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  #1  
Alt 23.05.2019, 23:26
sommereiche111 sommereiche111 ist offline männlich
Benutzer
 
Registriert seit: 23.11.2006
Ort: Bad Homburg v.d.Höhe
Beiträge: 88
Standard DNA Genealogie sinnvoll bei Bestimmung der Urgroßeltern?

Liebe Forschungsmitglieder,

ich bin Miterbe eines kleinen Nachlasses meines Urgroßvaters geworden. Hierbei ergeben sich jedoch unerwartete Schwierigkeiten.

Bei zwei Geburtsurkunden taucht ein völlig fremder mütterlicher Name auf. Auch auf der Todsurkunde meines Urgroßvaters steht ein
Vorname mehr als auf der Geburtsurkunde.

Der Nachlassverwalter hat nun die These aufgestellt, dass es zwei Ehepaare mit
gleichem Nachnamen und gleichen Nachnamen gab. Das urgroßväterliche Erbe wäre sodann zu teilen mit dem Ergebnis, dass die
Kinder, bei denen die Abstammung zweifelsfrei ist ihren
Erbteil erhalten, während die anderen leer ausgehen.

Jetzt ist meine Überlegung: Ließe sich nicht mit Hilfe eines DNA-Tests feststellen, ob alle Nachkommen, die gleichen Urgroßeltern haben?

Bekanntlich wird die mitochondrialen DNA (mtDNA) von der Mutter auf das Kind vererbt und das das Y-Chromosom wird vom Vater an den
Sohn weitergegeben. Da müsste eine Bestimmung doch möglich sein. Was meint Ihr?

Viele Grüße

sommereiche111
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  #2  
Alt 24.05.2019, 06:15
Benutzerbild von Karla Hari
Karla Hari Karla Hari ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 19.11.2014
Beiträge: 4.041
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hola,
ich bin zwar kein Experte, aber ich denke schon, dass eine Verwandschaft zweifelsfrei feststellbar ist. Soweit ich weiß, kannst du aber niemanden zwingen, seine DNA für die Untersuchung zur Verfügung zu stellen.
__________________
Lebe lang und in Frieden
KarlaHari
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  #3  
Alt 24.05.2019, 07:16
OliverS OliverS ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 27.07.2014
Ort: Süddeutschland
Beiträge: 2.241
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Hallo,
Du könntest, aber Urgroßeltern, von denen hast du nur noch 12,5% bekommen.
Da sich DNA aber immer mischt, neu, kann es sein das z.B. dein Vater andere 50% von seinem Vater hat als sein Bruder, dann geht wieder nix zu beweisen.
Schwer aber nicht unmöglich.
Gruß
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  #4  
Alt 24.05.2019, 08:34
Scherfer Scherfer ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 25.02.2016
Beiträge: 1.110
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Hallo,

aufgrund von fehlenden Details finde ich eine Antwort auf Deine Frage schwierig.

Für wen genau möchtest Du die Abstammung von Deinem Urgroßvater prüfen und wie genau stammen diese Personen theoretisch von Deinem Urgroßvater ab?
Oder anders gefragt: Wen genau meinst Du mit "Bei zwei Geburtsurkunden taucht ein völlig fremder mütterlicher Name auf." ?

Dass ein Vorname auf der Sterbeurkunde zusätzlich auftaucht, finde ich nicht weiter verwunderlich, sowas kommt vor.

Die These des Nachlassverwalters ist bislang nur eine Hypothese, für die ebenfalls Belege fehlen. Die Nachweispflicht bestünde da wohl bei den potentiellen Erben, die leer ausgehen würden.

Generell sollte eine Abstammung über 3-4 Generationen gut mit Hilfe eines DNA-Tests nachprüfbar sein, aber ich habe den Eindruck, dass Du vorab noch etwas Hintergrundwissen anlesen solltest, bevor Du einen Test machst, der gar nicht die Antwort bringen kann, weil er andere Fragestellungen beantworten soll. Beispiel: Mit einem Y-DNA-Test wirst Du nur sehen ob Du und andere auf direkter Linie den selben Vater des Vaters des Vaters als Vorfahren hast. Für Urgroßväter mit anderer Verbindung (z.B. Vater der Mutter des Vaters) ist der Y-DNA-Test sinnlos. Und auch über die jeweiligen Ehefrauen der Vorfahren sagt ein Y-DNA-Test rein gar nichts aus.

Wäre es denn möglich, dass besagter Urgroßvater zweimal verheiratet war und die heute lebenden Nachfahren aus seinen zwei verschiedenen Ehen stammen?

Und vor allem: Hast Du wirklich alle Papierquellen ausgeschöpft, um Deine Frage zu beantworten? DNA-Tests sind schon interessante Werkzeuge, aber ohne parallele Studien anderer Unterlagen recht sinnbefreit.

