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  #1  
Alt 15.02.2021, 23:39
ThS ThS ist offline männlich
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Registriert seit: 11.02.2021
Ort: Oldenburg (Oldb.)
Beiträge: 8
Standard Sterbeurkunde Schönbohm Heppens

Quelle bzw. Art des Textes:
Jahr, aus dem der Text stammt: 1905
Ort und Gegend der Text-Herkunft: Heppens/Wilhelmshaven/Niedersachsen
Namen um die es sich handeln sollte: Schönbohm, Reiner Heinrich



Moin,


ich habe eine eine Sterbeurkunde angehängt, die ich nur bedingt entziffern
kann. Mir fehlt einfach die Übung und würde mich über Hilfe sehr freuen.
Den mir bekannten Text habe ich schon einmal abgeschrieben:


Nr. 19

Heppens am 6. Februar 1905
Vor dem unterzeichneten Standesbeamten erschien heute der Persönlichkeit

nach------------------------------------------------------
---------------------------------------------------bekannt,
der Arbeiter xxx Neumann
-----------------------------------------------------------
wohnhaft in Heppens xxxstraße N5
und zeigte an, das der Arbeiter Reiner Heinrich

Schönbohm-------------------------------------------------
------------------------------------------------------------
41 Jahre 5 Monate alt, evangelischer Religion,
wohnhaft in Heppens xxxstraße N 7
geboren zu Wassens, Gemeinde Waddewarden,
verheiratet mit Anna xxxx xxxx
xxxx geborene Jaeger, wohnhaft in Heppens
xxx des Landxxx Johannes Schönbohm
und seiner verstorbenen Ehefrau Margarethe xxx
xxx geborene Redelfs wohnhaft in St. Joostergroden
zu Heppens in seiner Wohnung ----------------------------
am ----------------- fünften Februar ---------------------
des Jahres tausend neunhundert und fünf -----------------
-- vormittags um -----------------acht Uhr
verstorben sei. xxx erklärt, das er bei sei-
nem Sterbefall zugegen gewesen sei
Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben
xxx

Der Standesbeamte

xxx

Ich habe versucht die Sterbeurkunde so gut es ging in der
richtigen Zeilenanordnung abzutippen. Die Stellen die ich nicht
lesen kann habe ich mit xxx gekennzeichnet und die Wörter
bei denen ich nicht sicher bin habe ich rot gekennzeichnet.
Dummerweise fällt es mir gerade bei den Namen schwer, sie
richtig zu entziffern.
Wie gesagt, über Hilfe wäre ich sehr glücklich.
Lieben Gruß
aus Oldenburg
Thorsten
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Schönbohm Reiner Hinrich Sterbeurkunde 1905.jpg (253,5 KB, 3x aufgerufen)
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  #2  
Alt 15.02.2021, 23:56
Ulpius Ulpius ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 03.04.2019
Beiträge: 858
Standard

Nr. 19

Heppens am 6. Februar 1905
Vor dem unterzeichneten Standesbeamten erschien heute der Persönlichkeit
nach------------------------------------------------------
---------------------------------------------------bekannt,
der Arbeiter August Neumann
-----------------------------------------------------------
wohnhaft in Heppens Annenstraße N5
und zeigte an, das der Arbeiter Reiner Heinrich
Schönbohm-------------------------------------------------
------------------------------------------------------------
41 Jahre 5 Monate alt, evangelischer Religion,
wohnhaft in Heppens Annenstraße N 7
geboren zu Wassens, Gemeinde Waddewarden,
verheiratet mit Anna Katharina Theodora
Ulrike geborenen Jaeger, wohnhaft in Heppens
Sohn des Landhauslings Johannes Schönbohm
und seiner verstorbenen Ehefrau Margarethe Doro-
thea geborenen Redelfs wohnhaft in St. Joostergroden
zu Heppens in seiner Wohnung ----------------------------
am ----------------- sechsten Februar ---------------------
des Jahres tausend neunhundert und fünf -----------------
-- vormittags um -----------------acht Uhr
verstorben sei. Der Anzeigende erklärt, das er bei die-
sem Sterbefalle zugegen gewesen sei.
Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben
August Neumann

Der Standesbeamte

Athen


Dass August Neumann bei seinem Sterbefalle zugegen sein würde, das darf man mit Fug und Recht annehmen. Nur würde er den kaum selber anzeigen können.

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  #3  
Alt 16.02.2021, 08:22
ThS ThS ist offline männlich
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Registriert seit: 11.02.2021
Ort: Oldenburg (Oldb.)
Beiträge: 8
Standard Danke

Hallo Ulpius,


vielen lieben Dank für Deine Hilfe! Und generell ist das ein klasse Forum, selten so viele qualifizierte Rückmeldungen bekommen!
Aber wie das dann so ist, einen gefunden und vier neue Fragen generiert:
- Wer war Johannes Schönbohm?
- Was um Himmels Willen ist ein Landhausling genau?
- Wer war Anna Katharina Theodora Ulrike Schönbohm (geb. Jaeger)?
Der Name Jaeger ist für diese Region eher ungewöhnlich.
- Wer war Magarethe Dorothea Schönbohm (geb. Redelfs)


Spannend bleibt es! Das kann echt süchtig machen. Mein Sohn sagte mal,
das ist so ähnlich wie Geocaching...



