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  #11  
Alt 09.05.2021, 07:03
Sebastian901 Sebastian901 ist offline männlich
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Danke nochmal für die Tipps. Ich habe das Gefühl, dass das zuständige Standesamt mir alle Dokumente herausgesucht hat, die es von meiner Familie finden konnte. Geburts- und Eheurkunden von Großeltern und Urgroßeltern. Anscheinend wurden meine Ururgroßeltern in einer anderen Stadt geboren. Bisher kenne ich auch nur die Namen der Ururgroßeltern und habe ein paar potenzielle Kandidaten. Nur, dass ich mir nicht sicher sein kann, ob es auch die Richtigen sind. Wäre eine Standesamtanfrage auf gut Glück empfehlenswert? Ich könnte ja fragen, ob eine Verbindung zu den bisher bekannten Vorfahren besteht.


liebe Grüße
Sebastian
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  #12  
Alt 09.05.2021, 09:40
Mismid Mismid ist offline
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Dann würde ich erstmal noch die Sterbeurkunden besorgen. Dort steht der Geburtsort und Geburtsdatum natürlich drauf.
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  #13  
Alt 11.05.2021, 05:56
Sebastian901 Sebastian901 ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Mismid Beitrag anzeigen
Dann würde ich erstmal noch die Sterbeurkunden besorgen. Dort steht der Geburtsort und Geburtsdatum natürlich drauf.

Hallo Mismid,


leider weiß ich nicht, wo meine Ururgroßeltern gestorben sind. Wie kriege ich das raus?


liebe Grüße
Sebastian
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  #14  
Alt 11.05.2021, 10:01
Carolien Grahf Carolien Grahf ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von Sebastian901 Beitrag anzeigen
Meine Frage ist jetzt: Wie sicher ist es, dass es sich bei den beiden wirklich um meine Ururgroßeltern handelt? Und wie sicher ist bei euch sicher genug, dass ihr mit solchen Personen weiterforscht? Genügt euch eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit in eurer Forschung oder lasst ihr jeden Schritt durchs Standesamt nachkontrollieren?
M.E. ist Ahnenforschung ist eine Wissenschaft. Keine Wahrscheinlichkeit. Mein "sicher" beruht auf Urkunden, Kirchenbucheinträgen und dergleichen.

Steht in einem Dokument: unbekannt (i.d.R. der Vater), dann ist für mich Schluss an dieser Stelle. Ebenso wenn die Kirchenbücher nicht mehr auffindbar sind. Dann geht diese Linie schlicht nicht mehr weiter.

In meiner Ahnengalerie sind ausnahmslos Personen, deren Existenz und Name durch Dokumente belegbar sind. Entweder durch erhaltene Nachlass Dokumente, Standesamtliche Urkunden oder herunter geladene Kirchenbucheinträge und entsprechende.

Alles was ich je innerhalb der Familie gehört habe (Beispielsweise: der Onkel müsste noch Geschwister haben...) prüfe ich so lange nach, bis entweder Dokumente das belegen können oder ich vermerke es unter Notizen mit dem Suffix "Man erzählt sich...".
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  #15  
Alt 11.05.2021, 10:14
Carolien Grahf Carolien Grahf ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von Sebastian901 Beitrag anzeigen
Bisher kenne ich auch nur die Namen der Ururgroßeltern und habe ein paar potenzielle Kandidaten. Nur, dass ich mir nicht sicher sein kann, ob es auch die Richtigen sind. Wäre eine Standesamtanfrage auf gut Glück empfehlenswert? Ich könnte ja fragen, ob eine Verbindung zu den bisher bekannten Vorfahren besteht.
Auf Gut Glück beim Standesamt irgendetwas anfragen kann verdammt teuer werden. Oft 10-30 Euro für 15 Minuten Suchauftrag.

Man geht so voran: Du. In deiner Genurtsurkunde stehen deine Eltern und ihr Geburtsdatum nebst Ort. Nun gehst du zum Datum der Eltern. Dort findest du folglich deren Eltern (Großeltern). Usw. Ich denke das Prinzip ist dir klar.

Bist du auf diese Weise bis zu deinen Alteltern (Urur..) vorgedrungen und dann von irgendwoher einen Namen zugeworfen bekommst der sich wahrscheinlich auf die Eltern der Oberurgroßeltern (9te Generation) bezieht, hast du im Grunde keine Chance eine Verbindung von ihnen zu dir herstellen zu können. Man läuft rückwärts in die Ahnen hinein. Selten bis nie umgekehrt. Das wird meist Murks.

