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  #1  
Alt 14.12.2020, 02:04
#7401bm401 #7401bm401 ist offline
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Standard Truppenverlegung von Anhalt (Merseburg) nach Ostpreußen (Tilsit, Ragnit), vermutl. um 1750

Guten Abend liebe Forumsmitglieder,

von einem, leider schon vor längerer Zeit, verstorbenen Ahnenforscher liegt mir die angehangene Notiz vor. Gibt es vielleicht jemanden, dem Näheres über diese angesprochene Truppenverschiebung bekannt ist, kann jemand mit dieser Notiz etwas anfangen?

Über eine Rückantwort würde ich mich sehr freuen.

Viele Grüße

Ulli (Schneider)
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Dateityp: jpg Merseburg - Truppenverlegung.JPG (47,5 KB, 30x aufgerufen)
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  #2  
Alt 14.12.2020, 13:21
Anna Sara Weingart Anna Sara Weingart ist offline
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Hallo, von welchem Jahr genau reden wir?

Siebenjähriger Krieg, 1757:

Zur Verteidigung Ostpreußens hatte Friedrich II. den erfahrenen Generalfeldmarschall Johann von Lehwaldt mit 30.000 Mann vorgesehen. Am 1. Juli griff eine ca. 100.000 Mann starke russische Armee unter General Stepan Fjodorowitsch Apraxin an. Sie eroberte am 5. Juli nach kurzer Belagerung die Festung Memel. Das nächste Etappenziel war Königsberg. Lehwaldt stellte sich am 30. August in der Schlacht bei Groß-Jägersdorf dem russischen Vormarsch entgegen und wurde geschlagen. Die russische Versorgungslage war aber ohne den Königsberger Hafen so schlecht, dass Apraxin sich wieder aus Ostpreußen zurückzog. Nur in Memel verblieb eine Besatzung.
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Viele Grüße
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  #3  
Alt 14.12.2020, 15:19
Manni1970 Manni1970 ist offline
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Hallo!

Ja, die Sache hängt ohne weitere Angaben etwas in der Luft.

Ich könnte das DR 8 ap anbieten: 1744 in Magdeburg (zumindest heute dann Sachsen-Anhalt) aufgestellt und 1746 nach Insterburg u. Ragnit (also Ostpreußen ) verlegt.

MfG
Manni
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  #4  
Alt 14.12.2020, 15:42
Kasstor Kasstor ist offline männlich
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Hallo,

da ich schon 1715 einen Christoph Baufeld im KB Tilsit erwähnt finde, der seine Ehefrau verlassen hatte, gehe ich von einem früheren Zeitraum aus. Wie hießen denn Vater u Sohn mit Vornamen?
ZB ist das Kürassier Rgt 1 zeitweise in Ostpreußen: http://www.preussenweb.de/regiment4.htm
Hier sind einige Regimenter erwähnt: https://de.wikipedia.org/wiki/Garnison_Tilsit

Grüße

Thomas
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FN Pein (Quickborn vor 1830), FN Hinsch (Poppenbüttel, Schenefeld), FN Holle (Hamburg, Lüchow?), FN Ludwig/Niesel (Frankenstein/Habelschwerdt) FN Tönnies (Meelva bei Karuse-Estland, später Hamburg), FN Lindloff (Altona, Lüneburg, Uelzen)

Geändert von Kasstor (14.12.2020 um 15:44 Uhr)
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  #5  
Alt 14.12.2020, 17:03
Manni1970 Manni1970 ist offline
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Hallo!

Stand die Überschrift von Anfang an so da: "Truppenverlegung von Anhalt (Merseburg) nach Ostpreußen (Tilsit, Ragnit), vermutl. um 1750"?

Merseburg ist heute Sachsen-Anhalt, gehörte aber um 1750 zu Kursachsen, das sich mit Preußen ziemlich schlecht verstand. Um 1750 war Frieden in Preußen (zws. 2. und 3. Schlesischen Krieg). Warum sollte Kursachsen im Frieden ein Dragonerregiment an den Preußischen König abtreten, der es dann nach Ostpreußen verlegte?

