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  #1  
Alt 15.06.2021, 11:41
KoppelmannK KoppelmannK ist offline
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Registriert seit: 01.04.2018
Beiträge: 43
Standard Hinweis über mögliches weiteres Vorgehen

Hallo zusammen,

ich habe eine kleine Nuss innerhalb meiner Familie zu knacken.
1941 ließen sich meine Urgroßeltern scheiden. Über das Warum gibt es viele Geschichten - belegbar ist davon nichts mehr.

Ich würde zum besseren Verständnis der Situation meiner Familie damals gerne diese Akte irgendwo "ausgraben".

Ich habe auf der Heiratsurkunde der beiden einen Vermerk über die Scheidung und ein entsprechendes Aktenzeichen des Kammergerichts Berlin.

Im Kammergericht ist diese Akte nicht mehr vorhanden (Frist verstrichen).
Beim Landesarchiv Berlin habe ich in der Sammelakte der Heirat danach suchen lassen, ohne Erfolg.

Die Akte, die in der Familie befindlich war, wurde vor knapp 50 Jahren bewusst verbrannt.

Gibt es nun noch Anlaufstellen, die ich prüfen könnte? Wurden kirchliche Institutionen bei Scheidungsvorgängen eingebunden oder gibt es neben dem Bundes- & Landesarchiv andere Institutionen, die ich bisher übersehen habe?

Ich bin für jeden Tipp dankbar!

Beste Grüße
Kai
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  #2  
Alt 15.06.2021, 13:47
Elizabeth Elizabeth ist offline
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Registriert seit: 01.07.2020
Beiträge: 18
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Hallo,

wenn Urgroßmutter oder -vater noch einmal geheiratet haben, könnte das Scheidungsurteil in der Sammelakte der Wiederverheiratung zu finden sein.
Sonst wüßte ich auch keinen Rat.

Viele Grüße
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  #3  
Alt 15.06.2021, 14:29
Carolien Grahf Carolien Grahf ist offline weiblich
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Registriert seit: 26.03.2021
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Beiträge: 547
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Zitat:
Zitat von KoppelmannK Beitrag anzeigen
Über das Warum gibt es viele Geschichten - belegbar ist davon nichts mehr.
...
Die Akte, die in der Familie befindlich war, wurde vor knapp 50 Jahren bewusst verbrannt.
Hallo Kai

Wenn ein Ehepaar irgendwelche Probleme hat, bespricht es diese mit den Personen, denen sie zu 100% vertrauen. Sie verlassen sich darauf, dass diese nicht mit ihren Erkenntnissen hausieren gehen.
Die Personen die nicht in die Geschehnisse, repektive Zerwürfnis der Ehe eingeweiht wurden, sollten dies wohl auch nicht wissen.
Alles was innerhalb einer Ehe geschieht, ist Privatsache.

Die Urgroßeltern haben es keinem anderen erzählen wollen. Die Akte wurde verbrannt um genau diese Geschichte endgültig zu beenden.
Wenn es heute noch Thema innerhalb deiner Familie ist warum die beiden sich getrennt haben, bleibt ihnen nur zu spekulieren.
Das es sie aber im Grunde absolut nichts angeht, steht wohl außer Frage.
Fakt ist, sie waren beide nicht mehr daran interessiert die Ehe fortzusetzen und sahen auch keine Chance, dass sich das wieder ändert. Deshalb Scheidung. Ende der Geschichte.
Das muss deiner Familie genügen.
Wahrscheinlich würde keiner von ihnen wollen, das man ohne sie zu fragen in ihren Beziehungs Angelegenheiten herumschnüffelt.
Nichts für ungut.
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  #4  
Alt 15.06.2021, 15:08
KoppelmannK KoppelmannK ist offline
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Zitat:
Zitat von Carolien Grahf Beitrag anzeigen
Hallo Kai

Wenn ein Ehepaar irgendwelche Probleme hat, bespricht es diese mit den Personen, denen sie zu 100% vertrauen. Sie verlassen sich darauf, dass diese nicht mit ihren Erkenntnissen hausieren gehen.
Die Personen die nicht in die Geschehnisse, repektive Zerwürfnis der Ehe eingeweiht wurden, sollten dies wohl auch nicht wissen.
Alles was innerhalb einer Ehe geschieht, ist Privatsache.