Woher weiss man wann jemand gestorben ist? Das erfährt man für gewöhnlich aus den Heiratsurkunden der Kinder. Da steht auch der letzte Wohnort/Aufenthaltsort. Sofern diese noch leben, schaut man dort nach und blättert sich durch die Sterbefälle. Es steht oft auch in den Heiratsurkunden der betreffenden Person. Beispielsweise: Der Ehemann verstarb am x in y. Es gibt aber auch andere Quellen, wenn auch Zeitaufwendiger.
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  #16  
Alt 11.05.2021, 11:18
Benutzerbild von consanguineus
consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Sebastian901 Beitrag anzeigen
Und wie sicher ist bei euch sicher genug, dass ihr mit solchen Personen weiterforscht? Genügt euch eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit in eurer Forschung oder lasst ihr jeden Schritt durchs Standesamt nachkontrollieren?
Hallo Sebastian,

auch auf die Gefahr hin, daß ich in der Luft zerrissen werde: es ist zwar vollkommen richtig, alles in seiner AL mit offiziellen Dokumenten belegen zu können, aber es ist meiner Meinung nach falsch, ein Dogma daraus zu machen. Es gibt immer Grenzfälle, in denen eine hohe Wahrscheinlichkeit ausreicht.

Ich bringe jetzt mal ein Beispiel, was ich bewußt etwas überzogen darstelle. Es ist kein konkretes Beispiel, aber so ähnlich habe ich es in meiner Forschung erlebt. Und so ähnlich erleben es auch andere.

In einem kleinen Dorf lebt eine Familie mit dem nicht alltäglichen Namen N. Es gibt nur diese eine Familie mit diesem Namen in diesem Dorf und in den benachbarten Orten. Dann heiratet in diesem Dorf die Jungfer Anna N. Im Traueintrag wird der Name des Vaters nicht erwähnt. Es gibt auch keinen Taufeintrag einer Anna N. Wir wissen also nicht, ob Anna N. der in diesem Dorf ansässigen Familie N. entstammt. Die Familie N. hat acht Kinder im Abstand von zwei Jahren. Eine Anna ist nicht dabei. Einmal aber hat der Pastor, entgegen seiner sonstigen Gewohnheit, bei einem Mädchen vergessen, den Vornamen zu notieren. Dieses Mädchen kam 18 Jahre vor Annas Hochzeit zur Welt. Es gibt zwei Paten und eine Patin. Die Patin heißt Anna. Kein Kind der Familie N. stirbt in einem Alter, was zum "namenlosen" Mädchen passt.

So, und jetzt sag mir mal, was Dir als erstes in den Sinn kommt! Jetzt weißt Du, warum ich der Auffassung bin, daß es gelegentlich Einzelfälle gibt, in denen Wahrscheinlich und gesunder Menschenverstand durchaus so viel wert sind wie ein Kirchenbucheintrag.

Viele Grüße
consanguineus
__________________
Suche:

Joh. Christian KROHNFUSS, Jäger, * um 1790
Anton BLANKE, Halbspänner in Kl. Rhüden, * um 1750

Joh. Andr. MAASBERG, Bürger und Windmüller in Peine, * um 1730
Daniel KRÜGER, Amtmann in Bredenfelde, * err. 1729
Georg Melchior SUDHOFF, Pächter in Calvörde, * um 1680
Dorothea v. NETTELHORST a. d. H. Kapsehden, * um 1600
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  #17  
Alt 11.05.2021, 11:40
Su1963 Su1963 ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von consanguineus Beitrag anzeigen
...
auch auf die Gefahr hin, daß ich in der Luft zerrissen werde: es ist zwar vollkommen richtig, alles in seiner AL mit offiziellen Dokumenten belegen zu können, aber es ist meiner Meinung nach falsch, ein Dogma daraus zu machen. Es gibt immer Grenzfälle, in denen eine hohe Wahrscheinlichkeit ausreicht.

Ich sehe da auch so.
Auch bei gewissenhafter und auf Dokumenten basierender Forschung muss jeweils im Einzelfall eine Bewertung von Lücken oder Unstimmigkeiten erfolgen. Alles auszusortieren, wo an irgeneiner Stelle etwas fehlt oder nicht 100%-ig passt, hilft da nicht.

Auf den Punkt gebracht: Ein Fundstück wegen Unkorrektheit kategorisch auszuschließen finde ich genauso falsch wie Lückenhaftes ohne nähre Prüfung aufzunehmen.
Das beginnt bei unterschiedlichen Schreibweisen von Namen und geht über nicht kongruente Altersangaben im Sterbe-Eintrag bis hin zu nicht auffindbaren Dokumenten. Es ist immer sorfältig im Einzelfall zu prüfen, ob die Indizien ausreichen oder nicht.