MfG
Manni

Geändert von Manni1970 (14.12.2020 um 18:19 Uhr)
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  #6  
Alt 14.12.2020, 17:15
Kasstor Kasstor ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Manni1970 Beitrag anzeigen
Stand die Überschrift von Anfang an so da: "Truppenverlegung von Anhalt (Merseburg) nach Ostpreußen (Tilsit, Ragnit), vermutl. um 1750"?

Merseburg ist Anhalt, gehörte aber um 1750 zu Kursachsen, das sich mit Preußen ziemlich schlecht verstand. Um 1750 war Frieden in Preußen (zws. 2. und 3. Schlesischen Krieg). Warum sollte Kursachsen im Frieden ein Dragonerregiment an den Preußischen König abtreten, der es dann nach Ostpreußen verlegte?
i
Ich sag ja: Vermutlich früher.
ZB aus Preussenweb zum KR 1: 1697 wurde es auf drei Kompanien reduziert und ging in Anhalt in Garnison, später in Ostpreußen.

Thomas
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  #7  
Alt 14.12.2020, 19:32
#7401bm401 #7401bm401 ist offline
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Danke erst einmal für die Zuschriften. Leider habe ich keine weiteren Informationen dazu. Im Prinzip geht es um meine Ahnenlinie BAUFELD. Ich versuche einmal das Problem zu erklären.



1. Der Name taucht das erste Mal 1616 im Zusammenhang mit einem Sterbeeintrag im KB von Delitz am Berge auf. Die Familie zog es nach Schkopau. Ein Daniel BAUFELD heiratete in Holleben eine Maria Gröbel aus Holleben. Im Zeitraum zwischen 1725 und 1735 bekamen sie 4 Kinder, 3 Jungen und 1 Mädchen. Der zweite Sohn hieß Johann Christian BAUFELD und wurde 1727 geboren. Es gibt Hinweise, daß die Mutter 1735, möglicherweise bei der Geburt der Tochter, verstorben ist und das anschließend ein Umzug der Restfamilie nach Merseburg erfolgte. Nach bisherigen Kenntnisstand muß von hier, wie auch immer, durch Johann Christian BAUFELD eine Ortsveränderung nach Ostpreußen vorgenommen worden sein. Dort soll er eine Maria Elisabeth Bröckling 1762, Ort ist leider unbekannt, geheiratet haben.


2. Eine Rückververfolgung meiner BAUFELD-Ahnenlinie erfolgt über meine Großmutter mütterlicherseits. Ihr Großvater, Carl August BAUFELD, ist 1821 in Tilsit geboren und ihr Urgroßvater, Carl BAUFELD, hat 1817 eine erste Frau geheiratet. Beide Ereignisse sind durch kirchliche Dokumente belegbar. Bei dem Großvater von letzterem, soll es sich um einen Johann Friedrich BAUFELD handeln, der am selben Tag die gleiche Frau

geehelicht haben soll wie der der unter 1. genannte Johann Christian BAUFELD. Diese Angabe, Trauung am 29.09.1762: Joh. Friedrich Baufeld und Marie Elisabeth Bröcklingin, stammt von einem Antwortschreiben des Evangelisches Konsistorium der Kirchenprovinz Sachsen, von 1988 auf eine Anfrage.



Nun stellt sich für mich erst einmal die Frage, hat es um diese Zeit eine Truppenverlegung von Merseburg nach Ostpreußen, möglicherweise nach Tilsit oder Ragnit gegeben. Und falls ja, ist dieser Vorgang vielleicht irgendwo beschrieben und existiert darüber eventuell ein Namensverzeichnis.



Auf Fragen antworte ich auch gern bilateral.


