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  #21  
Alt 24.11.2018, 18:26
sewe sewe ist offline
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Also die Zusammenfassung und Schlussfolgerung von Kleinschmid ünterstütze ich, auch das der josef wohl 2 mal verheiratet war. Das lässt sich eigentlich sehr gut an den kindern in seinem Sterbeeintrag nachvollziehen. Auch wenn nicht expliziet vermerkt wurde, dass ndie Kinder aus unterschiedlichen Ehehn sind, sind die Altersangaben einfach zu passen!
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  #22  
Alt 24.11.2018, 19:10
Kleinschmid Kleinschmid ist offline
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Zitat:
Zitat von sewe Beitrag anzeigen
Naja die Trzaskalik`s scheinen irgendwie hinzugezogen zu sein ...
Der erwähnte Trzaskalik in 1821 war Fleischermeister. Dieses Gewerbe konnte er in der Tat auch auf einem der größeren Dörfer im Umfeld von Gleiwitz ausüben. Anders sieht dies bei unserem Buchbinder Joseph aus. In Gleiwitz gab es seit Mitte der 1820er Jahre die Druckerei Gustav Neumann, die in Oberschlesien sehr bekannt war. Vielleicht hatte der Joseph dort sogar gearbeitet. Als seine erste Frau Anf. 1841 starb, stand er plötzlich mit drei kleinen Mädchen da. Kaum anzunehmen, daß er in der Situation in eine andere Stadt verzog. Das könnte überhaupt nur Beuthen gewesen sein, denn ein Buchbinder hätte in einer kleineren Stadt kaum Arbeit gefunden. Nein, es spricht alles dafür, daß er schnellstmöglich wieder geheiratet hatte. Doch wir finden eine Tr in Gleiwitz nicht. Ebenso fehlt die Tf der Mädchen Pauline, Emilie u. Julia. Der Name Konieczny ist 'schrecklich' häufig in OS anzutreffen. Seine II. Frau kann also von sonstwo stammen, aber die drei Tf müßten doch in Gleiwitz sein. Auch die Bg der II. Ehefrau fehlt. Sie könnte also ev. gewesen sein. Was tun?

Bei den Mormonen gibt es ein paar Jgg. der ev. Duplikate von Gleiwitz, wobei aber nicht ganz klar ist, ob die richtig zugeordnet wurden. Falls jemand Zugang dazu hat, könnte er bitte mal nachsehen, ob das hier tatsächlich ev. von Gleiwitz ist. Gesucht werden Tf ~Frühjahr 1844 Pauline Kuczora, Tf ~1846 Emilie Kuczora und Tf ~1848 Julia Kuczora.

Andere Möglichkeit wäre der Oberschlesische Wanderer. Leider gibt es für den fraglichen Zeitraum nur wenige Jgg. online. Die Kattowitzer DigiBib hatte früher einmal viel mehr davon, hatte dies aber wieder aus dem Netz genommen. In dieser Zeitung finden sich auch kirchliche Nachrichten – hier bswp. die Bg der I. Ehefrau. Man könnte die Berliner Bestände durchsehen und dann eben schauen, wo man die fehlenden noch einsehen könnte.

Daß der Joseph ein Sohn des Glasmachers war, ist wahrscheinlich, aber noch nicht bewiesen. Dafür ist der Name ebenfalls zu häufig. Hier hilft das KB m.E. nicht mehr weiter, und es bleibt eigentlich nur die von mir bereits erwähnten Bürgerrechtsbücher. Trotzdem würde ich schon mal mit dem dem Glasmacher Anton K. weiterforschen. Die Jgg. sind ja online.
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  #23  
Alt 24.11.2018, 21:56
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Weltenwanderer Weltenwanderer ist offline männlich
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Hallo,

für die These mit der evg. Ehefrau sprechen die frühesten Einträge bei Geneteka - hier aus dem evg. KB Gollassowitz.

LG,
Weltenwanderer
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  #24  
Alt 24.11.2018, 22:27
Kleinschmid Kleinschmid ist offline
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?
Nein, die erste Ehefrau Trzaskalik war katholisch. Kath. Heirat, alle Kinder kath. getauft, sie selbst kath. beerdigt. Das ist nicht unser Problem. Es dreht sich um die zweite Ehefrau Sophia Konieczny. Die Heirat fehlt im kath. KB, die Tf der Mädchen fehlt, Jungs sind wie der Vater kath. u. im kath. Gleiwitzer KB. Auch fehlt ihre Bg im kath. KB. Sie muß vor 1872 verstorben sein.

Daher mein Vorschlag im ev. KB von Gleiwitz bei den Mormomen nachzusehen, ob darin die drei Mädchen enthalten sind.

Sonst eben über den Oberschlesischen Wanderer.
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  #25  
Alt 24.11.2018, 22:38
saku saku ist offline
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Zitat:
Zitat von Kleinschmid Beitrag anzeigen
?
... Es dreht sich um die zweite Ehefrau Sophia Konieczny....
Sie muß vor 1872 verstorben sein.
Korrekt - sie muss zwischen der Geburt des "letzten" gemeinsamen Kindes Joseph Carl, am 16.10.1854 (auch im Oberschlesischen Wanderer gefunden ) und dem Tod ihres Ehemanns Joseph, am 10.05.1872 gestorben sein.
Zitat:
Daher mein Vorschlag im ev. KB von Gleiwitz bei den Mormomen nachzusehen, ob darin die drei Mädchen enthalten sind.
Den Film kann ich leider nicht öffnen...
Zitat:

Sonst eben über den Oberschlesischen Wanderer.
Leier sind die "wichtigen" Jahrgänge nicht digital verfügbar...
Auch hier sind die für fehlenden Jahrgänge genau die, die ich bräuchte...