Geändert von Scherfer (24.05.2019 um 08:36 Uhr)
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  #5  
Alt 24.05.2019, 08:52
Benutzerbild von Xtine
Xtine Xtine ist offline weiblich
Administrator
 
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Ort: z' Minga [Mail: chatty1@gmx.de]
Beiträge: 21.749
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Hallo sommereiche,


wie passen die Geburtsurkunden mit den beiden "anderen" Müttern denn in die zeitliche Abfolge?
Also: erst Kinder von Mutter A, dann von Mutter B. Oder gibt es ein Kind v. Mutter A, ein Kind von Mutter B, ein Kind von Mutter A .....

Erstere Variante spricht für 2 Ehen Deines Urgroßvaters, die 2. Variante eher für 2 Paare mit einem Namensvetter Deines Urgroßvaters.

Wenn Dir alle Angaben der Urkunden Deines Urgroßvaters vorliegen, könntes Du ja auch einfach mal Ahnenforschung betreiben ( ) um vielleicht etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Datenschutz dürfte hier ja keiner mehr greifen.
__________________
Viele Grüße .................................. .
Christine
.. .............
Wer sich das Alte noch einmal vor Augen führt, um das Neue zu erkennen, der kann anderen ein Lehrer sein.
(Konfuzius)

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  #6  
Alt 24.05.2019, 08:56
Basil Basil ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 16.06.2015
Ort: Hamburg
Beiträge: 696
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Hallo sommereiche111,

ist denn die Papiergenealogie restlos ausgereizt? Und ist denn die Familie so groß und verzweigt, dass die Verwandtschaft untereinander fraglich ist? Es sind ja nur drei Generationen und dein Urgroßvater ist doch vermutlich schon im 20. Jahrhundert geboren?

Ich bin auch kein Experte, aber ich denke, nicht alle Nachkommen lassen sich über yDNA und mtDNA mit dem einen Urgroßelternpaar verbinden. Da z.B. das Y-Chromosom vom Vater zum Sohn vererbt wird, müsste ein Urenkel in direkter männlicher Linie vom Urgroßvater abstammen, um dessen Y-Chromosom zu besitzen. Stammt der Urenkel aber von einer Tochter des Urgroßvaters ab, trägt er nicht mehr dessen Y-Chromosom. Genauso umgekehrt mit der mtDNA. Aber das müsste man im Einzelfall prüfen, welche Personen fraglich sind, welche Verbindung sie zu den Urgroßeltern haben und welche Vergleichsproben zur Verfügung stehen. Das X-Chromosom spielt auch noch eine Rolle, auch wenn die Vererbung durch die Mutter komplizierter ist.

Gruß
Basil
__________________
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  #7  
Alt 24.05.2019, 18:29
Mismid Mismid ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 21.02.2009
Beiträge: 234
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Ich versteh das ganze nicht so recht.
Gibt es Differenzen zwischen der Todesurkunde und der Geburtsurkunde?
Es werden ja nicht am gleichen Tag 2 Personen im gleichen Ort mit dem gleichen Namen geboren sein.
Mit Hilfe eines DNA-Tests könnte man sicher die Verwandtschaft nachweisen. Jedoch spielt dies für das Erbe ja keine Rolle, wer die wirklichen Eltern waren.

Hier kommt es nur darauf an, wer die Vaterschaft anerkannt hatte. Sonst würden ja auch adoptierte Kinder nichts erben.
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  #8  
Alt 25.05.2019, 12:02
Benutzerbild von fps
fps fps ist offline männlich
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Registriert seit: 07.01.2010
Ort: Lüneburg
Beiträge: 1.228
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Hallo sommereiche,

Du merkst schon an den Antworten, dass Deine Angaben, die Du bisher dazu gemacht hast, für eine gezielte Antwort nicht ausreichen.
Ich habe mir Deinen Beitrag nun mehrmals durchgelesen und festgestellt, dass ich mit jedem Durchlesen die Sache weniger verstehe.

Ich denke, dass es zunächst darum gehen muss, den Fall genau zu verstehen, dann lassen sich sicherlich auch Ratschläge erteilen.
__________________
Gruß, fps
Fahndung nach: Riphan/Rheinland (vor 1700); Scheer/Grevenbroich und Umgebung; Bartolain / Bertulin, Nickoleit (und Schreibvarianten), Kammerowski / Kamerowski, Atrott /Atroth, Kawlitzki, Obrikat - alle Ostpreußen, Region Gumbinnen
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  #9  
Alt 30.05.2019, 16:19
sommereiche111 sommereiche111 ist offline männlich
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Registriert seit: 23.11.2006
Ort: Bad Homburg v.d.Höhe
Beiträge: 88
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Hallo an Alle,

ein herzliches Dankeschön für Eure Beiträge und aufgezeigten Blickwinkel. Ich finde es anerkennenswert wie intensiv Ihr Euch mit diesem Thema befasst habt. Ich bin dabei den verschieden Hinweisen nachzugehen und möchte dann umfassend unter Berücksichtigung aller Antworten meinerseits berichten. Wir können dann auf einer erweiterten Basis miteinander diskutieren. Bitte habt noch ein wenig Geduld.
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