Zurück   Ahnenforschung.Net Forum > Allgemeine Diskussionsforen > Erfahrungsaustausch - Plauderecke
Hier klicken, falls Sie Ihr Kennwort vergessen haben.

Antwort
 
Themen-Optionen Thema durchsuchen Ansicht
  #11  
Alt 16.06.2021, 11:44
Benutzerbild von Andre_J
Andre_J Andre_J ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 20.06.2019
Beiträge: 748
Standard

Zitat:
Zitat von Robin2002 Beitrag anzeigen
ich denke nicht, daß mein Ururgroßvater im Ersten Weltkrieg war, denn von der Staatsangehörigkeit war er ja kein Deutscher 1914-1918.
Wenn er als "Volksdeutscher" im damals russisch verwalteten Teil Polens gelebt hat, wird er von den Russen bestimmt nicht mit Samthandschuhen angefasst worden sein. Allerdings wurde die russische Armee ziemlich schnell nach Osten zurückgedrängt, sodaß er sich als "Befreiter" freiwillig zum Militär melden konnte.
__________________
Gruß,
Andre
Mit Zitat antworten
  #12  
Alt 16.06.2021, 12:03
Basil Basil ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 16.06.2015
Ort: Hamburg
Beiträge: 1.622
Standard

Hallo!

Zitat:
Zitat von Robin2002 Beitrag anzeigen
Zudem war er Volksdeutscher aus dem Wartheland, aber ich denke das hat damit nichts zu tun, da er schon seit 1928 nach Preußen eingewandert ist.
Zitat:
Zitat von MarthaLU Beitrag anzeigen
Wie das im Wartheland aussah im 1. Weltkrieg,( nur da könnte er die Ausbildung erhalten haben, nach dem 1. Weltkrieg gab es bis 1935 keine ) weiß ich allerdings nicht.
Wenn der gute Mann bereits 1928 nach Preußen eingewandert ist, kann er meiner Meinung nach weder Volksdeutscher noch aus dem Wartheland gewesen sein, da es beides 1928 noch gar nicht gab. Ich vermute, dass er zur deutschen Bevölkerung im 1920 an Polen abgetretenen Teil der preußischen Provinz Posen gehörte. Dann hätte er im 1. Weltkrieg bei der preußischen Armee dienen können, wenn er nicht schon damals ausgemustert wurde.

Zitat:
Zitat von Robin2002 Beitrag anzeigen
ich denke nicht, daß mein Ururgroßvater im Ersten Weltkrieg war, denn von der Staatsangehörigkeit war er ja kein Deutscher 1914-1918.
Woher kam er denn genau? Angeblich Volksdeutscher, aber kein Deutscher 1914-18, wie passt das zusammen?

Grüße
Basil
__________________
Zimmer: Oberlausitz und Dresden; Stephanus: Zittau, Altenburg und Ronneburg
Raum Zittau: Heidrich, Rudolph
Erzgebirge: Uhlmann, Lieberwirth, Gläser, Herrmann
Burgenlandkreis: Wachtler, Landmann, Schrön


Mit Zitat antworten
  #13  
Alt 17.06.2021, 09:06
AhnenHeike AhnenHeike ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 03.04.2014
Ort: Meck-Pom.
Beiträge: 205
Standard

Hallo,
mein Opa ist 1900 geboren worden und wurde auch nicht eingezogen. Er war zu alt. Es wurden vorwiegend jüngere Männer eingezogen.
VG
__________________
Gebiete der Ahnenforschung:
1. Ostpreußen: Kreise Ortelsburg, Neidenburg (FN: Lukaschik, Powierski, Abt, Lork, Grabowski)
2. Westpreußen: Kreise Berent, Karthaus (FN: Klawitter, Felske, Skibbe, Jahnke, Muschke, Wohlfahrt, Kromke, Ziegert)
Mit Zitat antworten
  #14  
Alt 20.06.2021, 19:05
Robin2002 Robin2002 ist offline
Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 30.03.2019
Beiträge: 63
Standard

Zitat:
Zitat von Basil Beitrag anzeigen
Hallo!





Wenn der gute Mann bereits 1928 nach Preußen eingewandert ist, kann er meiner Meinung nach weder Volksdeutscher noch aus dem Wartheland gewesen sein, da es beides 1928 noch gar nicht gab. Ich vermute, dass er zur deutschen Bevölkerung im 1920 an Polen abgetretenen Teil der preußischen Provinz Posen gehörte. Dann hätte er im 1. Weltkrieg bei der preußischen Armee dienen können, wenn er nicht schon damals ausgemustert wurde.



