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  #21  
Alt 13.01.2021, 09:18
Benutzerbild von Balle
Balle Balle ist offline männlich
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Moin Hendrik,
"Klaus" Otte/Otto ist ein Bruder meines Ahnen, im Rahmen meiner Forschungen bin ich auf ihn gestoßen.
Ich fand dann Hinweise in Besatzungslisten und im Verzeichnis der Deserteure. In Auswandererlisten und Einwanderungslisten ist er logischerweise nicht verzeichnet.
In einer Chronik seiner Heimatgemeinde im Moor findet sich ein Hinweis auf eine Eheschließung in Amerika. Vielleicht findet sich dazu etwas in alten Zeitungen, der "Stedinger Bote" hat dazu wohl etwas berichtet, aber die Archive sind geschlossen.
Er soll das Inventar seines Hofes in Hekelermoor vorab in dem Blatt zur Versteigerung angeboten haben. Da bleibe ich dran.
Eine Spur in Amerika konnte ich bisher noch nicht finden.

Ich vermute dass er seinen Namen gewechselt hat, als Deserteur hat er vielleicht ein schlechtes Gewissen gehabt. Und verheiratet war er ja auch.

Seine Frau ist mit den Kindern zurückgegangen ins Moor, später ging sie dann ins "Kloster". Kloster Blankenburg war ein Zufluchtsort/ Therapieeinrichtung für Psychisch gestörte Menschen am Rande von Oldenburg.
Dort hat sie wohl lange gelebt. In ihrem standesamtlichen Heiratseintrag wird sie 1884 als geschieden bezeichnet.

Ich vermute den Aufenthalt einer Tochter incl. Eheschließung 1883 in Wisconsin vielleicht als einen Besuch beim Vater. Vielleicht hat sie ihn besucht, vielleicht ein Versuch die Familie zu vereinen.
Nachdem das nicht geklappt hat wurde die Ehe dann vielleicht geschieden und die Mutter hat im Jahr darauf erneut geheiratet.
So könnte es gewesen sein........
__________________
Lieber Gruß
Manfred


Gesucht: Herkunft von Johann Christoph Bresel (Brösel, Prehel, Brahel),
ehem. Dragoner im Churfürstlich Sächsischem ehemaligen Herzog Churländischen Regiment Chevaux Legers in Zittau.
Eheschließung 1781 in Zittau
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  #22  
Alt 14.01.2021, 10:26
HErtlFernwald HErtlFernwald ist offline
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Moin Manfred!
Bei mir ist es so, dass er sehr natürlich nicht desertiert ist u. der einzige, zwielichtige, Grund ist, dass er sich wohl lange seiner Militärpflicht entzogen hat (was auch dokumentiert ist!). Die Familie allein lassen ist schändlich genug, stellt aber keinen Gesetzesbruch oder eine Ordnungswidrigkeit dar. Insofern hatte er bei Grenzübertritt natürlich keine Not mehr sich zu verstecken.


Bei mir geht es lediglich darum zu beweisen, dass die von mir in Buffalo gefundene Person irgendwo mit Geburtsort und/oder Geburtsdatum ausgewiesen ist.


Oder: Hat er sich vor der vermeintl. bigamistischen Ehe scheiden lassen? Natürlich wurde in Preußen davon nichts bekannt, wozu auch? ER hätte davon nichts gehabt! Im Gegenteil: Es wäre sein Aufenthaltsort bekannt geworden u. 1860/70/80 war die Kommunikation über den großen Teich noch sehr eingeschränkt.


Aber genau da liegt ja bekanntlich bei amerikanischen Quellen "der Hase im Pfeffer".


