#11  
Alt 29.06.2021, 13:38
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Octavian Busch Octavian Busch ist offline männlich
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Zitat von Garfield Beitrag anzeigen
Hallo

Also für mich persänlich ist ganz klar, dass bei einem Ortsfamilienbuch alles rein gehört, was mit dem Ort zu tun hat. Und Leute, die halt nur für ein paar wenige Wochen in diesem Ort waren, waren Teil davon. Für mich gehören da also alle Personen rein, die aktenkundig waren.

Und wie andere bereits geschrieben haben: Familien, die viel umherzogen, findet man nur mit viel Glück und anderen Ahnenforscher wären sicher froh, wenn jemand ihre Chance erhöht .

Dem kann ich nur absolut zustimmen. Bitte bei der Erstellung auch die Quellen mit sauber aufführen: KB ev. / kath., Gerichtsbücher, etc.

Folgende Hinweise über die Form der Bücher: Zweispaltiges Druckbild, da bekommt man mehr auf eine Seite. Umfangreiche Register (Namen, Orte, Berufe/Amt/Stand, etc.). Abkürzungen verwenden. Hier ist aber ein gesundes Mass notwendig, nicht dass das Buch mit den vielen Abkürzungen nicht mehr lesbar wird .

Mehr dazu kann ich auch via PN mitteilen sofern gewünscht, da ich schon mehrere OFB erstellt habe.

Gruss
Thomas
__________________
Ave


Ballendorf: Heyne; Grossbothen: Lange, Dietze; Bad Lausick: Hantschmann, Schilde, Sebastian, Zopf; Leipzig: Zopf, Näumann, Kühn; Schneeberg: Friede; Grossgörschen: Fickler; Greitschütz: Staacke; Drehbach: Orgis; Waldkirchen: Neubert; Kaltenborn: Kern; Hohnbach: Frentzel; Grimma: Lange, Ansorg, Börner; Stadtroda: Kittel
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  #12  
Alt 29.06.2021, 16:44
Uwe Uwe ist offline
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Zitat von Su1963 Beitrag anzeigen
Zwischen Menschen erster und zweiter Klasse - also ortsansässigen und aus der Not heraus wandernden - zu unterscheiden finde ich keineswegs angemessen. Das atmet die Zeit, aus der viele Ortsfamilienbücher stammen, und die wir heutzutage hoffentlich schon überwunden haben.
Es geht einzig und allein um die technischen und organisatorischen Aspekte der Erstellung eines Ortsfamilienbuches. Von Politik oder Sozialdarwinismus war hier nie die Rede. Keine Ahnung, wie Du auf sowas kommst.

-Uwe
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  #13  
Alt 29.06.2021, 17:11
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Zitat:
Zitat von Uwe Beitrag anzeigen
Es geht einzig und allein um die technischen und organisatorischen Aspekte der Erstellung eines Ortsfamilienbuches.
Wo es um das Leben von Menschen geht, geht es nie "einzig und allein um organisatorische Aspekte".Und was du zuvor geschrieben hast klingt jedenfalls nicht nach Interesse oder gar Wertschätzung.

Zitat:
Zitat von Uwe Beitrag anzeigen
...eine große Zahl von jungen Wanderarbeitern, die - wie es in einem Buch mal so schön beschrieben wurde - mit einem Wanderzirkus zu vergleichen waren. Die drehten ihre Runden, kriegten hier mal ein Kind, da mal ein Kind (gerne auch unehelich), verschwanden wieder aus dem Ort und kehrten nach einem Jahr dorthin zurück, nur um nach einigen Monaten wieder weiterzuziehen.
Es kann ja jeder für sich entscheiden, ob er oder sie so etwas über die eigenen Vorfahren lesen wollen würde.
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  #14  
Alt 29.06.2021, 17:27
Uwe Uwe ist offline
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Liebe Susanna,

Zitat:
Zitat von Su1963 Beitrag anzeigen
Und was du zuvor geschrieben hast klingt jedenfalls nicht nach Interesse oder gar Wertschätzung.
Wenn Du das so interpretieren möchtest, "be my guest" wie man so schön auf Englisch sagt.


Zitat:
Zitat von Su1963 Beitrag anzeigen
Es kann ja jeder für sich entscheiden, ob er oder sie so etwas über die eigenen Vorfahren lesen wollen würde.
Ich habe ein Buch zitiert. LOL!