Die Urgroßeltern haben es keinem anderen erzählen wollen. Die Akte wurde verbrannt um genau diese Geschichte endgültig zu beenden.
Wenn es heute noch Thema innerhalb deiner Familie ist warum die beiden sich getrennt haben, bleibt ihnen nur zu spekulieren.
Das es sie aber im Grunde absolut nichts angeht, steht wohl außer Frage.
Fakt ist, sie waren beide nicht mehr daran interessiert die Ehe fortzusetzen und sahen auch keine Chance, dass sich das wieder ändert. Deshalb Scheidung. Ende der Geschichte.
Das muss deiner Familie genügen.
Wahrscheinlich würde keiner von ihnen wollen, das man ohne sie zu fragen in ihren Beziehungs Angelegenheiten herumschnüffelt.
Nichts für ungut.
Hallo,

eine prinzipiell völlig richtige Ansicht, allerdings spielt die Rolle meines Urgroßvaters im Nationalsozialismus eine wichtige Rolle was das Ende einiger Familienmitglieder angeht, weshalb ich trotz aller Rücksicht auf Privatsphäre (die Beteiligten sind allesamt längst verstorben) mein Glück versuchen möchte.

Verbrannt wurde die Akte auch nicht von einem meine Urgroßeltern selbst, sondern von einem der Erben.

Der Hinweis auf eine Wiederverheiratung ist gut, mein Urgroßvater hat tatsächlich noch einmal geheiratet, besten Dank!

Viele Grüße
Kai
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  #5  
Alt 15.06.2021, 15:46
Carolien Grahf Carolien Grahf ist offline weiblich
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Hm...
Nehmen wir an du erfährst, dass er/sie schuldig geschieden wurde. Oder das die Ehe durch das Regime aufgehoben wurde.
Welche Bedeutung hat diese Information für deine heutige Familie?
Darf ich fragen worauf du hinaus willst, wenn alle Beteiligten bereits tot sind?

Geändert von Carolien Grahf (15.06.2021 um 15:47 Uhr)
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  #6  
Alt 15.06.2021, 15:58
KoppelmannK KoppelmannK ist offline
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Zitat:
Zitat von Carolien Grahf Beitrag anzeigen
Hm...
Nehmen wir an du erfährst, dass er/sie schuldig geschieden wurde. Oder das die Ehe durch das Regime aufgehoben wurde.
Welche Bedeutung hat diese Information für deine heutige Familie?
Darf ich fragen worauf du hinaus willst, wenn alle Beteiligten bereits tot sind?
Ehrlich gesagt möchte ich nicht über meine Intention sprechen, wieso ich eine Akte meiner Urgroßeltern (oder irgendeine Akte) suche - hier muss die Frage reichen, wo ich eine solche Akte noch finden könnte.

Viele Grüße
Kai
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  #7  
Alt 15.06.2021, 17:23
Carolien Grahf Carolien Grahf ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von KoppelmannK Beitrag anzeigen
Ehrlich gesagt möchte ich nicht über meine Intention sprechen.
Kein Problem. Fragen kostet nichts und mehr als Nein sagen kannst du nicht. Viel Erfolg bei deiner Suche.
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  #8  
Alt 15.06.2021, 18:33
Claire Claire ist offline
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Zitat:
Zitat von KoppelmannK Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,

ich habe eine kleine Nuss innerhalb meiner Familie zu knacken.
1941 ließen sich meine Urgroßeltern scheiden. Über das Warum gibt es viele Geschichten - belegbar ist davon nichts mehr.

Ich würde zum besseren Verständnis der Situation meiner Familie damals gerne diese Akte irgendwo "ausgraben".
Hallo Kai,

was die eigentliche Scheidungsakte angeht, habe ich keine Ahnung, aber vielleicht lässt sich über die Entnazifizierungsmaßnahmen nach Kriegsende einiges recherchieren oder zumindest interpretieren.

