#51  
Alt 17.02.2021, 15:34
fyrgrrl fyrgrrl ist offline
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Hallo Jürgen

Diese Rechtsprechung sagt viel aus. Die Ehe mit Vreny wurde für viele, viele Jahre vor uns Kindern geheim gehalten.

Ich bin mir nicht sicher über die Investition von 5000 Dollar. Es ist möglich, dass er während seiner Zeit in Europa während des Zweiten Weltkriegs sein gesamtes Gehalt gespart hat. Vielleicht waren sie "Kriegsanleihen".

Und ja ... ich habe die Website zur Rechtsprechung vor vielen Jahren gefunden. Es füllte viel von dem aus, was ich über das Leben meines Vaters in dieser Zeit wusste. Ich wundere mich über ihre Reise 1949, um angeblich eine Abtreibung zu haben. Sie kehrte 11 Monate lang nicht zurück. Wäre es möglich, dass sie das Kind hatte und es in Deutschland zurückließ?

Ich finde die Zeitungsreferenzen absolut erstaunlich !! Besonders die ostdeutsche Zeitung ... haben Sie zufällig die Bilder oder Texte der Artikel?

Ich habe eine Anzeige für Vrenys Modekleidung in einem New Yorker Verzeichnis oder einer Zeitung gefunden.

Auch ... woher kam der Name Arnold, ich dachte ihr Mädchenname wäre SEIDENBERG?

Beste,


Heather
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  #52  
Alt 17.02.2021, 16:46
fyrgrrl fyrgrrl ist offline
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https://www.findagrave.com/memorial/...0/vreny-arnold
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  #53  
Alt 17.02.2021, 17:11
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ReReBe ReReBe ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von fyrgrrl Beitrag anzeigen
Auch ... woher kam der Name Arnold, ich dachte ihr Mädchenname wäre SEIDENBERG?
Hallo Heather,

siehe Beitrag #16:

(USA, Sozialversicherungsindex 1936-2007): https://www.ancestry.de/discoveryui-...=successSource

Name: Vreny McCauley
[Vreny Louise McCauley]
[Vreny Arnold]
[Vreny Seidenberg]
Geschlecht: Female (Weiblich)
Rasse: White (Weißer)
Geburtsdatum: 09.03.1924 (9. Mrz 1924)
Geburtsort: Berlin Federal Republic of Germany (Deutschland)
Sterbedatum: 24.03.1999 (24. Mrz 1999)
Vater: Wilhelm Seidenberg
Mutter: Agnes V Muller
SVN: 122266581
Nummer der Sterbeurkunde: 118331-99
Notizen:
Jul 1950: Name listed as VRENY MCCAULEY;
Apr 1957: Name listed as VRENY LOUISE MCCAULEY;
Sep 1964: Name listed as VRENY ARNOLD;
24 Nov 1989: Name listed as VRENY LOUISE ARNOLD;
30 Jul 1999: Name listed as VRENY L ARNOLD

Nach der Scheidung von McCAULEY hat sie nochmal geheiratet, einen ARNOLD, und dieser Name steht dann auch auf dem Grabstein.
Ihr Geburtsname war SEIDENBERG.

Weiteres hier: https://www.ancestry.de/search/?name...=50&name_x=1_1

Viele Grüße
Reiner

Geändert von ReReBe (17.02.2021 um 17:15 Uhr)
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  #54  
Alt 17.02.2021, 17:27
Juergen Juergen ist offline
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Hallo,

Teil 1 aus dem Artikel der ost-deutschen Proaganda Zeitung "Neues Deutschland" aus Ost-Berlin 195
als Text von OCR und Korrektur.