-Sascha

Geändert von saku (24.11.2018 um 22:40 Uhr)
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  #26  
Alt 24.11.2018, 23:09
Kleinschmid Kleinschmid ist offline
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Ggf. muß man eben den 'Film' bei den Mormonen einsehen. Aber aufpassen, ob er tatsächlich zur ev. Gm. Gleiwitz gehört.

Ich meine, die 1840er Jgg. des Oberschlesischen Wanderers (OW) waren vor Jahren einmal vollständig online. Die Sache stand damals im Zusammenhang mit diesem Gleiwitzer Hüttenfriedhof. Einige Gräber wurden von den Polen restauriert und weil es noch keine online-KB gab, versuchte man die Inschriften anhand der Sterbeanziegen im OW zu rekonstruieren.

In der UniBib Breslau liegen aber die 1840er Jgg. des OW vor. Signatur 31076.

Geändert von Kleinschmid (26.11.2018 um 12:38 Uhr)
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  #27  
Alt 25.11.2018, 10:46
Kleinschmid Kleinschmid ist offline
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Zitat:
Zitat von saku Beitrag anzeigen
Leider sind die "wichtigen" Jahrgänge nicht digital verfügbar...
Da ist doch eine der Töchter, die Julie Auguste, * Gleiwitz 8. Mai 1848. Dazu gibt es weder einen Eintrag bei Gleiwitz Allerheiligen noch St. Bartholomäus.

Also war sie - wie ihre Mutter - evangelisch!
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  #28  
Alt 25.11.2018, 15:16
saku saku ist offline
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Ein toller Fund !

Was mich nur insgesamt wundert, sind die angegebenen Lebensalter der Kinder beim Tod des Joseph 1872.

Dort "liegen" die Geburtsjahre von Julie und Nathalie nur ca. 3 Jahre auseinander.
Für Nathalie (Trzaskalik+Kuczora) ist ja ein Fund für das Jahr 1838 bekannt. Bei Agnes 1836 liegen nur 6 Jahre dazwischen.

Allerdings liegen 10 Jahre zwischen Nathalie und der im Oberschlesischen Wanderer aufgeführten Julie ...

Möglich wäre dann, dass es eine zweite Agnes und eine zweite Nathalie gegeben haben muss UND das beide Kinder mit diesem Namen, die der ersten Ehe ensprungen sind, vor 1872 verstorben sein müssen. (Das würde allerdings auch bedeuten, dass Joseph insgesamt mehr als 10 Kinder gezeugt haben muss... )

Oder wir müssen die angebenen Lebensjahre im Sterbeeintrag des Josph infrage stellen - dann aber leider auch den Geburtstag des August (08.08.1850) der aber im Jahre 1872 mit 21 Jahren korrekt angegeben wäre.

Da scheinbar alle Kinder der ersten Ehe mit M.Trzaskalik katholisch getauft wurden müssen doch auch irgendwo die Sterbeeinträge zu finden sein.

Denke ich falsch?

-Sascha
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  #29  
Alt 25.11.2018, 15:44
Nemo63 Nemo63 ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von saku Beitrag anzeigen

Oder wir müssen die angebenen Lebensjahre im Sterbeeintrag des Josph infrage stellen - dann aber leider auch den Geburtstag des August (08.08.1850) der aber im Jahre 1872 mit 21 Jahren korrekt angegeben wäre.

Einige Lebensalter sind sicherlich falsch angegeben (Nathalie und Agnes), aber nicht alle....es hat ja ein dritter (vllt. August) die Lebensalter im KB angegeben und der war ja nur Halbbruder von Nathalie und Agnes und wusste es nicht genau.
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  #30  
Alt 25.11.2018, 18:45
Kleinschmid Kleinschmid ist offline
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Da es besonders in der schlesischen Familienforschung aufgrund der schlechten Quellenlage oftmals Lücken gibt, sollte man sich zum Ausgleich auch immer ein bißchen um das Drumherum bemühen. Daher nachfolgende Info zu den Gleiwitzer Buchbindern:

Bereits 1767 läßt sich in der Stadt Gleiwitz ein Buchbinder namens Gärtner nachweisen. Vermutlich dessen Sohn Ignatz Gärtner wurde dann offiziell 1811/12 als einziger Buchbindermeister in Gleiwitz ausgewiesen. 1816 waren es zwei. Der andere hieß Augustin Ronge aus Deutsch-Neukirch. Er hatte zuvor 1/2 Jahr in Jägerndorf als Geselle gearbeitet. Als er 1816 von der Gründung des Gleiwitzer Gymnasiums erfuhr, verzog er nach dort. Am 19.7.1816 legte er mit nur 20 Jahren den Bürgereid ab. Erst zehn Jahre später kam der bereits erwähnte Neumann nach Gleiwitz, um dort seine Druckerei zu gründen. Ob er dabei auch einen Buchbinder beschäftigte, wissen wir nicht. Unser Joseph hatte vermutlich eher bei dem Gärtner oder dem Ronge sein Handwerk erlernt.

Empfehlenswert ist sicher:
Friedrich Kaminsky: Beiträge zur Geschichte der oberschlesischen Buchbinderei-, Buchdruck- Buchhandels-, Zeitungs- u. Bibliothekswesens bis 1815. Breslau 1927. 131 Seiten.
Es reicht zwar zeitlich nicht ganz heran, könnte aber Hinweise auf Bestände im Gleiwitzer Archiv liefern, die auch den Bereich bis Ende der 1820er Jahre erfassen.

Geändert von Kleinschmid (26.11.2018 um 12:39 Uhr)
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