Woher kam er denn genau? Angeblich Volksdeutscher, aber kein Deutscher 1914-18, wie passt das zusammen?

Grüße
Basil
Hallo,

mein Ururgroßvater hat 1929 in Arnswalde geheiratet, folglich mußte er zum Zeitpunkt juristisch Deutscher sein.
Geboren wurde er 1897 in Kobyle, Kreis Lentschütz.
Folglich hätte er eingebürgert werden müssen. 1914-1918 ist er meines Wissens nach noch in Kobyle gewesen, aber Aufzeichnungen zu finden sind generell schwer, wann er wie und wo übersiedelte.

Lieben Gruß
Mit Zitat antworten
  #15  
Alt 22.06.2021, 22:34
hessischesteirerin hessischesteirerin ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 08.06.2019
Ort: im Ländschje
Beiträge: 813
Standard

Zitat:
Zitat von AhnenHeike Beitrag anzeigen
Hallo,
mein Opa ist 1900 geboren worden und wurde auch nicht eingezogen. Er war zu alt. Es wurden vorwiegend jüngere Männer eingezogen.
VG
also das kann ich fast nicht glauben
mein Großvater war zwar ein paar Jahre jünger aber viele ältere Freunde und Nachbarn wurden eingezogen.
Die haben damals alles ab 16 - 60 genommen

Mein deutscher Großvater war nicht an der Front, er war bei Siemens in Arnstadt und hat sich bei der Einberufung so dumm angestellt, dass er "zu mehr nicht zu gebrauchen war".
Er ist über Fäden gefallen, die nicht da sind.

zum Kriegsende haben ihm die russischen Gefangenen (alles Teenager) ein Fahrrad geschenkt und ihm den Weg gewiesen, sonst wäre er den Russen direkt in die Arme und somit in den Tod gefahren. Manchmal frag ich mich, was aus diesen jungen Menschen wohl geworden ist.

Mein nicht-deutscher Opa war an der Front und in Rheinwiesen Kriegsgefangener, ich lebe nicht weit davon entfernt und mir wird immer ganz anderes, wenn ich vor Ort bin
Mit Zitat antworten
  #16  
Alt 22.06.2021, 22:54
Benutzerbild von consanguineus
consanguineus consanguineus ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 15.05.2018
Ort: Harz
Beiträge: 3.051
Standard

Zitat:
Zitat von hessischesteirerin Beitrag anzeigen
also das kann ich fast nicht glauben
Ich auch nicht! Mein Großvater war Jahrgang 1900 und wurde selbstverständlich zu Beginn des Krieges eingezogen. Er war ja noch nicht einmal 40 Jahre alt. Daß er relativ früh als "unabkömmlich" eingestuft und nach Hause zurückgeschickt wurde, ist eine ganz andere Geschichte.

Viele Grüße
consanguineus
__________________
Suche:

Joh. Christian KROHNFUSS, Jäger, * um 1790
Anton BLANKE, Halbspänner in Kl. Rhüden, * um 1750

Joh. Andr. MAASBERG, Bürger und Windmüller in Peine, * um 1730
Daniel KRÜGER, Amtmann in Bredenfelde, * err. 1729
Georg Melchior SUDHOFF, Pächter in Calvörde, * um 1680
Dorothea v. NETTELHORST a. d. H. Kapsehden, * um 1600
Mit Zitat antworten
  #17  
Alt 22.06.2021, 23:34
Juergen Juergen ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 18.01.2007
Beiträge: 5.249
Standard

Hallo Robin,

woher weißt du überhaupt das Dein Urgroßvater nicht zur Wehrmacht im WK II eingezogen wurde?
Mein Großvater Jahrgang 1902 wurde nicht eingezogen, weil er vermutlich ausgemustert wurde, das wegen
einem Splitter im Auge, der von einer Sylvesterrakete verursacht worden sei.
Er war Brillenträger. Ob das so stimmt, weiß ich nicht.

Dafür war er als PG dann ua. Im Luftschutz behilflich und arbeitete in der Ortsgruppe der Partei.
Er hatte so auch eine Parteiuniform.