Viele Grüße und relax
Uwe

Geändert von Uwe (29.06.2021 um 17:30 Uhr)
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  #15  
Alt 29.06.2021, 17:59
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Hallo zusammen,

ich möchte mich auf diesem Wege nochmals für Eure Tips und Anregungen bedanken. Hat mir sehr geholfen. Ich habe mich nun entschlossen, das gesamte Projekt nicht als traditionelles OFB aufzuziehen, sondern als chronologische Einwohnerliste. Auf diese Weise kann ich alle Personen inklusive der Wanderarbeiter, die zum Beispiel nur im Gutsarchiv, aber nicht in den KB oder StA Registern erscheinen, einfach erfassen. Dieser Ansatz kommt mir auch organisatorisch und vom Arbeitsaufwand sehr entgegen, da ich inzwischen zahlreiche Kirchenbücher und Standesamtsregister der Region komplett verkartet habe.

Also wie gesagt, vielen Dank nochmal!

Gruß
Uwe
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  #16  
Alt 29.06.2021, 18:07
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Zitat:
Zitat von Garfield Beitrag anzeigen
Also für mich persänlich ist ganz klar, dass bei einem Ortsfamilienbuch alles rein gehört, was mit dem Ort zu tun hat. Und Leute, die halt nur für ein paar wenige Wochen in diesem Ort waren, waren Teil davon. Für mich gehören da also alle Personen rein, die aktenkundig waren.
Wenn mehrere Geschwister in "meinen" Ort zogen, habe ich auch die Eltern mit aufgenommen, um die Familienbeziehung abbilden zu können. Bei Einwohnern, die nach auswärts verheiratet sind, nehme ich diese Hochzeit mit Ehepartner noch rein, und den Tod. Die auswärtigen Kinder und ggf zweite Ehepartner allenfalls noch als Notiz.

Bei zugezogenen Familien die auswärtige Hochzeit, die auswärtigen Kinder (auch die auswärtig verstorbenen) und die hiesigen Kinder der Familie. Damit sind diese Familien halbwegs komplett.
__________________
Gruß,
Andre
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  #17  
Alt 29.06.2021, 18:36
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Zitat:
Zitat von Uwe Beitrag anzeigen
Ich habe mich nun entschlossen, das gesamte Projekt nicht als traditionelles OFB aufzuziehen, sondern als chronologische Einwohnerliste.
Auf diese Idee wäre ich gar nicht gekommen, aber das klingt für deinen Ort sehr sinnvoll.

Zitat:
Zitat von Andre_J Beitrag anzeigen
Wenn mehrere Geschwister in "meinen" Ort zogen, habe ich auch die Eltern mit aufgenommen, um die Familienbeziehung abbilden zu können. Bei Einwohnern, die nach auswärts verheiratet sind, nehme ich diese Hochzeit mit Ehepartner noch rein, und den Tod. Die auswärtigen Kinder und ggf zweite Ehepartner allenfalls noch als Notiz.

Bei zugezogenen Familien die auswärtige Hochzeit, die auswärtigen Kinder (auch die auswärtig verstorbenen) und die hiesigen Kinder der Familie. Damit sind diese Familien halbwegs komplett.
Auch das klingt sinnvoll. Die Eltern braucht es notgedrungen wenigstens als Notiz, um Geschwister darzustellen. Und auswärtige Heiraten und Taufen dazu notieren klingt auch sinnvoll, da diese Kinder dann ja wahrscheinlich auch in diesem Ort gelebt haben (sofern nicht vorher verstorben). Solange man alles nachvollziehbar aufschreibt, sollte das ja auch eher hilfreich als verwirrend sein.
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  #18  
Alt 29.06.2021, 18:52
Uwe Uwe ist offline
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Hallo Garfield,

Zitat:
Zitat von Garfield Beitrag anzeigen
Auf diese Idee wäre ich gar nicht gekommen, aber das klingt für deinen Ort sehr sinnvoll.
Ja, danke. Diese Vorgehensweise hat auch den großen Vorteil, das man als Einleitung zu einem neuen Jahr beispielsweise politische Veränderungen, soziale Katastrophen (in der Region gab es z.B. mehrere Choleraepidemien, die in wenigen Wochen ganze Familien ausgelöscht haben) oder simple Anmerkungen zum Dorfleben (neuer Lehrer, neuer Dorfschulze etc.) schriftlich festhalten kann. Das Endprodukt ist praktisch eine Mischung aus Dorfchronik und Einwohnerliste.

Gruß
Uwe

Geändert von Uwe (29.06.2021 um 19:11 Uhr)
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