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  #1  
Alt 03.05.2019, 14:34
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Saure Saure ist offline männlich
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Die Suche betrifft das Jahr oder den Zeitraum: Oktober 1945
Genaue Orts-/Gebietseingrenzung: Tuszyn (deutsch: Tuschin) in der Woiwodschaft Lodz, 28 km nördlich von Piotrkow Trybunalski (deutsch: Petrikau)
Konfession der gesuchten Person(en): -
Bisher selbst durchgeführte Internet-Recherche (Datenbanken): -
Zur Antwortfindung bereits genutzte Anlaufstellen (Ämter, Archive): -


Ich suche das Lager 'Für das deutsche Volk' in Tuschin (in der Woiwodschaft Lodz) 28 km nördlich von Pertikau, in dem im Oktober 1945 ein deutscher Soldat, der von kommunistischen Sicherheitsbehörden dort inhaftiert wurde, gestorben sein soll.

Es wäre schön, wenn mir jemand etwas über dieses Lager / Gefängnis berichten könnte, und mir vielleicht auch einen Hinweis geben könnte, wo ich eine Sterbeurkunde beantragen könnte.

https://de.wikipedia.org/wiki/Tuszyn

https://www.google.com/maps/dir/Tusz...51.4051721!3e0
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Viele Grüße
Dieter Saure

Manchmal findet man, was man sucht.
Nicht immer sucht man das, was man findet.
Ab und zu findet man etwas, was man überhaupt nicht gesucht hat, und stellt dann fest, dass es genau das war, was einem gefehlt hat.
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Geändert von Saure (03.05.2019 um 14:44 Uhr)
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  #2  
Alt 03.05.2019, 15:49
sonki sonki ist offline
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Ein Absatz aus einem Augenzeugenbericht (habe die URL zum Original vergessen):

Zitat:
Am 08.03.1943 wurden wir in das Lager Tuschin-Wald, ca. 20 km weit von Litzmannstadt/Polen entfernt, übersiedelt. Es waren etwa 700 Häuser, ehemals von Juden bewohnte Sommerhäuser mit Schule und Großküche.
Also vermutlich das im Wald nord-westl. von Tuszyn-Zentrum gelegene Gebiet.

Siehe z.b. dieses Foto: https://fotopolska.eu/Przystanek_tra...uszyn?map_z=15

Geändert von sonki (03.05.2019 um 15:52 Uhr)
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  #3  
Alt 03.05.2019, 16:03
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Hallo sonki,

vielen Dank für ihren Hinweis.

Unter dem Bild steht '1940-1942, An der Haltestelle Tuszyn-Las', und auf dem Bild erkenne ich deutsche Soldaten.
http://www.wikiwand.com/de/Tuszyn
'Im Tuschin-Wald befand sich ein großes Umsiedlerlager der VOMI (Volksdeutsche Mittelstelle), dort waren ab 1941 (?) deutschstämmige Umsiedler aus Bessarabien, Kroatien u. a. untergebracht, die später im Generalgouvernement angesiedelt werden sollten. Im Lager Tuschin wurde Ende 1942 aus den zur Umsiedlung vorgesehenen volksdeutschen Kroaten auch das 1. SS-Landwacht-Bataillon Zamosc aufgestellt, das 1943 ins Generalgouvernement versetzt wurde, wo es bei der Vertreibung der polnischen Bevölkerung im Rahmen der Aktion Zamosc und im "Bandenkampf" eingesetzt wurde. Am 19. Januar 1945 erreichte die Rote Armee die Stadt.'

Ich suche ein Lager / Gefängnis vom kommunistischen Sicherheitsdienst, in dem im Oktober 1945 deutsche Soldaten inhaftiert gewesen sein sollen.

Es kann aber auch sein, dass das Lager Tuschin-Wald 1945 von den polnischen Sicherheitskräften als Gefängnis für z.B. deutsche Soldaten benutzt worden ist.
Aber ein Gefängnis, bestehend aus etwa 700 Häusern, ehemals von Juden bewohnte Sommerhäuser mit Schule und Großküche, wird es wohl kaum gewesen sein.

So könnte es gewesen sein:
https://www.deutscheundpolen.de/erei...sche_1945.html
http://www.silesia-schlesien.com/ind...d=38:beitraege
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Dieter Saure

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Geändert von Saure (04.05.2019 um 12:50 Uhr)
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  #4  
Alt 05.05.2019, 03:21
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Jetzt habe ich mir dieses Buch bestellt:

'Nach Lamsdorf sollen nur noch zwei Orte erwähnt, aber auf Ein*zelheiten verzichtet werden. Mitte der 90er Jahre wurde bekannt, daß der US-amerikanische Publizist John Sack ein Buch über das von Polen weiterbetriebene Auschwitz-Nebenlager Schwientochlowitz-Zgoda nach sieben Jahren Recherchen mit dem Titel „An Eye for an Eye“ (Auge um Auge) geschrieben hat. Das Buch erschien

1.im Verlag „Basis Books“ in New York und ist jetzt - nach lan*gem Hickhack - auch in deutscher Übersetzung erhältlich (Sack, John: Auge um Auge; Emst-Kabel Verlag, Hamburg, 1995). Es er*lebte nur eine deutsche Auflage und ist nur noch antiquarisch zu hor*renden Preisen erhältlich.

