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  #11  
Alt 16.06.2021, 14:07
Benutzerbild von Bianca Bergmann
Bianca Bergmann Bianca Bergmann ist offline weiblich
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Hallo Carolien,
ich glaube Du verstehst das wirklich falsch. Es geht wohl nicht darum das die Großeltern keine Feste mehr gestalten wollten, sondern um deren Kinder und Enkelkinder.

Ich verstehe es so das die Großeltern nicht mehr auf Familienfeiern aufeinander treffen wollten. z.B. Hochzeiten, Taufen, Geburtstage, Einschulung usw. Und das ist für die betreffende Person dann nicht so schön.


@Kai. Ich kann Dir zwar nicht helfen und auch diesbezüglich keinen Rat geben, aber ich kann Deinen Wunsch nachvollziehen und hoffe das Du wo auch immer etwas findest.
__________________
Gruß Bianca

Gesucht: Gottfried Perlewitz, Soldat in Stettin und Louisa Krüger vor 1773

Geändert von Bianca Bergmann (16.06.2021 um 14:08 Uhr)
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  #12  
Alt 16.06.2021, 14:46
sternap sternap ist offline
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Eventuell sucht du keine normale Scheidung, sondern eine Nichtigerklärung einer Ehe mit einer Person einer nach den Rassengesetzen nicht mehr zur Ehe mit einem/ Arier/in berechtigt gewesenen Gruppe, worauf man bereits in einer Ehe lebenden Personen die Trennung nahelegte.



Mit der Nichtigerklärung bzw. Aufhebung wäre die nun getrennte Person nicht mehr vor Verfolgung sicher gewesen.


Die Juristen hier sollten entsprechende Texte aufzeigen können.
__________________
_________________________________
freundliche grüße

sternap
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  #13  
Alt 16.06.2021, 19:27
Benutzerbild von Garfield
Garfield Garfield ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von Carolien Grahf Beitrag anzeigen
Hm... ich glaube ich verstehe deinen Beitrag total falsch...
Die Großeltern ließen sich scheiden und wollten ab diesem Zeitpunkt keine gemeinsamen Familienfeste mehr gestalten?
Das ist doch der Zweck einer Scheidung, dass jeder seinen eigenen Weg geht, ohne den anderen. Haben dann ja auch schließlich jeder seine eigene Wohnung. Die Kinder pendeln dann. Das ist doch völlig normal?
Hallo
Ja, dann hast du das möglicherweise falsch verstanden. Natürlich ist und war der Zweck einer Scheidung, dass sich diese zwei Personen möglichst nicht mehr begegnen müssen bzw. ihr Leben nicht mehr teilen müssen. Aber während es heute nach guten bzw. rationalen Scheidungen je nach dem durchaus möglich ist, dass trotzdem beide Personen zB die Konfirmation ihres Kindes oder Enkels besuchen, war das bei meinen Grosseltern nicht möglich. Auch gab es damals noch kein geteiltes Sorgerecht - zwei Kinder haben ihren Vater nie wieder gesehen und ein Kind erst nach 35 Jahren wieder. Die einen Enkel haben ihren Grossvater nur selten gesehen, nie an wichtigen Familienfeiern, was eben zumindest für mich traurig war. Ein weiterer Enkel hat den Grossvater nur einmal gesehen. Dies auch von den Kindern so gewollt, im Glauben, dass ja er die Familie verlassen hat. Während die Gerüchte der anderen Seite die Schuld gaben. Im Scheidungsurteil wurden beide Seiten angehört, was ein umfassenderes Bild ermöglicht. Dadurch ist es jetzt für mich besser möglich, die Gesamtsituation zu verstehen und zu verarbeiten.


Guter Einwurf von sternap. Eine Nichtigkeitserklärung ist auch bei der katholischen Kirche möglich, nur eben keine Scheidung.
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  #14  
Alt 16.06.2021, 20:20
KoppelmannK KoppelmannK ist offline
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Registriert seit: 01.04.2018
Beiträge: 43
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Guten Abend zusammen,

gerade Geschichts- oder Ahnenforschung lebt doch davon, sich auch mit den schwierigen Themen auseinanderzusetzen. Umso wichtiger ist es, sich auch bei solchen Fragen mit der eigenen Familien-Geschichte zu beschäftigen.

Das Beschaffen von Scheidungsakten von Außen ethisch zu bewerten ist schwierig bis unmöglich und muss jede Familie für sich selbst entscheiden.
Ein realistischeres Gesamtbild ergibt sich nur durch die Auswertung aller möglicher Akten; dazu zählen eben auch schwierige Themen wie Scheidung oder bspw. auch Adoptionen.

Ich kann jedenfalls sicher sagen, dass es eine reguläre Scheidung war (beide waren evangelisch und nach der damaligen Definition arisch) und mein Urgroßvater kurze Zeit später noch einmal geheiratet hat. Er ist noch während des Krieges gestorben. Lt. Erzählungen einer Tochter, die zwischenzeitlich verstorben ist, kommt der zur NS-Zeit eingeführte Scheidungsgrund der "Zerrüttung" infrage.

Ich habe nun noch einige offizielle Stellen angefragt: das zuständige Landesarchiv bezgl. einer Entnazifizierungsakte meiner Urgroßmutter & das bei der zweiten Hochzeit zuständige Standesamt (3 Monate Zeit sind noch bis zum Ablauf der Frist von 80 Jahren und der Überführung in ein Archiv).

Besten Dank für die vielen guten Tipps!
Kai
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