#1  
Alt 07.01.2021, 13:06
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ThorK ThorK ist offline männlich
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Standard Taufbuch ohne Kindsnamen!?

Hallo zusammen,

ich forsche unter Anderem in Kirchhain (Hessen).
Hier bin ich nun im ev. luth. Kirchenbuch 1624-1748 auf ein Kapitel mit Taufeinträgen gestoßen, in welchem die Namen der getauften Kinder nicht aufgeführt wurden.

Der standardmäßige Wortlaut ist dort z.B.:

"XY hat seinen Sohn/seine Tochter Taufen lassen. Pate war der Mutter Schwester."

Hattet ihr so etwas auch schonmal und wie könnte man vorgehen um dort weiterzukommen?

Ich habe teilweise die Sterbeeinträge der gesuchten Personen recherchiert und wo ein Alter angegeben war dann zurückgerechnet. Ich bin dann auf entsprechende Einträge gestoßen, aber wirklich sicher ist dies ja auch nicht, da es sich auch um Cousins/Cousinen handeln könnte oder die Personen an einem anderen Ort geboren sein könnten.

P.S. Dort ist mir auch erstmals die Bezeichnung Gote/Gota (Gothe/Gotha) für Taufpate/Taufpatin begegnet.

Gruß
Thorsten
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  #2  
Alt 07.01.2021, 14:12
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Hallo Thorsten,

ja, solche Pfarrer gibt es Zum Glück sind sie doch wohl eher die Ausnahme.

Wenn ich solche (bei mir in der Regel vereinzelt vorkommende) Taufeinträge finde, gehe ich meist davon aus, daß das Kind den Vornamen des ersten (gleichgeschlechtlichen) Taufpaten bekommen hat. Früher war das ja oft so üblich.
Konntest Du dies evtl mit den Sterbeeinträgen und den zurückgerechneten Daten auch feststellen?

Die Bezeichnung Gote/-a, God/-l .... (in den regional unterschiedlichen Formen) findest Du auch in anderen Regionen, z.B. Schwaben
Siehe Wikipedia
Zitat:
Aufgrund der traditionell nahen Beziehung zwischen Paten und Patenkind haben sich im deutschen Sprachraum für Patin und Paten eine Reihe von ähnlichen, teilweise altertümlichen Kosenamen und regionalen Dialektbezeichnungen entwickelt, die meist auf die Wörter „Gott“ oder lateinisch pater (als sprachliche Wurzel von „Pate“) zurückgehen. Beispiele sind Petter/Göd/Götte/Dette für den Paten und Döte/Godel/Gote für die Patin.
__________________
Viele Grüße .................................. .
Christine
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Wer sich das Alte noch einmal vor Augen führt, um das Neue zu erkennen, der kann anderen ein Lehrer sein.
(Konfuzius)

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