Eine Kriegsbraut kam aus New York zurück

Bob mußte 2 Wochen nur für die Miete arbeiten

Das amerikanische Propagandablatt „Heute" log das Blaue vom Himmel herunter

Es begann im Sommer 1947...
Am Kurfürstendamm, einem der zerbombten großen Mietsäuser wohnt die Witwe des berühmten Orientmalers Professor Rabes und ihre Tochter Vreny. Sie leben von dem Verkauf der Bilder aus der wertvollen Hinterlassenschaft des Professors und leben ganz gut, denn die Amis sind großzügig und die Zlgarettenwährung ist eine feine Sache. Mit diesem Geld bezahlt Vreny auch das hohe Honorar für Gesangs- und Schauspielunterricht, denn sie möchte einmal die Bühnenlaufbahn einschlagen und eine berühmte Künstlerin werden.
Der Broadway lockt
Während eines Aufenthaltes in Wiesbaden lernt sie Robert McCauly, einen jungen Soldaten der US-Luftwaffe kennen der dort den Rest seiner Dienstzeit ableistet und sich dabei, einmal ganz von nahem die Auswirkungen des großen Vernichtungsfeldzuges seiner Formation betrachten kann, Vreny hat zunächst Hemmungen. Sie kommt aus einer gutbürgerlichen Familie, wurde dementsprechend erzogen, und man spricht doch so abfällig von den „deutschen Fräuleins" oder gar von Veronikas. Aber Robert ist ein netter junger Mann, die Uniform mit der immer scharfen Bügelfalte steht ihm gut zu Gesicht und er weiß soviel Wunderbares über Amerika zu berichten, daß sie, als junge Künstlerin, große Chancen habe und am Broadway einmal eine große Karriere machen würde.
Im Sommer 1948 wird sie mit Bob in Wiesbaden getraut, und drei Monate später geht sie als deutsche
„war bride" (Kriegsbraut) über den großen Teich.
Ein Landhaus nur als Modell
Ein Jahr später, im Juni 1949, veröffentlicht die amerikanische Zeitschrift „Heute unter der Überschrift ,Junge Ehe in Amerika" eine groß aufgemachte dreiseitige Bildreportage, in deren Mittelpunkt das Ehepaar Vreny und Robert McCauly steht, „Trotz der großen Wohnungsnot", so weiß der Reporter zu berichten, „hatten die McCaulys doch das große Glück, sehr bald eine hübsche kleine Wohnung zu finden." Und dann kann man Vreny beim Training sehen, denn „sie führt ihre Studien
Gesang, Schauspiel und Gymnastik fort, um sich für ihre Künstlerlaufbahn im Amerika vorzubereiten…, auf einem anderem Bilde sieht man sie am Arm ihres Mannes durch die Straßen New-Yorks bummeln große Einkäufe tätigen und beim Besuch einer Architekturausstellung, wo Bob • das Modell • eines Landhauses auswählt, das bald in Kalifornien stehen wird. Überhaupt ist alles eitel Glück und Sonnenschein.
Juni 1950. Den Kurfürstendamm herunter geht eine junge Dame, Als wir näherkommen, erkennen wir Vreny. Nun, um im Stile der „Heute“ weiterzudenken, kann es sich doch offenbar nur um eine Spritztour, „rasch mal bei Mutti mit vorbei schauen", handeln.
Aber nein, Vreny kehrte für immer ' Deutschland wieder zurück; denn es sah bei „den:
McCaulys durchaus nicht so rosig aus, wie es der Bildreporter den staunenden, Lesern ,Heute“ vorgaukelte.

Die große Karriere ein Luftschloß
Nachdem Bob die glänzende Uniform an den Nagel gehängt hatte,
blieb nur noch ein kleiner Buchhalter mit 240 Dollar Monatsgehalt übrig.
...

Teil 2 fehlt noch.

Anmerkung:
Es fragt sich ob der Reporter des "Neuen-Deutschland" die Vreny tatsächlich am Kurfürstendamm sah, denn
sie war ja nicht gerade prominent und bekannt. bestenfalls kannte er sie von den Fotos aus der Zeitschrift Heute.
Ihr Ehemann Bob (Robert) hat seine Laufbahn bei de Armee doch auch nicht beendet oder?

Juergen

Geändert von Juergen (17.02.2021 um 17:50 Uhr)
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  #55  
Alt 17.02.2021, 17:29
fyrgrrl fyrgrrl ist offline
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Hallo Reiner

Aber es gibt eine Wiesbadener Anzeige in diesem Forenthema, die ihren Namen als Vreny Arnold, Schneiderin, im Jahr 1948 zeigt.

https://hlbrm.digitale-sammlungen.he...query=weinberg

Warum sollte sie 1948 einen Nachnamen von Arnold verwenden, bevor sie meinen Vater heiratete? Ist es möglich, dass sie geheiratet hat, bevor sie meinen Vater getroffen hat? Und benutzte Arnold nach ihrer Scheidung aus geschäftlichen Gründen?

Grüße,


Heather
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  #56  
Alt 17.02.2021, 17:39
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Ja Heather, so wird es gewesen sein. Du hast völlig recht.

Nach der Scheidung von McCAULEY wird sie wieder den vorherigen Ehenamen ARNOLD angenommen haben.
Warum ARNOLD und nicht den Mädchennamen SEIDENBERG können wir nicht wissen.

Gruß
Reiner
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  #57  
Alt 17.02.2021, 17:53
fyrgrrl fyrgrrl ist offline
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Oh mein Gott Jürgen ... das bringt mir Tränen in die Augen. Ich wusste das nie über meinen Vater. Und ich kann meinem Vater nichts davon erzählen, weil er am Montag gestorben ist, aber ich werde es mit meiner Familie teilen.