Darin schildert John Sack die KZ-Massenverbrechen im polni*schen Machtbereich an Deutschen unter besonderer Berücksichti*gung der sadistischen Untaten des jüdischen Kommandanten Salomon Morel, der sich inzwischen nach Israel abgesetzt hat und inzwischen verstorben ist. Sack beschreibt, wie befreite ehemalige jüdische Häftlinge aus Ausch*witz, unter dem schon genannten Kommandanten Morel, als Wach*posten „Rache für den Holocaust“ suchten und fanden. Getreu dem alten mosaischen Gesetz „Auge um Auge - Zahn um Zahn“ waren die Opfer unschuldige Menschen, die nur wegen ihres Deutschtums inhaftiert waren.

Das Buch hat in den USA und sogar in Polen Wellen geschlagen. So forderte der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in Kattowitz, Feliks Lipman: „Man muß die Wahrheit sagen!“ Als der nach Israel entschwundene Morel ihn unter Druck zu setzen versuchte und an ihn schrieb, wer ihn, Morel, nicht verteidige, sei „kein Jude mehr“, äußerte Lipman: „Nicht alle Deutsche sind Hitleristen, und nicht alle Polen und Juden sind unschuldig. Wer Verbrechen begangen hat, soll dafür bestraft werden.“'
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Geändert von Saure (05.05.2019 um 17:39 Uhr)
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Alt 06.05.2019, 00:23
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Guten Morgen,

ich habe langsam den Eindruck, dass ich in diesem Unterforum falsch bin.
Es kann doch nicht so schwer sein, mir entsprechende Hinweise zu geben.
Oder spreche ich ein heikles Thema an ?

Ich möchte doch nur das Schicksal eines deutschen Soldaten aufklären.
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Dieter Saure

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  #6  
Alt 06.05.2019, 00:33
sonki sonki ist offline
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Sach mal was läuft eigentlich falsch bei dir?
Reicht dein Vorstellungsvermögen echt nicht soweit das vielleicht niemand eine Antwort weiß?
Das ist nicht mehr nur betriebsblind das ist schon pathologisch...

PS ja harte Antwort (sperrt mich ruhig) aber das ist nicht mehr normal. Gute Nacht dann.
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  #7  
Alt 06.05.2019, 11:56
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Hallo sonki,

ich bin bzw. war jetzt über 30 Jahre lang in verschiedenen Foren unterwegs und habe schon viele Anschuldigungen erlebt. Ob zu recht, oder zu Unrecht, das wage ich nicht zu sagen.

Meist wurde ich für meine klaren Worte verwarnt bzw. gesperrt.

Ich weiß wirklich nicht, warum man Sie hier im Forum sperren sollte.

https://unsertaeglichbrot.org/2014/1...-rechten-zeit/
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Geändert von Saure (06.05.2019 um 12:06 Uhr)
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  #8  
Alt 06.05.2019, 16:59
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Saure Saure ist offline männlich
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Jetzt habe ich diesen Hinweis erhalten:

In Bezug auf eventuell vorhandene polnische Gerichtsakten zu dem
Gesuchten können Sie sich an die polnischen Kolleg*innen des Instituts
für nationales Gedenken (IPN) in Warschau bzw. Lodz wenden:

(https://ipn.gov.pl/en).
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Geändert von Saure (06.05.2019 um 18:41 Uhr)
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  #9  
Alt 06.05.2019, 18:47
Anna Sara Weingart Anna Sara Weingart ist offline
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Hallo Dieter,
Mich verwirrt der Name des von Dir gesuchten Lagers. Wenn es ein von Polen betriebenes Lager sein soll, warum trägt es dann
einen deutschen Namen ("Für das deutsche Volk") ??

Oder nanntest Du nur eine deutsche Übersetzung des polnischen Lagernamens ??
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  #10  
Alt 06.05.2019, 19:10
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Hallo Anna Sara,

vielen Dank für Ihr Interesse an meiner Suche.

Ich helfe einem Polen bei der Suche nach seinem deutschen Vater.

Der Suchende schreibt wörtlich:
'Leider wird er durch die kommunistischen Sicherheitsdienste verhaftet und im Lager für das deutsche Volk in Tuszyn neben Lodz festgesetzt.'

Dies habe ich schon oben geschrieben:
''Im Tuschin-Wald befand sich ein großes Umsiedlerlager der VOMI (Volksdeutsche Mittelstelle), dort waren ab 1941 (?) deutschstämmige Umsiedler aus Bessarabien, Kroatien u. a. untergebracht, die später im Generalgouvernement angesiedelt werden sollten. Im Lager Tuschin wurde Ende 1942 aus den zur Umsiedlung vorgesehenen volksdeutschen Kroaten auch das 1. SS-Landwacht-Bataillon Zamosc aufgestellt, das 1943 ins Generalgouvernement versetzt wurde, wo es bei der Vertreibung der polnischen Bevölkerung im Rahmen der Aktion Zamosc und im "Bandenkampf" eingesetzt wurde. Am 19. Januar 1945 erreichte die Rote Armee die Stadt.'

Nachdem die Deutschen weg waren, haben die Polen diese Lager für ihre 'Zwecke' benutzt.
Siehe meine o.a. Links., wie: https://www.deutscheundpolen.de/erei...sche_1945.html
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Geändert von Saure (07.05.2019 um 00:12 Uhr)
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