Gruss Juergen

Geändert von Juergen (22.06.2021 um 23:39 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #18  
Alt 22.06.2021, 23:51
Anna Sara Weingart Anna Sara Weingart ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 23.10.2012
Ort: Berlin
Beiträge: 10.320
Standard

Zitat:
Zitat von Robin2002 Beitrag anzeigen
... Er wurde 1897 geboren. Zudem war er Volksdeutscher aus dem Wartheland ...
Hallo,
mein Großvater ist 1896 geboren, war ebenfalls Volksdeutscher, und seit 1942 im Wartheland. Wurde nicht eingezogen.
Er musste stattdessen in einer Rüstungsfabrik arbeiten, weil er von Beruf Schlosser war, also ein kriegswichtiger Beruf.
Außerdem hatte er noch zahlreiche Kinder zu Hause. Desweiteren hatte er bereits im Ersten Weltkrieg gedient (k. u. k. Armee).
Ich denke, allein die große Anzahl seiner Kinder war bereits ein Ausschlusskriterium, denn wer hätte die alle versorgen sollen, wenn er gefallen wäre?
Aber seine älteren Söhne mussten dienen. Dass er bereits Söhne an die Wehrmacht, bzw. an eine SS-"Freiwilligen"-Einheit (die in Wahrheit nicht freiwillig war) abgegeben hatte, qualifizierte ihn umso mehr, selber nicht mehr eingezogen zu werden.

Für ihn sprachen also mehrere Gründe, dass er vom Kampfeinsatz verschont blieb
__________________
Viele Grüße

Geändert von Anna Sara Weingart (23.06.2021 um 00:00 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #19  
Alt 23.06.2021, 17:59
Andrea1984 Andrea1984 ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 29.03.2017
Ort: Österreich
Beiträge: 1.545
Standard

Zitat:
Zitat von hessischesteirerin Beitrag anzeigen
also das kann ich fast nicht glauben
mein Großvater war zwar ein paar Jahre jünger aber viele ältere Freunde und Nachbarn wurden eingezogen.
Die haben damals alles ab 16 - 60 genommen

Mein deutscher Großvater war nicht an der Front, er war bei Siemens in Arnstadt und hat sich bei der Einberufung so dumm angestellt, dass er "zu mehr nicht zu gebrauchen war".
Er ist über Fäden gefallen, die nicht da sind.

zum Kriegsende haben ihm die russischen Gefangenen (alles Teenager) ein Fahrrad geschenkt und ihm den Weg gewiesen, sonst wäre er den Russen direkt in die Arme und somit in den Tod gefahren. Manchmal frag ich mich, was aus diesen jungen Menschen wohl geworden ist.

Mein nicht-deutscher Opa war an der Front und in Rheinwiesen Kriegsgefangener, ich lebe nicht weit davon entfernt und mir wird immer ganz anderes, wenn ich vor Ort bin
Hallo.

Das ist ja krass, sich einfach dumm zu stellen und so vom Einsatz verschont zu bleiben.

Das hätte mein Großvater mütterlicherseits auch tun können, doch er ist im Krieg und in Gefangenschaft gewesen und wieder glücklich heimgekommen.
Mein Großvater väterlicherseits ist zu jung gewesen, um eingezogen zu werden. Vielleicht ist er beim Volkssturm dabei gewesen, doch mir fehlen konkrete Unterlagen dazu. Von daher muss ich diese Option auf Eis legen.

Der Bruder meiner Großmutter mütterlicherseits ist im Krieg gewesen, als Dolmetscher, hinter der Front. Mehr weiß ich nicht.
Der Bruder meiner Großmutter väterlicherseits ist zum Volkssturm eingezogen worden - das weiß ich aus erster Hand - doch er ist nie zum kämpfen gekommen. Mehr darf ich nicht preisgeben, DSVGO oder so.

Herzliche Grüße

Andrea
__________________
Mühsam nährt sich das Eichhörnchen. Aufgeben tut man einen Brief.
Mit Zitat antworten
  #20  
Alt 23.06.2021, 22:20
Uwe Uwe ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 14.08.2006
Ort: Portland, Oregon, USA
Beiträge: 190
Standard

Zitat:
Zitat von Basil Beitrag anzeigen
Angeblich Volksdeutscher, aber kein Deutscher 1914-18, wie passt das zusammen?
Die Deutsche Volksliste hatte vier verschiedene Kategorien. Der Mann muß nicht unbedingt in die Kategorie I gefallen sein.

Gruß
Uwe
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu

Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 23:52 Uhr.