Lieben Gruß
aus Oldenburg
Thorsten
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  #4  
Alt 16.02.2021, 11:26
Ulpius Ulpius ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 03.04.2019
Beiträge: 858
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Ein Teil der Fragen ist ganz einfach zu beantworten.
Johannes Schönbohm ist der Vater von Reiner Heinrich Schönbohm, er ist noch am Leben
Margarethe Dorothea Schönbohm, geb. Redelfs, die bereits verstorbene Mutter von Reiner Heinrich
Anna Katharina Theodora Ulrike Schönbohm, geb. Jaeger, ist die Ehefrau, die Reiner Heinrich zurücklässt.
Das kann man jetzt als klitzekleinen Stammbaum darstellen (bitte die Punkte ignorieren, anders bekomme ich Angaben und eigentlich ununterbrochen durchgehende Abstammungslinie nicht an die passende Position):

..............Johannes oo Margarethe
(lebt 1905 in.............|...(1905 bereits
St. Joostergroden)....|....verstorben)
...............................|
..........................Reiner oo Anna Katharina
...................(1863-1905).....(lebt 1905 in Heppens)

Weitere Recherche anhand der aus der Urkunde errechenbaren Daten.
Viel Spaß dabei.

Ach ja: Landhausling bedeutet, dass jemand in einem Haus, einer Kate oder so lebt, das eher klein ist. Entspricht in etwa einem Kleinbauern. Ohne das führende Land konnte das auch zu einem Familiennamen werden, also Haus-/Häus-ling, Haus-/Häus-ler, Hauser etc.

Geändert von Ulpius (16.02.2021 um 15:42 Uhr) Grund: Stemma versucht zu "zeichnen" - 2. Nachtrag: im Stemma Erläuterungen eingefügt
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  #5  
Alt 16.02.2021, 19:32
ThS ThS ist offline männlich
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Registriert seit: 11.02.2021
Ort: Oldenburg (Oldb.)
Beiträge: 8
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Hallo Ulpius,


das ist ja nett, dass Du darauf noch geantwortet hast. Sorry, ich habe die Frage etwas "tiefsinniger" gemeint. Das das die Eltern sind war mir eigentlich klar. Ich meinte eher das es nun mit dieser Generation weiter geht. Also wann wurden die Eltern geboren und von wem und woher kommen sie, etc. Das ist dann der nächste Punkt auf meiner ToDo-Liste.
Allerding das mit dem Landhausling ist interessant. Verstehe ich das richtig, das ein Landhausling ein Haus und Land besitzt und ein Hausling, bzw. Häusling eher in einem Haus und Land wohnt was ihm jedoch nicht gehört?


Lieben Gruß
Thorsten

Geändert von ThS (16.02.2021 um 19:34 Uhr) Grund: um Missverständnisse klein zu halten.
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  #6  
Alt 16.02.2021, 20:29
Ulpius Ulpius ist offline
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Registriert seit: 03.04.2019
Beiträge: 858
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Was die vorherlaufenden Generationen anlangt, kann man bei den Geburten 1863 beim Eintrag für Reiner vielleicht nähere Angaben finden. Dabei setzt man oft, dass die Mobilität nicht so groß war, die Menschen also im nahen Umfeld geblieben sind, hier also in Heppens und Umgebung. Beim Geburtseintrag wird man feststellen können, ob die Eltern da verheiratet waren und wenn sie das waren, dann kann man etwas rückwärts nach dem Heiratseintrag suchen. Spätestens dann werden Altersangaben gemacht, weil Brautpaare erst ab einem bestimmten Alter eigenständig heiraten durften, sonst die Einwilligung der Eltern/eines Vormunds notwendig war. Von dort aus kann man wieder über die Daten weiter zurückgehen. Wenn man Glück hat bzw. wenn die Kirchenbücher oder Standesamtsunterlagen durch Register ordentlich erschlossen sind, kommt man schnell voran. Wenn man suchen muss kann es sehr mühsam werden.

Häusler etc.: Nein, das unterscheidet nicht Leute vom Land von solchen aus der Stadt. Es benennt nur Personen, die ein kleines Haus hatten, bestenfalls mit einem sehr kleinen Stück Ackerland dabei. Vorhin habe ich zwei Buchstaben vergessen, die ich hier nachliefere: Wenn sie landwirtschaftlich tätig waren, dann trifft eher der Begriff des "KleinSTbauern". In der Regel arbeiteten Häusler anderen zu, in Landwirtschaft, Industrie etc., um den Lebensunterhalt zu sichern. Bauern haben auf die Häusler eher herabgesehen.
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1905 , heppens , schönbohm , st joostergroden , sterbeurkunde , wilhelmshaven

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