Danke,
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  #58  
Alt 17.02.2021, 18:17
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Hallo Heather,

versuch es mal mit diesem Link zum Zeitungsartikel:
ZEFYS Zeitungsportal / DDR-Presse • Neues Deutschland, So. 2. Juli 1950, Jahrgang 5 / Ausgabe 151 / Seite 8

http://zefys.staatsbibliothek-berlin...0702-0-8-136-0

Ja, das ist sehr traurig, dass Dein Vater am Montag gestorben ist.
Mein herzliches Beileid.

Reiner
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  #59  
Alt 17.02.2021, 18:30
fyrgrrl fyrgrrl ist offline
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  #60  
Alt 17.02.2021, 18:34
Juergen Juergen ist offline
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Hallo

der Rest aus dem Artikel des Neuen-Deutschland:

Allein 120 Dollar kostete die „hübsche kleine Wohnung" in der 76. Straße in New York.
Den halben Monat lang also mußte Bob allein für die Miete dieser kleinen, durchaus nicht anspruchsvollen Wohnung arbeiten.
Die übrigen 120 Dollar aber reichten, für das tägliche Leben nicht hin und nicht her. Amerika hat ein teures Pflaster.
So war Vreny gezwungen, jede Gelegenheit wahrzunehmen, nur um sich ein paar Dollar als Dolmetscherin oder Bürohilfe mit dazu zu verdienen. Aber das war immer nur eine vorübergehende geringe Hilfe.
Bald merkte sie auch, daß man den Theatern am Broadway durchaus nicht auf das kleine deutsche Mädel aus, Berlin gewartet hatte. Aus der großen Karriere wurde also nichts, eine Stellung als Chorgirl lehnte sie
-- verständlicherweise -- ab.
Das Landhaus in Kalifornien war und blieb ein Luftschloß.
Tief enttäuscht beschloss Vreny, nach Deutschland zurückzukehren.

Heute wohnt Vreny wieder in Berlin bei ihrer Mutter. Der Nachlaß des Professors ist inzwischen bedenklich zusammengeschmolzen. Es gibt außerdem wenig Menschen, die für ein berühmtes Gemälde den entsprechenden Preis zahlen können. Die Zigaretten-währung ist vorbei. Und wenn, das letzte Bild verkauft ist,' was dann? Vreny hofft noch immer auf eine baldige große Bühnenlaufbahn, aber — ein Blick auf die Zahlen der arbeitslosen Künstler in Westberlin zeigt, daß auch diese Hoffnungen auf recht schwachen Füßen stehen.
Bob wurde sparsam
Das also ist die Geschichte von Vreny, einem der vielen tausend jungen Mädchen, die, von glänzenden Uniformen, Luxuslimousinen, Nylon- Strümpfen und den bilderreichen Erzählungen geschäftstüchtiger Zeitschriftenverleger geblendet, sich in ein ungewisses. Abenteuer stürzten, um dann tief enttäuscht festzustellen, dass längst nicht alles Gold ist, was glänzt und eine tiefe Kluft zwischen Traum und Wirklichkeit besteht. Nicht alle der deutschen Kriegsbräute haben die Möglichkeit, nach Deutschland zurückzukehren. Fragt nur einmal die Mütter dieser deutschen. Mädels, sie werden euch Briefe zeigen. können, die von Enttäuschung und tiefem Heimweh sprechen.
Und Bob? Bob wohnt jetzt in einem möblierten Zimmer für nur 10 Dollar im Monat. Als Buchhalter gibt es für ihn In Amerika keine Möglichkeit, ein ordentliches Familienleben zu führen,- wenn schon die kleinste und bescheidenste Wohnung die Hälfte seines Monatsgehaltes verschlingt. Dabei hat er noch großes Glück, viele seiner Kameraden liegen heute auf der Straße, haben keine Arbeit. Der amerika*nische Staat kümmert sich nicht um sie: „Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen.“
Aber im Capitol ...
Mit wehem Herzen denkt er an Deutschland zurück, als er noch „ein yerr von der Besatzungsmacht“ war und der kleinen Vreny so sehr impo*nierte.
Zur gleichen Stunde, aber sinnt im Capitol in Washington eine Handvoll Männer, wie sie Bob wieder eine Uni*form verschaffen können . . . mp.
---------------------------------------------------

Da Vreny aber wieder zurück in dei USA reiste, war das entweder später, oder der Rest
hier ist ausgedacht als antiamerikanische Propaganda.
Woher will schließlich der Reporter gewußt haben, was Bob in den USA zu dieser Zeit machte und verdiente.
Eventuell von Vreny selbst oder von deren Mutter, die wohl noch in Berlin wohnte, wer weiß ...

Hier im Anhang nochmals als Bild-Datei (jpg)

Juergen
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Vreny Rabes.jpg (238,4 KB, 5x aufgerufen)

Geändert von Juergen (17.02.2021 um 18:45 Uhr)
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berlin , gemälde , kunstmaler , max rabes , neapel

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