Falls beide (ehemaligen) Ehepartner den Krieg überlebt haben, müssten sie über das Entnazifizierungsverfahren zu finden sein, das üblicherweise am Wohnort durchgeführt wurde. Es sollte zumindest ein Meldebogen erhalten sein, auch wenn sie als "unbeschriebene" Blätter durchgegangen sein sollten.

Diese Meldebögen alleine können schon durchaus hilfreich sein, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Über einige klitzekleine Angaben darin kam ich bei der Recherche über meine Familie entscheidende Schritte weiter.

Noch aufschlussreicher war die Einsichtnahme in die Entnazifizierungsakten, die es in zwei Fällen tatsächlich gab und in denen ich durch Zeugenaussagen sehr, sehr interessante Hinweise auf weitere Namen und Zusammenhänge bekam.

Wie gesagt, das hilft dir jetzt noch nicht wirklich in Bezug auf die Akte, aber vielleicht kommst du über Umwege zu neuen Erkenntnissen.

Viel Erfolg!
Claire
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  #9  
Alt 15.06.2021, 21:23
Benutzerbild von Garfield
Garfield Garfield ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von Carolien Grahf Beitrag anzeigen
Wenn ein Ehepaar irgendwelche Probleme hat, bespricht es diese mit den Personen, denen sie zu 100% vertrauen. Sie verlassen sich darauf, dass diese nicht mit ihren Erkenntnissen hausieren gehen.
Die Personen die nicht in die Geschehnisse, repektive Zerwürfnis der Ehe eingeweiht wurden, sollten dies wohl auch nicht wissen.
Alles was innerhalb einer Ehe geschieht, ist Privatsache.
Das möchte ich so pauschalisiert nicht hinnehmen. Die Scheidung meiner Grosseltern hatte nicht nur massive Auswirkungen auf ihre Kinder, sondern auch auf ihre Enkel, die kein einziges Familienfest mit beiden Grosseltern gleichzeitig verbringen durften. Auf der einen Seite war so viel Verbitterung da, mit der wir aufwuchsen. Ich habe das Scheidungsurteil nur mit dem am meisten betroffenen Kind geteilt. Es hat uns beiden geholfen, Frieden zu finden mit dem was laut Urteil passiert sein muss, ohne weiter spekulieren zu müssen (es gab sehr einseitige Gerüchte). Dem Kind hat es geholfen, postmortem Frieden mit dem Vater zu finden.

Mal abgesehen davon, dass ich persönlich Familienforschung betreibe und daher (theoretisch) am liebsten jedes kleine Detail wissen möchte. Sogar dann, wenn sie bereits tot sind.


Ob kirchliche Institutionen Unterlagen haben könnten, käme vielleicht auf die Konfession an.
In der katholischen Kirche gibt es keine Scheidungen und daher auch keine Wiederheirat nach einer Scheidung. Bei einer erneuten Heirat musste die Todesurkunde des früheren Ehepartners vorgewiesen werden.
Mit evangelischen Gepflogenheiten kenne ich mich noch nicht so gut aus. Da dort eine kirchliche Wiederheirat meines Wissens möglich ist, müssten die zumindest irgendeinen Nachweis zur Scheidung haben. Ist natürlich die Frage, ob dort Details dabei stehen, aber einen Versuch wäre es bestimmt wert.
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Geändert von Garfield (15.06.2021 um 21:25 Uhr)
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  #10  
Alt 16.06.2021, 11:51
Carolien Grahf Carolien Grahf ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von Garfield Beitrag anzeigen
Das möchte ich so pauschalisiert nicht hinnehmen. Die Scheidung meiner Grosseltern hatte nicht nur massive Auswirkungen auf ihre Kinder, sondern auch auf ihre Enkel, die kein einziges Familienfest mit beiden Grosseltern gleichzeitig verbringen durften.
Hm... ich glaube ich verstehe deinen Beitrag total falsch...
Die Großeltern ließen sich scheiden und wollten ab diesem Zeitpunkt keine gemeinsamen Familienfeste mehr gestalten?
Das ist doch der Zweck einer Scheidung, dass jeder seinen eigenen Weg geht, ohne den anderen. Haben dann ja auch schließlich jeder seine eigene Wohnung. Die Kinder pendeln dann. Das ist doch völlig normal?
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