LG
Hendrik
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  #23  
Alt 16.06.2021, 14:21
HErtlFernwald HErtlFernwald ist offline
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Registriert seit: 27.03.2017
Beiträge: 70
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Zitat:
Zitat von Balle Beitrag anzeigen
Moin Hendrik,
"Klaus" Otte/Otto ist ein Bruder meines Ahnen, im Rahmen meiner Forschungen bin ich auf ihn gestoßen.
Ich fand dann Hinweise in Besatzungslisten und im Verzeichnis der Deserteure. In Auswandererlisten und Einwanderungslisten ist er logischerweise nicht verzeichnet.
In einer Chronik seiner Heimatgemeinde im Moor findet sich ein Hinweis auf eine Eheschließung in Amerika. Vielleicht findet sich dazu etwas in alten Zeitungen, der "Stedinger Bote" hat dazu wohl etwas berichtet, aber die Archive sind geschlossen.
Er soll das Inventar seines Hofes in Hekelermoor vorab in dem Blatt zur Versteigerung angeboten haben. Da bleibe ich dran.
Eine Spur in Amerika konnte ich bisher noch nicht finden.

Ich vermute dass er seinen Namen gewechselt hat, als Deserteur hat er vielleicht ein schlechtes Gewissen gehabt. Und verheiratet war er ja auch.

Seine Frau ist mit den Kindern zurückgegangen ins Moor, später ging sie dann ins "Kloster". Kloster Blankenburg war ein Zufluchtsort/ Therapieeinrichtung für Psychisch gestörte Menschen am Rande von Oldenburg.
Dort hat sie wohl lange gelebt. In ihrem standesamtlichen Heiratseintrag wird sie 1884 als geschieden bezeichnet.

Ich vermute den Aufenthalt einer Tochter incl. Eheschließung 1883 in Wisconsin vielleicht als einen Besuch beim Vater. Vielleicht hat sie ihn besucht, vielleicht ein Versuch die Familie zu vereinen.
Nachdem das nicht geklappt hat wurde die Ehe dann vielleicht geschieden und die Mutter hat im Jahr darauf erneut geheiratet.
So könnte es gewesen sein........

Hallo Zusammen!


Ich habe über "meinen" Conrad u. seine "neue" Familie allerhand gefunden, KB-Einträge allerdings noch nicht, was merkwürdig ist, da auch der 1. Ehemann seiner Frau, Heinrich August Dennler (dessen schweizer Herkunft ich nebst seiner Frau ausführlich ermittelt habe), "irgendwie" nicht mehr in den USA auftaucht.


Bleiben die Death Certificates mit wenig Aussagekraft u. die angebliche Beerdigung der 2. Frau (Mary) auf dem Armenfriedhof (Potter's Field).


@Manfred: Hast Du zu Deinem Klaus/Nicolaus Otte(o) neue Infos???


LG Hendrik
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  #24  
Alt 16.06.2021, 14:22
HErtlFernwald HErtlFernwald ist offline
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Registriert seit: 27.03.2017
Beiträge: 70
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...wie steht es um das Vorhandensein von rechtl. Scheidungen ? Oder reden wir von einem "informellen" Scheidungs-Prozess, sodass man in den 1860-80ern noch von gegenseitigem Einvernehmen ausging, wen ein Ehepartner verschollen war?
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  #25  
Alt 16.06.2021, 15:42
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Balle Balle ist offline männlich
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Registriert seit: 22.11.2017
Beiträge: 1.908
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Moin Hendrik,
ich bin noch nicht weiter gekommen. Allerdings habe ich das nicht mit Nachdruck verfolgt.
Wenn ein Ehepartner "verschollen" ist, wird er dann nicht für tot erklärt? Dann wäre sie Wittwe gewesen.

Also müsste der Vermerk über die Scheidung ein Rechtsakt gewesen sein.
Trennung von einem lebenden Menschen.
Es soll über das Verlassen der Familie Hinweise in alten Zeitschriften gegeben haben. So wird es in einem heimatkundlichen Buch zur Geschichte der Häuser erwähnt.
Einen Kontakt zum Autor herzustellen ist mir noch nicht gelungen und auch der Heimatverein meldet sich nicht.
Und zu den Zeitschriften ins Archiv komme ich auch nicht.
Ich bleibe da dran.
__________________
Lieber Gruß
Manfred


Gesucht: Herkunft von Johann Christoph Bresel (Brösel, Prehel, Brahel),
ehem. Dragoner im Churfürstlich Sächsischem ehemaligen Herzog Churländischen Regiment Chevaux Legers in Zittau.
Eheschließung 1781 in Zittau
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