüllen musste.
Vielmehr vermuten wir jetzt, dass er als deutscher Fachspezialist lange Zeit in Russland arbeitete für deutsche und russische Firmen, in Weißrussland wohnte mit seiner Familie und Schwiegerfamilie und daher vielleicht in den Focus der speziellen Behörden als "Ausländer" oder "Rückkehrer" fiel.

Zur Zeit der VZ 1939 war seine Frau Magda bereits gestorben (+1930 in Witebsk), seine Tochter Vera wurde achtjährig auf behördlichem Dekret 1930 allein aus Witebsk ausgewiesen (sie kam dann über Leningrad mit Hilfe der befreundeten -und in Petrograd/ Leningrad sehr bekannten Familie des 1920 ermordeten Fabrikanten Heinrich Neddermeyer und dessen Sohn Nicolas Neddermeyer - nach Deutschland zum Bruder ihres Vaters Felix Lutoschka nach Cottbus als "Waisenkind", obwohl ihr Pflegevater Alfred ja noch lebte!).
Die Lebenszeit von Alfred in den Jahren zwischen 1930 bis 1942 können wir leider immer noch nicht vollständig belegen.

Denn:
Warum kam er eigentlich 1930 nicht zusammen mit seiner Tochter Vera nach Deutschland zurück?
Was ist mit ihm in Russland ab 1930 passiert?
War er wieder deportiert worden? Warum?
Ab wann genau war er wieder in Deutschland gemeldet?

Ebenso ist die Zeit ab 1914 nach der angeordneten Verbannung (Grund: Verbannung anlässlich des Krieges mit Deutschland. Er arbeitete in Petrograd und es wurden alle deutschen Fachkräfte zwischen 18 - 60 Jahren ins Hinterland befördert. Er wurde am 2.8.1914 von der Arbeit weggeholt, und per polizeilicher Anordnung nach Wologda verbannt - weil er Deutscher war und daher sozusagen Landesfeind war.) Wie er in Wologda überlebte, wann er nach Deutschland zurückkehren konnte nach den vielen Bittschreiben seiner Frau Magda an den Gouverneur in Witebsk wissen wir auch nicht. Nur die damaligen obersten Landesbehörden konnten eine Rückkehr nach D vereinbaren. Wo liegen diese Unterlagen?

Alles Fragen, die eigentlich die zuständigen Botschaften aufklären sollten. Aber: sie tun es nicht trotz unserer Bitten und Nachfragen!
Weil man entweder nicht will in Russland, Weißrussland, Polen und auch Deutschland oder bewußt Unterlagen zurückhalten muss....
Denn nur diese Ämter haben die Reise/Arbeitserlaubnisse ihrer Landsleute damals dokumentieren müssen mit Pässen, Genehmigungen, Gesandschaften, Legitimationen, Stempeln, Schreiben für Ein-und Ausreisen, ......usw.. Das kann nicht alles im Nirgendwo verschwunden sein, denn oft gab es auch Zweitausfertigungen für andere damalige Behörden und Ämter.

Aber warten wir ein wenig ab und sind gespannt auf die Antwort des Bundesarchivs.
__________________
Freundliche Grüße aus Böhmen von
Michel

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  #9  
Alt 11.05.2018, 13:27
Anna Sara Weingart Anna Sara Weingart ist offline
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Hallo Michel,
vielleicht ist er wegen einer sorbischen Herkunft ("Lutoschka") in der Minderheiten-Liste erfasst worden??
Er ist ja von Cottbus gebürtig, gelegen im sorbischen Siedlungsraum.
Viele Grüsse
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  #10  
Alt 11.05.2018, 19:20
Benutzerbild von UrsulaK
UrsulaK UrsulaK ist offline weiblich
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Hallo Michel und ihr anderen.

Hier liegt ein Missverständnis aufgrund des Titels der Quelle/Datenbank vor. Die Ergänzungskarten zur Volkszählung mussten von der gesamten Bevölkerung im Rahmen der Volkszählung ausgefüllt werden. Es sind jedoch nur diejenigen (und auch dort längst nicht alle) erhalten geblieben, auf denen eine der erfassten Personen angab, jüdische Vorfahren zu besitzen.
Dies wird auch in den beiden pdf Dateien des Bundesarchiv von Jan Zimmermann erläutert. Dort ist auch ein Bild des Erfassungsbogen abgebildet.
Da Alfred Lutoschka keine Jude war, ist es der reine Zufall, dass er in der Datenbank erfasst wurde. Bei der Erfassung wurden alle Personen auf dem Bogen eingegeben.

Das Bundesarchiv sucht natürlich bei einer Recherche nur in den in Frage kommenden relevanten Beständen zur gesuchten Person/Fragestellung. Die Datenbank über die Ergänzungskarten zur Volkszählung 1939 ist bei einer Suche nach Alfred Lutoschka nicht relevant, wenn man weiss, dass er kein Jude war. Alles andere wäre Verschwendung von Resourcen.
__________________
Liebe Grüsse UrsulaK
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berlin , cottbus , lutoschka , schütze , witebsk

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