Geändert von Su1963 (11.05.2021 um 11:43 Uhr) Grund: Ergänzung
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  #18  
Alt 11.05.2021, 13:22
Lama Lama ist offline
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Man muss das wirklich immer im Einzelfall prüfen. Ich habe einen ähnlichen Fall wie consanguineus in einer Linie (leider ausgerechnet derjenigen, die theoretisch am weitesten zurückgehen würde): da fehlt ein Trauungsbuch im Pfarrarchiv, so dass ich die Traumatrik nicht einsehen kann, die das wesentliche Verbindungsstück wäre. Der Vater eines Vorfahren, Jakob P., wird in der Taufmatrik des Sohnes als "wohnhaft bei seinem Bruder Simon F." angegeben, F. muss hier der Vulgo-Name des Hofes sein, der in dieser Gegend öfter mal statt dem Familiennamen angegeben wird, denn der Familienname lautet ja P. Diesen Hof gibt es, diesen Simon P., der den F.-Hof in dieser Zeit bewirtschaftet, gibt es auch nachweislich, der Jakob P. und seine Frau haben noch mehrere Kinder, die ich nachweisen kann. Aber ich finde weder die Taufmatrik von Jakob P. (obwohl die Taufbücher da wären) noch die Traumatrik von Jakob P. und seiner Frau (weil das Trauungsbuch verschollen ist), weswegen ich nicht sicher sein kann, ob die Eltern von Jakob und Simon P. wirklich ident sind. Ich hab da dennoch mal die umgekehrte Methode von Carolien angewendet und den Stammbaum zwar mithilfe der Eltern von Simon weitergeführt, aber mit der Notiz, dass diese Verbindung unsicher ist.


LG Lama
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  #19  
Alt 11.05.2021, 15:46
Sebastian901 Sebastian901 ist offline männlich
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Hallo, ich habe die Geburtsurkunden von meinen Urgroßeltern mit den Namen deren Eltern. Mehr aber auch nicht. Kein Geburtsdatum und kein Sterbedatum geschweige denn Ort. Es gibt zwar Ancestry-Einträge mit Personen gleichen Namens die geographisch sehr gut passen könnten und oft auch die einzigen Personen mit diesem Namen sind. Z.B eine Person die den gleichen Namen meiner Ururgroßmutter hat wurde nur 5 km vom Geburtsort meines Urgroßvaters geboren. Aber ich kenne nur den Namen aufgrund der Geburtsurkunde des Kindes. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass es sich um die Person handeln könnte.


Bei einer Urgroßmutter kenne ich nur den Namen, aber kein Geburtsdatum oder -ort. Sie war auch nicht verheiratet und wahrscheinlich ist selbst die Geburtsurkunde ihrer Tochter im Krieg verschollen. Ich kenne nur den Geburtsort -und -tag ihrer Tochter (meiner Großmutter). Meine Großmutter hat aber mal in Mönchengladbach gelebt und ich habe dort auf Ancestry eine Person mit dem Namen meiner Urgroßmutter gefunden als einzigen Eintrag mit diesem Namen (wenn mein Cousin mit dem Namen meiner Urgroßmutter recht hatte, aber der Nachname wäre auf jeden Fall richtig. )(der Name kommt überwiegend in Pommern, Berlin, Brandenburg vor) -



Wie gesagt, das Problem ist, dass ich erstmal die genauen Lebensdaten bräuchte.


liebe Grüße
Sebastian
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  #20  
Alt 11.05.2021, 20:43
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Ursula Ursula ist offline
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Hallo Sebastian,

Zitat:
Zitat von Sebastian901 Beitrag anzeigen
Ich habe das Gefühl, dass das zuständige Standesamt mir alle Dokumente herausgesucht hat, die es von meiner Familie finden konnte. [........] Ich könnte ja fragen, ob eine Verbindung zu den bisher bekannten Vorfahren besteht.
Worum hast Du denn beim zuständigen Standesamt gebeten?

Ich würde nicht fragen, ob eine Verbindung besteht, sondern ich würde nach ganz konkreten Dokumenten fragen. Wenn Du obige Frage stellst, kann die Suche lange dauern und dementsprechend kosten. Wenn Du ein ganz bestimmtes Dokument oder auch mehrere, aber genau definierte, brauchst, wissen sie wo sie hinfassen müssen. Das geht dann schnell.

Liebe Grüße
Uschi
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