Ich wünsche noch einen schönen Abend


Ulli
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  #8  
Alt 14.12.2020, 20:04
#7401bm401 #7401bm401 ist offline
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Hallo Manni.


danke für Deine Zuschrift. Ja, das Datum stand von Anfang so da. Ich habe dafür keine direkte Grundlage, bin aber davon ausgegangen, für mein Problem war ein 1727 in Schkopau geborener junger Mann verantwortlich, vielleicht hat er wegen fehlender Perspektive mit 23 Jahren eine Standortveränderung vorgenommen und hat sich, wie auch immer, nach Ostpreußen begeben. So ist die Jahreszahl 1750 zustande gekommen. Durch die in meiner letzten eMail erläuterte dubiose Eheschließung hätte ich nun gern Klarheit gehabt.



Ich wünsche noch einen schönen Abend



Ulli
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  #9  
Alt 14.12.2020, 20:52
#7401bm401 #7401bm401 ist offline
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Hallo Thomas,



ich danke Dir für Deine beiden Zuschriften. Mich interessiert der Zeitpunkt, ab dem man als alleinstehender, junger Mann, 1727 gebürtig, nach Ostpreußen gelangen kann. Neu war mir, daß, nach Deiner Info, der FN BAUFELD, in Person eines Christoph BAUFELD, bereits um 1715 existierte. Hast Du zu dieser Person zufällig einen KB-Eintrag? Ich bin bisher immer davon ausgegangen, daß "mein" BAUFELD-Vertreter der erste in Ostpreußen mit diesen Namen war. Das stellt bei mir, und ich glaube nicht nur bei mir, einiges auf den Kopf.



Hier meine BAUFELDs für den Ostpreußen-Zeitraum:


1a. BAUFELD, Johann Christian (*09.10.1727 Schkopau - 1787 Lenken)

1b. BAUFELD, Johann Friedrich (* ??? - 1787 Lenken)
2. BAUFELD, Johann Friedrich (* 29.12.1764 - 1831 Ober-Eisseln)
3. BAUFELD, Carl (*1795 Tilsit - 12.10.1850 Tilsit)

4. BAUFELD, Carl August (*12.03.1821 Tilsit - 03.06.1884 Schlawe)


Nur Jahreszahleinträge sind nicht dokumentiert. Hast Du eventuell zu BAUFELD noch weitere KB-Einträge?



Viele Grüße



Ulli
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  #10  
Alt 14.12.2020, 23:30
Manni1970 Manni1970 ist offline
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Hallo Ulli,

danke für deine Erklärung.

Ich habe es leider noch nicht ganz verstanden: Nachweislich heiratete Johann Friedrich Baufeld am 29.9.1762 die Marie Elisabeth Bröckling - aber wo? Wenn die Antwort von der ev. Kirche Sachsen stammt, dann doch nicht in Ostpreußen.

Welcher Stand wird denn für den Baufeld in dem dir vorliegenden Tr-Eintrag genannt? Wenn deine Annahme stimmt, müsste dort ja Kürassier/Dragoner/Mousquetier im hochlöblichen Regiment XY oder zumindest gewesener Kürassier ... stehen.

Merseburg war nicht Preußen. Also kann er nur als Ausländer in die pr. Armee angeworben worden sein.

Das von Thomas genannte Regiment scheidet nun aus. Das war das Schlesische Kürassierregiment, lag seit dem 1. Schlesischen Krieg (1740) in Schlesien und hatte dann Breslau als Garnison bis zu seiner Auflösung nicht mehr verlassen.

Das Dragoner-Regiment Nr. 7 kaum aus Tilsit, wurde 1744 nach Magdeburg verlegt, nahm am 2. Schlesischen Krieg teil und war 1746 wieder in Tilsit. Das Dragoner-Regiment Nr. 8 - siehe oben - enstand 1744 in Magdeburg aus Teilen des Nr. 7, nahm am 2. Schlesischen Krieg teil und war dann 1746 in Insterburg u. Ragnit. 1744 konnte sich also ein junger Mann aus Merseburg im Raum Magdeburg anwerben lassen und wäre dann 1746 in Ostpreußen gewesen. Für das 7er gibt es sogar Online-Stammrollen der Jgg. 1732, 1734 und 1739 - das ist aber für dich zu früh.

MfG
Manni
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1750 , dragoner , merseburg , ostpreußen , ragnit , tilsit

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